Beiträge

Verbundenheit

Verbundenheit als Glücks- und Resilienzfaktor

Hast du schon mal in einem Zug festgesessen der nicht weiterfuhr? Mir ist es vor einiger Zeit mal wieder passiert. Eine Stunde lang stand der ICE auf freier Strecke und bewegte sich nicht. So genervt die Menschen auch sind, beobachte ich in solchen Situationen immer wieder ein spannendes Phänomen: Die Menschen, die sich vorher jeder für sich mit Laptop oder Smart Phone und Kopfhörer eingeigelt hatten, beginnen sich zu verbinden. Der gemeinsame Feind „Bahn“ und die missliche Situation scheint uns in solchen Momenten zusammenzuschweißen. Man fängt an, sich zu unterhalten, sich gegenseitig etwas anzubieten und sich irgendwie zu solidarisieren.

Die Krisen dieser Welt – wir schaffen es nur gemeinsam

Ein ähnlicher Effekt zeigt sich auch jetzt bei den großen Krisen dieser Welt: wir verbinden uns dann, wenn die Gefahr so groß ist, dass es nicht mehr anders geht: Corona, Krieg und Klimakrise, die großen Herausforderungen dieser Zeit. Wenn wir auch nur irgendetwas Positives daraus ziehen können, dann wohl die Erkenntnis: Wir schaffen es nur gemeinsam! Das gibt mir immer wieder einen kleinen Funken Hoffnung und lässt mich darauf vertrauen, dass wir Menschen gemeinsam viel mehr erreichen können als mit Egoismus.

Die Klimakrise spitzt sich vor allem deshalb zu, weil die Länder sich seit Jahrzehnten nicht auf gemeinsame Ziele oder Vorgehensweisen einigen konnten. Die Coronakrise mit all den Einschränkungen, Lock-Downs und dem Verzicht auf die sonst so selbstverständlichen Vergnügungen des Lebens hat die viele Menschen noch einsamer gemacht als sie es eh schon waren (siehe Blogartikel „Einsamkeit“). Diejenigen hingegen, die sich mit anderen verbunden haben, kamen besser durch die Zeit.

Der Krieg zeigt uns jüngst nochmal mehr, wie wichtig es ist, gemeinsam zu handeln. Und es tut sich was: Die vielbeschworene „Spaltung der Gesellschaft“ durch Corona rückt in den Hintergrund. Hunderttausende von Menschen gehen derzeit gemeinsam auf die Straße, um für den Frieden zu demonstrieren. Die EU und die USA rücken zusammen, wie es vorher lange nicht mehr denkbar gewesen wäre. Dieser Krieg ist schrecklich, grausam, unmenschlich. Wenn wir auch nur irgendwas dagegen tun können, dann nur in Verbundenheit und nicht im Einzelkämpfertum. Dies ist die größte Chance, die wir haben, um einen größenwahnsinnigen und selbstverliebten Egomanen wie Putin aufzuhalten. Das ukrainische Volk macht uns auf beeindruckende Weise vor, dass Zusammenhalt und Verbundenheit stärker sein können als Panzer und Raketen.

Einsamkeit ist ungesund

Lange sind wir in dem Irrglauben erlegen, dass derjenige am erfolgreichsten ist, der sich am besten durchsetzen kann. Der am skrupellosesten seine Ziele verfolgt und nur um das eigene Wohl bemüht ist. „Ellbogenmentalität“ wurde als notwendig erachtet, um weiter zu kommen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Studie zeigt, dass die Menschen, die andere betrügen oder belügen, um sich selbst Vorteile zu verschaffen, eher das Gegenteil erreichen: sie werden isoliert, ausgeschlossen bei der Arbeit, haben mehr Stress und sind am Ende eher unglücklich (Metastudie von David Sloan Wilson über „machiavellistische Menschen“ – also solche, die nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und andere dafür klein machen).

Doch nicht nur selbstverliebte Egomanen haben ein Problem. Die Entwicklungen der neuen Zeit – Digitalisierung, Social Media, die Gentrifizierung in Großstädten und nicht zuletzt Corona – haben dazu geführt, dass Einsamkeit zu einem drängenden Problem unserer Zeit geworden ist. Laut Umfragen ist die Zahl der engen Freunde, die Menschen im Durchschnitt haben, seit 1985 von 3 auf 1 geschrumpft (siehe Buch „Die neue Einsamkeit“ von Diana Kinnert). Dreimal mehr Menschen als damals geben an, dass sie keinen Menschen haben, mit dem sie ernsthaft reden können. Einsamkeit ist Ursache für Stress, Krankheit, psychische Probleme und sogar den vorzeitigen Tod. Sie ist gesundheitlich genauso schädlich wie das Rauchen von 15 Zigaretten täglich. Die „Social Media“ haben mit „sozial“ genauso wenig zu tun wie Putin mit dem Begriff „Friedensmission“. Jeder stellt sich selbst dar, kaum einer fühlt sich hier wirklich verbunden. Hasskommentare, Fake News und destruktive Diskussionen über Corona haben den Trend  verschärft.

Evolution durch Kooperation

Umso wichtiger ist es derzeit, echte Verbundenheit wiederzufinden und zu leben. Wir müssen uns dafür nicht mal verbiegen. Das Bedürfnis nach Kooperation und Miteinander liegt in unserer Natur. Dies hat unsere Evolution geprägt und unser Überleben gesichert. Selbst unsere Körperzellen arbeiten auf geniale Weise und so perfekt aufeinander abgestimmt zusammen, wie wir selbst es logistisch niemals hinkriegen würden. In der Natur und der Tierwelt ist das Zusammenspiel von Systemen und Populationen wichtiger Bestandteil, zum Beispiel bei den Bienen und Ameisen. Auch Schimpansen zeigen Kooperationsbereitschaft und suchen gegenseitige Nähe – sogar dann, wenn es vorher Auseinandersetzungen gab. Immer mehr Erkenntnisse zeigen: In der Evolution hat nicht der Stärkste überlebt, sondern die Spezies, die am besten kooperieren kann.

Verbundenheit ist nicht nur die Voraussetzung für das Überleben der Menschheit, sondern auch für persönliches Glück. Die „Grant Study“ – eine Harvard Glücksstudie über einen lebenslangen Zeitraum  – zeigt: Menschen, die glückliche Beziehungen haben, leben länger, zufriedener und sind im Alter gesünder. Viele weitere Studien bestätigen: Menschen mit erfüllten Beziehungen – unabhängig ob mit Freunden oder Liebespartnern – sind glücklicher und gesünder. Sie haben ein besseres Immunsystem und verfügen über bessere psychische Widerstandskraft, also „Resilienz“. Kinder aus schwierigen Familien, die eine wichtige Bezugsperson hatten, waren im späteren Leben psychisch stabiler als andere, die sich allein gelassen fühlten. Nicht nur das: die Aktivität „Zeit mit Freunden verbringen“ oder „gute Gespräche führen“ verschafft uns einen Riesenschwall an positiven Gefühlen, stressmindernden Effekten und aktiviert die Belohnungszentren im Gehirn.

Verbundenheit leben – 5 Anregungen

Es spricht also vieles dafür, Verbundenheit zu suchen und zu leben. Doch wie können wir selbst dazu beitragen, dass Menschen sich wieder mehr verbinden, zugehörig fühlen und gemeinsam an einem Strang ziehen, um diesen Planeten als einen lebenswerten Ort zu erhalten? Ich bin der Meinung: beginne bei dir selbst! Wenn du mit dir selbst verbunden bist, kannst du auch Verbundenheit mit anderen Menschen fühlen. Du kannst vergeben und andere Menschen unterstützen, ohne dich selbst aufzugeben. So können Netzwerke entstehen, die von Liebe, Fürsorge und Miteinander geprägt sind. Je mehr wir diese Verbundenheit mit uns selbst und im eigenen Umfeld leben, umso weniger haben Kriege im Außen eine Chance. Hier ein paar Anregungen dazu.

1. Mit sich selbst im Reinen sein

Wir können nicht über den Krieg jammern, wenn wir gegen uns selbst Krieg führen, uns ständig selbst rügen oder gar beschimpfen. Sei nachsichtig mit dir selbst und behandle dich gut. Schließlich bist du der Mensch, mit dem du die meiste Zeit im Leben verbringst. Verdränge nicht deine Schattenseiten, sondern schaue liebevoll hin und erkenne sie an. Dann darfst du sie in den Urlaub schicken und deine Stärken feiern.

2. Mit anderen im Reinen sein

Übe Vergebung – nicht anderen zuliebe, sondern für dich selbst. Dann wirst du frei von Groll und offen für neue, nährende Menschen und Beziehungen sein.

3. Für andere da sein

Einer der größten Glücksfaktoren ist es, anderen zu helfen. Eine sehr effektive Übung ist es, jeden Tag 3 kleine „Gesten der Freundlichkeit“ auszuüben und dies abends aufzuschreiben. Das können unterschiedliche Dinge bei unterschiedlichen Menschen sein – einem Freund ein Kompliment machen, einem Kollegen etwas aus der Kantine mitbringen, mit einem Obdachlosen ein Gespräch führen – die Möglichkeiten sind unendlich. Diese Übung ist ein wahrer Glücksbooster.

4. Die Familie wertschätzen

So sehr Familien auch Verletzungs- und Konfliktpotenzial bieten – Freunde können wir loslassen, die Familie bleibt Familie. So lohnt es sich, mit Eltern und Geschwistern ins Reine zu kommen und Vergebung zu üben – jeder hat es so gut gemacht wie er / sie konnte. Wenn du selbst eine Familie hast, dann mach dir bewusst: Frieden beginnt auch hier im Kleinen. Es geht nicht darum, keine Konflikte zu haben, sondern diese mit Liebe und Wertschätzung lösen zu können.

5. Gemeinschaft suchen, in der man sich gegenseitig unterstützt

Studien in verschiedenen Gemeinschaften – z.B. in der Nachbarschaft – zeigen, dass die Gemeinschaften, in denen man sich gegenseitig besonders unterstützt, erstaunliche Wirkungen auf die Menschen haben:

  • die Kinder sind gesünder und haben bessere Hoschulabschlüsse
  • die Älteren haben eine höhere Lebenserwartung
  • insgesamt gibt es weniger soziale Schwierigkeiten wie z.B. Prügeleien

Vielleicht hast du ja bereits eine solche Gemeinschaft. Oder magst dich nach einer umschauen. Dies kann ein Verein sein, eine Gemeinde, eine Nordic Walking Gruppe oder ein Chor. Großes Potenzial liegt auch in der „Lachyoga Community“ bzw. den Lachclubs. Hier verbinden sich Menschen im Lachen, sowohl live als auch online. Unabhängig von Alter, Nationalität, Herkunft oder politischer Richtung wird hier jeder akzeptiert. Es geht um Toleranz, Frieden, Gesundheit und Glücksmomente. Hier entstehen Freundschaften, gemeinsame Unternehmungen und gegenseitige Unterstützung. Menschen verbinden sich, werden kreativ, mutig und blühen auf. Probiere es mal aus! Hier findest du Angebote live in Köln oder in Berlin oder deutschlandweit. Und hier online per Zoom.

Wir müssen nicht warten, bis der Zug stehen bleibt, das Klima kollabiert oder die Wirtschaftskrise kommt. Verbinde dich jetzt mit liebevollen und gleichgesinnten Menschen, unterstützt euch gegenseitig mit Trost und Hoffnung und habt gemeinsam Spaß! So tust du etwas für deine Resilienz und für die Aktivierung von Glücksgefühlen.

Ich wünsche mir von Herzen, dass die Menschen, die JETZT zusammenhalten und für Miteinander und Verbundenheit stehen, auf diesem Planeten überleben werden. So wie es die bisherige Evolution auch gezeigt hat.

Namasté Angela

P.S: Du hast Sehnsucht nach Verbundenheit an einem schönen Ort, guten Gesprächen und netten Menschen? Dann sind vielleicht die Happiness Yoga Ferien interessant für dich. In St. Peter Ording oder auf Zypern.

Einsamkeit – die Pandemie in der Pandemie

Corona: Die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg

Die UN bezeichnen die Corona-Pandemie als „die größte Krise der Menschheit seit dem Zweiten Weltkrieg“. Wir werden uns immer mehr darüber bewusst, dass das nicht nur mit dem Virus selbst zu tun hat. Laut Neurowissenschaftler Manfred Spitzer leiden die meisten Menschen mehr unter den Folgen der Pandemie als unter dem Virus selbst. Es scheint, dass die Corona-Einschränkungen und -Maßnahmen – ohne deren Notwendigkeit in Frage zu stellen – vor allem das verstärken, was vorher schon da war. Kinder aus Brennpunkt-Familien haben keine Anlaufstelle mehr, freischaffende Künstler, die sich vorher schon durchschlagen mussten, landen in der Hartz-4-Falle, die Innenstädte sterben aus zugunsten von Online-Riesen wie Amazon, Google, Apple und co., Pharmafirmen und die Gaming-Industrie sind auf dem Vormarsch.

Nicht nur wirtschaftlich gesehen werden wir noch lange mit den Folgen der Pandemie leben müssen. Es verstärkt sich auch ein Phänomen, das ebenfalls schon vorher einen besorgniserregenden Trend in der Gesellschaft darstellte: Einsamkeit. Menschen, die vorher schon einsam waren, sind jetzt nochmal isolierter. Laut Manfred Spitzer ist Einsamkeit mehr als allein sein: Wer einsam ist, erkrankt häufiger als andere an Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen und Demenz. Einsamkeit ist laut Spitzer die Todesursache Nummer eins in den westlichen Ländern. Dies wird mittlerweile weltweit von zahllosen wissenschaftlichen Studien bestätigt.

Einsam ist nicht gleich allein

Ich selbst habe jahrelang alleine gelebt und kenne die Vor- und Nachteile. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ich am Samstagabend alleine zu Hause sitze, während die Nachbarn um mich herum laut Party feiern. Ich kenne das Gefühl der Leere, wenn am Sonntagnachmittag die Sonne scheint und ich keine Freundin finde, die mit mir einen Ausflug macht. Meist konnte ich mich in der Zeit mit guter Planung (schon am Montag das Wochenende planen) und gezielten Verabredungen gut durch solche Zeiten „retten“. Wenn jedoch – so wie jetzt im Lock-Down – alle Möglichkeiten für Verabredungen und gemeinsame Unternehmungen – Kultur, Chor, Theater, Sport, Vereinstreffen etc. – wegfallen, dann sind die Folgen fatal. Nicht nur das Corona-Virus, sondern auch die damit verbundene Einsamkeit breitet sich aus wie eine Pandemie.

Schon vor der Corona-Krise haben sich knapp 50% der Deutschen ziemlich oft einsam gefühlt. Allerdings ist sich einsam fühlen ist nicht immer gleichzusetzen mit alleine sein. Einsam fühlen sich nicht nur per se Singles und Alleinstehende. Auch Verheiratete oder Menschen, die in einer Familie leben, können sich einsam fühlen, selbst wenn sie nicht alleine sind. Auch ein großer Freundeskreis schützt nicht vor Einsamkeit. Vielleicht kennst du solche Situationen: du bist auf einer großen Party, einem Konzert oder einem Business Empfang – also unter vielen Menschen – und fühlst dich einsam. Oder du bist umgekehrt allein auf einem Spaziergang oder auf einer erfüllenden Reise – und du bist absolut im Reinen mit dir und zufrieden mit allem. In dem Fall bist du alleine, aber nicht einsam.

Soziale Beziehungen – für Glück und Gesundheit

Unbestritten ist in der Glücksforschung jedoch die Erkenntnis, dass gute und erfüllte soziale Beziehungen die wichtigste Voraussetzung für ein glückliches und gesundes Leben sind. Dies ist zum Beispiel das Ergebnis der Grant Study – einer Langzeit-Studie der Harvard University, die seit 75 Jahren anhand verschiedener Lebensläufe untersucht, was ein zufriedenes Leben ausmacht.

Wie können wir also in Zeiten der Pandemie und der damit verbundenen Isolation zu sozialer Verbundenheit und Zusammenhalt beitragen? Was können wir tun, um aus der Corona-Pandemie nicht eine Einsamkeitspandemie werden zu lassen? Wenn du Menschen kennst, die sich einsam fühlen, oder wenn du selbst manchmal in der „Einsamkeitsfalle“ landest, dann können die folgenden 4 Fragen dabei helfen, die Situation zu reflektieren und einen Weg heraus zu finden – wenn man denn möchte:

1. Ist die Einsamkeit wirklich unfreiwillig oder selbst gewählt?

So manche Menschen fühlen sich zwar einsam oder klagen auch über Einsamkeit. Aber einige finden es am Ende immer noch bequemer, nichts zu unternehmen, als den Preis dafür zu zahlen, den es erfordert, sich mit Menschen zu verbinden. Denn es braucht auch Mut und vielleicht einen Schritt aus der Komfortzone, um aktiv zu werden und Kontakte zu knüpfen. Das geht gerade nicht, wegen Lock-Down, Corona und überhaupt? Ist es wirklich so? Das Internet ist voll von Online-Angeboten, bei denen sich Menschen verbinden können – viele davon sogar kostenfrei. Ja, es braucht die Bereitschaft, sich mit der Technik zu befassen und sich auf neue, virtuelle Abenteuer einzulassen. Aber das ist selbst was mit einem Smart Phone möglich. Immer wieder bin ich erstaunt und beeindruckt, wie zum Teil über 80-jährige Menschen bereit sind, dies auszuprobieren – weil sie wissen, dass die virtuelle Verbindung besser ist als gar nichts, und weil sie oft flexibler sind als wir bisher dachten. Alles zu kompliziert? Dann ist es auch ok. In dem Fall ist die selbstgewählte Einsamkeit vielleicht die leichtere Lösung.

Natürlich gibt es auch Menschen, die ungewollt einsam sind. Die irgendwo gestrandet sind in einem anderen Land. Obdachlose oder sozial Schwache, die keine Möglichkeiten hab, online zu gehen. Die brauchen unsere Hilfe. Und ich bin sehr dankbar, dass es Initiativen und Einrichtungen gibt, die solchen Menschen helfen – wenn sie es denn wollen. Und dass es Menschen gibt, die sich ihrer annehmen. Manchmal ist es das beste Mittel gegen Einsamkeit, anderen zu helfen, die einsam oder bedürftig sind. Engagement macht glücklich, das belegen zahlreiche Studien (siehe Blogartikel „nicht jammern – engagieren“).

Trotzdem bleibt natürlich die Frage: Was können Menschen tun, die sich oft einsam fühlen und derzeit einfach nicht die Kraft oder nicht die Möglichkeit haben, das zu ändern? Wie kann man in dem Fall dennoch gut durch die Zeit kommen?

2. Wie kannst du aus der Situation das Beste machen?

Egal, ob deine Einsamkeit gewählt oder unfreiwillig ist: lass dich nicht noch zusätzlich dadurch runterziehen, dass es gerade so ist wie es ist. Akzeptiere die Situation in diesem Moment voll und ganz. Vielleicht ist es morgen wieder anders, oder übermorgen, oder dann wenn es passt. Du bist jetzt genau in diesem Moment da, auch wenn du alleine bist. Mach das Beste draus und genieße die Zeit mit dir selbst! Lass es dir gut gehen, mach dir Geschenke, nimm dir jeden Tag etwas Schönes vor. Lerne meditieren, such dir gute Bücher raus, verwöhne dich selbst. Sorge dafür, dass du dich nicht einsam fühlst, sondern vielmehr im Reinen mit dir selbst.

Qualität statt Quantität

Mach dir bewusst: So manches Mal kann es tatsächlich die bessere Wahl sein, das alleine sein zu genießen statt „aus der Not heraus“ Zeit mit Menschen zu verbringen, die dich langweilen oder runterziehen. Es lohnt sich immer, genau hinzuschauen, welche Kontakte gut tun und welche nicht.

3. Bist du mit dir selbst im Reinen?

Du hast dich dafür entschieden, Verbindung zu Menschen zu suchen, rauszugehen (wenn vielleicht derzeit auch virtuell) und Kontakte zu knüpfen? Dann sei dir selbst der beste Freund, die beste Freundin. Es ist immer einfacher, nicht aus der Bedürftigkeit heraus auf Menschen zuzugehen, sondern mit einer inneren Haltung, dass du jemand bist, mit dem du selbst gerne Zeit verbringen würdest. Mach eine Bestandsaufnahme deiner Stärken und Schwächen und frage dich: was ist die höchstmögliche Version deiner Selbst? Inwieweit kannst du dir die Akzeptanz und Zuwendung, die du dir vielleicht von anderen wünschst, auch selbst geben? Wie viel von dem Einsatz, den du dir von anderen wünschst, bist du bereit von dir aus zu geben?

4. Was kannst du jetzt tun, um etwas zu ändern?

Das Universum ist dir wohlgesonnen. Wenn du dir neue Kontakte oder tiefe Verbindungen wünschst, dann wird es diese für dich parat haben. Allerdings ist es gut, wenn du ein Zeichen gibst, dass du das auch wirklich wirklich willst – indem du möglichst viele Chancen erschaffst. Also, suche dir Kurse, Gelegenheiten, Freizeitgruppen oder sonstige Angebote raus, die dich interessieren. Das, was online startet, kann sich ja durchaus in reale Kontakte verwandeln. Eine offene Haltung der Neugier unterstützt dies: Offenheit gegenüber neuer Technik, aber auch gegenüber neuen Menschen und deren Eigenheiten. Bewerte nicht gleich jeden. An jedem Menschen können wir irgendetwas Besonderes finden – vielleicht ein spannendes Hobby, eine inspirierende Lebenserfahrung oder eine sonstige Gemeinsamkeit. Es lohnt sich, andere nicht sofort in eine Schublade zu stecken. Später kannst du immer noch entscheiden, ob jemand wirklich auf deiner Wellenlänge ist oder dich eher langweilt oder runterzieht.

Manchmal müssen es auch gar nicht neue Kontakte sein. Vielleicht gibt es alte Freundinnen oder Freunde, die sich in diesem Zeiten über einen Anruf freuen würden. Die Welt da draußen ist voll von Möglichkeiten – sowohl derzeit online als auch später wieder persönlich. Es braucht nur die Entscheidung, sich darauf einzulassen und sich nicht sofort wieder abschrecken zu lassen. Ja, es gibt auch Idioten da draußen, seltsame, ätzende und anmaßende Leute. Aber es gibt auch viele warmherzige, offene, neugierige und hilfsbereite Menschen, die es wert sind, gefunden zu werden. Wer selbst bereit ist, anderen etwas zu geben, sie zu unterstützen und für sie da zu sein, wird auch Menschen treffen, die das schätzen und – auf ihre Art und Weise – zurückgeben.

Im Hier und Jetzt – allein UND gemeinsam

Letztendlich gibt es in jedem Leben auch mal Phasen des Alleinseins und der Gemeinschaft. Dies kann sich ja auch phasenweise abwechseln. Egal, in welcher Phase du gerade bist – ob vorübergehend oder längerfristig, ob unfreiwillig oder selbst gewählt. Du kannst immer entscheiden, mit welcher inneren Einstellung du die Zeit erlebst. Kurzum: genieße das allein sein, sei offen für Herzensverbindungen und schließe Freundschaft mit dir selbst! Diese Meditation kann dich dabei unterstützen.

Ich wünsche dir, dass du weiterhin in Zuversicht, guter Energie und Liebe – zu dir selbst wie zu anderen – durch diese Zeit kommst!

Namasté Angela

Tipps und Links

Online-Kurs „Der Glücks-Charakter-Booster“

Meditation für Selbstliebe

Hier findest du zoom-Gruppe-Angebote, z.B. für Lachyoga

Video: 3 Schritte aus der Einsamkeitsfalle

Lebst du schon dein IKIGAI? Wie sich die Lebensaufgabe mit der Welt vereinbaren lässt

Als ich zum ersten Mal von IKIGAI hörte, dachte ich, es wäre entweder eine Sushi-Spezialität oder ein japanischer Wissenschaftler. Als ich dann nochmal genauer nachgeforscht habe, durfte ich feststellen, dass IKIGAI ein ziemlich geniales Konzept ist, um unsere „Mission“ oder „Lebensaufgabe“ in dieser Welt einzuordnen. Und zwar so, dass sie nicht nur real umsetzbar wird, sondern auch dazu beiträgt, in dem, was wir tun, Erfüllung zu finden. Denn die Frage, was wir den ganzen Tag tun und wie wir unsere Lebenszeit verbringen, betrifft jeden von uns. Egal, ob jemand in einer Festanstellung oder auf Hartz IV ist, „brotlose Kunst“ betreibt oder einen Haufen Geld in einem Job verdient, der in seinen Augen völlig sinnentleert ist.

IKIGAI beschreibt einen Idealzustand, die Schnittmenge von dem, was du gerne tust, gut kannst, in die Welt einbringst und wovon du gleichzeitig leben kannst. Wenn du bereits in diesem Idealzustand bist, wunderbar. Wenn dieser dir hingegen eher schwer erreichbar scheint, ist das kein Grund zur Verzewiflung. Denn allein das Hinschauen mit der Frage „wo stehe ich, wo kann ich noch etwas verändern?“ kann dir helfen, bewusst dein Tun und dein Sein in eine Richtung zu steuern, die deinem Herzen entspricht. Das muss nicht heißen, dass du alles, was du jetzt beruflich tust, über Bord werfen musst – manchmal helfen kleine Veränderungen, um sich dem persönlichen „IKIGAI“ zu nähern. Doch was genau bedeutet nun IKIGAI?

IKIGAI – das, was das Leben lebenswert macht

Wörtlich übersetzt bedeutet IKIGAI „lebens (=IKI) wert (=GAI)“. Damit ist zum einen gemeint, dass man den Sinn seines Lebens findet, aber auch dass man erfüllt, stressfrei und vor allem glücklich lebt. Vorbild ist dabei die Insel Okinawa, die dafür bekannt ist, dass die Menschen dort besonders glücklich sind und sehr lange leben. Die „Insel der Hunderjährigen“ wird Okinawa auch genannt, und unzählige Wissenschaftler haben sich bereits mit der Frage befasst, was das Geheimnis dieses Phänomens ist. Zu den wichtigsten Rahmenbedingungen der Bewohner gehören unter anderem Entschleunigung, viel Bewegung in der Natur, gelebte Gemeinschaft und gesunde Ernährung.

Bei IKIGAI geht es aber nicht nur um die Rahmenbedingungen – sondern auch um die innere Motivation, den Sinn, die Frage nach der Mission auf dieser Welt. Aber auch um die Frage, inwieweit dies mit der Realität vereinbar ist. Denn was nützt es uns, wenn wir dem Herzen folgen, das tun, was uns Spaß macht, aber am Ende die Miete nicht bezahlen können? IKIGAI setzt an vier verschiedenen Ebenen an.

Vier Fragen, die dir helfen, dein IKIGAI zu finden

1. Was liebst du zu tun?

Wofür brennt dein Herz? Wofür würdest du jeden Morgen begeistert aus dem Bett springen? Was hast du möglicherweise schon als Kind gerne gemacht? Wobei vergisst du die Zeit, wenn du es tust, kommst so richtig in den „Flow?“ Im vorhergehenden Blog „Finde Dein Warum“ findest du Anregungen, wie du das herausfinden kannst.

2. Was braucht die Welt?

Was ist deine „Mission“? Hast du eine Idee, wofür du auf dieser Welt bist? Welchen Beitrag kannst oder möchtest du für die Welt leisten? Oder auch: was möchtest du erschaffen? Für wen kannst du durch dein Sein einen Unterschied machen? Inwiefern wird die Welt ein anderer Ort sein, weil du hier gewesen bist? Denn das, was du tust, sollte nicht nur mit deinem Herzen in Einklang sein, sondern auch mit der Welt.

3. Worin bist du gut oder talentiert?

Was sind deine Fähigkeiten? Welche Erfahrungen und Kompetenzen bringst du mit? Was ist dein erlernter Beruf oder eine Tätigkeit, in der du richtig gut bist? In welchem Feld kannst du der oder die Beste sein oder bist es bereits?

4. Womit kannst du Geld verdienen?

Womit verdienst du derzeit dein Geld? Gibt es ein Hobby, das du so zum Beruf machen kannst, dass du Geld damit verdienst? Gibt es andere Möglichkeiten, das Geld verdienen mit den anderen Bereichen in Einklang zu bringen? Viele Menschen vernachlässigen den finanziellen Bereich, wenn es um die Frage nach der Mission oder Lebensaufgabe geht. So mancher hat schon überstürzt seinen Job gekündigt, um der „Lebensaufgabe“ zu folgen, um dann ernüchtert festzustellen, dass die Aufgabe das Leben nicht ermöglicht. Umgekehrt sitzen in unseren Bürotürmen unzählige fremdbestimmte Menschen, die zwar einen Haufen Geld verdienen, aber sich abends im Bett fragen „wofür mache ich das hier?“.

Wie IKIGAI erreichen?

Was können wir also tun, um unser IKIGAI zu erreichen? Zunächst wohl erstmal eines der wichtigsten Prinzipien des IKIGAI beherzigen: Fließen lassen, kein Stress, kein übertriebener Aktionismus, um unbedingt etwas erreichen zu wollen. In die Ruhe kommen, und dann Schritt für Schritt die verschiedenen Bereiche anschauen und reflektieren. Dankbar sein für das, was bereits da ist und gleichzeitig offen für Veränderungen sein.

Denn letztendlich ist es mit dem IKIGAI genauso wie mit der Suche nach dem Glück: Es ist kein einmal erreichter statischer Endzustand, der dann so bleibt. Das Bild des IKIGAI beinhaltet auch einen Prozess, ein ständiges und fließendes Anpassen – etwas verändern – wieder anpassen. Dieser Prozess wird vermutlich lebenslang sein. Es gilt also, diesen mit Spaß und Gelassenheit zu genießen, ganz entspannt im Fluss mitzufließen und ab und zu mal die Richtung zu korrigieren. Die Hundertjährigen von Okinawa haben viel Zeit dafür. Doch selbst wenn wir nicht hundert Jahre alt werden – die entsprechende Gelassenheit können wir uns trotzdem von ihnen abschauen.

Namasté, Angela

P.S: Möchtest du dich noch intensiver mit deinem IKIGAI, deiner Mission, deinem „Warum“ beschäftigen und dich auf den Weg machen? Dann sei dabei beim Online Coaching Programm „SMILE“

 

Zitate

„Nicht alle von uns können große Dinge tun. Aber wir können kleine Dinge mit großer Liebe tun.“ Mutter Teresa

 „Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen, sondern mit Terminkalendern angetrieben.“ John Steinbeck

  „Viele würden gern ein einfacheres Leben führen, wenn der Weg dahin nicht so kompliziert wäre.“ Justus Jonas der Ältere

 

Glücksgedanken

  • Das, wofür dein Herz brennt, sollte im Einklang mit der Welt sein
  • Begib dich den Fluss des Lebens, lass dich treiben und korrigiere die Richtung, wenn erforderlich
  • Finde dein persönliches „IKIGAI“ – aber mach dir keinen Stress beim Suchen
  • Nimm dir Zeit für jeden bewussten Schritt
  • Suche die Stille in der Natur und Gemeinschaft bei den Menschen, die dir wirklich wichtig sind

 

Humor

Fragt ein Beamter den anderen: „Was hältst du davon, wenn wir uns ein Aquarium kaufen?“ „Ach nein, Fische sind mir zu hektisch.“

Brauchen wir Religion, um glücklich zu sein?

Die Kirche – Fluch oder Segen?

Warst du Weihnachten in der Kirche? Ich ja. Nach langer Pause. Die Kirche war überfüllt, mit Glück haben wir noch den letzten Sitzplatz ergattert. Das erlebt man wohl in der Tat nur noch an Weihnachten so. Früher fand ich das blöd. Wie heuchlerisch, nur an Weihnachten in die Kirche zu gehen und das ganze Jahr nicht! Heute mache ich es genauso – ohne schlechtes Gewissen. Denn mittlerweile habe ich verstanden, dass man überall das finden kann, was Menschen früher in der Kirche gesucht haben: inne halten, Gedanken stoppen, Gemeinschaft mit Gleichgesinnten erleben, gemeinsam singen und inspirierende Worte von jemandem hören, der sich mit einem Thema beschäftigt und uns an das erinnert, was wirklich wichtig ist im Leben.

Als evangelische Pastorentochter war mein Verhältnis zur Kirche schon immer zwiegespalten. Es ging damit los, dass wir nie richtig Weihnachten feiern konnten. Mein Vater hetzte von einem Gottesdienst zum nächsten, wir Kinder waren eingespannt mit Singen, Flöten, Zettel verteilen und warten, bis der Sturm vorüber war. Essen und Bescherung wurden dann zwischen 18:00 Uhr-Gottesdienst und Mitternachtsandacht eingequetscht. Doch es war auch immer irgendwie schön und veranlasst mich heute dazu, Mann und Kind in die Kirche zu schleppen, um wenigstens einmal zum Abschluss „Oh du Fröhliche“ zu singen.

Andere Dinge fand ich damals weniger schön. Zum Beispiel die Diskussionen, in die ich – ob ich wollte oder nicht – verwickelt wurde. Das Hauptargument war meist: „Ach, mit der Kirche hab ich abgeschlossen. Die Kirche hat damals so viel Unrecht getan, Kreuzzüge gemacht und kann es auch heute nicht lassen, uns und Menschen in aller Welt zu missionieren…“ So oder ähnlich waren die Sätze, die ich zu hören bekam – wie wenn man sich mir gegenüber dafür rechtfertigen müsste, warum man sich nicht mit dem Thema Kirche, Religion oder Gott beschäftigen will. Aber genau das ist ja der Knackpunkt dabei: viele schmeißen „die Religion“ und „die Kirche“ mit allem anderen in einen Topf.

Es sind die Menschen, die Gutes oder Schlechtes tun

Ich selbst habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen: Es ist nicht „die Kirche“, die Schlimmes getan hat oder tut. Es sind immer Menschen –Menschen, die fehlbar sind, die Gutes tun, die Schreckliches tun. Und das ist nicht nur in der Kirche so, sondern überall, im Kleinen wie im Großen. Ob in der Wirtschaft, der Politik, im Job oder im örtlichen Kegelverein: Es gibt immer Menschen, die unterschiedliche Ansichten haben und Menschen, die ihre Meinung durchsetzen oder Macht ausüben wollen. Es gibt immer Menschen, die andere kontrollieren wollen – meist aus eigener Angst heraus. Und genau dort entstehen die Konflikte dieser Welt – dort wo Menschen nicht miteinander reden, sondern meinen, dass nur sie die richtige Ansicht über etwas haben. Schon immer wurden Religionen missbraucht, um Grausamkeiten zu begehen oder Unrecht zu tun. Kein Wunder, dass Menschen misstrauisch geworden sind.

Ob es nun Jesus gab oder nicht – ob er nur irgendein Prophet war oder wirklich der Sohn Gottes. Er hat uns einiges vorgemacht in Sachen Frieden. Er hat sich mit denen an den Tisch gesetzt, die anderer Meinung waren. Er hat sich nie als „großer Guru“ aufgespielt, sondern war zutiefst demütig und hat anderen die Füße gewaschen. Er hat uns vorgelebt, wie man Frieden schafft – durch Liebe, Hingabe, Mitgefühl und Toleranz. Andere Menschen in unserer Geschichte – wie ein Nelson Mandela, Mahatma Gandhi oder der Dalai Lama – haben uns ähnliches vorgelebt oder tun es heute noch.

Alltagsengel sind überall

Aber auch im täglichen Leben gibt es Menschen, die durch ihr Handeln einen Unterschied machen. Nicht durch große Taten, sondern indem sie Liebe, Frieden und Toleranz im Kleinen leben – in der Familie, auf der Straße, im Job. Da ist der junge Student, der im Zug die beiden Flüchtlinge nicht misstrauisch beäugt, sondern ein Gespräch beginnt. Da ist die Altenpflegerin, die durch eine liebevolle Geste die einsame Dame zum Strahlen bringt. Der Läufer, der Spenden für Kinder sammelt. Viele von uns haben ein tiefes inneres Bedürfnis, Gutes zu tun. Irgendeine innere Kraft motiviert uns, an das Gute zu glauben und dafür einzustehen. Wo kommt diese Kraft her? Egal ob wir es Gott, heiliger Geist oder biochemische Reaktionen im Gehirn nennen. Diese innere Motivation ist da – zumindest bei vielen von uns. Vielleicht gibt es einige Menschen, die diese Kraft nicht mehr spüren können – oder sie aus lauter Verzweiflung ins Gegenteil umgedreht haben. Vielleicht ist es unsere Aufgabe, diese Menschen zu berühren – mit Worten, mit Taten, mit Toleranz. Dann leben wir das, was Jesus vorgelebt hat – dann leben wir das, was man „Liebe“ nennt.

Glaube macht glücklich

Auch in der Glücksforschung gibt es viele Hinweise darauf, dass Menschen glücklicher sind, die an einen „höheren Sinn“ glauben. Sie sind allgemein zufriedener, sie leben länger und gehen konstruktiver mit Krankheiten und Schicksalsschlägen um. Befragungen zeigen, dass Menschen, die eine Religion ausüben – zum Beispiel regelmäßig in die Kirche gehen – zufriedener mit ihrem Leben sind als andere.

Vielleicht muss es nicht die Religion im klassischen Sinne sein. Denn Gemeinschaft, Geborgenheit, gegenseitige Unterstützung und den Glauben an einen höheren Sinn können wir auch außerhalb der „Kirche“ finden. Aber auf jeden Fall lohnt es sich, danach zu suchen. Jesus hat es uns gezeigt: Gott ist nicht (nur) in der Kirche – sondern überall dort, wo Liebe gelebt wird.

Glücksgedanken für die Woche

  • Verwechsle niemals eine Sache mit den Menschen, die sie repräsentieren
  • Finde die Werte, die für DICH wichtig sind, und lass dich nicht durch andere Menschen davon abbringen, sie zu leben
  • Es lohnt sich, die Frage nach dem „höheren Sinn“ zu stellen – sie lässt uns vieles besser ertragen und bringt unser Leben zum Leuchten
  • Das Göttliche entsteht nicht durch große Taten – sondern durch die kleinen Handlungen, in denen Liebe zum Ausdruck kommt.

Zitat

„Wenn ihr meint, Gott eher in der Kirche zu finden als im Stall, liegt das an euch und nicht an Gott.“ Meister Eckart