Erholung und Action auf Koh Samui

„Your boy is young and strong, so he is improving much faster than supposed”, sagt uns der Doktor bei der nächsten Visite und gibt Entwarnung. Wenn alle Blutwerte gut seien, dann könne mein Sohn bereits morgen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Was für eine Erleichterung! Am Tag zuvor hatte alles noch ganz anders ausgesehen, und ich dachte, ich müsste mir Sorgen machen bzw. alsbald mit Joshua nach Hause fliegen. Nun sieht die Welt schon wieder anders aus. Alles halb so wild! Dennoch ist mit einer solchen Magen- und Niereninfektion nicht zu spaßen und ich wollte in jedem Fall sicher gehen. So habe ich den „Medical Report“ dieses Krankenhauses an Joshuas Kinderarzt sowie an verschiedene befreundete und bekannte Ärzte geschickt und von allen Seiten grünes Licht für die Weiterreise bekommen.

Beschwingt gehe ich an diesem Tag mal für eine Stunde raus, finde einen Markt, auf dem ich ein paar Souvenirs und Mitbringsel kaufen kann, und den in Thailand überall vorhandenen 7/11 Shop, also eine Art modernen Mini-Supermarkt, wo wir uns immer mit Getränken, Chips und Keksen eindecken können. Es dauert dann zwar doch noch eine Nacht länger als geplant, aber schließlich können wir nach 4 Nächten im Krankenhaus gehen. Was für ein Luxus: wir werden mit dem krankenhauseigenen Pick-Up direkt zum Bootsanleger von Ko Phangan gebracht.

Endlich wieder Meer

Ich habe für uns erstmal ein Zimmer in einem schönen Hotel am Meer auf Koh Samui gebucht. Von dort aus ist der Flughafen in der Nähe – für alle Fälle – und wir können uns in Ruhe von dem Stress erholen und dann weiterschauen. So genießen wir es die nächsten Tage, am Pool oder im wunderbaren Zimmer mit Weitblick über das Meer zu relaxen. Wir  schreiben Weihnachtskarten, holen etwas Schule nach und ich meine liegen gebliebene Arbeit.

In der Zeit im Krankenhaus hatte ich fast jeden Tag darüber nachgedacht, ob nicht alles einfacher wäre, wenn wir direkt nach Hause fliegen. Grund genug hätten wir ja schließlich. Doch irgendwie spüre ich, dass es sich für uns beide noch blöder anfühlen würde, wenn wir die Gelegenheit für die restlichen Wochen nicht noch nutzen würden, um das Beste draus zu machen. Also schaue ich nach Möglichkeiten, um etwas Schönes zu unternehmen.

Jetzt erst recht: auf zu den Elefanten

Über die App „Get your Guide“ suche ich verschiedene Unternehmungen raus. Es beginnt mit einer Tour zu einem „Elephant’s Sanctuary“. Wir werden direkt vom Hotel abgeholt und zu der „Elefanten-Station“ gefahren. Hier leben 13 Elefanten, die aus unwürdigen Verhältnissen gerettet wurden. Es geht ihnen gut hier, sie haben ein riesiges Gelände zur Verfügung, werden von Touristen gefüttert, aber keiner reitet auf ihnen und sie werden auch nicht als Zirkustiere o.ä. missbraucht. Die Stiftung zur Rettung von Elefanten lässt es sich ganz schön was kosten: Umgerechnet € 30.000 kostet der Kauf eines Elefanten, um ihn zu retten.

Dafür braucht es viele Spendengelder und viele Tourist:innen, die bereit sind, auch etwas höhere Eintrittspreise zu zahlen. Dafür bekommen wir aber wirklich etwas geboten. Auf einer Art Steg können wir einen Rundgang machen und von oben die Elefanten füttern, zunächst aus sicherer Entfernung. Wir bekommen Bananen und Palmenblätter, die uns von deren Rüsseln dankbar aus den Händen gerissen werden. Die Rüssel sind ja quasi Nase und Greifarm zugleich. Die Elefanten haben dabei eine interessante Technik, indem die mit ihrer „Nase“ nach der Banane (inkl. Schale natürlich!) greifen und diese gleichzeitig ansaugen und zum Mund führen. Wir Menschen würden es vermutlich nur schwer hinkriegen, einen Strohhalm oder ähnliches mit der Nase so festzusaugen, dass er nicht runterfällt. Später dürfen wir tatsächlich noch näher auf Tuchfühlung mit den Elefanten gehen und werden direkt in das Gehege gelassen. Wie zahm und zutraulich diese Tiere sind!

Das letzte Mal habe ich Elefanten gesehen, als ich eine Safari durch den Krügerpark in Südafrika gemacht habe. Da haben wir die riesigen Tiere nur aus sicherer Entfernung sehen können und es hieß sogar „Achtung! Es ist schon vorgekommen, dass die Elefanten mit den Autos Fußball gespielt haben.“ Nicht sehr beruhigend. Hier sind die grauen Riesen so zutraulich, dass sie uns sogar mit ihrem Rüssel „in den Arm nehmen“, wenn wir uns ihnen nähern. Was für ein Spaß für alle Tourist:innen, die sich dabei natürlich reihenweise gegenseitig fotografieren und filmen. Dies war sicherlich eine Tour, die man im Leben nicht so oft erlebt. Aber sie war definitiv ihre Zeit und ihr Geld wert und gerade für Kinder ein tolles Erlebnis!

Nach dieser Tour haben wir erstmal einen Tag Erholung im Hotel eingeplant, damit Joshua nach dem Krankenhaus-Schock nicht direkt überfordert ist. Es regnet zwar vormittags noch oft, aber meist hört der Regen dann auf, und es ist bewölkt. Genau richtig, weil es dann mal nicht mehr so heiß ist. Und auch sonst stört es uns überhaupt nicht, da Joshua wegen der Antibiotika eh noch nicht in die Sonne darf.

Insel-Achterbahn mal anders

Das nächste Abenteuer klingt genauso vielversprechend: eine Jeep-Tour über die Insel Koh Samui. Wir werden mit einem ausrangierten Militärjeep vom Hotel abgeholt und gemeinsam mit 6 anderen Reisenden zu verschiedenen Tempeln gekarrt. Dort stellen wir fest, dass zu dieser Tour noch 3 weitere Jeeps á 8 Personen gehören – das wirkt dann doch etwas wie Massenabfertigung, aber egal. Ein umtriebiger Reiseleiter ist für die gesamte Schar zuständig und erklärt alles auf englisch und dann sogar auf deutsch. Allerdings spricht er dabei so schnell und undeutlich – wie auswendig gelernt – dass wir nicht wirklich verstehen, worum es geht. Er erzählt von Mönchen und Buddhas und vom Großvaterfelsen, der eher aussieht wie ein überdimensionierter Phallus. Nachdem die Tempel „abgehakt“ sind – für Joshua eher nicht so aufregend – beginnt der coole Teil der Tour. Ab geht’s in die Berge und auf kleine Straßen, sozusagen „offroad.“ Jetzt dürfen wir uns oben auf das Dach setzen und den Fahrtwind genießen. Sicherheitstechnisch wäre sowas in Deutschland ein absolutes No-Go –  aber hier nimmt man es nicht so genau. Ab und zu müssen wir uns ducken, damit uns kein Ast oder Palmblatt ins Gesicht fliegt, es geht manchmal ziemlich steil bergauf und bergab, die schwarzen Abgase von dem Jeep vor uns wehen uns in die Nase, aber es macht uns allen einfach einen Heidenspaß!

Beim darauffolgenden Mittagessen lernen wir unsere Mitreisenden ein wenig kennen: Francesca aus Kanada, die mit einem Bekannten unterwegs ist. Diana, um die Mitte 40, aus Germersheim, die gemeinsam mit ihrem Vater Gunter reist ist sowie ein weiteres Pärchen. Sie ist Engländerin aus London, er Amerikaner aus Boston, und sie haben sich in Boston beim Studium kennengelernt. Da sie nicht dauerhaft in den USA bleiben konnte, führen die beiden nun im wahrsten Sinne des Wortes eine Fernbeziehung. „We fly a lot“ sagt der Typ nur dazu. Alle 2 Monate besuchen sie sich gegenseitig. Wir machen uns in Deutschland Gedanken über das Fliegen – aber wo die Liebe hinfällt, da kann man eben nichts machen.

Da unsere Mitfahrer lieber unten auf der etwas ruhigeren Bank sitzen bleiben, nutzen Joshua und ich die Gelegenheit, weiter auf dem Dach zu fahren, die frische Luft zu genießen und die tropische Palmenlandschaft an uns vorüberziehen zu lassen. Ein schöner Abschied von dieser Insel – denn morgen geht es weiter nach Chiang Mai, in den Norden von Thailand.

Du möchtest weitere Bilder, Berichte und Videos von der Reise sehen? Dann schau mal vorbei unter https://happiness.community/reiseblog/

Angekommen im Paradies – und am Tiefpunkt der Reise

Endlich weg aus Indien! Was freuen wir uns darauf, nach Koh Samui zu fliegen, uns an einem schönen Strand eine Weile niederzulassen und einfach nur die Seele baumeln zu lassen! Schon der Transfer am Flughafen Bangkok ist klasse organisiert. Direkt nach dem Ausstieg aus der Maschine erwartet uns eine Flughafenmitarbeiterin mit einem Schild und führt uns im Schnellschritt durch den riesigen Flughafen. Anscheinend ist der Anschluss nach Koh Samui wohl doch sehr knapp. Nix mit Duty Free Shopping Bummel, etwas trinken oder mal irgendwo umschauen. Erst am Gate ist Ruhe. Aber es ist irgendwie auch schön, mal nicht mehr nur unter Indern zu sein, sondern wieder „westliche Touristen“ zu sehen. Man könnte fast meinen, der Flug ginge von Dortmund nach Mallorca.

Bei Ankunft auf Koh Samui merken wir den Unterschied: Wir stehen an einem Mini-Flughafen und warten auf das Gepäck, in feucht-tropischer Hitze. Gekkos laufen an der Wand, die halb offene Halle hat nur ein Bambusdach. Immerhin, unser Hotel-Shuttle ist ein moderner Kleinbus mit super Klimaanlage. Und das Resort, in dem wir uns für die ersten Tage eingemietet haben, ein Traum! Ein großes Zimmer mit Terrasse, direkt dahinter der Pool, Blick auf das Meer, dann direkt weißer Sandstrand. Das heißt, vom Zimmer aus können wir in den Pool hüpfen, von dort aus ins Meer und wieder zurück. Für Frühstück und Abendessen gibt es ein nettes Restaurant direkt am Meer, abends werden sogar die Tische und Stühle direkt am Strand aufgestellt. Angekommen im Paradies!

Paradies mit Hindernissen

Und doch ist das Leben nun mal kein Hollywood-Film mit Happy End. Wozu auch? Das wäre letztendlich langweilig und würde uns nicht weiterbringen im Spiel des Lebens. Eigentlich könnten wir uns jetzt zurücklehnen und genießen. Eigentlich. Doch das, was sich schon in den Wochen vorher abgezeichnet hatte, spitzt sich jetzt zu: Die Patchwork-Konstellation ist doch nicht so einfach, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es kommt immer wieder zu Interessenskonflikten, Unverständnis und Diskussionen. Es fällt uns schwer, konstruktiv zu bleiben, ohne in Vorwürfe abzurutschen. Ich stehe zwischen den Stühlen und schaffe es nicht, die Balance zu halten in unserem „Dreierteam“. Es fühlt sich so an, wie wenn ich machen kann was ich will, aber einer fühlt sich immer benachteiligt. Für uns alle ist es anstrengend.

Wir suchen nach Möglichkeiten. Vielleicht eine Weile getrennt weiterreisen? Die Reise komplett abbrechen? Alles scheint sinnlos und nicht passend. Ein weiterer Faktor kommt jedoch hinzu, der uns am Ende die Entscheidung abnimmt: Michaels Gesundheitszustand. Er hatte bereits in Indien hohes Fieber gehabt. Dieses konnte dort zwar mit Medikamenten gedämpft werden, aber es blieb ein ständiges Kribbeln in seinen Händen, bis diese am nächsten Morgen auf Koh Samui völlig gerötet und geschwollen waren. Somit wurde klar, dass die Reise für Michael hier – zumindest vorerst – beendet sein würde. Nach einem schweren Abschied stieg er noch am selben Abend in den Flieger zurück nach Deutschland. Dort stellte sich dann heraus, dass die Entscheidung richtig war: Er hatte sich tatsächlich Dengue-Fieber eingefangen. Zum Glück konnte er gut behandelt werden und ist mittlerweile wieder wohlauf.

Ich fahre am nächsten Morgen mit Joshua alleine zur Nachbarinsel Ko Phangan weiter. Die Bungalows dort liegen zwar direkt an einem wahren Traumstrand, aber es ist durch all das Geschehene auch bei uns ein wenig Ernüchterung und „Reisemüdigkeit“ eingetreten. Joshua vermisst seine Freunde zu Hause, ja sogar die „normale Schule“ und auch die kühlen Temperaturen. Es mag paradox klingen, aber irgendwann ist es tatsächlich so: du kannst am schönsten Strand sein, quasi im Paradies, und irgendwann ist es nichts Besonderes mehr. Irgendwann reicht es, morgens ins Meer zu springen, schnorcheln zu gehen, nachts zu schwitzen oder zu frieren – je nach Klimaanlage. Es nerven die Mücken im Bungalow, die Lautstärke der Klimaanlage, die Mini-Ameisen, die überall auftauchen, sobald man irgendwo auch nur Spuren von Essen hinterlässt. So sehr wir uns zu dritt auch gerieben haben, zu zweit ist es gerade auch schwer – wie wenn die Luft raus ist. Ich bin sehr dankbar, dass ich liebe Freundinnen habe, die mir alle von Herzen her ihre seelische Unterstützung und Telefonate anbieten.

So nehme ich mir abends immer mal eine kleine Auszeit, setze mich an den Strand und rufe eine Freundin an. Dank moderner Technik und der Möglichkeit von Whatsapp-Call klappt das super und hört sich an wie 2 Straßen weiter. Auch Joshua freut sich, dass er auf die Weise – meist verbunden mit gemeinsamem Gaming – den Kontakt mit seinen Freunden halten kann.

Zen Beach ohne Zen

Ein weiterer Lichtblick ist Isabell mit ihrer Familie. Ich hatte sie zufällig auf dem Hotelflur in Agra, Indien, kennengelernt. Ich kam von einem Coaching-Call, den ich unten im Restaurant geführt hatte, sie mit ihrem kleinen Sohn vom Swimming Pool. Da ich hörte, wie sie mit ihm deutsch sprach, sprach ich sie direkt an. Schließlich sieht man auf einer solchen Reise nicht sehr oft andere Eltern mit Kindern. Tatsächlich, sie war allein mit ihrem Vierjährigen unterwegs, würde sich dann auf Ko Phangan mit ihrem Freund treffen. Wir tauschten direkt Kontaktdaten aus, gingen abends zusammen essen und verabredeten uns auf Ko Phangan. Hier im Resort gibt es also nun ein freudiges Wiedersehen mit Isabell, ihrem Sohn und ihrem Freund.

Sie kennt sich hier aus und will mit uns zum „Zen Beach“ gehen, das ist der bekannte und beliebte Hippie-Beach, zum Sonnenuntergang schauen. Als wir dort ankommen, scheint es mir jedoch eher so, dass dies der „Angeber-„ und „Poser-Beach“ der Insel ist. Es gibt eine Bar mit Sonnenliegen und Stühlen, an der man günstig Gin Tonic, Bier und spezielle „Kekse“ bekommen kann – was ich von Amsterdam kenne, aber hier nicht erwartet hätte. Wir halten uns lieber an Gin Tonic.

Joshua ist zusammen mit Isabells Sohn Marlon trotz des Altersunterschiedes damit beschäftigt, Sandburgen zu bauen. Isabel, ihr Freund Vivian und ich quatschen und beobachten dabei das „Szenepublikum“ an diesem Beach. Ein langhaariger, etwas verlebter Typ geht rum und verkauft irgendwelche bewusstseinserweiternden Substanzen an die in Gruppen rumsitzenden Leute – bevorzugt Mädels. Man sieht hier aber auch zahlreiche muskulöse, tätowierte Typen mit langen Haaren oder einem „Männerdutt“ – also dieser typischen Yoga-Spiri-Frisur, die man an Orten sieht, wo die Leute sich für besonders spirituell und gleichzeitig hip halten. Einer von ihnen steht direkt vorne am Strand und macht irgendwelche Yoga- oder Tai Chi Verrenkungen, damit auch alle sehen können, wie toll er sich darstellt. Oder ist er einfach nur high? Wir erkennen es nicht. Einige Frauen kommen im knappen Bikini und versuchen sicher zu gehen, dass schon ihr Auftritt und die Art, wie sie sich an den Strand legen, zum sensationellen Erlebnis für die Zuschauer wird. Zum Glück färbt sich jetzt der Himmel rot zum Sonnenuntergang, und ich widme mich lieber dem weitaus authentischeren Schauspiel der Natur, statt mir diese skurrile Schauspielerei der Poser und Pseudo-Spiris weiter anzuschauen. Trotzdem ist es irgendwie lustig, und wir gehen am nächsten Tag wieder zum Zen Beach.

Ich versuche weiterhin, so gut es geht, diese Zeit mit Joshua schön zu gestalten, auch wenn es in mir stimmungsmäßig anders aussieht. Wir machen eine längere Schnorcheltour, mieten einen Roller, toben im Pool, gehen am Strand auf und ab und sammeln im Wasser Korallen. Außerdem haben wir jetzt endlich eine Online-Schule gefunden, über die Joshua Kurse machen kann. Langfristig ist es doch einfacher, wenn jemand „von außen“ ihm Schulaufgaben gibt als immer nur Mama.

Wenn Tiefpunkt, dann richtig!

Noch am selben Abend wird jedweder Versuch, das Beste aus diesen Tagen zu machen, wieder jäh zerstört. Gerade habe ich mit einer Freundin telefoniert und komme zurück in den Bungalow, da ist Joshua plötzlich ganz heiß und liegt apathisch auf dem Bett. Die Messung ergibt: 39 Grad Fieber. Ich gebe ihm Paracetamol, in der Hoffnung, dass es wieder runtergeht. Am nächsten Tag scheint es etwas besser, doch abends wieder Fieber. Ich hatte mich schon vorab bei der Rezeption erkundigt, ob man einen Arzt kommen lassen kann, doch der junge Ami dort sagte mir, dass wir selbst ins Krankenhaus fahren müssen. Samstag morgen sind es 39,5 Grad Fieber. Jetzt heißt es, schnell handeln! Ich packe schonmal vorsorglich unsere Taschen, nehme die beiden Handgepäckrucksäcke und bestelle das Taxi zum Krankenhaus. Sicherlich sind wir gegen Mittag wieder zurück, denke ich noch. Draußen regnet es in Strömen und gewittert so laut, dass wir bei jedem Donnerschlag zusammenzucken.

Ein Taxi auf Ko Phangan bedeutet: Eine Art Mini-LKW, wo die Fahrgäste hinten auf der Ladefläche – mit Dach, aber ansonsten offen – auf 2 Bänken gegenüber sitzen. Das bedeutet für uns, dass der starke Regen ordentlich hineinpeitscht und wir uns notdürftig mit einem Handtuch schützen müssen. Nach einem Kilometer Fahrt beginne ich zu bezweifeln, dass wir mittags zurück aus der Klinik sind. In einer spontanen Eingebung bitte ich den Fahrer, umzudrehen, um auch unser restliches Gepäck zu holen. Also wieder zum Bungalow, im strömenden Regen die beiden schweren Taschen auf die Ladefläche gehievt und weiter zum Krankenhaus. Dieses ist im gleichen Ort, in dem auch das Boot nach Koh Samui fährt. Das ist schonmal gut.

Erste Erleichterung bei der Diagnose des Arztes: Kein Dengue. Aber dafür eine Infektion im Darmbereich. Er muss auf jeden Fall die Nacht hier bleiben. Eine deutsche Frau, die hier arbeitet, gesellt sich zu uns und beruhigt uns ein wenig. Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, und natürlich darf ich als Mama mit auf dem Krankenhauszimmer übernachten. So werden wir auf das Zimmer gebracht und erleben eine freudige Überraschung: Ein wirkliches Luxuszimmer, besser als in so manchen Hotels, in denen wir übernachtet haben. Es empfängt uns sanfte SPA-Musik vom Fernseher, auf dem Traumstrandbilder von Thailand gezeigt werden. Neben dem „Krankenbett“ von Joshua haben sie eine Liege für mich aufgebaut. Es gibt sogar eine kleine Küchenzeile mit Wasserkocher, Instant Nudeln, einer Mikrowelle, Minibar und einem Kühlschrank. Hier können wir es sicherlich gut aushalten. Ein Hoffnungsschimmer. Doch wir werden eines anderen belehrt.

Step by Step geht immer

Am nächsten Tag heißt es, wir müssten aufgrund der Symptome mindestens eine Woche bleiben. Ich bin ziemlich am Boden zerstört, kann kaum noch klar denken und weiß überhaupt nicht mehr, wie es weiter gehen soll. Außerdem mache ich mir Vorwürfe – dass ich es zu spät gemerkt habe, dass ich die Reise überhaupt gemacht habe, alles bricht über mir zusammen. Ich hadere sehr mit dem „Schicksal“ – wozu? Wozu nur soll es gut sein, das Ganze hier zu erleben? Wir wollten uns gemeinsam einen Traum erfüllen mit dieser Reise. Und jetzt zerbricht alles in Scherben. Es fällt mir schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Ich kann einfach nur noch irgendwie den Moment überstehen, von einem Tag auf den nächsten. Meine Traurigkeit über den Verlauf der Reise, meine Sorge, meine Anspannung – gerade echt schlimm. Der Himmel draußen weint mit – es stürmt und regnet, die Palmwipfel draußen vor dem Fenster bewegen sich heftig im Wind.

Das Leben schöpferisch gestalten – jeden Tag

Dabei weiß ich ja letztendlich, dass das alles Luxusprobleme sind. Andere Menschen leiden unter Krieg, Armut, chronischen Krankheiten. Doch das ist ja nicht immer ein Trost für die eigene Situation.

Und ich kenne doch alle Methoden, die helfen, um solche Situationen zu überstehen: lachen, etwas Gutes für mich tun, meditieren – all das, was ich schließlich auch in meinen Kursen und Workshops meinen Teilnehmer:innen erzähle! Trotzdem bin ich wie gelähmt und beherzige nur den einen Tipp, den ich auch anderen gebe: Mach dich nicht noch selber runter, wenn du all das gerade nicht schaffst und einfach nur traurig und besorgt bist! Dann ist es gerade so und darf angenommen werden. Mir hilft im Moment nur eins: nicht groß nachdenken, einen Tag nach dem anderen leben, im Hier und Jetzt. Und irgendwo tief in mir drin habe ich trotz allem das Vertrauen, dass alles wieder gut wird – egal wie.

Das Einzige, was ich schaffe, ist morgens eine kleine Meditation zu machen und immer wieder ein paar Sätze von Kurt Tepperwein zu lesen, die mir Hoffnung machen:

„Sie können aus JEDEM Augenblick etwas ganz Besonderes machen. Realität ist JEDERZEIT bereit JEDE gewünschte Form anzunehmen und das Leben wartet NUR auf Ihre „Anweisungen“. Der erste Schritt ist aufzuwachen aus dem Traum, wach zu sein und sich bewusst zu machen, wer Sie sind, wer Sie WIRKLICH sind. Das Leben ist ein Spiel, in dem Sie nur gewinnen können, aber es geht nicht darum, zu gewinnen, sondern das Spiel zu genießen.“ Kurt Tepperwein

Ja, das Spiel des Lebens. Es ist eben nicht immer eitel Sonnenschein und happy happy. Es ist ein ordentlich geschnürtes Päckchen, das aus Aufgaben, Herausforderungen und auch Geschenken besteht. Selbst wenn ich die Geschenke im Moment noch nicht erkennen kann – ich bin mir sicher, es gibt welche. Und so bestätigt sich wieder genau das, was ich auch in meinen Kursen und Vorträgen und Seminaren versuche zu vermitteln: Es geht nicht darum, dass alles immer perfekt läuft im Leben. Sondern es geht darum, die Krisen des Lebens mit Zuversicht zu meistern, sich immer wieder aus der Opferhaltung (warum nur passiert mir das?) zu befreien und schöpferisch tätig zu werden. Und wenn es nur Tag für Tag ist. Es gilt, immer davon auszugehen, dass sich alles ordnet im Leben. Dafür muss manchmal vorher alles auseinander brechen, das wir uns mit unserem Ego so schön zurecht gelegt hatten. Die Buddhisten würden sagen „jede Anhaftung loslassen.“ Sobald wir an etwas festklammern, etwas unbedingt wollen, uns auf etwas verlassen, was sein soll, die „Schäfchen im Trockenen“ wähnen, dann macht uns das Leben halt mal eben so einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Danke, liebes Leben, für diese Extra-Lektion!

Immerhin: der nächste Tag in der Klinik bringt Entwarnung: Die Antibiotika wirken, die Symptome sind unter Kontrolle, und wenn alles klappt, dürfen wir doch am nächsten Tag raus. Endlich das Schlimmste geschafft! Doch ob wir wirklich raus dürfen und wie es dann weitergeht, das erfährst du im nächsten Blog…

Hier geht’s zurück zum Reiseblog, mit weiteren Bildern und Videos…

Herzlichst Angela

 

Du möchtest Krisen mit Zuversicht und einem Lächeln meistern lernen? Dann komm in das SMILE-Programm…

Die folgende Geschichte hilft mir, zuversichtlich zu bleiben. Vielleicht findest du sie auch interessant.

Die Geschichte vom alten Mann und dem Pferd

Eine alte chinesische Geschichte erzählt von einem Bauern in einem armen Dorf. Er besaß ein Pferd, mit dem er pflügte und Lasten beförderte.

Eines Tages lief ihm sein Pferd davon. Seine Nachbarn riefen, wie schrecklich das sei, aber der Bauer meinte nur: „Wir werden sehen.“

Ein paar Tage später kehrte das Pferd zurück und brachte ein weiteres Pferd mit. Die Nachbarn freuten sich alle über sein günstiges Geschick, aber der Bauer antwortete erneut: „Wir werden sehen.“

Am nächsten Tag versuchte der Sohn des Bauern, das neue Pferd zu reiten. Das Pferd warf ihn ab und er brach sich dabei ein Bein. Die Nachbarn bekundeten ihm alle ihr Mitgefühl für dieses Missgeschick, aber vom Bauer hörten sie wieder nur ein: „Wir werden sehen.“

In der nächsten Woche brach ein Krieg mit dem Nachbarkönigreich aus. Alle jungen Männer aus dem Dorf sollten eingezogen werden, um im Krieg zu kämpfen. Doch den Sohn des Bauern wollten sie nicht, weil er ein gebrochenes Bein hatte.

Als die Nachbarn ihm sagten, was für ein Glück er hat, antwortete der Bauer: „Wir werden sehen.“

Indien – intensiv und immer wieder faszinierend

Nun ist es soweit und wir kommen in dieses wahnsinnige Land, das man gleichzeitig hassen und lieben kann. Nach Indien kommen viele einmal und nie wieder. Andere lassen sich irgendwie dann doch auf das Land ein und kommen immer wieder – so wie ich. Kein Land, das ich kenne, triggert Menschen so krass wie dieses. Wir haben auch diesmal all die faszinierenden und zum Teil verstörenden Gegensätze voll mitgenommen.

Lachen verbindet – auch international

Auf der internationalen Laughter Yoga Conference in Nashik haben wir gelebt wie die Könige und Königinnen. Die Konferenz fand in einem gehobenen Resort statt, in dem wohl eher die reichen Inder verkehren. Das ging so weit, dass wir mit ein paar Leuten zusammen ein Haus mit eigenem Pool hatten und ein „House Keeper“ rund um die Uhr für uns zur Verfügung stand. Da unser Wohnhaus etwas weiter entfernt von dem Ort war, an dem die Conference statt fand, wurden wir – wann immer nötig – eigens mit dem Auto hin- und hergefahren. An allen Orten stand ein Auto mit Chauffeur bereit oder wurde schnell herbei gerufen. Ökologische Aspekte? Danach fragt hier keiner. So konnte man Indien hier fast auf „Kolonialherren/ – frauenart“ genießen und sich einzig und allein darüber beschweren, dass es keine Einzelzimmer gab.

Immer wieder erweist sich das Lachyoga als eine wunderbare Möglichkeit, mit Menschen international in Kontakt zu kommen. Alle sind offen und freundlich, auch gegenüber Joshua, der es als „Schulaufgabe“ von mir bekommen hat, wenigstens zu einigen Vorträgen mitzukommen. Zahlreiche Japaner:innen sind dabei, Teilnehmer:innen aus Thailand, Italien, Frankreich, Deutschland und vielen mehr. Aus Israel konnte nur eine Frau anreisen, da die meisten Flüge aufgrund des Krieges storniert waren bzw. zu Hause wichtigere Aufgaben warteten. Sehr berührend war es, gemeinsam mit Lily aus Isreal für Frieden zu beten und zu lachen. Auch aus Russland waren ein paar Teilnehmer:innen angereist, leider nicht aus der Ukraine.

Hilfe, die Ohren!

Besonders spannend war es, einen indischen Lachclub in Nashik zu besuchen. Mit ca. 80 Personen aus allen Ländern waren wir als „International Delegates“ die Ehrengäste und wurden von allen herzlich begrüßt und gefeiert. Lachclub bedeutet dort: Hunderte von Menschen treffen sich in einer Riesenhalle und vorne auf der Bühne steht jemand und hält erstmal eine lange Rede, die man kaum versteht wegen Mikro-Überdrehung und Indian English. Vielleicht ist so eine Rede ja sonst auch nicht üblich, sondern war nur für uns gedacht. Dann werden Übungen gemacht und alle machen im Sitzen mit bzw. nur nach Aufforderung im Stehen. Auf jeden Fall ist alles, was dort passiert sehr sehr sehr laut – über 100 Dezibel, wie meinem Kollegen auf seiner Apple Watch warnend angezeigt wird.

Je länger ich in diesem Land bin, umso mehr komme ich zu der Überzeugung, dass die meisten Inder:innen bereits fast taub sein müssten, bei dem Lärmpegel überall. Zumindest wird mit dieser Lautstärke dann am Ende der Lachyoga-Session noch gemeinsam Party gemacht und getanzt. Und das bedeutet hier: auch ältere Frauen in ihren Saris, tanzen, rocken ab, wollen alle Selfies machen und strahlen und feiern um die Wette. Einfach ein Spaß, in den wir eintauchen und jeden besonderen Augenblick genießen können. Und wieder mal frage ich mich: warum sind die Menschen in Deutschland oft so missmutig und wählerisch („nein, nach der Musik tanze ich nicht!“), wo es doch so einfach sein kann, gemeinsam begeistert Spaß zu haben. Meiner Meinung nach braucht es dafür nicht mal Lachyoga. Sondern einfach nur die Entscheidung, sich auf die besonderen Momente des Lebens einzulassen, statt immer daran zu denken, wie es „eigentlich“ richtig sein müsste.

Gelassenheit ist alles

Diese gelassene Grundeinstellung brauchen wir allerdings auch an unseren nächsten Stationen: zunächst sind es noch 2 Nächte Mumbai. Hier nutzen wir natürlich den Tag, um zum Gateway of India zu fahren. Das bedeutet, den halben Tag in einem überhitzten Taxi im Stau stehen, dann durch Staub, Dreck und Menschenmassen zu laufen, den Himmel nicht richtig zu sehen vor lauter Smog, sich ständig mit indischen Familien fotografieren lassen und abends froh sein, sich im fensterlosen Hotel wieder ins Bett fallen zu lassen.

Leben und Tod – nah beieinander

Wir sind schließlich froh, als der Flieger in Varanasi landet. Varanasi, die heilige Stadt am Ganges. Ich kenne Varanasi gut von meiner früheren Mitarbeit in Projekten, aber wie werden die anderen es verkraften? Neben Michael und Joshua besteht hier unsere kleine „Reisegruppe“ noch aus Heidi und Andrea aus Berlin (beide Lachyogis) sowie Carla aus Kalifornien, die wir von der Laughter Yoga Conference kennen und die ebenfalls auf Weltreise ist. Zunächst erwartet uns eine schöne Überraschung bei Ankunft.

Das Yoga Ashram, das ich für uns organisiert habe, ist ruhig und friedlich, und von unserem Zimmer aus haben wir einen atemberaubenden Blick über die Stadt und über den Ganges. Morgens um 8:00 gibt es Yoga mit Peetambar, meinem absoluten Lieblings-Yogalehrer. Er hat mir gezeigt, dass Yoga nicht nur ein „Gymnastik-Programm für Hausfrauen“ ist, sondern ein geniales Workout für Körper, Geist und Seele. Monatelang habe ich damals in Berlin nach einer Yogaschule gesucht, die es ähnlich macht wie er, aber leider vergeblich. Mittlerweile habe ich als Yogalehrerin meinen eigenen Stil gefunden, uns es ist auch ok. Trotzdem genieße ich es, einfach nur als Teilnehmerin dabei zu sein und so von ihm gefordert zu werden, dass ich innerhalb von wenigen Tagen rasante Fortschritte mache und sogar den Kopfstand ohne Probleme schaffe.

Nawal – Business mit Lachen und Leidenschaft

Ein weiteres Highlight ist das Wiedersehen mit meinem indischen Freund Nawal. Wie ich es von früher kenne, sitzt er entspannt in seinem Laden, macht nebenbei sein „Business“ schüttelt lachend seinen dunklen Lockenkopf und alle kaufen ihm den Laden leer. Ungewohnt sind die vielen indischen Touristen, die in Varanasi unterwegs sind, zu Teil auch „gehobeneres Klientel“ aus Delhi und Mumbai. Nawal organisiert für uns eine „Walking Tour“ durch Varanasi mit einem amerikanischen Freund. Drei Stunden lang führt er uns durch zahlreiche Tempel, durch die engen Gassen der Stadt, in kleine Hinterhöfe hinein. Super spannende Ecken und Infos, die selbst ich vorher noch nicht kannte. Aber auch sehr krasse Eindrücke, zum Beispiel von den „Ghats“ – so heißen die Treppen am Ganges – an denen die Leichen verbrannt werden. Es riecht überall in der ganzen Stadt ständig nach Rauch, aber hier natürlich noch mehr. Joshua nimmt es relativ gelassen. Man sieht nicht direkt, was dort passiert, aber man weiß es eben. Ich rede offen mit ihm darüber. Hier ist eben der Tod kein Tabu, sondern Bestandteil des Lebens – bzw. des Karmakreislaufs. Wenn hier jemand stirbt, ist es nicht etwas Schlimmes, sondern für die Menschen eine Erlösung. Neben der Verbrennungsstätte ist jede Menge Leben: Verkäufer, Familien auf Sightseeing, religiöse Pilger.

„Hupen ist sooo überflüssig“ – nicht in Indien

Was uns mehr zu schaffen macht – besonders Joshua mit seinem empfindlichen Gehör – ist auch in Varanasi der Lärm. Es ist sehr anstrengend, gemeinsam durch die überfüllten Straßen zu laufen und ständig den hupenden Mopeds auszuweichen. Joshua bekommt bei jedem Hupen einen Tobsuchtsanfall. Sobald wir dann in Nawals Laden oder im netten „Rooftop-Restaurant“ nebenan sitzen, ist es eine akustische Wohltat und wie in einer Oase. Auch mit dem Essen ist es hier schwierig. Selbst wenn wir noch so oft sagen „non-spicy“, ist es zu scharf für ein Kind, das nun eben nicht schon als Baby mit Masala Chai gefüttert wurde.

Im Nachhinein bin ich glücklich und dankbar, dass alle diese Stadt so toll „gemeistert“ haben. Ich habe in Varanasi damals – vor 18 Jahren –  Erfahrungen gemacht, die für mich lebensverändernd waren. Ich habe mich alleine hier hinein gewagt, viele spannende und tolle Menschen getroffen und mehr zurückbekommen als ich je hätte geben können. Oft hat es mich in diese besondere Stadt und zu den Menschen dort wieder hingezogen, doch jetzt merke ich, dass es für mich „rund“ ist, irgendwie abgeschlossen. Und das ist gut so. Und so sind wir alle froh, als wir am Flughafen von Delhi endlich wieder eine Art „normale Zivilisation“ vorfinden, so banal es klingt: Subway, Pizza Hut und ein richtiger Kaffee Latte können manchmal tatsächlich paradiesische Gefühle hervorrufen.

Indien bringt vor allem eine Lektion mit sich: Wir sollten das, was wir haben, einfach sehr sehr schätzen. In Indien versinken die Menschen zum Teil in Dreck, Smog und Müll. Und doch weinen und lachen sie, glauben an ihre Götter, sind fröhlich oder traurig, leben ihr Leben und sind grundsätzlich gut und liebevoll. „Innere Schönheit“ so hat Joshua das Land beschrieben.

Wir haben bei uns in Deutschland alle Voraussetzungen, glücklich zu sein und ein Leben in Wohlstand (dies ist ja immer relativ!) zu leben. Das gelingt uns vor allem dann, wenn wir uns nicht mehr über die kleinen Probleme des Alltags aufregen, sondern in Dankbarkeit alles annehmen, was uns begegnet. Dass genau das für mich meine wichtigste Übung in Thailand sein wird, ahne ich in dem Moment noch nicht. Doch mehr dazu im nächsten Blog.