Meine fünf wichtigsten Erkenntnisse der Reise

 

  1. Wohin du auch gehst – deine Themen begleiten dich

 Sowohl bei uns als auch bei den Teilnehmer:innen meiner Retreats habe ich festgestellt: Wir können am schönsten paradiesischen Ort sein, aber das allein ist kein Garant für glücklich sein. Denn wenn wir versuchen, vor unseren Problemen wegzulaufen, statt uns mit ihnen auseinander zu setzen, dann werden sie uns woanders wieder begegnen – an anderen Orten oder auch mit anderen Menschen. Die gute Nachricht: Wenn wir nach innen schauen und immer wieder bei uns selbst beginnen, dann ist es nicht so wichtig, an welchem Ort wir gerade sind.

  1. Wir haben keine Zeit – weil wir sie vergeuden

Wenn eine solche Reise etwas bewirkt, dann, dass sie uns mal komplett aus dem Alltag herausnimmt. Weg von Freizeitveranstaltungen, Terminen, Verpflichtungen, von denen man vielleicht auf die Hälfte eh keine Lust hat. Auch das abendliche Fernsehen ist hinfällig, weil das Programm in anderer Sprache stattfindet. So haben wir festgestellt, dass wir grundsätzlich viel mehr Zeit haben, als wir zu Hause oft denken. Wir haben sie zu Hause nur deshalb nicht, weil wir sie entweder mit Fernsehen oder Social Media vergeuden, oder weil wir uns zu oft viel zu viele Termine aufhalsen.

  1. Wer aus Liebe handelt, gewinnt

Wo wir auch hinkamen, immer haben wir einen Riesenunterschied bemerkt, wie wohl oder unwohl wir uns in einem Hotel oder Geschäft oder an einem Ort gefühlt haben. Da konnte ein Hotel noch so durchgestyled sein, wenn die Mitarbeiter:innen unfreundlich oder lieblos waren, haben wir uns nicht wohlgefühlt. Dort, wo wir liebevolle Menschen getroffen haben – wie Gregoria auf Zypern, Nawal in Indien, Coco auf der geheimen Insel – herrschte direkt eine ganz andere Energie. Dies waren die Orte, die magisch Menschen angezogen haben und an denen wir uns uneingeschränkt wohl gefühlt haben.

  1. Es kommt nicht darauf an, WO du bist, sondern mit WEM du bist

Wir waren in einfachen Bungalows und haben Spaß gehabt, wir waren in 4-Sterne-Hotels und haben uns dort verloren gefühlt. Und umgekehrt. Den größten Spaß haben wir dort gehabt, wo liebevolle Menschen waren – entweder Reisefreunde oder auch besondere Menschen vor Ort (siehe vorherigen Punkt). Doch sowohl für meinen Sohn als auch für mich war es wichtig, den Kontakt zu den Freunden zu Hause zu halten und zu pflegen. Uns ist bewusst geworden, dass wir das nicht missen wollen. Viele stellen sich z.B. auswandern als DEN großen Traum vor. Doch die meisten machen sich nicht bewusst, dass dies auch bedeutet, Abschied von Freunden, Familie und lieben Menschen zu nehmen. Es viel wert, Freunde zu haben, mit denen man sich auch mal spontan treffen oder etwas unternehmen kann. Zu denen du hinfahren kannst oder die zu dir kommen, wenn du in Schwierigkeiten steckst.

  1. Es geht nicht darum, dass alles perfekt ist – sondern es gilt, die Höhen und Tiefen gelassen und mit einem Lächeln zu meistern

Diese Erkenntnis war bereits vor der Reise einer meiner wichtigsten Leitsprüche und hat sich mal wieder bestätigt. Wahrlich, auf unserer Reise ist nicht alles perfekt gelaufen. Aber wir hatten durchgehend die Zuversicht und die Gelassenheit, dass alles schon irgendwie gutgehen wird. Wir haben schöne Erlebnisse genossen und schwierige Situationen gemeistert. Und was auch immer wir daraus mitgenommen haben, eines ist sicher: Wir haben unsere Resilienz gestärkt und wissen, dass uns nichts so leicht umhauen kann. Und ich denke, das ist in diesen Zeiten eine der wichtigsten Ressourcen, die man haben kann.

Unsere „Weltreise“ – was nehmen wir mit?

Unser Mut hat uns belohnt – mit sensationellen Bildern und Erlebnissen, Rollerfahrten in der Abendsonne, Lachanfällen in Hotelzimmern, Schlafen auf dem Segelboot unterm Sternenhimmel, faszinierenden Unterwasserwelten beim Schnorcheln, Schwimmen bei Mondlicht im Infinity Pool. Wir haben Elefanten und Giraffen gefüttert, Feuershows und Feuerwerke gesehen, die Wellen gesurft und die Aussicht von Bergen auf umwerfende Landschaften genossen. Wir haben exotisches Essen probiert, spannende Menschen kennengelernt und nachts die Landschaft in einem Nachtbus an uns vorüberziehen lassen. Ich habe Retreats angeleitet, meinen Sohn unterrichtet und manchmal mit ihm auch einfach nur Serien geschaut. Sicherlich wird diese Reise noch sehr lange nachwirken und in uns arbeiten.

Wie fühlt es sich an, wieder zurück zu sein? Ich kenne dieses komische, etwas ernüchterte Gefühl schon von früheren Auslandsaufenthalten. Aber ich kenne es auch, einige Dinge hier zu Hause wieder mehr schätzen zu wissen: saubere Straßen, einen gut sortierten Supermarkt, eine leckere Currywurst oder es sich nach einem kalten Wintertag in der Wohnung gemütlich zu machen. Ich freue mich, wieder Termine und Struktur zu haben, aber vor allem: viele liebe Menschen wieder live sehen zu können!

DANKE

Wenn du bis hier gelesen hast, dann möchte ich dir als Leser:in und Begleiter:in nochmal DANKE sagen. Danke für dein Sein und deine Anteilnahme, für dein Einlassen und das virtuelle „Mitreisen“.

Ich möchte vor allem meinem Sohn Joshua danke sagen, der das alles so toll mitgemacht hat, sich auf alle Erlebnisse eingelassen hat und so lange auf Papa, Omas, Opas und seine Freunde verzichtet hat. Wir waren einfach ein klasse Mama-Sohn-Team und sind noch mehr zusammen gewachsen.

Und ich möchte meinem Freund Michael danken für die vielen schönen Momente in der ersten Reisehälfte und für die spätere Unterstützung aus der Ferne heraus. Ich bin froh und erleichtert, dass jetzt bei dir gesundheitlich alles gut überstanden ist.

MEHR…

Berichte, Bilder und Videos zur gesamten Reise findest du unter Reiseblog…

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Heiligabend in Bangkok und die „geheime Insel“

Weihnachten unter Palmen – ist das jetzt schön oder traurig? Die Gedanken machen wir uns erstmal gar nicht, weil wir genau an Heiligabend den Flug von Phuket nach Bangkok antreten. Außer dass vor vielen Hotels und Läden glitzernde Weihnachtsbäume aufgestellt sind, merkt man hier nicht so viel von Heiligabend. Das macht es sicherlich einfacher, nicht sentimental zu werden. Es ist heiß draußen, der Flug läuft reibungslos, und wir sind nachmittags in dem schönen Hotel, in dem wir uns auch mit meiner Freundin Inga und ihrer Tochter Toyah treffen. Die beiden kommen extra in den Weihnachtsferien angereist, um mit uns Weihnachten und Silvester in Bangkok und am Strand zu verbringen.

Joshua und ich haben Kerzen besorgt, einen leuchtenden Mini-LED-Weihnachtsbaum, ein paar Accessoires und kleine Geschenke. Damit haben wir im Hotelzimmer einen kleinen „Weihnachtstisch“ aufgebaut, vor dem großen Fenster, durch das wir im Hintergrund die Lichter von Bangkok sehen. Dazu Wein, ein paar Süßigkeiten und Chips. So kann man es sich gutgehen lassen, denke ich mir. Wir freuen uns auf einen lustigen Abend zu viert, mit Spielen, herumscherzen und viel quatschen – wie wir es schon oft auf früheren Reisen gemacht haben. Vorher wollen wir noch mit den beiden essen gehen. Dafür haben Joshua und ich beim letzten Bangkok-Aufenthalt ein schönes Rooftop-Restaurant entdeckt, in dem es Steak und andere Leckereien gibt – obendrauf  den Blick auf verschiedene Tempel mit goldenen Dächern.

Es kommt immer anders und erst recht als man denkt

Doch erstmal kommt die Hiobsbotschaft: Der Flieger von den beiden wurde in Frankfurt gestrichen, wegen Sturm in Wien. Sie bekamen einen Ersatzflug – allerdings über Seoul! Also erstmal ein Umweg komplett in die falsche Richtung bzw. viel zu weit über das Ziel „Thailand“ hinaus. Was auch bedeutet, dass sie erst Abends gegen 22:00 Uhr im Hotel ankommen werden – und wir den Heiligabend dann wohl zu zweit verbringen dürfen. Wir nehmen es gelassen, gehen trotzdem zum Rooftop-Restaurant, genießen das leckere Essen und die Aussicht und machen Weihnachtsanrufe. Zu Hause ist es ja eh noch früher. Irgendwann treffen schließlich Inga und Toyah ein, und wir machen uns noch bis spät nachts eine gemütliche Zeit im Hotelzimmer.

VISA-Rennerei – im wahrsten Sinne des Wortes

Am nächsten Tag fahren Joshua und ich wieder zum Immigration Office, da wir ja noch eine Verlängerung für unser Visum brauchen, wenn auch nur für 10 Tage. Dort wird uns gesagt, dass dies leider nicht nochmal möglich ist und wir dafür aus dem Land raus und wieder einreisen müssten. Puh, wie soll das jetzt noch gehen auf die Schnelle? Ich recherchiere und finde eine Lösung: Der Ort, von dem aus wir auf die „geheime Insel“ fahren wollen, liegt nah an der Grenze zu Myanmar. Und es wird tatsächlich angeboten, mit dem Boot einmal über die Grenze und zurück zu fahren, um das Visum zu verlängern. Das Ganze nennt sich dann „Visa Run“ und ist durchaus üblich unter Backpackern.

Direkt am nächsten Tag geht’s los. Wir fliegen zu viert von Bangkok nach Ranong, einem abgelegenen Fischerort – Fischerort im wahrsten Sinne des Wortes, da es hier überall stark nach Fisch riecht. Hier empfängt uns die Dame, die für uns den „Run“ organisiert hat. Wir haben nicht viel Zeit, denn um 15:00 startet bereits das Speed Boat auf die Insel. Inga und Toyah – die ja kein Visum brauchen – warten solange in einem kleinen Straßenrestaurant auf uns, mitsamt Gepäck. Joshua und ich werden zur Eile angetrieben und können gerade noch schnell unsere Handgepäck-Rucksäcke greifen, um direkt von der Dame an den Pier geführt zu werden. Zum Glück habe ich noch etwas Wasser dabei und ein paar Cracker vom Flug. Zeit bleibt nur noch zum Geld abheben, denn schließlich lassen die sich das Ganze gut bezahlen.

Alles geht zack zack. Wir werden erst zu einem kleinen Schalter geführt, um dort eine Ausreisebestätigung zu erhalten. Dann klettern wir an dem kleinen Anlege-Pier über mehrere Holzboote hinweg auf ein Long Tail Boot. Ein Mann fährt das Boot, der andere, der dabei ist, sackt unsere Reisepässe ein. Los geht’s mit laut tuckerndem Motor, durch unruhige Gewässer, Richtung Myanmar. Hoffentlich. Ganz kurz beschleicht mich ein unruhiges Gefühl. Sie haben unsere Reisepässe, und wir haben all unsere wichtigen Karten und Wertsachen dabei, bis hin zu Tablets und Laptops. Theoretisch könnten diese Männer uns jetzt entführen, erpressen oder sonstwas mit uns machen. Ich versuche, gelassen zu bleiben und beschließe, einfach mal zu vertrauen, dass das Ganze gut geht. Was bleibt mir auch anderes übrig? Joshua ist zumindest die Ruhe in Person. Er hat die Noise Cancelling Kopfhörer aufgesetzt – wegen des lauten Motors – und hört darüber seinen Lieblings-Podcast.

Wir fahren an einen weiteren Pier heran, vermutlich irgendeine Zollstelle. Der „Begleitmann“ verschwindet mit unseren Pässen in dem Office und kommt zurück mit einem weiteren Mann in Militäruniform, der das Boot genau absucht, sogar unter den Planken nachschaut und in unseren Rucksäcken. Keine Beanstandungen und weiter geht’s. Der Begleitmann hat immer noch unsere Pässe in der Hand, und ich hoffe nur, dass sie ihm nicht ausversehen ins Wasser fallen. Ob das schonmal passiert ist bei einer solchen Fahrt? Ich denke lieber nicht drüber nach. Die Fahrt beginnt, Spaß zu machen. Wir fahren an dem Ufer von Myanmar entlang, sehen Häuser auf Pfählen und improvisierte Bretterbuden, Fischerkähne, Long Tail Boote, aber auch Tempel und Buddhafiguren. Schließlich kommen wir in ein Mini-Fischerdorf, mit ein paar heruntergekommenen Hotels und einem Schild: „Welcome to Myanmar.“ Hier dürfen wir aussteigen, klettern wieder über mehrere Boote hinweg und sollen an einem „Office“ – einem kleinen Schalter in einem Brettergebäude – die Ausreiseformalitäten erledigen. Pass, Foto, Fingerabdrücke. Schnell selbst noch ein Foto gemacht, dann geht es wieder mit dem Longtail Boot zurück über das Meer.

Um viertel vor drei kommen wir zurück an den Pier und müssen noch an den „Einwanderungsschalter“. Um drei geht das Speed Boat zur Insel. Unsere „Managerin“ empfängt uns, macht Druck am Schalter und führt uns dann im Laufschritt zu ihrem Auto und zum anderen Pier. Dort empfangen uns Inga und Toyah mit dem Gepäck, wir stürmen zum Anleger für das Speed Boat und… es ist nicht da! Etwa schon weg? Wir erfahren, dass es woanders abfährt, wegen Ebbe. Also ab ins Taxi und zum nächsten Anleger. Am Ende dauert es noch eine Stunde, bis wir mit dem Speedboat ablegen und auf die Insel fahren können.

Die „geheime Insel“ – Paradies auf Zeit

Diese Insel ist der Abschluss unserer Reise, wo wir uns mit Inga und Toyah noch eine schöne Zeit machen wollen. Sie wurde mir von einem Kollegen empfohlen, der aber Wert darauf legt, dass ich den Namen der Insel geheim halten soll. Daher nenne ich sie hier „geheime Insel“. Es ist eine der wenigen thailändischen Inseln, die noch nicht vom Massentourismus heimgesucht wurden. Weder von den Pauschaltouristen, wie in Phuket, noch von der „spirituellen Backpackerszene“ wie auf Ko Phangan. Natürlich gibt es auch hier Roller-Verleihstationen, kleine Tourismus-Offices, die Schnorcheltouren anbieten, Restaurants, Resorts und ein paar Souvenirläden. Aber es ist merklich anders, ursprünglicher und ruhiger. Und es gibt keinen „7/11“ Supermarkt, wie ich mit Genugtuung feststelle. Wir steigen nach Ankunft am Pier direkt auf die vorab gemieteten Roller, lassen unser Gepäck mit dem Taxi transportieren und ich genieße mit Joshua hinter mir den seichten Fahrtwind und die Stimmung des frühen Abends, während wir über die palmenbesäumten kleinen Straßen der Insel fahren. Hier gibt es keine Autos, nur Roller und Tuktuks. Genial!

Unser vom Kollegen empfohlenes Resort ist einfach, aber sehr sympathisch. Abends sitzen wir im Restaurant am Strand und sind geflashed von der tiefroten Sonne, die langsam im Meer versinkt, wir genießen gutes Essen und kalte Getränke. So verbringen wir die nächsten 10 Tage mit ausschlafen, gut und lange frühstücken, im Meer baden, Massagen erhalten, abends lustige Spiele wie „Tabu“ spielen und mit dem Roller über die Insel fahren. Carla aus Kalifornien ist ebenfalls auf der Insel und leistet uns ab und zu Gesellschaft, für Spiele und interessante Gespräche. Mit ihr zusammen biete ich 2 Lachyoga-Sessions für interessierte Touristen an, was jedes Mal großen Spaß macht. Silvester gibt es eine Riesenparty am Strand, mit DJ, Feuershow, Festessen und Himmelslaternen. Traumhaft, so kann es bleiben!

Die wildeste Cornflakes-Idee des Jahres

Doch ein paar Tage später wachen wir auf und merken: es reicht! Wir sind satt. Im positiven Sinne. Wir haben die gesamte Insel mit dem Roller erkundet, alle Souvenirläden abgegrast, im Meer gebadet, sind gesurft, haben Sonnenuntergänge noch und nöcher gesehen. Jetzt wird es Zeit für etwas Neues! Wir sitzen zu viert morgens beim Frühstück und sind uns einig: Wir wollen nach Bangkok –  noch heute! Toyah löffelt ihre Cornflakes und sagt „ich wär dabei.“ Also starten wir die Operation „Cornflakes-Idee“.

Wir organisieren uns einen Mini-Van (9 Stunden Fahrt!), tauschen die Tickets für das Speed Boat, packen schnell unsere Sachen und checken aus. Jetzt noch auf die andere Seite der Insel zum Speed Boat Anleger fahren, die Roller abgeben, und… puh, wieder in letzter Minute auf das Boot! Auf der anderen Seite – im Fischerdorf – wartet der bestellte Van. In 9 Stunden Fahrt würde man es von Köln bis nach Mailand schaffen. Doch hier in Thailand herrschen andere Relationen. Man fährt nicht so schnell, das Land ist groß und 9 Stunden Fahrt nichts Ungewöhnliches.

Crazy Bangkok intensiv

Spät abends bei Ankunft am Hotel erwartet uns erstmal das Kontrastprogramm zur „geheimen Insel“: zwielichtige bzw. eindeutige „Massagesalons“, vor denen leicht bekleidete Frauen oder Lady Boys herumlungern, Night Bars, Weed Shops und Karaoke Kneipen.

Aber wir finden die nächsten Tage in Bangkok auch hypermoderne Shopping Malls, ein Hard Rock Café, Elektro-Rikshas, die uns in allen Farben leuchtend durch die Nacht kutschieren. Und natürlich einen 7/11, bei dem wir uns mit den üblichen Snacks – Chips, Sandwich, Instant Nudeln und Chang Bier – eindecken können. Bangkok ist wirklich eine Stadt der Rekorde, der Ideen, der Partys, der faszinierenden Mischung aus Tradition und New Life. Ein Highlight ist auch der Besuch in einem „Hundecafé“, in dem lauter süße kleine dicke Corgi-Hunde um uns herumtollen und schier ausrasten, wenn wir ihnen Leckerlis reichen. Was für ein Erlebnis!

Unsere „Weltreise“ – was nehmen wir mit?

Doch nach ein paar Tagen ist es soweit: unser Rückflug nach Deutschland steht an! Nach einem Stopp in Qatar, leckerem Essen und jeder Menge Spielfilme setzt der Flieger in Frankfurt auf. Hier erwarten uns kalte Temparaturen, unfreundliche Zollbeamte, Schlangen vor der Passkontrolle und „deutsche Nüchternheit“. Aber es warten auch liebe Menschen, die uns von Herzen empfangen und sich freuen, dass wir wieder da sind. Freunde, Familie, Teilnehmer:innen und viele, die mit uns virtuell mitgereist sind und mitgefiebert haben.

Ich danke jedem und jeder einzelnen von euch für die Anteilnahme, die Motivation, den Trost und immer wieder die ermutigenden Worte, wenn es mal schwierig war! Ein großes Abenteuer geht zu Ende. Wir haben geliebt, gelitten, geweint, gelacht, genossen und gelernt. Wir sind immer wieder mal auf die Schnauze gefallen und haben uns jedesmal aufgerappelt. Wir hatten jede Menge Abenteuer, aber auch eintönige Tage. Die Reise hat uns – mich mit meinem Sohn – zusammengeschweißt und wir haben gelernt, was geht und was nicht geht. Wir haben unsere Freunde vermisst und auch Federn gelassen.

Aber der Mut hat uns belohnt – mit sensationellen Bildern und Erlebnissen, Rollerfahrten in der Abendsonne, Lachanfällen in Hotelzimmern, Schlafen auf dem Segelboot unterm Sternenhimmel, faszinierenden Unterwasserwelten beim Schnorcheln, Schwimmen bei Mondlicht im Infinity Pool. Wir haben Elefanten und Giraffen gefüttert, Feuershows und Feuerwerke gesehen, die Wellen gesurft und die Aussicht von Bergen auf umwerfende Landschaften genossen. Wir haben exotisches Essen probiert, spannende Menschen kennengelernt und nachts die Landschaft in einem Nachtbus an uns vorüberziehen lassen. Ich habe Retreats angeleitet, meinen Sohn unterrichtet und manchmal mit ihm auch einfach nur Serien geschaut. Sicherlich wird diese Reise noch sehr lange nachwirken und in uns arbeiten.

Wie fühlt es sich an, wieder zurück zu sein? Ich kenne dieses komische, etwas ernüchterte Gefühl schon von früheren Auslandsaufenthalten. Aber ich kenne es auch, einige Dinge hier zu Hause wieder mehr schätzen zu wissen: saubere Straßen, einen gut sortierten Supermarkt, eine leckere Currywurst oder es sich nach einem kalten Wintertag in der Wohnung gemütlich zu machen. Ich freue mich, wieder Termine und Struktur zu haben, aber vor allem: viele liebe Menschen wieder live sehen zu können!

Wir sind an der Reise gewachsen und haben viel gelernt. Daran möchte ich dich gerne teilhaben lassen.

Meine wichtigsten Erkenntnisse der Reise 

 

  1. Wohin du auch gehst – deine Themen begleiten dich

 Sowohl bei uns als auch bei den Teilnehmer:innen meiner Retreats habe ich festgestellt: Wir können am schönsten paradiesischen Ort sein, aber das allein ist kein Garant für glücklich sein. Denn wenn wir versuchen, vor unseren Problemen wegzulaufen, statt uns mit ihnen auseinander zu setzen, dann werden sie uns woanders wieder begegnen – an anderen Orten oder auch mit anderen Menschen. Die gute Nachricht: Wenn wir nach innen schauen und immer wieder bei uns selbst beginnen, dann ist es nicht so wichtig, an welchem Ort wir gerade sind.

  1. Wir haben keine Zeit – weil wir sie vergeuden

Wenn eine solche Reise etwas bewirkt, dann, dass sie uns mal komplett aus dem Alltag herausnimmt. Weg von Freizeitveranstaltungen, Terminen, Verpflichtungen, von denen man vielleicht auf die Hälfte eh keine Lust hat. Auch das abendliche Fernsehen ist hinfällig, weil das Programm in anderer Sprache stattfindet. So haben wir festgestellt, dass wir grundsätzlich viel mehr Zeit haben, als wir zu Hause oft denken. Wir haben sie zu Hause nur deshalb nicht, weil wir sie entweder mit Fernsehen oder Social Media vergeuden, oder weil wir uns zu oft viel zu viele Termine aufhalsen.

  1. Wer aus Liebe handelt, gewinnt

Wo wir auch hinkamen, immer haben wir einen Riesenunterschied bemerkt, wie wohl oder unwohl wir uns in einem Hotel oder Geschäft oder an einem Ort gefühlt haben. Da konnte ein Hotel noch so durchgestyled sein, wenn die Mitarbeiter:innen unfreundlich oder lieblos waren, haben wir uns nicht wohlgefühlt. Dort, wo wir liebevolle Menschen getroffen haben – wie Gregoria auf Zypern, Nawal in Indien, Coco auf der geheimen Insel – herrschte direkt eine ganz andere Energie. Dies waren die Orte, die magisch Menschen angezogen haben und an denen wir uns uneingeschränkt wohl gefühlt haben.

  1. Es kommt nicht darauf an, WO du bist, sondern mit WEM du bist

Wir waren in einfachen Bungalows und haben Spaß gehabt, wir waren in 4-Sterne-Hotels und haben uns dort verloren gefühlt. Und umgekehrt. Den größten Spaß haben wir dort gehabt, wo liebevolle Menschen waren – entweder Reisefreunde oder auch besondere Menschen vor Ort (siehe vorherigen Punkt). Doch sowohl für meinen Sohn als auch für mich war es wichtig, den Kontakt zu den Freunden zu Hause zu halten und zu pflegen. Uns ist bewusst geworden, dass wir das nicht missen wollen. Viele stellen sich z.B. auswandern als DEN großen Traum vor. Doch die meisten machen sich nicht bewusst, dass dies auch bedeutet, Abschied von Freunden, Familie und lieben Menschen zu nehmen. Es viel wert, Freunde zu haben, mit denen man sich auch mal spontan treffen oder etwas unternehmen kann. Zu denen du hinfahren kannst oder die zu dir kommen, wenn du in Schwierigkeiten steckst.

  1. Es geht nicht darum, dass alles perfekt ist – sondern es gilt, die Höhen und Tiefen gelassen und mit einem Lächeln zu meistern

Diese Erkenntnis war bereits vor der Reise einer meiner wichtigsten Leitsprüche und hat sich mal wieder bestätigt. Wahrlich, auf unserer Reise ist nicht alles perfekt gelaufen. Aber wir hatten durchgehend die Zuversicht und die Gelassenheit, dass alles schon irgendwie gutgehen wird. Wir haben schöne Erlebnisse genossen und schwierige Situationen gemeistert. Und was auch immer wir daraus mitgenommen haben, eines ist sicher: Wir haben unsere Resilienz gestärkt und wissen, dass uns nichts so leicht umhauen kann. Und ich denke, das ist in diesen Zeiten eine der wichtigsten Ressourcen, die man haben kann.

DANKE

Wenn du bis hier gelesen hast, dann möchte ich dir als Leser:in und Begleiter:in nochmal DANKE sagen. Danke für dein Sein und deine Anteilnahme, für dein Einlassen und das virtuelle „Mitreisen“.

Ich möchte vor allem meinem Sohn Joshua danke sagen, der das alles so toll mitgemacht hat, sich auf alle Erlebnisse eingelassen hat und so lange auf Papa, Omas, Opas und seine Freunde verzichtet hat. Wir waren einfach ein klasse Mama-Sohn-Team und sind noch mehr zusammen gewachsen.

Und ich möchte meinem Freund Michael danken für die vielen schönen Momente in der ersten Reisehälfte und für die spätere Unterstützung aus der Ferne heraus. Ich bin froh und erleichtert, dass jetzt bei dir gesundheitlich alles gut überstanden ist.

MEHR…

Berichte, Bilder und Videos zur gesamten Reise findest du unter Reiseblog…

Du möchtest deine eigenen Träume entdecken und leben? Dann komm in das SMILE-Programm…

Meckern verpönt? Von Hotels und anderen Baustellen in Phuket

Das Leben ist eine Baustelle – und manches Hotel auch

Ich sitze mit Joshua im Taxi, erfüllt und zufrieden von dem schönen und besonderen Segelerlebnis, das wir hatten. Aber wir freuen uns auch mal wieder auf ein klimatisiertes Hotelzimmer, ein großes Bett zum Schlafen und nicht kochen müssen. Als das Taxi zum Hotel einbiegt, sehen wir jedoch zunächst – einen riesigen Bauzaun. Daran vorbei, kommen wir an der Rezeption an. Da es noch früh ist, können wir noch nicht in das Zimmer. Wir gehen also zum Poolbereich, um es uns dort auf einem der Liegestühle bequem zu machen und zu warten. Der Pool ist schmal und lang, die Liegestühle passen nur daneben, wenn sie schräg stehen, daneben ist der Bauzaun und dahinter – jede Menge Baulärm. Solche Dinge sieht man natürlich bei Booking.com nicht auf den Bildern. Da zudem das Hotel ganz neu ist – eben noch eine halbe Baustelle – gab es auch noch kaum Rezensionen dazu. Wobei ich eigentlich dachte, dass man bei einem 4-Sterne-Hotel nichts falsch machen kann. Aber da habe ich mich leider getäuscht. Entgegen der Aussage in Booking liegt das Hotel auch nicht direkt am Strand. Um zum Strand zu kommen, müssen wir am Bauzaun entlang durch die sengende Hitze laufen und noch über eine Straße.

Schließlich können wir in unser Zimmer einziehen, was immerhin sehr gut ist. Geräumig, modern, mit einer kleinen Küchenzeile (wobei dort noch nichts eingerichtet und benutzbar ist), einem Schreibtisch und zusätzlichem Sofa. Mit Mühe überrede ich Joshua, noch einen kleinen Gang durch den Ort zu machen. Wobei der Begriff „Ort“ etwas übertrieben ist, was wir hier vorfinden: Eine große lange Straße entlang des Strandes, an der Straße entlang das übliche: Massagesalons, kleine Supermärkte, Restaurants. Kein gemütlicher Ortskern, alles einfach nur aufgereiht an der großen Straße. Und beschleicht das Gefühl, dass wir unser Hotelzimmer die nächsten Tage nicht so oft verlassen werden.

Das Frühstück am nächsten Morgen macht es nicht besser. Aus dem Mini-Frühstücksraum blickt man auf den Bauzaun, die Tische sind eng zusammen gepfercht und wir kommen uns vor wie in einem Käfig. Das Buffet hat zwar das Übliche, was es so gibt – English Toast bis hin zu Scrambled Eggs, aber appetitlich ist das alles nicht, wenn direkt am Nebentisch irgendwelche dickbäuchigen Typen das Rührei in sich hineinschaufeln und alle Reste unappetitlich am Tisch hinterlassen. Ich bedaure es, dass ich direkt eine komplette Woche in diesem Hotel gebucht habe. Natürlich – das mag alles nach „Luxusproblem“ klingen, aber ich sehe es nicht ein, wenn der Preis in Relation viel höher ist als das, was man angeboten bekommt.

Should I stay or should I go?

Muss ich das jetzt so hinnehmen, weil ich nun mal verbindlich und stornierungsfrei gebucht habe? Oder darf ich / ja, sollte ich versuchen, es zu ändern? Ich entscheide mich für ändern und gehe zur Rezeption, mit der Bitte, vorzeitig auszuchecken. Immerhin sind die Mitarbeiterinnen an der Rezeption sehr freundlich. Sie rufen den Manager, der ebenfalls sehr kooperativ ist. Ich vermute fast, dass ich nicht die erste bin, die sich beschwert. Er versucht fast verzweifelt, mich zum bleiben zu überreden: er bietet mir Upgrades an, ein kostenloses Dinner etc. Doch ich will nur weg hier, und schließlich willigt er ein, dass ich am nächsten Tag auschecken und das restliche Geld zurückbekommen kann. Er müsste nur noch mit der Reservierungsabteilung klären, wie sie es handhaben. Ich bin total erleichtert und suche mir direkt ein anderes Hotel raus, das einen guten Eindruck macht, in der Nähe und bezahlbar ist. Schließlich gilt es nur noch, die restlichen 4 Tage etwas zu finden, bis wir an Heiligabend nach Bangkok fliegen.

Gerade habe ich online auf „buchen“ (ohne kostenfreie Stornierung, wohlgemerkt) gedrückt, kommt ein Anruf über das Hoteltelefon. Es sei doch nicht möglich, vorzeitig zu stornieren, sagt mir der Manager am Telefon. Ich hätte bis zum 24.12. gebucht und bezahlt, das wäre nicht rückgängig zu machen. Na ganz toll, denke ich mir, jetzt habe ich gerade das andere Hotel gebucht und komme hier nicht raus! Was tun? Aufgeben? Ich recherchiere im Netz „Was tun bei Baulärm“? So kampflos will ich das nicht hinnehmen. Man solle es dokumentieren, finde ich auf diversen Anwalts-Beratungsseiten im Netz heraus. Ah, ok. Ich gehe mit meinem Smart Phone nach unten und mache Bilder, Tonaufnahmen und Videos von allem: dem Lärm hinter dem Zaun, dem eingequetschten Pool, der provisorischen Einrichtung. Dann setze ich mich hin und schreibe eine lange Mail an den Hotelmanager sowie Booking.com. Ich beschreibe die Mängel und dass ich diese gerne auf Anfrage dokumentieren kann. Ich beschreibe den Vorgang und die mündliche Zusage des Hotelmanagers. Fast komme ich mir dabei vor wie so eine typische deutsche Meckertante, die an allem etwas auszusetzen hat. Skrupel begleiten mich die ganze Zeit: ist es nicht übertrieben, da so viel Energie reinzustecken? Sollte ich das nicht einfach als „Dumm gelaufen“ oder „Pech gehabt“ abhaken und nächstes Mal schlauer sein?

Für sich einstehen erlaubt

Doch dann erinnere ich mich wieder an mein Motto: „love it, leave it or change it”. Und mir wird noch etwas klar: Nein, ich MUSS nicht alles so hinnehmen, was man mir vorsetzt! Das habe ich auch schon in Indien, aber auch auf der restlichen Reise gelernt. Und ich finde, das gilt für uns alle, vielleicht sogar gerade für uns Frauen: Wir dürfen es einfordern, dass man uns respektvoll und gut behandelt: Wir dürfen die Stimme erheben, wenn uns nicht das geboten wird, wofür wir bezahlen – und in dem Fall war es nicht zu wenig. Wir müssen, ja dürfen es nicht zulassen, wenn andere so unverschämt sind und denken, wir würden schweigend alles akzeptieren, was man uns anzubieten versucht. Für mich ist das immer wieder eine der wichtigsten Übungen überhaupt.

Ich habe dies früher anders vermittelt bekommen: sei nicht unverschämt, fordere nicht zu viel, lass mal Fünfe gerade sein, halte die Bälle flach etc. Die Geschichte mit dem Hotel mag ein kleinliches Beispiel sein, aber es lässt sich auf viele andere Bereiche übertragen: Wo stehen wir im Job nicht für uns selbst ein, in der Familie, in der Partnerschaft? Ich habe mittlerweile gelernt: Ja, wir dürfen auch mal einen „Zwergenaufstand“ machen, wir dürfen laut werden, toben, uns beschweren, fordern und für uns einstehen! Wir müssen uns nicht mit weniger zufrieden geben, nur um möglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen! Als harmoniebedürftiger Mensch fällt es mir schwer, Grenzen zu setzen. Jemand könnte mich nicht mögen, selbst wenn er „nur“ ein Hotelmanager ist, den ich nie wiedersehe. Mir wird bewusst: nicht nur hier, sondern in allen Lebensbereichen ist es eine gute und auch schwierige Übung, zu riskieren, dass andere mich nicht mögen.

Und dazu lade ich auch dich ein: probiere es mal aus, mit der Einstellung durch den Tag zu gehen, nur so als Übung. Riskiere, dass andere dich nicht mögen. Vielleicht wirst du dann in der Tat mehr anecken. Aber du wirst auch mutiger, das kann ich garantieren!

Wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende

Als wir am nächsten Tag auschecken überbringt uns der Hotelmanager strahlend die Nachricht, dass ich mein restliches Geld zurückbekomme. Na also, geht doch! Ich soll ihnen allerdings unterschreiben, dass ich eine gute Bewertung für das Hotel abgebe. Tja, so läuft das hier wohl, aber was soll’s. Ich unterschreibe und bin erleichtert, dass es doch noch geklappt hat.

Das „Ausweichhotel“ zwei Buchten weiter ist sehr schön und hat einen richtig tollen Pool auf dem Dach, mit Blick über die Landschaft. Wir nutzen die Tage bis Weihnachten, um Online-Schule zu machen, Fotos zu sortieren, zu arbeiten und noch ein paar Aktivitäten aus Joshuas Adventskalender zu machen. Die 3 Fragezeichen hören, zusammen einen Film nach Joshuas Wahl schauen – in diesem Fall Jurassic Park. Wir machen Kissenschlachten und Kitzelschlachten und toben im Pool. Am frühen Abend habe ich meist diesen wunderschönen Rooftop Pool für mich alleine. Ich setze mich dann auf einen der Liegestühle und schaue mir den Sonnenuntergang an. Der Himmel färbt sich in allen Orange- und Rottönen, hinten durch die Bäume hindurch sieht man das Meer. Ja, es ist schön hier in Thailand. Und doch merken wir beide, dass es bald Zeit wird, zurück nach Deutschland zu kommen. Joshua vermisst seinen Papa, seine Freunde, seine Omas, und ich brauche auch mal wieder mehr Struktur. So werden wir im Januar, zum Halbjahreswechsel an der Schule, zurückfliegen. Doch bevor es soweit ist, warten in Bangkok und auf der Insel noch einige Abenteuer auf uns. Dazu mehr im nächsten Blog…

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