Warum glückliche Menschen anders mit Pech umgehen
Hast du schon einmal erlebt, dass etwas, worüber du dich zunächst geärgert hast, sich später als Glücksfall herausgestellt hat?
Eine Absage. Ein Fehler. Eine unerwartete Wendung. In dem Moment erscheint vieles davon einfach nur ärgerlich oder schmerzhaft. Doch mit etwas Abstand erkennen wir oft: Genau dieses Ereignis hat uns auf einen neuen Weg geführt, uns etwas Wichtiges gelehrt oder sogar vor etwas bewahrt.
Interessanterweise sind es oft nicht die Dinge, die nach Plan laufen, die uns am stärksten prägen. Es sind die Umwege, Rückschläge und ungeplanten Wendungen, die uns wachsen lassen.
Der Sinn zeigt sich oft erst im Rückblick
Viele erfolgreiche Menschen haben eines gemeinsam: Sie haben sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen.
Steve Jobs brach sein Studium ab und belegte stattdessen Kurse, die ihn interessierten – unter anderem Kalligrafie. Jahre später half ihm genau dieses Wissen dabei, den Mac mit verschiedenen Schriftarten auszustatten – damals eine Revolution.
Seine Erkenntnis:
„Ihr könnt keinen Zusammenhang herstellen, indem ihr vorausschaut. Ihr könnt diesen nur herstellen, indem ihr zurückschaut.“
Auch Buddha wusste:
„Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.“
Wer hätte schon gerne Schwierigkeiten oder Krisen? Und doch sind es oft genau diese Erfahrungen, die uns wachsen lassen und unserem Leben eine neue Richtung geben.
Die Sichtweise macht den Unterschied
Psychologen sprechen von sogenannten „günstigen Erklärungsstilen“. Glückliche Menschen suchen die Ursache für Rückschläge nicht ausschließlich bei sich selbst. Sie sehen Herausforderungen als Teil des Lebens und vertrauen darauf, dass auch wieder bessere Zeiten kommen.
Gleichzeitig glauben sie an ihre Selbstwirksamkeit. Sie wissen: Nicht alles lässt sich kontrollieren. Aber sie können beeinflussen, wie sie damit umgehen.
Meine Erfahrung ist:
Wir können nicht immer beeinflussen, was uns passiert. Aber wir können entscheiden, wie wir darüber denken und wie wir damit umgehen.
Genau diese Haltung hilft uns, nach einer Enttäuschung wieder aufzustehen, statt aufzugeben.
Positiv denken oder schönreden?
Positiv denken bedeutet nicht, Probleme zu verdrängen oder alles schönzureden.
Es bedeutet, darauf zu vertrauen, dass jede Erfahrung eine Chance zum Lernen enthält. Dass ein Ende auch ein Anfang sein kann. Und dass das Leben manchmal einen besseren Plan für uns hat, als wir selbst.
Als ich vor vielen Jahren meinen Job verlor, konnte ich lange nicht erkennen, wofür das gut sein sollte. Heute weiß ich: Ohne dieses Ereignis hätte ich viele wunderbare Erfahrungen nie gemacht. Es hat mich aus meiner Komfortzone geholt und auf einen Weg geführt, den ich sonst vielleicht nie gegangen wäre.
Wird alles gut?
Vielleicht nicht sofort.
Aber oft erkennen wir erst später, warum etwas genauso geschehen musste.
Deshalb wünsche ich dir das Vertrauen, die Dinge anzunehmen, wie sie sind. Den Mut, auch nach Rückschlägen weiterzugehen. Und die Gelassenheit, darauf zu vertrauen, dass sich die Punkte irgendwann verbinden.
Namasté
Angela
6 Tipps für mehr Gelassenheit bei Rückschlägen
- Frage dich: Wird mich dieses Ereignis in 10 Jahren noch beschäftigen?
- Suche nach dem Geschenk oder der Botschaft, die darin verborgen sein könnte.
- Erinnere dich an drei Situationen, die sich erst im Nachhinein als Glücksfall erwiesen haben.
- Bei kleinen Ärgernissen: Lächle darüber und lass sie weiterziehen.
- Bei größeren Fehlern: Ziehe deine Erkenntnisse daraus, vergib dir selbst und mache weiter.
- Wenn das Leben gerade unfair erscheint: Erlaube dir, traurig oder wütend zu sein – aber richte deinen Blick danach wieder nach vorne.
Denn wer nie bereit ist zu scheitern, bleibt in seiner Komfortzone. Glücklich und erfolgreich sind oft die Menschen, die den Mut haben zu springen, auch wenn sie das Netz noch nicht sehen.


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Gert Altmann, Pixabay





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[…] an. Und mach dir bewusst, dass alles für irgendetwas gut war (siehe auch den Blogartikel „Pech gehabt – Glück gehabt“…). Lass in Vergebung […]
[…] Oft ist es gar nicht die Sache selbst, die uns umhaut, sondern unsere Denkweise darüber. Menschen, die auch in negativen Ereignissen einen Sinn sehen und ihren Optimismus nicht verlieren, leben zufriedener. Siehe auch den Blogartikel…PECH GEHABT? GLÜCK GEHABT! ES IST NICHT SO WIE ES AUSSIEHT… […]
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