Die Weisheit des Herzens – und wie du sie nutzen kannst

Hast du schon mal eine Entscheidung getroffen, die so irrational war, dass dein Verstand komplett dagegen rebelliert hat? Von der all deine Freundinnen oder Freunde abgeraten haben und du doch das Gefühl hattest, du kannst nicht anders?

Ich habe schon oft Dinge getan, bei denen andere die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen haben. Ich habe zum Beispiel einem Ex-Freund mehrmals Geld geliehen, ohne zu wissen, ob ich es je wiedersehe. Ich hab es nie wiedergesehen. Aber es ist ok und wir lieben uns trotzdem in brüderlicher Verbundenheit. Ich habe auch mal ein tolles Jobangebot ausgeschlagen, das mir wahrscheinlich Sicherheit und Karriere beschert hätte – und mich dann doch für den steinigeren Weg der Selbständigkeit entschieden. Ich bin oft und viel in die Ferne gereist – ohne Geld, Plan und Ziel. Vielleicht völlig irrational und unbedacht. Ob all meine Entscheidungen immer richtig waren? Am Ende weiß ich es nicht. Doch irgendwas scheint mich manchmal anzutreiben, wider den Verstand zu handeln.

Was ist Intuition?

Woher kommt dieses Gefühl, das uns über den gesunden Menschenverstand hinweggehen lässt? Gibt es wirklich eine Art Bauchgefühl oder Intuition? Und wenn ja, liegt dieses immer richtig? Psychologen beschreiben Intuition als eine Art erfahrungsbasiertes Wissen, das wir heranziehen, wenn wir für Entscheidungen wenig Zeit haben. Oder dann, wenn eine Entscheidung aufgrund der Faktenlage klar wäre, aber das Gefühl dafür spricht, etwas anderes zu machen. Wenn ich bei Entscheidungen zum Beispiel versuche, Pro und Contra-Listen zu machen, komme ich schnell an meine Grenzen. Die Fakten allein reichen eben nicht aus, um mein allgemeines Gefühl zu einer Sache zu beschreiben. Und dieses Gefühl überwiegt dann oft gnadenlos alle Fakten (siehe auch Blogartikel zum Thema „Entscheidungen“).

Unser denkendes Gehirn kann offenbar nicht alles Wissen verarbeiten, geschweige denn in rationale Handlungsempfehlungen umsetzen. Jeder von uns kennt dieses „gute Gefühl“ oder hat mal eine „eine schlechte Vorahnung“ gehabt. Wenn ich zum Beispiel Menschen begegne, dir mir lächelnd und offen entgegen treten, fühlt es sich gut an. Wenn Menschen mir Monologe halten, wie toll sie sind und wie perfekt ihr Leben ist, dann entsteht bei mir Misstrauen – meine unbewussten Erfahrungen sagen mir, dass sie entweder oberflächlich oder intrigant sind. Auch in der Wirtschafts- und Businesswelt ist Intuition oft wichtiger, als viele sich eingestehen mögen. Denn wer will schon jemanden einstellen, bei dem zwar die Qualifikationen passen, aber „die Chemie nicht stimmt.“

Das Herz ist schlauer als wir denken

Sprüche wie „hör auf dein Herz“, „man sieht nur mit dem Herzen gut“ oder „das ist eine Herzensangelegenheit“ haben Hochkonjunktur. Dass das nicht nur Sprüche sind, wurde mir klar, als ich neulich ein Video von Gregg Braden sah. Er erläutert darin, dass wir im Herzen 40.000 Gehirnzellen haben. Das mag im Vergleich zu den 100 Milliarden Gehirnzellen im „normalen“ Gehirn wenig klingen, ist aber trotzdem eine relativ neue und bahnbrechende Erkenntnis. Es bestätigt, was viele von uns schon lange ahnen: dass unser Herz weit mehr ist als nur eine Pumpe, die das Blut durch die Adern jagt. Dass im Herzen nicht nur Gefühle verankert sind, sondern auch unendlich viel Wissen und Erfahrung gespeichert ist. Dass vielleicht genau hier der Zugang zu dem Wissen liegt, das wir mit dem rationalen Verstand niemals erschließen können.

Sehnsucht nach Führung

Die Sehnsucht nach Führung war schon immer groß. Nicht ohne Grund rennen zahlreiche Menschen zu Hellseherinnen, Tarot-Experten oder Channel-Medien – vielleicht in der Hoffnung, dass man ihnen die wichtigen Entscheidungen des Lebens abnimmt. Irgendwo kann ich es nachvollziehen. Aber als ich mir in Indien mal die Handlinien habe lesen lassen, war ich schon sehr amüsiert: Er sagte mir, ich hätte gerade Magenprobleme (welcher westliche Tourist, der durch Indien reist, hat das nicht?), würde ein langes Leben führen (naja, wenn ich eher sterbe, kann ich ja nicht mehr reklamieren) und 2-3 Kinder haben (spätestens da lag er falsch). Aber auch wenn ich damals noch nicht wusste, dass ich nur ein Kind haben würde, war der Rest seiner Aussagen doch sehr allgemein gehalten und das Ganze etwas dubios.

Ich will damit nicht sagen, dass alle Wahrsager und Kartenlegerinnen Scharlatane sind. Ich denke eher, dass all diese Mittel und Techniken – Karten, Kugel, Pendel etc. – nur Hilfsmittel sind, um die Weisheit unseres Herzens, die „innere Weisheit“, zu erschließen. Und ich glaube, dass es letztlich genauso auch ohne diese Hilfsmittel funktioniert.

Die unglaublichen Kapazitäten des „Herzgehirns“

Fakt ist, dass auf unseren „rationalen Verstand“ allein kein Verlass ist. Denn unser bewusstes Gehirn kann nur 1% von all den Sinneseindrücken verarbeiten, die tagtäglich auf uns einprasseln. Wissenschaftler haben festgestellt, dass das Herz ein 5000 Mal stärkeres magnetisches Feld hat als das Gehirn. Das Herz kann 11 Millionen Bits pro Sekunde verarbeiten – der Verstand nur 40 – 60 Bits. Das spricht dafür, dass im Herzen unglaublich viel wichtiges Wissen gespeichert ist, das wir mit den richtigen Methoden anzapfen können. Doch ist das nun wirklich höhere Weisheit? Oder eher eine Ansammlung von dem Gelernten aus bisherigen Lebenserfahrungen und Erlebnissen?

Vielleicht fällt es uns deshalb so schwer, alte Glaubenssätze und Gewohnheiten zu verändern. Wenn wir unbewusst immer wieder gelernt haben „Du kannst nichts, du schaffst nichts, das Leben ist schwer“, dann ist die wahre Intuition vernebelt durch eine riesige Wolke von hinderlichen Überzeugungen, die uns blockieren. Dann stecken wir im Teufelskreislauf von negativen Denkweisen und Erfahrungen. Umso wichtiger ist die mentale Arbeit, um diese Muster zu durchbrechen und an den wahren Kern zu gelangen: unsere innere Kraft, unser Potenzial. Je mehr positive Gedanken wir hinein geben und je mehr positive Erfahrungen wir machen, umso mehr gute Gefühle haben wir. Umso stärker reagiert auch das „Herzwissen“ und sendet entsprechende Signale an das Gehirn.

Der Weg des Herzens

Das „Heart Math Institute“ erforscht schon seit längerem die „Herzintelligenz“. Es hat Geräte entwickelt, die Menschen helfen, die „Herzkohärenz“ herzustellen. Damit ist ein Zustand gemeint, in dem Herz, Verstand und Gefühle energetisch verbunden zusammenarbeiten. In diesem Zustand bildet sich Resilienz – in der sich die persönliche Energie steigert, nicht verbraucht – und die mehr Energie zur Verfügung stellt um Absichten und harmonische Zustände zu verwirklichen. Verschiedene mentale Übungen können uns dabei unterstützen, diesen „Herzkohärenz“-Zustand herzustellen. Hier ein paar Beispiele.

Herz und Gehirn in Einklang bringen – 3 Tipps

 

1. Emotionen aktivieren

Die Emotionen sind der Schlüssel, um Zugang zum Herzen zu bekommen. Die vier folgenden Begriffe haben eine besonders harmonisierende Wirkung auf die Herzschwingung:

  • Liebe
  • Fürsorge
  • Dankbarkeit
  • Wertschätzung

Du kannst dafür mit einem dieser Begriffe beginnen und zum Beispiel über den ganzen Tag hinweg immer wieder in die Emotion hinein gehen und spüren, wie dein Herzschlag sich verändert.

2. Spüren und atmen

Du kannst immer wieder bewusst Kontakt mit deiner Herzensweisheit aufnehmen – lege die Hand oder einen Finger auf das Herz, atme langsamer und spüre die Verbindung. Dort, wo Körperkontakt ist, fließt automatisch deine Aufmerksamkeit hin. Und somit auch die Energie. Wenn du dein Herz befragen möchtest, dann bringe dich vorher in diesen Zustand und stelle dann deine Frage.

3. Meditieren

Du kannst zum Beispiel die geführte Meditation „Kontakt mit dem Herzen aufnehmen“ nutzen, um dein Herz bei bestimmten Fragen oder Themen zu befragen. Ich selbst merke, dass es mit der Zeit immer leichter fällt, in Kontakt mit dem Herzen zu gehen. Ich bekomme dabei jedesmal eine Antwort – nicht immer so, dass mir konkrete Entscheidungen abgenommen werden. Aber so, dass die Richtung klar wird.

Probier es aus – es lohnt sich! Denn ob nun wirklich eine „höhere Weisheit“ im Herzen liegt, bleibt weiter zu erforschen. Aber der Gedanke gefällt mir. Irgendwie spüre ich es. Von Herzen her.

Love & Laugh

Angela

P.S: Du möchtest noch bewusster deinem Herzen folgen und dies in den Alltag integrieren? Dann komm in das

Online Coaching Programm SMILE…

Glücks-Infos in Kürze

  • Wir haben 40.000 Gehirnzellen in unserem Herzen
  • Unser Herz hat eine 60 Mal höhere Schwingungsebene als das Gehirn
  • Das Herz kann eine viel höhere Informationsdichte verarbeiten als das Gehirn
  • Durch bestimmte Übungen können wir uns die Informationen aus dem Herzen zugänglich machen und im Alltag nutzen
  • Das Herz sendet mehr Signale an das Gehirn als umgekehrt

Glücks-Tipps für die Woche

  • Übe täglich, Kontakt zum Herzen aufzunehmen – entweder mit dieser Meditation oder indem du einfach deine Hand auf das Herz auflegst und langsamer atmest
  • Regelmäßige Pranayama-Atemübungen helfen ebenfalls, die „Kohärenz“ zwischen Gehirn und Herz zu verbessern
  • Glaube nicht alles, was der Verstand dir einreden will, sondern mach dir bewusst, dass dieser nur eine Instanz deines Bewusstseins ist und dass da noch viel mehr ist.

Empfehlungen

Podcast von meiner lieben Kollegin Silvia Rößler – Interview mit Dr. Anke Schmietainski

Video zu dem Thema von Gregg Braden

Bücher:

Der Healing Code: Die 6-Minuten-Heilmethode

Die HerzIntelligenz(R)-Methode: Gesundheit stärken, Probleme meistern – mit der Kraft des Herzens (HeartMath – HerzIntelligenz)

Die Paradoxie des Glücks – hinterher rennen bringt nichts

„Viel Glück im neuen Jahr“ „auf ein glückliches Jahr“, „dies wird endlich ein glückliches Jahr“, so lauten wieder viele Neujahrswünsche und Vorsätze, in der frohen Hoffnung, dass ab jetzt alles anders wird. Was für ein schönes Gefühl, wenn das neue Jahr vor einem liegt wie ein unbeschriebenes Blatt! Das hat den Charme, dass wir gefühlt alle Fehler und alles Unangenehme vom letzten Jahr einfach auslöschen können. Die neue Chance, das Wunschgewicht zu erreichen, die ersehnte Beförderung zu bekommen, alles anders zu machen, endlich glücklich zu werden! In den Social Media wird dies mit zahlreichen Weisheiten und Motivationssprüchen befeuert: „Sei jetzt glücklich, nicht irgendwann“, „jeder kann es schaffen“, „du musst es nur wollen“, „Dein Mindset entscheidet“ etc.

Glücklich über Nacht?

Es klingt alles so einfach –  wie wenn wir über Nacht für immer glücklich sein und nie wieder Probleme haben könnten. Es gibt dann auch immer irgendeine neue Methode am Markt, meist die ultimative Coaching-Methode, die innerhalb von Sekunden Wunder bewirken und das Leben von Grund auf verändern kann. Das Angebot ist unendlich groß, man verliert sich leicht in dem Dschungel an Webinaren, Online-Kursen und Live-Videos: Instant Happiness auf Mausklick, oft gegen astronomische Bezahlung. Wie einfach war es doch früher, als die Menschen auf der Suche nach Glück und Sinn schlichtweg in die Kirche gegangen sind! Sonntag 10:00 Uhr, keine Diskussion, keine Ausreden. Aber natürlich genauso zwangbehaftet wie heute die Selbstoptimierung. Eines steht fest: die Suche nach Sinn und Glück zieht sich durch alle Generationen.

Doch wonach suchen wir? Nach einem Leben ohne Probleme? Oder dem einen Trick, der uns für immer Glück und gute Laune verspricht? Nach himmelhochjauchzend, carpe diem, jeden Tag leben, wie es der letzte wäre? In dem Fall hätte ich schon mein Erspartes zusammen gekratzt und säße jetzt mit meinen Lieblingsmenschen cocktailtrinkend bei Sonnenuntergang auf den Seychellen – vielleicht würde ich noch einen schönen Joint dazu rauchen, denn auf gesundes Leben kommt es dann ja auch nicht mehr an. Aber das war wohl eher nicht damit gemeint, als der römische Dichter Horaz vor langer Zeit diesen Spruch formulierte – ohne auch nur zu ahnen, wie oft er damit später zitiert werden würde.

Auch in anderer Hinsicht artet die Suche nach Perfektion und Selbstoptimierung bei manchen schon ins Paradoxe aus: Burnout? Macht nix, denn in der Reha kann man ja direkt das Buch dazu schreiben und mit Ruhm glänzen. Investmentbanker, abgestürzt, zu viel gearbeitet? Da wird dann der vorherige Workaholic halt zum Achtsamkeitstrainer oder Entspannungscoach, betreibt dies aber mit genauso viel Perfektionswahn wie vorher das Management von Investment-Fonds. Der Antrieb scheint weniger die innere Erkenntnis zu sein, sondern der gleiche Wunsch nach Ruhm und Anerkennung wie vorher auch.

Die Glückssuche als reiner Zeitfresser?

Doch so oder so: Menschen, die sich auf der Suche nach dem Glück zu sehr anstrengen und sich zu viel vornehmen, erreichen das Gegenteil. Sie haben am Ende unter anderem das Gefühl, keine Zeit zu haben. Und das trägt nicht gerade zu persönlicher Zufriedenheit bei. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Rutgers University Newark und University of Toronto im März 2018. Sie machten vier Online-Studien mit je 100 bis 300 Teilnehmern. Dabei wurden die Probanden in Gruppen eingeteilt, deren Fokus entweder auf der Glückssuche oder aber auf dem Anerkennen bereits vorhandenen Glücks lag.

Das Fazit: Diejenigen, die das Glück als eine Art Ziel ansahen, das nur mit großem und ständigen Einsatz erreichbar ist, empfanden dies als zeitaufwändig und anstrengend. Für sie war die Suche nach dem Glück eher kontraproduktiv. Diejenigen, die sich schon als zufrieden bezeichneten bzw. das wertschätzten, was bereits da war, hatten weniger das Gefühl, dass ihnen die Zeit davon rennt und waren allgemein zufriedener.

Wirksamer für die persönliche Zufriedenheit scheint also eher die Wertschätzung dessen, was bereits da ist, statt irgendeinem „Glücksziel“ hinterher zu rennen – womit sich bestätigt, dass Dankbarkeit einer der wichtigsten Faktoren für Zufriedenheit ist (siehe auch den Blogartikel zum Thema „Dankbarkeit“). Genauso scheint Zeit ein wichtiger Glücksfaktor zu sein. Die Autoren der Studie empfehlen, lieber dafür zu sorgen, dass man mehr Zeit hat, statt sich noch mehr für irgendetwas „anzustrengen“.

Wahres Glück ist nicht perfekt

Auch der Therapeut und Autor Russ Harris aus Melbourne stellt in seinem neuesten Buchtitel die These auf: „Wer dem Glück hinterher rennt, läuft daran vorbei.“ Er ist der Meinung, dass unsere Vorstellungen über das Glück uns eher unglücklich machen. Er arbeitet mit der sogenannten „Akzeptanz- und Commitment-Therapie“ (ACT), bei der es darum geht, auch unangenehme Gedanken und Gefühle als Teil des Erlebens anzunehmen, statt sie zu verdrängen oder zu bewerten. Dabei helfen unter anderem Techniken der Achtsamkeit und der Meditation.

Glücklich sein, ohne es zu sehr zu wollen – geht das?

Womit wir wieder bei den alten Weisheiten gelandet sind. Die Buddhisten haben schon lange erkannt, dass es nicht darum geht, immer gute Gefühle oder Erlebnisse zu haben, sondern vielmehr darum, die Bewertung loszulassen und alles anzunehmen wie es ist. Für sie gibt es keine positiven oder negativen Gefühle, sondern alles ist einfach da. Ihnen zufolge bringt „Anhaftung“ – also auch die Suche nach einem bestimmten Glückszustand – nur Leiden mit sich, während ein „neutraler Geist“ uns die Dinge so zu nehmen hilft, wie sie nun mal sind. Ähnlich ist es in der Yoga-Philosophie.

Auch ganz praktisch gedacht finde ich den Vergleich zum Yoga sehr hilfreich für die Glückssuche. Denn beim Yoga haben wir zwar eine bestimmte Motivation, aber es gibt kein Ziel zu erreichen. Wir wollen bei uns selbst ankommen, uns körperlich stärken, fit bleiben, aber es geht nicht darum, Höchstleistung zu bringen. In dem Moment, in dem wir Yoga praktizieren, denken wir nicht ständig daran, was wir erreichen wollen, sondern wir versinken ganz in der Haltung, im Hier und Jetzt. Wir kommen runter und wir kommen an. Nachsicht und Achtsamkeit sind dabei wichtige Elemente, etwas erzwingen wollen bringt nichts.

Die erwünschten Wirkungen geschehen ganz nebenbei, durch die regelmäßige Praxis: Die Körperspannung erhöht sich, die Gesundheit verbessert sich, Rückenschmerzen gehen zurück. Doch das bedeutet nicht, dass wir dann mit Yoga aufhören. Yoga ist kein Ziel, sondern ein Weg.

Der „Yogische Glückspfad“

Ganz ähnlich lässt sich auch die „Suche nach dem Glück“ – wenn man es denn überhaupt so nennen kann – angehen: Es ist gut, wenn du eine Vorstellung davon hast, was dich glücklich macht und wie du leben möchtest. Und dann zu schauen, welche kleinen, täglichen Gewohnheitsveränderungen oder Rituale dir helfen, eine solche Lebensweise und Haltung anzunehmen. Und geschehen zu lassen. Dabei nicht die eine große Veränderung erwarten, sondern den Weg genießen, Schritt für Schritt.

Rückschläge gehören dazu. Trauer, Wut, Ärger, alle Gefühle und Stimmungen dürfen da sein, auch Trägheit oder fehlende Disziplin. Mach dich nicht selbst noch runter, wenn es mal nicht so läuft, sondern sei achtsam und nachsichtig mit dir selbst und bleibe dran. Du musst auch nicht jeden Tag so leben, wie wenn es der letzte wäre. Manchmal reicht es auch, wenn du dir ab und zu etwas Schönes vornimmst, was dein Herz erfreut.

Lass Glück in deinem Leben geschehen, ohne dass es in Stress ausartet! Erlaube dir, zu sein, zu vertrauen und geschehen zu lassen. Und dich auch mal entspannt zurück zu lehnen.

Namasté Angela

 

Drei Fragen für den „Yogischen Glückspfad“

1. Welche Werte tragen für dich zu deiner persönlichen Zufriedenheit bei?
Zum Beispiel: Freude, Gelassenheit, Klarheit, Erfolg, Zeit, Ruhe, Frieden, Exzellenz, Inspiration, Humor etc.

2. Wie hättest du es gerne, um zu zufrieden zu sein?
Schreibe zu den für dich relevanten Lebensbereichen (Beruf, Gesundheit, Beziehung etc.) je 1-3 Sätze auf – positiv formuliert und in Gegenwartsform.

3. Welche kleinen täglichen Rituale können dich dabei unterstützen, in eine solche Zufriedenheitshaltung hinein zu kommen?
Liste spontan auf, was dir einfällt und wähle dann eines davon aus, das dir im Moment besonders wichtig erscheint. Beginne noch heute damit, spätestens jedoch innerhalb der nächsten 48 Stunden.

Mehr davon?

In dem Online-Kurs „Aktiviere dein inneres Glück“ hast du die Möglichkeit, für dich herauszufinden, was dich glücklich macht und mit Unterstützung von kleinen täglichen Ritualen deinem Weg zu folgen. Und um es gleich vorweg zu nehmen: ich verspreche dir NICHT, dass du mit diesem Kurs von heute auf morgen glücklich wirst. Aber ich möchte dich mit diesem Kurs dabei begleiten, einen Anfang zu machen und dich neu auszurichten.

Entspannt, achtsam und zufrieden – das ist auch das Motto auf den Happiness Yoga Ferien – hier kannst du eine Woche lang abschalten und dich gleichzeitig inspirieren lassen, dein Leben neu auszurichten und den Weg einzuschlagen, der dich glücklich macht.

Buchtipp

Russ Harris: Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei: Ein Umdenkbuch