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Pessimisten überleben – Optimisten leben

Was Pessimismus uns bringt – und warum trotzdem Optimismus angebracht ist

Yoga-Angebot im Beach Hotel auf Zypern – das schaue ich mir doch gerne mal an, nachdem ich selbst eine Woche lang Yoga unterrichtet habe. Ich komme morgens um viertel vor acht in den Raum, und es läuft „So much Magnificence“ von Deva Premal – mein absolutes Lieblings-Mantra, besetzt mit vielen schönen Erinnerungen. Die nächste Teilnehmerin, die in den Raum kommt, sieht das offenbar nicht so: „Boh, ist das laut“ ist das einzige, was ihr dazu einfällt. Dies ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie unterschiedlich Menschen die Welt sehen. Bestimmte Ereignisse oder Situationen bringen die einen zur Entzückung, die anderen an den Rand der Verzweiflung. Irgendwie ist es ja auch legitim, die Musik zu laut, das Event zu voll oder die Kinder zu wild zu finden – und dies auch zu äußern. Man weiß schließlich nicht, welche Vorgeschichte ein Mensch hat oder welche schlechten Erfahrungen er irgendwo gemacht hat.

Aber es gibt eben auch diese typischen „Jammerer“, die an allem etwas auszusetzen haben. Das sind die Eltern in der Schule, die sich aufregen, wenn die Hausaufgaben unklar sind – statt ihr Kind einfach mal selbst zu fragen. Das sind die Büro-Kollegen, denen das Essen in der Kantine nicht passt, der Chef zu cholerisch oder die Kollegin zu neugierig ist. Dann gibt es die, denen das Wetter entweder zu heiß, zu kalt oder zu regnerisch ist – oder auch die „Zweck-Pessimisten“, die lieber erstmal mit dem Schlimmsten rechnen, damit es dann nur noch halb so schlimm ist. Aber wollen wir wirklich „halb so schlimm“ leben? Oder in Dankbarkeit, Fülle und Freude?

Pessimismus als Überlebenschance?

Generell scheinen wir einen Hang zum Negativen zu haben. Nicht ohne Grund werden wir in den Medien zugeballert mit schlechten Nachrichten. Autounfälle, Eifersuchtsdramen oder Erdbeben erregen nunmal mehr Aufmerksamkeit als der normale Alltag oder ein sicher angekommenes Flugzeug. Hier schließt sich der Kreislauf – denn diese Nachrichten führen wiederum dazu, dass wir immer mehr davon überzeugt sind, wie schlimm die Welt ist. Auch im Privaten neigen wir zum Pessimismus. Eine verletzende Bemerkung des Partners halten wir ihm wochenlang, ja monatelang vor, während ein Kompliment sehr schnell wieder verpufft. Einmal die U-Bahn verpasst am Morgen, und die Laune ist dahin für den Rest des Tages – wenn hingegen alles glatt läuft, nehmen wir es für selbstverständlich. Unsere Gesundheit wissen wir oft erst zu schätzen wenn wir mal krank sind.

All das hat einen guten Grund: ohne diese „negativity bias“ (=“Hang zum Negativen“) gäbe es uns vermutlich nicht mehr. Der Evolution sei Dank. Wir sind darauf geeicht, auf Bedrohungen und Unannehmlichkeiten schneller zu reagieren als auf angenehme Erfahrungen oder Erlebnisse. Wenn in früheren Zeiten der Säbelzahntiger unsere Spezies angriff, konnte auch nur eine Sekunde Zögern uns das Leben kosten. Kein Wunder also, dass unser Gehirn darauf geeicht ist, auf Bedrohungen und Gefahren schneller zu reagieren als auf die angenehmen Dinge des Lebens.

Abkürzung im Gehirn bei akutem Stress

Auch ohne ständige Bedrohung durch Säbelzahntiger und co. ist uns dieser „Stress-Reaktions-Mechanismus“ erhalten geblieben. Auch heute noch wird bei bedrohlichen Situationen sofort das gesamte Körpersystem in Alarmbereitschaft versetzt. Normalerweise nehmen wir eine Situation mit unseren Sinnen wahr. Diese Sinneseindrücke werden im Gehirn verarbeitet, bewertet, eingeordnet, und es werden entsprechende Gefühle oder Reaktionen ausgelöst.

Bei einer akuten Gefahr hingegen wird direkt die Amygdala eingeschaltet, die für die klassische Kampf- oder Fluchtreaktion zuständig ist. Sie lässt uns sofort reagieren, wenn ein Auto auf uns zurast, etwas von oben herunterfällt oder ein Hund uns angreift. Dieser Mechanismus hat uns also geholfen, als Spezies zu überleben – und das ist gut so. Aber es führt eben auch dazu, dass wir Glücksmomente übersehen oder die schönen Dinge des Lebens nicht zu schätzen wissen. Das lässt sich ändern – auch ohne unser „natürliches Alarmsystem“ auszuschalten.

Optimisten leben länger

So sehr Zweck-Pessimismus manchmal hilft, so sehr lohnt es sich, Optimist zu sein. Also daran zu glauben, dass gute Dinge passieren werden und dass man selbst etwas ändern oder bestimmte Ziele erreichen kann. Man weiß mittlerweile, dass Optimisten zufriedener leben, besser mit Schwierigkeiten umgehen können und es ihnen leichter fällt, gute Beziehungen zu führen. Eine neue, gerade erst beendete Langzeitstudie (Lewina Lee, Boston University School of Medicine, August 2019) hat gezeigt, dass Optimisten sogar länger leben als Pessimisten. Diejenigen, die sich als besonders optimistisch zeigten, hatten laut dieser Studie eine 50% größere Wahrscheinlichkeit, das Alter von 85 zu erreichen als diejenigen, die sehr pessimistisch waren.

Doch was macht es aus, ob jemand optimistisch oder pessimistisch ist? Sicherlich ist dies zum Teil genetisch bedingt. Aber Optimismus lässt sich auch erlernen und trainieren – zum Beispiel durch kognitive Therapie oder Meditation. Mein ganz persönlicher Tipp dazu: werde Zweck-Optimist! Denn wenn es Zweck-Pessimisten gibt, warum sollen wir dann nicht auch Zweck-Optimisten sein können?

Drei Eigenschaften, die Zweck-Optimisten auszeichnen

 

1. Sie tun so, als ob sie Optimisten sind

„Fake it until you make it“ ist nicht nur beim Lachyoga das Motto, sondern es gilt für verschiedenste Emotionen, die wir erleben. Schauspieler, die ständig tragische Rollen spielen, können darüber depressiv werden – selbst wenn es nur gespielt ist. Unser Gehirn ist drauf ausgerichtet, Emotionen, die wir oft empfinden, immer leichter zu empfinden. Das gilt für Freude wie auch für Wut oder Ärger. Das Schöne dabei: Wir sind nicht unser Gefühl, sondern wir können bewusst und absichtlich bestimmte Gefühle in uns erzeugen. Warum also nicht bewusst Freude erzeugen?

2. Sie haben den Fokus verändert

Die Welt ist schlecht. Und die Welt ist gut. Energie folgt der Aufmerksamkeit. Wir können viel Energie dafür verwenden, um uns über irgendetwas zu ärgern. Oder wir können uns auf die Dinge fokussieren, die uns Freude und Wohlbefinden bringen. Wir müssen nicht die Augen verschließen vor den Problemen dieser Welt. Aber wir können in unserem kleinen Umfeld die schönen Dinge erkennen und diese in Dankbarkeit annehmen.

3. Sie trainieren regelmäßig Optimismus

Wenn wir Muskelaufbau betreiben wollen, gehen wir regelmäßig ins Fitness-Studio. Genauso sollten wir Optimismus regelmäßig, am besten täglich trainieren, um nicht wieder in alte pessimistische Gewohnheiten zurück zu fallen.

So kannst du Optimismus trainieren…

…und falls du schon Optimist bist – dann sieh es einfach als Präventionsmaßnahme für schlechte Zeiten:

  • Humor und Lachen – lache viel, nimm dich selbst nicht immer allzu ernst, sei albern und bring dein inneres Kind wieder zum Ausdruck – Kinder lachen 400 Mal am Tag, Erwachsene 15 Mal und Tote gar nicht. Lachyoga hilft uns dabei, auch unabhängig von den äußeren Umständen viel zu lachen.
  • Körperhaltung und Bewegung – Bewegung ist eine natürliche Pille gegen Depressionen und schlechte Stimmung. Das wissen die meisten aus eigener Erfahrung, und es ist mittlerweile belegt durch verschiedene Studien. Auch durch bestimmte Körperhaltungen können wir unsere Gemütsverfassung positiv beeinflussen – zum Beispiel mal zwischendurch einatmend die Arme nach oben strecken, sich weit machen, präsent sein und dann mit einem erleichterten Seufzer wieder ausatmen. Übungen dazu findest du auf meinem youtube-Channel…
  • Innere Kommunikation – wie sprichst du mit dir selbst? Wie oft entfährt einem mal ein „Ich Idiot“, „bin ich blöd!“ oder „ich krieg’s einfach nicht hin“. Probiere es mal andersherum: Überlege dir eine passende Affirmation, zum Beispiel „ich bin klasse, großartig, wunderbar“, stelle dich jeden Morgen vor den Spiegel und sprich sie aus. Du kannst dafür auch die besondere „Glücks-Meditation“ nutzen, die du hier auf Soundcloud findest…

Ich wünsche dir viel Anlass zum Optimismus und viele glückliche Momente!

Namasté Angela

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Endlich Ruhe! Digital Detox im Selbstversuch

Wie lange kann man es ohne Internet und Social Media aushalten? Früher ging es schließlich auch. Heute hat man schon ein komisches Gefühl, wenn man mal ausversehen das Handy liegen lässt oder dreht sogar nochmal um, um es zu holen. Viele Menschen bekommen Entzugserscheinungen und greifen verzweifelt immer wieder zum imaginären Handy, wenn sie es nicht dabei haben. Es fehlt ja auch der ständige Dopaminkick. Wäre es wirklich so schlimm? Ich möchte es mal ausprobieren. Zugegebenermaßen, mein Plan ist nicht allzu spektakulär: Ich habe mir den Urlaub dafür ausgesucht, um mal abzuschalten. „Digital Detox“, wie es so schön heißt. Und davon auch nur drei Tage.

Abschalten – doch wie?

Doch auch das will geplant sein. Was, wenn genau jetzt ein wichtiger Kunde mit dem Traumauftrag anruft? Eine Teilnehmerin sich nach einem Seminar erkundigen will? Oder mit meiner Mutter, Vater, Geschwistern oder sonstiger Verwandtschaft irgendetwas ist?

Ich wäge ab, dass die Wahrscheinlichkeit auf den Traumauftrag, den Lottogewinn oder den plötzlichen Herzinfarkt eines Verwandten zwischen Freitag- und Montagvormittag relativ gering ist. Genauso wie alle anderen Anfragen bis Montag warten können. Für meine WhatsApp-Freunde ändere ich meinen Status in „bin grad offline“. Für sonstige Eventualitäten beschließe ich, einmal am Abend kurz mein Handy vom Flugmodus in den normalen Modus zu wechseln – ohne Paketdaten. Nun aber wirklich ab in den Flugmodus! Am liebsten würde ich ganz abschalten – aber das geht nicht, weil ich es ja im Urlaub zum Fotografieren brauche. Der normale Fotoapparat liegt zu Hause.

Am ersten Tag vermisse ich nichts – ich ertappe mich nur hier und da, auf einem Ausflug ständig nach Instagram-tauglichen Fotomotiven zu suchen. Ganz schön stressig. Abends, als ich im Bett liege und den Tag Revue passieren lasse, werde ich irgendwie traurig. Nicht, weil mir Facebook fehlt oder ich mir den Kopf zerbreche, was ich alles gerade auf Instagram und co. verpasse. Sondern im Gegenteil: Mir wird schmerzlich bewusst, wie überflüssig das alles ist. Hat diese ganze Selbstdarstellung und Selbstprofilierung noch mit uns selbst als Mensch zu tun? Wer soll das alles lesen? Müssen wir wirklich so viel Zeit mit Facebook, Instagram, Xing, Twitter, Flickr, Youtube und co. verbringen? Und vor allem: macht uns das glücklich? Psychologen wissen, dass das Gegenteil der Fall ist: Wir vergleichen uns mit den tollen Erlebnissen der anderen und kommen dabei zwangsweise zu kurz. Denn wer ist schon im Dauerurlaub, geht immer auf tolle Konzerte oder ist ständig frisch verliebt? Den schnöden Alltag der Leute, das kämpfen, scheitern, die Leere, die Langeweile kriegen wir nicht mit.

Nicht nur das: die digitalen Medien kosten uns Zeit, rauben uns die Konzentrationsfähigkeit und vermutlich auch einige Gehirnzellen. Viele Menschen können zudem immer schlechter schlafen, weil sie gerade in den Abendstunden noch mit digitalen Medien beschäftigt sind. Eine Studie, die von Microsoft unter Kanadiern durchgeführt wurde, bestätigt Beängstigendes:

  • Menschen verbringen täglich 11 Stunden mit digitalen Medien
  • Sie werfen im Schnitt 253 Blicke täglich auf das Handy
  • 44% haben Schwierigkeiten, sich auf eine Sache zu konzentrieren.
  • Insgesamt sinkt die Aufmerksamkeitsspanne: Menschen können 8 Sekunden bei der Sache bleiben – ein Goldfisch 9 Sekunden.

In Deutschland ist es noch nicht ganz so schlimm, aber auch hier verbringen Menschen zweieinhalb bis drei Stunden täglich mit Social Media, gerade jüngere Leute.

Ist „Digital Detox“ ein Ausweg?

Da liegt es nahe, einfach mal das Smart Phone abzuschalten und zu „fasten“. Macht das Sinn? Experten sagen, dass es jedoch nicht reicht, einmalig länger abzuschalten und danach so weiterzumachen wie vorher. Viel wichtiger sei es, sich regelmäßige Auszeiten zu nehmen, mal ohne Handy spazieren zu gehen oder bei Verabredungen nicht auf das Gerät zu starren, sondern sich dem Gegenüber zu widmen. Sie betonen aber auch: Social Media an sich müssen nicht unglücklich machen. Sondern es kommt darauf an, wie man sie nutzt – man kann sie einsetzen, um Hetze zu betreiben oder einen Spendenaufruf zu tätigen, um zu verblöden oder sich weiterzubilden.

Ich finde es klasse, dass ich dank Facebook Kontakte mit Menschen in aller Welt pflegen kann, die ich kennengelernt habe. Doch ich merke, dass die Relationen nicht mehr stimmen: Muss ich wissen, wo entfernte Bekannte gerade im Urlaub sind und welche Cocktails sie dort schlürfen? Welchen Sandburgenbau-Wettbewerb die Kinder gewonnen haben, ob die Katze getanzt oder der Hund gesungen hat? Während ich andererseits nicht mal die Zeit finde, meine besten Freundinnen „live“ zu sehen? Da stimmt doch was nicht. Am zweiten Detox-Tag nehme ich mir vor, ganz bald meine Freundin zu besuchen, die ich lange nicht gesehen habe.

Achtsamkeit und digitale Welt – passt das zusammen?

Zum Glück findet jeder Wahnsinn auch irgendwann einen Gegentrend. So entstehen Trends, dass moderne Menschen nicht nur vegan, ökologisch, biologisch und fair leben wollen, sondern auch „low digital“. Da wird zum Beispiel vor Meetings in einigen Unternehmen eine Minute in Stille inne gehalten und bewusst geatmet. Da wird empfohlen, statt ein Selfie zu machen, lieber in die Ruhe zu kommen, in sich hinein zu fühlen, wie es einem geht und wo man gerade steht.

Atem, Yoga, Achtsamkeit – alles nichts Neues und dennoch aktueller denn je. All diese Methoden helfen uns dabei, „low digital“ umzusetzen. Zumindest hat man beim Yoga einen Anlass, abzuschalten. Besser noch, wenn es dabei nicht bleibt. Im Café, beim Treffen mit Freunden oder beim Spielen mit dem Kind könnte man es ebenfalls ausprobieren. Übrigens: es gibt bereits Apps, die „low digital“ unterstützen. Da sieht man dann abends, wie oft man online war. Verrückte Welt, aber vielleicht hilft es ja.

Am dritten Digital Detox Tag nehme ich vor, „low digital“ mehr in meinen Alltag zu integrieren. Auch wenn es nicht so leicht fällt wie ich dachte. Nicht weil ich selbst nicht klar komme. Sondern weil die anderen ja auch mit Smart Phone leben –  und das dann eben auch von mir erwarten. Dazu ist das Smart Phone schon so sehr Bestandteil des Alltags geworden – von der Einkaufsliste über den Wecker, Kalender, Taschenlampe, Notizbuch, Rechner bis hin zu Google Maps.

Wie konsequent soll es sein?

Das wurde mir in meinem drei-tägigen Urlaubs-Detox sehr bewusst: Eine Fahrradtour mit unseren Freunden und den Kindern stellte sich als um einiges länger heraus als geplant, so dass letztere irgendwann streikten. Na gut, Detoxbruch Nr. 1: Ich schalte den Flugmodus aus, rufe meinen Partner an, der eh als „Besenwagen“ eingeplant war und bitte ihn, die Kinder mit dem Auto abzuholen. Doch er findet uns nicht, während wir irgendwo bei Hitze in einem abgelegenen Feld zwischen Molkerei und Tulpenfeld sitzen. Hmmpf, es hilft ja alles nichts –  Detoxbruch Nr. 2. Ich schalte die Paketdaten an, sende ihm per WhatsApp unseren Standort, und innerhalb von wenigen Minuten ist er da und sammelt drei erschöpfte, aber glückliche Kinder ein. Ein Hoch auf das Smart Phone! Und ein Hoch auf die Möglichkeit, es auch mal auszuschalten.

Digital Detox – mein persönliches Fazit

Abgesehen von diesem kleinen geschummelten „Notfall“ habe ich aber auch viele schöne Dinge erlebt und erfahren: Mehr entspannte Phasen, mehr Ideen und Kreativität, gute Gespräche mit den Freunden und der Familie (sofern diese auch mal ihr Smart Phone weggelegt haben), in Ruhe ein Buch lesen, den Kindern beim Sandburgen bauen zuschauen (ohne ein Bild zu posten!) und einfach nur auf die Wellen schauen. Der Urlaub ist schnell vorbei. Bereits auf der Rückfahrt erlaube ich mir, wieder einzuschalten und die ca. 100 neuen WhatsApp Nachrichten zu überfliegen. Nichts Wichtiges – vieles aus Gruppen, kaum etwas Persönliches. Ein lieber Freund hatte sich Sorgen gemacht – weil er vergeblich versucht hatte, mich auf verschiedenen Kanälen zu erreichen. Irgendwie schön zu wissen.

Wenn du diesen Blog auf deinem Smart Phone oder Tablet bis hierhin gelesen hast – egal wo du gerade bist – dann atme einmal tief durch, halte inne und lass vor deinem inneren Auge die Menschen erscheinen, die dir wirklich wichtig sind. Denn wenn du mal traurig, angeschlagen, deprimiert oder in Not bist, dann werden nicht deine Facebook-oder Insta-Follower für dich da sein – sondern die Menschen, mit denen du echte, wertvolle und erfüllende Zeit verbracht hast.

Namasté Angela

 

7 Tipps für „Low Digital“ – das empfehlen Experten

  1. Eingewöhnung: mal ein bis drei Tage ganz verzichten – es ist einen Versuch wert
  2. Handyfreie Zonen einrichten: Raus mit dem geliebten Knochen – vor allem aus dem Schlafzimmer! Denn allein der kurze Smart Phone Check kurz vor dem Einschlafen kann einem den letzten Schlaf rauben.
  3. Handyfreie Zeiten einplanen – beim Essen mit der Familie oder Freunden, bei Verabredungen, beim Spaziergang im Wald – da geht’s sicherlich auch mal ohne.
  4. Im Ungewissen bleiben – wie hieß noch gerade der Schauspieler, der damals…? Kaum hat man in geselliger Runde eine solche Frage gestellt, werden die Handys gezückt, Siri, Google und co. befragt. Warum nicht mal etwas herumraten und sich freuen, wenn es einem auch so irgendwann einfällt?
  5. Live statt Video- wie oft werden wir bei Treffen mit Freunden gedrängt, uns mal eben kurz die letzten Urlaubsbilder oder das neueste lustige Video anzuschauen. Ist das wirklich nötig, wenn man sich eh selten sieht und sich vielleicht viel wichtigere Themen zu erzählen hat?
  6. Benachrichtigungen ausschalten – mindestens auf stumm schalten, besser noch die Anzeige von neuen Nachrichten ausschalten – so sinkt mit der Zeit die Versuchung, ständig zu schauen, was es Neues gibt. Ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber garantiert stressfreier.
  7. Zurück zu analog – nimm die Taschenlampe, Stift und Papier, einen Wecker oder gar einen Stadtplan – und wenn du mal deine AirBNB-Unterkunft oder die Blabla-Car nicht findest, dann frage einfach jemanden nach dem Weg ;-).

 

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