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Finde dein Warum – das innere Feuer entfachen

Wie ich im vergangenen Jahr meine neue Ausrichtung neu fokussiert habe: 5 Tipps, wie du dich ausrichten und die Basis für deine Ziele und Träume schaffen kannst

Manchmal kann man sich dem Wind der Veränderung einfach nicht entziehen –  auch wenn man am liebsten in der alten Komfortzone verharren würde. Bei mir war es Anfang 2018 soweit: Obwohl ich seit über 12 Jahren begeistert Seminare gebe, merkte ich, dass Veränderung her musste. Ich war schon länger auf der Suche nach einer Möglichkeit, all die vielseitigen Themen, die ich anbot – von Lachyoga, Stress-Management, Persönlichkeitstraining bis hin zum Yoga – zu fokussieren.

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. In meiner Arbeit mit Menschen, die aus der Krise wieder in die Lebensfreude hinein finden wollen oder auch selbst als Trainer aktiv werden wollen, habe ich immer wieder eins festgestellt: Entscheidend ist nicht die Frage: ist alles perfekt? Bin ich gut genug? Mache ich alles richtig? Sondern entscheidend ist die Frage: was treibt mich an? Wofür lohnt es sich, jeden Morgen aufzustehen? Was bringt meine Augen zum Leuchten? Wofür brenne ich?

Ich stellte fest: diejenigen meiner Teilnehmer, die mit innerer Motivation an die Sache heran gingen, verwirklichten mit vollem Herzen ihre Träume und blieben dran. Sie waren offen und ließen sich auf das Abenteuer mit sich selbst ein, trotz aller Widerstände und Hürden. Diejenigen, die nur ihre äußere Hülle aufpolieren wollten, entzogen sich, sobald wirkliche Veränderung anstand. Dies konnte ich immer wieder beobachten, egal ob es dabei um private Träume oder berufliche Projekte ging.

So habe auch ich mir in regelmäßigen Abständen die Frage nach meiner inneren Ausrichtung, dem „Warum“, gestellt. Dies wieder ganz besonders und intensiv im letzten Jahr 2018. Daraus wurde ein Abenteuer, das ich mit dir teilen möchte – so, dass du an diesem Weg teilhaben und auch selbst davon profitieren kannst. Diese 5 Schritte haben mir persönlich dabei geholfen:

1. Schritt: Eine Entscheidung treffen

Am Anfang steht immer die Entscheidung, sich zu verändern. Vielleicht aus Leidensdruck, vielleicht aus dem Wunsch heraus, sich weiterzuentwickeln. Mit dieser Entscheidung übernehmen wir die volle Verantwortung für unser Glück. Keine Ausreden mehr, kein „die äußeren Umstände ermöglichen es nicht“. „Selbstwirksamkeit“, so nennt man in der Resilienzforschung die Fähigkeit, etwas selbst zu gestalten und das Wissen darüber, dass dies für uns möglich ist.

Wenn du also irgendeinen Wunsch, ein Projekt oder einen Traum hast: triff zuerst die klare Entscheidung, es durchzuziehen! Die äußeren Umständen werden von da an nicht mehr gegen dich arbeiten, sondern dich unterstützen.

2. Schritt: Infos sammeln

Das, wofür du brennst, kommt von innen, aus dem Herzen heraus. Doch um diese innere Motivation wirklich freizuschaufeln und im Außen zum Ausdruck zu bringen, hilft es, sich Inspirationen zu holen.

In meinem Fall sah das so aus, dass ich alle Informationen aufgesaugt habe, die ich nur kriegen konnte – zu den Themen persönliches Wachstum, Glück, Gehirnforschung, Resilienz, Lebensfreude, Yoga, aber auch zu Marketing und Unternehmertum. Nie war es einfacher als in der heutigen Zeit: ich habe mir Youtube-Videos reingezogen, Off- und Online-Kurse besucht, an Webinaren teilgenommen und so viele Bücher gelesen, wie es mit Kind und Familie nur irgend vereinbar war. Dabei habe ich meine wichtigsten Anregungen für den weiteren Weg erhalten.

Ein wichtiger Meilenstein war dabei ein Interview von Coach Veit Lindau mit dem Chef der Hotelkette Upstalsboom, Bodo Janssen. Letzterer sagte darin den Satz „ich möchte Menschen glücklich sehen“. Und plötzlich war mein Warum klar: Ich möchte dazu beitragen, dass Menschen glücklich sind, dass sie wieder in ihre Freude kommen. Denn egal ob es um Lachyoga geht oder um andere Themen: das ist letztlich das, was ich in meinen Seminaren vermitteln kann – wie Menschen Lebensfreude erfahren, wieder unbeschwert sein können. 

Wenn du also für irgendein Thema, irgendeine Sache brennst, die vielleicht noch nicht so recht Form annehmen will: sammle Infos zu allem, was dich interessiert, und irgendwann wird sich etwas herauskristallisieren.

3. Schritt: sacken lassen und nach innen lauschen

Es ist gut, in Aktion zu kommen und loszulegen auf dem Weg. Aber es ist genauso wichtig, immer wieder in sich hinein zu horchen, ob die Richtung stimmt. Das geht am besten in der Stille. Dafür muss man nicht in den Himalaya gehen und sich monatelang meditativ zurück ziehen, sondern es reichen 11 Minuten am Tag, um zu meditieren und die Seele zu befragen. Die inspirierendsten Top-Manager und Führungskräfte der Wirtschaftswelt meditieren regelmäßig. Die Forschung bestätigt, dass regelmäßige Meditation die Gehirnstrukturen verändert – hin zu einer gelassenen und zufriedenen Lebenseinstellung.

Mir selbst hat dabei am besten die Seelenmeditation geholfen. Sie dient dazu, Gedanken abzuschalten, in die Essenz der Seele zu schauen und Antworten auf aktuelle Fragen zu bekommen. Wann immer ich in die Stille gegangen bin, ist Vertrauen entstanden – in mich selbst und in meine Projekte. Oft sind auch viele neuen Ideen entstanden – und schließlich mein Projekt „Happiness.Community“.

4. Auf das Ziel fokussieren

Wenn du das „Warum“ gefunden hast, dann kannst du alle Energie darauf ausrichten. Das heißt nicht, dass du alles andere an den Nagel hängen musst. Im Gegenteil, ein solches „inneres Feuer“ kann dir auch wieder Kraft für alles andere geben und die „Alltagsroutine“ in neuem Licht erscheinen lassen. Allerdings: das heißt noch nicht, dass sofort alles perfekt läuft.

Bei mir ist es ein ständiger und fortlaufender Prozess des Lernens, Wachsens und der ständigen Kurskorrektur. Ich tue viel – aber ich weiß, wofür ich es tue: Weil mein Herz dafür brennt und meine Seele mir gut zuredet. Weil ich Menschen dazu inspirieren möchte, ihren Weg zu gehen und ihre Träume zu leben. Nicht ganz uneigennützig: denn wenn ich das bewirken kann, dann macht es mich selbst glücklich. 

5. Loslaufen

Wenn also die Basis stimmt, dann kann der Weg beginnen. Und der wird garantiert nicht langweilig. Aber er wird Spaß machen. Der Rest wird eine Mischung sein aus inne halten, den Kurs überprüfen, genügend Pausen machen, sich neu fokussieren und darauf vertrauen, dass die richtigen Wegbegleiter und Anregungen zur richtigen Zeit da sein werden. 

Ich wünsche auch dir viel Freude und Klarheit auf deinem Weg! 

Namasté – Angela

 

Ausblick

Wenn du derzeit den Wunsch hast, etwas zu verändern, deine innere Sehnsucht zu entdecken oder eine Basis für deinen weiteren Weg zu schaffen, dann komm in das SMILE-Programm und mach jetzt den Happiness Check…

 

Happiness Gedanken

  • Egal ob es um ein berufliches Projekt geht oder um persönliche Wünsche und Träume – die innere Motivation ist entscheidend
  • Wenn dein inneres Feuer entfacht ist, kann es dich auch für andere Lebensbereiche motivieren
  • Lass dich inspirieren, sammle Infos, lerne und wachse kontinuierlich
  • Gehe in die Stille und lausche in dich hinein, wo es lang geht
  • Fokussiere dich und laufe los!

Stress? Gut so!

Stress-Management beginnt im Kopf

Vorweihnachtszeit: „Komm in die Stille“, „halte inne“, „besinne dich auf Freunde und Familie – auf das Wesentliche…“, so sollte man es doch nun eigentlich in dieser Zeit tun, fernab von Konsumrausch und Einkaufsstress, oder? Runterfahren und entspannen, mal alle „Pflichten“ beiseite lassen – das wär doch mal schön, jetzt um die besinnliche Zeit, oder? Ist bei den meisten aber keine Realität. Die sieht anders aus: Termine häufen sich, der Kalender ist voll: Weihnachtsfeiern, Plätzchen backen, Adventskalender organisieren und am besten noch in diesem Jahr alle Freunde treffen. Bei vielen bleibt am Ende jeden Tages eine lange Liste im Kopf, was man alles nicht geschafft hat.

Stress ist individuell unterschiedlich

Oft habe ich mir deswegen ein schlechtes Gewissen gemacht und gedacht, ich mache irgendwas falsch. Aber das macht die Situation ja auch nicht besser. Viel interessanter ist dann eine andere Frage: Wie viel von dem Stress kommt wirklich durch äußere Verpflichtungen, und wie viel davon mache ich mir selbst? Was davon empfinde ich überhaupt als Stress? Wie viel Stress wir haben und wie viel gut für uns ist, kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Stressforscher haben festgestellt, dass das gleiche „Stresserlebnis“ von jedem unterschiedlich wahrgenommen wird. Der eine regt sich auf und kommt nicht mehr runter, wenn er im Stau steht. Der nächste sieht’s gelassen und macht sich einen guten Podcast an. Ändern lässt es sich eh nicht. Die einen fühlen sich absolut überfordert, wenn sie mehr als einen Termin pro Tag haben. Bei anderen platzt der Terminkalender aus allen Nähten, und sie schweben trotzdem fröhlich von einem Termin zum nächsten. Eine gewisse Dosis „Eustress“ – also guter Stress – ist sogar wichtig, damit wir gut, in Freude und konzentriert handeln können. Wer auf Dauer unter seinen Fähigkeiten agiert, endet unmotiviert und antriebslos.

Echter Stress oder hausgemacht?

Stress ist also grundsätzlich schon gut – er wird nur dann schädlich, wenn wir uns selbst unter Stress setzen – durch die Anforderungen, die wir an uns selbst stellen. Das tun wir meist nicht bewusst, sondern weil wir bestimmte Muster in uns haben, die uns antreiben. In der Stressforschung spricht man von den „5 Stressverstärkern“:

1. Perfektionismus: Am besten soll es das selbstgebastelte Geschenk, mit perfekter Karte dazu und originell dekorierter Verpackung sein. Auch beruflich verwenden Menschen viel Zeit auf das letzte Ausfeilen einer Präsentation oder Aufgabe. Laut Pareto brauchen wir für die letzten 20% der Aufgabe nochmal 80% der Arbeitszeit. Hier ist die Frage: lohnt sich auch mal der Mut zur Lücke? Bzw. reicht als Geschenk vielleicht doch mal eine gekaufte Pralinenschachtel oder die Flasche Wein?

2. Wunsch nach Anerkennung: Die beste Freundin zieht um, der Kollege kommt mit der neuen Software nicht klar, die Freundinnen wollen genau jetzt mal wieder tanzen gehen. Da kann man doch nicht nein sagen, oder? Man könnte ja was verpassen – oder wird nachher gar nicht mehr gefragt, wenn man einmal nein sagt. Was, wenn jemand die Freundschaft kündigt, weil das Geschenk voll daneben war? Mal ehrlich: würde das passieren? Und wenn ja, wäre das echte Freundschaft? Hier könnte man sich auch fragen: warum brauche ich die äußere Anerkennung so sehr? Was kann ich tun, um mir selbst die Anerkennung zu schenken, die ich mir wünsche?

3. Stark sein wollen: Kennst du auch die Menschen, die kategorisch „nein“ sagen, wenn man ihnen ihre Hilfe anbietet? Oder gehörst du vielleicht selbst zu denjenigen, die alles am liebsten selbst wuppen wollen? Da hilft die Frage: was kann ich delegieren? Wo kann ich mir Unterstützung suchen? Oft ist dies keine Einbahnstraße, sondern es können ganz neue Ideen und Verbindungen entstehen, die für alle Seiten gewinnbringend sind.

4. Übertriebene Vorsicht: alles, was wir tun, kann schief gehen. Wenn wir dabei ständig Angst vor Fehlern oder negativen Konsequenzen haben, ist der Stress vorprogrammiert. Wir können nicht immer alles kontrollieren. Aber wir können unser Vertrauen stärken, dass es schon irgendwie gut gehen wird. Und dabei Schritt für Schritt mutiger werden. Um etwas zu bewegen, braucht es nunmal Mut. Der kommt nicht von heute auf morgen, aber er lässt sich trainieren. Jeden Tag einen kleinen Schritt weiter aus der Komfortzone.

5. Bequemlichkeit: klingt paradox, aber auch Bequemlichkeit kann Stress verursachen. Wenn wir die Steuererklärung ewig aufschieben, steht irgendwann die Nachtschicht an – oder der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Ohne regelmäßiges Zähne putzen droht irgendwann die langwierige und zeitaufwändige Zahnbehandlung. Frage: Wann ist es also hilfreich, doch lieber kleine Dinge schnell zu erledigen?

Du findest dich in dem einen oder anderen Beispiel wieder? Kein Stress! Denn das Bewusstsein darüber ist oft schon ein erster Schritt zur Veränderung. Bis dahin gilt: lieber stressige Zeiten annehmen und genießen, statt sich verrückt zu machen.

Nicht der Stress selbst ist schädlich, sondern unser Glaube darüber

Eine Erkenntnis aus der Forschung bestätigt dies auf frappierende Weise: 30.000 Menschen wurden über mehrere Jahre hinweg befragt, wie viel Stress sie in letzter Zeit hatten. Weiterhin wurden sie gefragt, ob sie glauben, dass Stress gesundheitsschädlich sei. Jahre später wurden die Sterberaten der Befragten erhoben. Das Ergebnis: diejenigen, die viel Stress hatten und glaubten, dass Stress gesundheitsschädlich ist, hatten das höchste Sterberisiko. Diejenigen, die zwar viel Stress hatten, diesen aber nicht für gesundheitsschädlich hielten, hatten das niedrigste Sterberisiko – sogar niedriger als diejenigen, die nur wenig Stress hatten. Das heißt: nicht der Stress selbst schadet uns, sondern die Überzeugung, dass Stress schädlich ist, wird zum tödlichen Verhängnis. Es wäre also kontraproduktiv, Stress zu verteufeln. Wichtiger ist es, die positiven Aspekte zu sehen. Wie kann das gehen?

Wir können stressige Phasen im Leben nutzen, um die innere Kraft zu aktivieren und zu Höchstform aufzulaufen. Wir können dabei unsere Widerstandsfähigkeit trainieren und somit die „Resilienz“ stärken. Wir können uns bewusst machen, dass nach stressigen Zeiten auch wieder ruhigere Zeiten kommen. Denn natürlich braucht es diese Phasen auch, um wieder neue Energie aufzuladen.

15 Minuten täglich für mehr Zufriedenheit und Gelassenheit

Bis dahin können wir auch durch stressige Zeiten mit Achtsamkeit und wachem Bewusstsein gehen – dies erfordert weder großen Zeitaufwand noch große geistige Anstrengungen. Mit 15 Minuten am Tag ist schon viel erreicht. 15 Minuten nur für dich selbst – zum meditieren, still sitzen, eine Runde um den Block laufen, lächeln, lachen oder 3 Dinge aufschreiben, für die du dankbar bist. Wenn wir uns diese Zeit für uns selbst nehmen, dann macht das schon einen Unterschied. Egal ob wir am Ende mit oder ohne Geschenk dastehen. Und wenn du es nicht alleine machen möchtest, dann komm zu unserer Happy Break. Die smarte Pause, 2 Mal die Woche kostenlos und unverbindlich. Siehe hier…

Glücksgedanken für die Woche

  • Jeder empfindet Stress unterschiedlich
  • Wenn wir Stress als positiv ansehen, kann er uns nicht schaden
  • Schon kleine Momente des inne haltens reichen aus, um stressige Phasen zu überstehen
  • Viel von unserem Stress ist hausgemacht – durch die eigenen Ansprüche an uns selbst

Fragen an dich selbst

  • Wo könntest du auch mal Fünfe gerade sein lassen?
  • Wo tust du die Dinge, um Anerkennung von außen zu bekommen statt von dir selbst?
  • In welchen Bereichen könntest du dir von anderen Unterstützung holen oder mit ihnen zusammen arbeiten?
  • Wo wäre es auch mal gut, mutig zu sein?
  • Wenn du eine Sache vor dir herschiebst: ist es wirklich, weil du nicht dazu kommst, oder vielleicht weil es dir irgendwie unangenehm ist oder du keine Lust dazu hast?

Zitate

„Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“ Lothar Seiwert

„An sich ist nichts weder gut noch böse, das Denken macht es erst dazu.“ Shakespeare

 

Audio

Meditation „Oase“ – nimm dir ein paar Minuten Zeit, um abzuschalten und deine Gedanken aufzufrischen – hier zum kostenlosen Download…

Video

Stärke deine innere Kraft und lasse äußere Ärgernisse weniger an dich heran – hier gehts zur entsprechenden Übung…

Das Hamsterrad des Glücks – nur 10% sind entscheidend

Schickes Auto, Beförderung im Job, Eigenheim, Traumpartner und am besten noch der Lottogewinn? Viele Menschen meinen, dass diese Dinge glücklich machen. Sie strengen sich ordentlich an, um diese Ziele zu erreichen, nehmen dafür Stress und Strapazen in Kauf. Doch wenn sie dann ein bestimmtes Ziel erreicht haben, ist das Glücksgefühl meist nur von kurzer Dauer. Es gibt sogar zahlreiche Beispiele von Menschen, die Spitzenleistungen erzielt haben und sich danach eher sinnentleert und traurig fühlten.

Studien aus der Glücksforschung bestätigen: kurzfristig fühlen wir uns gut, wenn wir ein bestimmtes Ziel erreicht haben – aber langfristig pendelt sich das Glücksniveau wieder auf den gleichen Stand wie vorher ein. In der Steinzeit war das überlebenswichtig. Denn da konnte man sich nicht auf den erreichten Zielen „ausruhen“, sondern musste sich immer wieder an die sich ändernden Gegebenheiten anpassen. Heute führt dieses Phänomen dazu, dass wir uns – kaum ist ein Ziel erreicht – gleich wieder das nächste, höhere Ziel setzen – weil wir meinen, dass uns das endlich glücklich macht. Dieser Irrglaube führt dazu, dass wir wie die Ratten im Hamsterrad immer weiter rennen, um an das Ziel zu kommen. „Life of a rat racer“ ist der amerikanisch geprägte Begriff dafür. Wir strengen uns immer mehr an, um immer höhere Ziele zu erreichen. Langfristig treibt uns das eher in den Burnout als zu echtem Glücksempfinden.

Was ist wirklich wichtig?

Äußere Faktoren wie Status, Geld, Wohnort oder Besitztümer spielen nur eine geringe Rolle für unser wirkliches inneres Glücksempfinden. Laut internationalen Studien sind nur 10% des Glücks solchen äußeren Lebensumständen zuzuschreiben. Die Gene – also die Veranlagung – bestimmen zu 50% darüber, wie glücklich wir uns fühlen bzw. wie wir mit dem Leben und Schicksalsschlägen umgehen.

Können wir also gar nichts tun, wenn die Gene uns nicht wohlgesonnen sind? Ist dies der Freifahrtschein für alle Jammerer und „Opfer“ des Lebens? Können wir uns nun immer auf unsere Gene berufen, wenn es uns nicht gut geht, uns im Selbstmitleid suhlen, da wir ja eh nichts daran ändern können? Hier kommt die schlechte Nachricht für alle notorischen Jammerer: die restlichen 40%, die unser Glücksempfinden ausmachen, können wir selbst beeinflussen. Hier spielen vor allem Werte wie Familie, stabile Beziehungen, ein gutes soziales Umfeld, Sinn im Leben und eine erfüllende Aufgabe eine Rolle. Wenn dies alles da ist – umso besser. Solange es auch hier nicht anstrengend wird, diesen Werten „hinterher zu rennen.“ Denn anhand einer Studie hat man festgestellt (Rutgers University Newark und der University of Toronto vom März 2018): Wenn etwas zu anstrengend wird, leidet die Lebenszufriedenheit. Doch wie kann man etwas bekommen, ohne es zu sehr zu wollen?

Es ist nie zu spät, um glücklich sein

Hier kommt uns eine Erkenntnis aus der Gehirnforschung zugute: Neurobiologen haben festgestellt, dass unser Gehirn nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig ausgereift ist, sondern sich ständig verändern kann – auch im höheren Alter. Diese sogenannte „Neuroplastizität“ des Gehirns können wir zu unserem Vorteil nutzen. Das bedeutet nämlich für uns: wir können durch unser Denken und Tun selbst beeinflussen, wie sich unser Gehirn prägt. Das beginnt mit Gedächtnistraining, geht über Mentaltraining bis hin zu Achtsamkeit und Meditation, von der mittlerweile nicht mehr nur Buddhisten wissen, dass sie unser Gehirn verändert. Wir können also unser Gehirn darauf trainieren, dass wir uns gut fühlen. Verschiedene Gehirnareale sind nämlich für verschiedene Emotionen und Bereiche zuständig. Und die Areale, die wir häufig aktivieren, stärken sich, während die anderen kleiner werden. Wenn wir also häufig Freude empfinden, stärkt sich das Areal für Freude, und wir können schneller und öfter Freude empfinden. Umgekehrt gilt dies auch für Ärger, Wut, Angst und Verbitterung.

Doch das Leben ist natürlich nicht nur Freude. Führt dieses Wissen also nun dazu, dass wir uns noch mehr ärgern, wenn wir uns ärgern? Weil wir ja wissen, dass Ärger unser Gehirn verändern kann? Damit wäre der Negativ-Kreislauf vorprogrammiert. Einfacher ist es, in solchen Momenten zu akzeptieren, was ist. Den Ärger annehmen, ihn sich selbst erlauben und dann einen Gegenpol setzen, der uns in gute Stimmung bringt. Doch sich gut fühlen auf Kommando – wie soll das gehen?

Nicht denken, sondern Tun

Spannend ist dafür die Erkenntnis, dass bestimmte Körperaktivitäten und – haltungen unsere Emotionen beeinflussen. Gedanken sind nicht immer kontrollierbar – es sei denn, man ist buddhistischer Mönch mit jahrelanger Meditationserfahrung. Doch wer kann sich schon seinen Gedanken komplett entziehen: Was alles noch zu erledigen ist, wer einem die Vorfahrt genommen hat oder dass der Chef / Partner / die Freundin sich irgendwie komisch verhalten hat.

Einfacher ist es, aktiv zu werden statt zu grübeln. Sport und Bewegung helfen zum Beispiel langfristig depressiven Menschen besser als Psychopharmaka, so die Erkenntnisse einer Studie. Längeres Laufen bringt uns genauso in einen Zustand des „Flow“ wie das Malen eines Bildes oder das Singen im Chor. Es beginnt schon mit bestimmten Körperhaltungen. Wenn wir bewusst stabil und fest stehen, verbessert sich unser Selbstbewusstsein. Wenn wir lächeln – oder gar lachen – werden Endorphine ausgeschüttet, die uns gut fühlen lassen. Wenn wir die Arme regelmäßig begeistert und jubelnd nach oben strecken, stärkt dies unser Charisma. Dies funktioniert auch dann, wenn wir das Gefühl mental noch nicht empfinden können. Es reicht schon, wenn wir so tun, als ob wir ein bestimmtes Gefühl erleben.

„Fake it until you make it“ ist auch ein Motto, das im Lachyoga praktiziert wird. Hier geht es darum, ganz konkret positive Gefühle zu trainieren. Absichtlich erzeugtes Lachen in Kombination mit Bewegung und positiven Affirmationen kann uns dabei unterstützen.

Will man sein Gehirn auf „glücklich sein“ programmieren, hilft es außerdem, sogenannte „Momente der Freude“ zu kultivieren und zu genießen. Das kann die Freude über kleine Dinge sein, Momente in der Natur, das Spielen mit Kindern, Sport treiben, kreativ sein, singen, herumtoben, spontan und abenteuerlustig sein. Hinzu kommt das Prinzip Dankbarkeit – über alles, was ist. Das geht auch ohne Lottogewinn.

Seiten

Angela in den Medien

O-Töne

„Ihr Workshop war eine Sternstunde für unser Team!“ Doreen Wächtler, Hamburger Rieger, Dezember 2018

„Es hat allen Beteiligten viel Freude gemacht!“ Dr. Brigitte Saviano, Caritasverband für den Rhein-Erft-Kreis e.V., November 2018

„Ich möchte mich noch einmal herzlich für Ihren Workshop mit uns bedanken. Er ist sehr gut angekommen sowohl bei uns als Organisatoren als auch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.“ Das „sehr gut, sehr gut, Ja!“ hat uns am darauffolgenden Samstag und Sonntag weiter begleitet und ein Dankeschön an Sie ist „verewigt“ auf einem Danke-Plakat.“ Stefanie Schmitt, Pädagogischer Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz, November 2018.

„Danke für Ihren tollen Einsatz auf dem Personalmanagementkongress“ Dr. Katharina Schiederig, Leiterin der Bundesgeschäftsstelle Bundesverband der Personalmanager, Juni 2018.

„Ich bedanke mich noch einmal recht herzlich für das Lachyoga-Seminar in Friedrichshain. Bei mir zeigt es Wirkung! Ich lächle zumindest viel bewusster und öfter.“ Karin Raphael, Koordination Sozialraum AG, Berlin, September 2016.

„Super, sollte jeder mal machen. Die Dozentin ist einwandfrei. Sehr empfehlenswert.“ An diesem Seminar hat mir besonders gut gefallen „… Die Trainerin“, „…dass ich die ganze Zeit in freundliche, lächelnde Gesichter geschaut habe, „…Die praktischen Übungen der Seminarleiterin“, „…alles“, „…Atmosphäre, Offenheit der Dozentin, Zeitraum, Thema, Vermittlung“ – aus dem Feedback der Freien Universität Berlin, Weiterbildungszentrum, Juli 2015.

„Hallo liebe Frau Mecking, schon längst wollte ich Ihnen zurückmelden, dass ich ausgesprochen positive Resonanzen auf Ihren Workshop erhalten habe, herzlichen Dank noch mal!“ B. Schweitzer, Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V., Mai 2013
„Besonders gut hat mir das Lachyoga gefallen. Zuerst habe ich gedacht, ich kann nicht lachen, aber dann konnte ich gar nicht mehr aufhören. Manche Übungen mache ich zuhause. Das Lachen ist für mich eine gute Entspannungsform…“ Regina Volter, Leitende Pflegefachkraft CBT-Wohnhaus Edith Stein, Caritas Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH, September 2012.

„Vielen Dank für das inspirierende Lachjoga am vergangenen Freitag. Es hat allen Beteiligten sehr gefallen.“ Robin Berndt, Sales Executive im Holiday Inn Berlin City East, September 2012.

„Vielen Dank, dass Sie zum Gelingen unseres Tages beigetragen haben. Ich konnte die Teilnehmer aus Ihrem Workshop selbst bei geschlossener Türe noch bis zum Tresen des Tagungsbüros lachen hören!!!“ Dorothee Bäuerle, CBT – Caritas- Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH, September 2012.

„Angenehme Verknüpfung von Theorie und Praxis, anschaulich und kompetent, sympathische Dozentin.“ Aus dem Feedback der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Berlin, März 2012.

„Gute praktische Hinweise, freundliche Atmosphäre, aktive Arbeit, Raum für persönliche Belange, lustige Gruppendynamik.“ Aus dem Feedback der Freien Universität Berlin, Weiterbildungszentrum, Februar 2012.

„It was great to meet you and participate in your „laugh presentation.“ It was certainly one of the highlights and you stimulated quite a lot of valuable discussion, not to mention energy and levity in what was a long and sometimes exhausting conference.“ Ron Rentel, Consumer Eyes, New York, 2009.