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Verbundenheit

Verbundenheit als Glücks- und Resilienzfaktor

Hast du schon mal in einem Zug festgesessen der nicht weiterfuhr? Mir ist es vor einiger Zeit mal wieder passiert. Eine Stunde lang stand der ICE auf freier Strecke und bewegte sich nicht. So genervt die Menschen auch sind, beobachte ich in solchen Situationen immer wieder ein spannendes Phänomen: Die Menschen, die sich vorher jeder für sich mit Laptop oder Smart Phone und Kopfhörer eingeigelt hatten, beginnen sich zu verbinden. Der gemeinsame Feind „Bahn“ und die missliche Situation scheint uns in solchen Momenten zusammenzuschweißen. Man fängt an, sich zu unterhalten, sich gegenseitig etwas anzubieten und sich irgendwie zu solidarisieren.

Die Krisen dieser Welt – wir schaffen es nur gemeinsam

Ein ähnlicher Effekt zeigt sich auch jetzt bei den großen Krisen dieser Welt: wir verbinden uns dann, wenn die Gefahr so groß ist, dass es nicht mehr anders geht: Corona, Krieg und Klimakrise, die großen Herausforderungen dieser Zeit. Wenn wir auch nur irgendetwas Positives daraus ziehen können, dann wohl die Erkenntnis: Wir schaffen es nur gemeinsam! Das gibt mir immer wieder einen kleinen Funken Hoffnung und lässt mich darauf vertrauen, dass wir Menschen gemeinsam viel mehr erreichen können als mit Egoismus.

Die Klimakrise spitzt sich vor allem deshalb zu, weil die Länder sich seit Jahrzehnten nicht auf gemeinsame Ziele oder Vorgehensweisen einigen konnten. Die Coronakrise mit all den Einschränkungen, Lock-Downs und dem Verzicht auf die sonst so selbstverständlichen Vergnügungen des Lebens hat die viele Menschen noch einsamer gemacht als sie es eh schon waren (siehe Blogartikel „Einsamkeit“). Diejenigen hingegen, die sich mit anderen verbunden haben, kamen besser durch die Zeit.

Der Krieg zeigt uns jüngst nochmal mehr, wie wichtig es ist, gemeinsam zu handeln. Und es tut sich was: Die vielbeschworene „Spaltung der Gesellschaft“ durch Corona rückt in den Hintergrund. Hunderttausende von Menschen gehen derzeit gemeinsam auf die Straße, um für den Frieden zu demonstrieren. Die EU und die USA rücken zusammen, wie es vorher lange nicht mehr denkbar gewesen wäre. Dieser Krieg ist schrecklich, grausam, unmenschlich. Wenn wir auch nur irgendwas dagegen tun können, dann nur in Verbundenheit und nicht im Einzelkämpfertum. Dies ist die größte Chance, die wir haben, um einen größenwahnsinnigen und selbstverliebten Egomanen wie Putin aufzuhalten. Das ukrainische Volk macht uns auf beeindruckende Weise vor, dass Zusammenhalt und Verbundenheit stärker sein können als Panzer und Raketen.

Einsamkeit ist ungesund

Lange sind wir in dem Irrglauben erlegen, dass derjenige am erfolgreichsten ist, der sich am besten durchsetzen kann. Der am skrupellosesten seine Ziele verfolgt und nur um das eigene Wohl bemüht ist. „Ellbogenmentalität“ wurde als notwendig erachtet, um weiter zu kommen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Studie zeigt, dass die Menschen, die andere betrügen oder belügen, um sich selbst Vorteile zu verschaffen, eher das Gegenteil erreichen: sie werden isoliert, ausgeschlossen bei der Arbeit, haben mehr Stress und sind am Ende eher unglücklich (Metastudie von David Sloan Wilson über „machiavellistische Menschen“ – also solche, die nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und andere dafür klein machen).

Doch nicht nur selbstverliebte Egomanen haben ein Problem. Die Entwicklungen der neuen Zeit – Digitalisierung, Social Media, die Gentrifizierung in Großstädten und nicht zuletzt Corona – haben dazu geführt, dass Einsamkeit zu einem drängenden Problem unserer Zeit geworden ist. Laut Umfragen ist die Zahl der engen Freunde, die Menschen im Durchschnitt haben, seit 1985 von 3 auf 1 geschrumpft (siehe Buch „Die neue Einsamkeit“ von Diana Kinnert). Dreimal mehr Menschen als damals geben an, dass sie keinen Menschen haben, mit dem sie ernsthaft reden können. Einsamkeit ist Ursache für Stress, Krankheit, psychische Probleme und sogar den vorzeitigen Tod. Sie ist gesundheitlich genauso schädlich wie das Rauchen von 15 Zigaretten täglich. Die „Social Media“ haben mit „sozial“ genauso wenig zu tun wie Putin mit dem Begriff „Friedensmission“. Jeder stellt sich selbst dar, kaum einer fühlt sich hier wirklich verbunden. Hasskommentare, Fake News und destruktive Diskussionen über Corona haben den Trend  verschärft.

Evolution durch Kooperation

Umso wichtiger ist es derzeit, echte Verbundenheit wiederzufinden und zu leben. Wir müssen uns dafür nicht mal verbiegen. Das Bedürfnis nach Kooperation und Miteinander liegt in unserer Natur. Dies hat unsere Evolution geprägt und unser Überleben gesichert. Selbst unsere Körperzellen arbeiten auf geniale Weise und so perfekt aufeinander abgestimmt zusammen, wie wir selbst es logistisch niemals hinkriegen würden. In der Natur und der Tierwelt ist das Zusammenspiel von Systemen und Populationen wichtiger Bestandteil, zum Beispiel bei den Bienen und Ameisen. Auch Schimpansen zeigen Kooperationsbereitschaft und suchen gegenseitige Nähe – sogar dann, wenn es vorher Auseinandersetzungen gab. Immer mehr Erkenntnisse zeigen: In der Evolution hat nicht der Stärkste überlebt, sondern die Spezies, die am besten kooperieren kann.

Verbundenheit ist nicht nur die Voraussetzung für das Überleben der Menschheit, sondern auch für persönliches Glück. Die „Grant Study“ – eine Harvard Glücksstudie über einen lebenslangen Zeitraum  – zeigt: Menschen, die glückliche Beziehungen haben, leben länger, zufriedener und sind im Alter gesünder. Viele weitere Studien bestätigen: Menschen mit erfüllten Beziehungen – unabhängig ob mit Freunden oder Liebespartnern – sind glücklicher und gesünder. Sie haben ein besseres Immunsystem und verfügen über bessere psychische Widerstandskraft, also „Resilienz“. Kinder aus schwierigen Familien, die eine wichtige Bezugsperson hatten, waren im späteren Leben psychisch stabiler als andere, die sich allein gelassen fühlten. Nicht nur das: die Aktivität „Zeit mit Freunden verbringen“ oder „gute Gespräche führen“ verschafft uns einen Riesenschwall an positiven Gefühlen, stressmindernden Effekten und aktiviert die Belohnungszentren im Gehirn.

Verbundenheit leben – 5 Anregungen

Es spricht also vieles dafür, Verbundenheit zu suchen und zu leben. Doch wie können wir selbst dazu beitragen, dass Menschen sich wieder mehr verbinden, zugehörig fühlen und gemeinsam an einem Strang ziehen, um diesen Planeten als einen lebenswerten Ort zu erhalten? Ich bin der Meinung: beginne bei dir selbst! Wenn du mit dir selbst verbunden bist, kannst du auch Verbundenheit mit anderen Menschen fühlen. Du kannst vergeben und andere Menschen unterstützen, ohne dich selbst aufzugeben. So können Netzwerke entstehen, die von Liebe, Fürsorge und Miteinander geprägt sind. Je mehr wir diese Verbundenheit mit uns selbst und im eigenen Umfeld leben, umso weniger haben Kriege im Außen eine Chance. Hier ein paar Anregungen dazu.

1. Mit sich selbst im Reinen sein

Wir können nicht über den Krieg jammern, wenn wir gegen uns selbst Krieg führen, uns ständig selbst rügen oder gar beschimpfen. Sei nachsichtig mit dir selbst und behandle dich gut. Schließlich bist du der Mensch, mit dem du die meiste Zeit im Leben verbringst. Verdränge nicht deine Schattenseiten, sondern schaue liebevoll hin und erkenne sie an. Dann darfst du sie in den Urlaub schicken und deine Stärken feiern.

2. Mit anderen im Reinen sein

Übe Vergebung – nicht anderen zuliebe, sondern für dich selbst. Dann wirst du frei von Groll und offen für neue, nährende Menschen und Beziehungen sein.

3. Für andere da sein

Einer der größten Glücksfaktoren ist es, anderen zu helfen. Eine sehr effektive Übung ist es, jeden Tag 3 kleine „Gesten der Freundlichkeit“ auszuüben und dies abends aufzuschreiben. Das können unterschiedliche Dinge bei unterschiedlichen Menschen sein – einem Freund ein Kompliment machen, einem Kollegen etwas aus der Kantine mitbringen, mit einem Obdachlosen ein Gespräch führen – die Möglichkeiten sind unendlich. Diese Übung ist ein wahrer Glücksbooster.

4. Die Familie wertschätzen

So sehr Familien auch Verletzungs- und Konfliktpotenzial bieten – Freunde können wir loslassen, die Familie bleibt Familie. So lohnt es sich, mit Eltern und Geschwistern ins Reine zu kommen und Vergebung zu üben – jeder hat es so gut gemacht wie er / sie konnte. Wenn du selbst eine Familie hast, dann mach dir bewusst: Frieden beginnt auch hier im Kleinen. Es geht nicht darum, keine Konflikte zu haben, sondern diese mit Liebe und Wertschätzung lösen zu können.

5. Gemeinschaft suchen, in der man sich gegenseitig unterstützt

Studien in verschiedenen Gemeinschaften – z.B. in der Nachbarschaft – zeigen, dass die Gemeinschaften, in denen man sich gegenseitig besonders unterstützt, erstaunliche Wirkungen auf die Menschen haben:

  • die Kinder sind gesünder und haben bessere Hoschulabschlüsse
  • die Älteren haben eine höhere Lebenserwartung
  • insgesamt gibt es weniger soziale Schwierigkeiten wie z.B. Prügeleien

Vielleicht hast du ja bereits eine solche Gemeinschaft. Oder magst dich nach einer umschauen. Dies kann ein Verein sein, eine Gemeinde, eine Nordic Walking Gruppe oder ein Chor. Großes Potenzial liegt auch in der „Lachyoga Community“ bzw. den Lachclubs. Hier verbinden sich Menschen im Lachen, sowohl live als auch online. Unabhängig von Alter, Nationalität, Herkunft oder politischer Richtung wird hier jeder akzeptiert. Es geht um Toleranz, Frieden, Gesundheit und Glücksmomente. Hier entstehen Freundschaften, gemeinsame Unternehmungen und gegenseitige Unterstützung. Menschen verbinden sich, werden kreativ, mutig und blühen auf. Probiere es mal aus! Hier findest du Angebote live in Köln oder in Berlin oder deutschlandweit. Und hier online per Zoom.

Wir müssen nicht warten, bis der Zug stehen bleibt, das Klima kollabiert oder die Wirtschaftskrise kommt. Verbinde dich jetzt mit liebevollen und gleichgesinnten Menschen, unterstützt euch gegenseitig mit Trost und Hoffnung und habt gemeinsam Spaß! So tust du etwas für deine Resilienz und für die Aktivierung von Glücksgefühlen.

Ich wünsche mir von Herzen, dass die Menschen, die JETZT zusammenhalten und für Miteinander und Verbundenheit stehen, auf diesem Planeten überleben werden. So wie es die bisherige Evolution auch gezeigt hat.

Namasté Angela

P.S: Du hast Sehnsucht nach Verbundenheit an einem schönen Ort, guten Gesprächen und netten Menschen? Dann sind vielleicht die Happiness Yoga Ferien interessant für dich. In St. Peter Ording oder auf Zypern.

Stress durch Corona? Wie wir mental überleben in verrückten Zeiten

Das waren noch Zeiten…

… man ist fast versucht, ein wenig sehnsuchtsvoll zurückzublicken auf den ersten Corona Lockdown damals im März letzten Jahres. Ja, wir mussten auf vieles verzichten, uns zusammenreißen, zu Hause bleiben und uns auch noch um das Home Schooling kümmern. Doch wir haben alle zusammen gehalten, der Staat hat großzügig jeden Betroffenen unterstützt, es gab überall Solidarität, und wenn wir ehrlich sind, dann dachten wir doch alle, dass der ganze Spuk nach spätestens einem halben Jahr wieder vorbei ist, oder?

Von dieser fast abenteuerlichen Aufbruchstimmung ist mittlerweile nicht mehr viel übrig. Für Gastwirte und Geschäfte lohnt es sich kaum zu öffnen, da aus Angst oder Vorsicht eh viel weniger Gäste kommen. Auch Event- und Seminaranbieter haben das Nachsehen. Sie dürfen zwar öffnen – zumindest ab und zu – aber es bringt ihnen nicht viel. Die Soforthilfen müssen zurück gezahlt werden und jeder kann mittlerweile sehen, wo er bleibt.

Die Spaltung der Gesellschaft nimmt immer verrücktere Ausmaße an: auf Facebook und co. sortieren viele fleißig Freunde aus, je nachdem ob sie auch geimpft oder auch ungeimpft sind. Von dem, was wir im Moment am meisten bräuchten, um unser Immunsystem stark zu halten, haben wir am allerwenigsten: Sozialen Zusammenhalt und ein Gefühl von Grundsicherheit und Geborgenheit. Dieser Dauerstress macht uns am Ende womöglich kränker als Beta, Gamma, Delta und Omikron zusammen. Während die Politik sich vor allem darauf konzentriert, wie wir das medizinisch gewuppt kriegen, wird die Frage, was all dieser Stress mental mit uns macht, nur am Rande behandelt. Dabei sollten wir dieses Thema schon rein aus gesundheitlichen Gründen nicht ausblenden.

Der Corona Stresskreislauf

Hirnforscher Manfred Spitzer beschreibt in seinem Buch „Pandemie“ den Teufelskreis, in dem wir stecken: „Menschen sterben schneller an einer Infektion, wenn sie unter Bedingungen leben, die chronischen Stress und andere psychologische Ursachen begünstigen, die eine Infektion wahrscheinlicher machen.“ Mit anderen Worten: die jetzige Situation macht uns mürbe, stresst uns und macht uns nochmal anfälliger für Infektionen.

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK (siehe TK-Gesundheitsreport 2021) ist die gefühlte Belastung durch Corona nach einem Jahr nochmal um 20% gestiegen. Während sich im März 2020 noch 35 Prozent der Befragten stark oder sehr stark von der Corona-Situation belastet fühlten, waren es diesen März 2021 bereits 42 Prozent. Als besonders belastend empfinden die befragten Menschen die fehlenden Treffen mit Freunden und Verwandten (89%), Angst, dass Angehörige oder Freunde an Covid erkranken (60%), die Schließung von Kitas und Schulen (59%) sowie den gestiegenen Stress am Arbeitsplatz (49%). Noch belastender ist die Situation für Menschen im Home Office, die Kinder haben. Hier geben 54% an, sich stark oder sehr stark durch die Situation belastet zu fühlen. Der allgemeine Krankenstand ist zwar laut Studie nicht gestiegen, allerdings sind psychische Erkrankungen mit 19,8 die Hauptursache für Krankschreibungen. Das kostet sowohl die Unternehmen als auch die Gesellschaft viel Geld und Kraft.

Auch eine Langzeitstudie der TU Chemnitz bestätigt: Die Batterien sind bei vielen Menschen leer. Die Möglichkeiten, die uns helfen, die Ressourcen wieder aufzuladen, fehlen oder sind begrenzt. Die ständigen Einschränkungen, Lockdowns, Absagen von Events, Schließungen von Freizeit- und Wellnesseinrichtungen und letztlich die Reduzierung der sozialen Kontakte zwingen uns, auf das zu verzichten, was uns sonst entspannen und wieder aufladen würde.

Was ist die Wahrheit?

Keiner von uns kann in die Zukunft blicken und sagen, was falsch oder richtig ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder aus seiner Perspektive heraus sein Bestes tut. Die Impfungen mögen helfen, die medizinischen Gefahren und Folgen einzudämmen. Doch mit den psychologischen Folgen von alldem werden wir genauso zu tun haben. Klar, wir können jetzt Schuldige suchen, anklagen, Fehler anprangern, und wir werden jede Menge Anlässe dafür finden – auf allen Seiten. Doch sollten wir vielleicht lieber die Situation anschauen und konstruktiv überlegen, wie wir gemeinsam und gut weiterhin da durchgehen können. Das, was gerade ist, lässt sich nur zum kleinen Teil ändern. Alles was wir tun sind Tropfen auf den heißen Stein.

Und dennoch ist es wichtig, dass wir immer wieder Wege suchen, um die eigene Resilienz zu stärken (siehe Blogartikel zum Thema „Resilienz„), die Batterien wieder aufzuladen, uns neu auszurichten und dabei die Lebensfreude und den Humor nicht zu verlieren. Wenn wir konstruktiv, optimistisch und innerlich stabil bleiben, dann tun wir nicht nur uns selbst einen Gefallen, sondern auch den Menschen in unserem Umfeld. Wie wäre es, wenn wir die Zeit und Energie, die wir verwenden, um unsere Meinung zu vertreten oder in Social Media herum zu diskutieren, anders nutzen? Zum Beispiel, um die Zuversicht zu stärken oder uns in Toleranz zu üben? Ich bin mir sicher, dass das einen Unterschied machen würde!

Und übrigens: sich ärgern schwächt das Immunsystem immens, Lachen stärkt das Immunsystem!

Mental überleben in verrückten Zeiten – vier Strategien

Hier findest du weitere Anregungen, die dir helfen können, gut, gesund, gestärkt und zuversichtlich durch die Zeit zu kommen.

  1. Den Fokus verändern

Die Meinungen in unserer Gesellschaft sind unterschiedlich und driften scheinbar immer weiter auseinander. Dennoch gibt es nie die eine Wahrheit, sondern sie hat immer verschiedene Perspektiven und für jeden andere Auswirkungen. Einzelbeispiele finden sich für jede Seite. Schwarz-Weiß-Denken bringt uns nicht mehr weiter, da die Welt nun mal komplex ist. Vielleicht vergessen wir so manches Mal, dass sowohl Wissenschaftler genauso wie Politiker, aber eben auch weise, spirituelle Gurus und Geistheiler sich manchmal eben einfach irren können!

Wäre es nicht sehr viel konstruktiver, wenn wir es endlich bleiben lassen, DIE eine Wahrheit zu finden und zu verstehen? Wenn wir selbstbestimmt handeln statt uns weiterhin ausgeliefert zu fühlen? Den Fokus verändern, trübe Gedanken loslassen? Folgende Maßnahmen können helfen:

  • den Konsum von (schlechten) Nachrichten reduzieren,
  • Dankbarkeit kultivieren (siehe das YouTube-Video dazu)
  • Dinge tun, die dir gute Laune machen
  • den Optimismus stärken
  • dir jeden Tag etwas Schönes vornehmen (siehe Blogartikel „Die 8 Gebote des Genießens“)
  • mit Hilfe von Lachyoga den Fokus Schritt für Schritt verändern
  • die Dinge nicht so ernst nehmen und humorvoll betrachten
  1. Ressourcen aufladen

Die Coronasituation macht immer deutlicher: Wir können nicht warten, bis die Krise vorüber ist. Vielmehr geht es darum, Resilienz zu entwickeln und die Fähigkeit zu stärken, in dieser Dauerstress-Situationen gelassener zu reagieren. Psychologen bezeichnen dies als „regeneratives Stressmanagement“. Hier hilft zum Beispiel:

  • regelmäßige Bewegung
  • in der Natur sein
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Körperreisen (auf Soundcloud findest du geführte Entspannungsmeditationen mit mir…)
  • Humor und Lachen
  1. Den Geist füttern

Kennst du das auch? Du hast wahllos im TV gezappt oder warst eine Stunde auf Social Media unterwegs und hast hinterher das Gefühl, einfach nur sinnlos Zeit vergeudet zu haben? Klar ist es auch mal wichtig und gut, sich ohne irgendeinen Sinn „berieseln“ zu lassen. Aber auf Dauer stärkt es unsere innere Kraft und die Resilienz mehr, wenn wir Neues lernen, uns inspirieren lassen oder uns mit den tieferen Fragen des Lebens beschäftigen. Zum Beispiel:

  • In einem (online) Kurs etwas Neues lernen – eine Sprache, eine Technik, eine Methode
  • Dich fragen, was deine persönliche Aufgabe hier auf dem Planeten ist und was dein Beitrag für diese Welt sein könnte (in diesem Kurs findest du Inspirationen dazu)
  • Inspirierende Bücher lesen
  • Dich mit anderen über diese Themen austauschen
  1. Verbundenheit leben

Fehlende soziale Kontakte sind nicht nur der Hauptgrund für die psychischen Belastungen durch Corona, sondern tragen laut Glücksforschung auch dazu bei, dass Menschen im Alter krank (z.B. dement) werden und früher sterben. Es ist nicht nur für die Seele gut, sozial eingebunden zu sein, sondern auch ganz konkret für die körperliche Gesundheit – und somit für das Immunsystem. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, z.B.

  • Alte Freund:innen kontaktieren
  • Kurse belegen, in denen der Austausch über tiefe Themen Bestandteil ist
  • Dich lachend mit anderen Menschen verbinden
  • Mit einer Freundin / Freund spazieren gehen
  • Anderen Menschen helfen – laut Glücksforschung ist Engagement für andere einer der wichtigsten Glücksfaktoren – vielmehr als z.B. Wohlstand und Status (siehe Blogartikel zu „Engagement macht glücklich“)

Ich wünsche dir von Herzen, dass du weiterhin gut, entspannt und fröhlich durch diese verrückten Zeiten kommst!

Alles Liebe

Angela

 

P.S: du findest diese Anregungen hilfreich, weißt aber nicht so recht, wo du anfangen sollst? Dann komm in das SMILE-Programm und lass dich begleiten…

Selfcare: Fünf Tipps, um deine Energie zu erhöhen

Wir leben in einer Zeit, in der die Welt im Aufruhr scheint. Pandemie, Flutkatastrophen, nichts ist mehr planbar. Hinzu kommt der vermeintlich harmlose, aber nicht zu unterschätzende Alltagsstress: Beruf, Familie, Home Office, Home Schooling, Schließungen, Aufhebungen, ständige Änderungen der Situation und all die psychischen Belastungen, die damit einhergehen. Die Pandemie, von der wir dachten, sie sei in wenigen Monaten vorüber, zieht sich seit fast 2 Jahren dahin. Da kann so ziemlich jeder und jedem irgendwann mal die Puste ausgehen.

Was bedeutet überhaupt „Energie erhöhen“?

Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, in guter Energie zu bleiben und dafür zu sorgen, dass wir genügend Kraft haben, um all das zu meistern. Doch was genau bedeutet das, „Energie erhöhen“? Sich noch mehr vornehmen, um noch mehr zu schaffen? Alles daran setzen, um noch leistungsfähiger zu werden und noch besser zu funktionieren? Das kann nicht der Weg sein. Viele Menschen „halten durch“ bis zum Wochenende oder bis zum nächsten Urlaub. Dann werden sie krank. Meist auch deshalb, weil der Körper sein Tribut an Entspannung regelrecht einfordert. Kein Mensch kann dauerhaft wie ein Duracell-Häschen immer nur auf Hochtouren laufen. Wenn keine Erholungsphasen eingelegt werden, endet das im Burnout, das weiß man aus der Stressforschung.

Den Begriff „Energie“ kennen wir auch als Begriff für Antriebskraft, die wiederum durch Einsatz bestimmter Ressourcen erzeugt wird und etwas in Bewegung bringt. Wenn diese Energie verbraucht ist, dann gilt es, die Ressourcen einzusetzen, um nachladen zu können. Ein Elektroauto muss nach ein paar Hundert Kilometern an eine Steckdose. Dort gibt es Energie, die bestenfalls aus Wind oder Sonne erzeugt wurde. Ohne den Strom bzw. die Energie nützt uns das schönste Elektroauto nichts.

Warum wir zu wenig für uns selbst sorgen

Während das Auto regelmäßig brav getankt und geladen wird, vernachlässigen wir dies bei uns selbst und bei unserem Körper allzu oft. Obwohl dies nicht mal so zeitaufwändig ist wie bei einem Elektroauto, sondern es meist schon ausreicht, sich wenige Minuten am Tag Zeit für sich selbst zu nehmen. Stress lässt sich nicht reduzieren, indem wir nur auf der Couch hocken. Aber auch nicht, indem wir ihn ignorieren und immer weitermachen. Wenn wir hingegen die richtige Balance aus Aktivität und Entspannung finden, dann vermeiden wir, dass uns am Ende komplett die Puste ausgeht.

Kennst du es auch: du findest keine Zeit für 10 Minuten Meditation am Morgen, aber ertappst dich dabei, wie du dich im Instagram-Feed verlierst? Du findest keine Zeit, raus in die Natur zu gehen und bleibst bis spät nachts bei irgendeiner Netflix-Serie hängen? Mir kommt das jedenfalls ziemlich bekannt vor. Viel zu oft vergessen wir, für uns selbst zu sorgen und uns diese Zeit zu nehmen – und empfinden das Leben nur noch als eine Reihe von Verpflichtungen und Erledigungen.

Erhöhe deine Energie – für dich selbst und für andere

Wenn wir als Mensch unsere Energie erhöhen wollen, dann geht es nicht allein darum, mehr Energie oder Antrieb zu haben. Sondern es geht darum, auf eine „höhere Schwingungsebene“ zu kommen. Also nicht nur mehr Kraft zu haben, sondern Spaß an der Sache zu haben und in Leichtigkeit, Vertrauen und Gelassenheit durch den Alltag zu gehen. Wenn wir unsere Energie im positiven Sinne erhöhen, dann lassen wir uns vom Alltagsstress nicht mehr so leicht runterziehen. Dann sind wir mutig genug, auch mal nein zu sagen und für uns selbst zu sorgen. Dann sind wir nachsichtiger mit uns selbst und anderen und wissen genau, wann der Körper und der Geist mal eine Auszeit braucht. Dann haben wir erkannt, wie wichtig es ist, sich die erforderliche „Me-Time“ zu nehmen statt durchzuballern. Und wir kennen unsere eigenen Ressourcen, die dafür sorgen, dass wir in einer guten Balance bleiben und uns nicht selbst überfordern. Wir fühlen eine innere Kraft, aber auch Gelassenheit, um alles zu meistern.

Menschen, die in höherer Energie unterwegs sind, sind meist diejenigen, die „Leuchttürme“ in der Gesellschaft sind, die anpacken und die Herausforderungen dieser Zeit angehen. Wenn du also dafür sorgst, deine Energie zu erhöhen und hoch zu halten, dann tust du nicht nur dir selbst einen Gefallen, sondern auch deinen Mitmenschen. Wie das gehen kann? Ich habe hier fünf Tipps für dich zusammengestellt.

Energy Uplift: Fünf Tipps für mehr Energie

 

1. Perspektivenwechsel

Manchmal lassen sich die äußeren Umstände nicht ändern – wie jetzt in der Pandemie oder auch in anderen Lebenskrisen. Doch wir können immer noch unsere innere Einstellung dazu verändern. Indem wir zum Beispiel das Geschenk in der Krise sehen, die Themen anschauen, die dahinter stehen oder einfach den Fokus auf das richten, was uns glücklich macht statt über das zu grübeln, was nicht gut läuft. Aus der Mindset-Forschung (siehe Blogartikel zu „Selbstwirksamkeit“…) weiß man, dass die Art, WIE wir die Dinge sehen, auch einen großen Einfluss darauf hat wie wir Dinge erleben.

Wie kannst du die Sicht auf die Dinge verändern? Indem du z.B. Dankbarkeit traininerst (siehe Blog zu Dankbarkeit…) oder Glücksmomente sammelst. Auch hilft es, die Dinge aus der Perspektive von jemand anders zu sehen oder dein „zukünftiges Ich“ zu befragen. Und dir immer wieder deiner eigenen Ressourcen bewusst zu werden und diese zu aktivieren.

2. Achtsamkeit

Um die Energie zu erhöhen, ist es auch wichtig, erstmal die Energie runterzufahren und bewusst wahrzunehmen, auf welchem Energielevel du dich gerade in diesem Moment befindest. Allein die bewusste Wahrnehmung darüber verändert schon dein Energielevel. Dabei helfen Achtsamkeitsübungen, die du gut und einfach in den Alltag einbauen kannst. Zum Beispiel den Atem beobachten, oder alltägliche Dinge wie gehen, essen, aufräumen bewusst langsam ausführen und mit der Aufmerksamkeit genau bei der Sache zu sein, die du gerade tust. Auch wenn es die Buchhaltung oder das Sortieren von Unterlagen ist. Der Atem ist dafür immer wieder ein guter Begleiter (siehe Blogartikel „Atem – das unterschätzte Wunderwerkzeug“…)

 

3. Bewegung

Egal ob du Laufen gehst, regelmäßig schwimmst oder Yoga machst: Bewegung ist auch deshalb ein Energy Booster, weil sie uns sehr schnell aus dem Kopf und aus dem Grübeln rausbringt und hinein in die Körperwahrnehmung. Gerade wenn wir uns vorher ordentlich mit Bewegung auspowern, können wir hinterher die Batterien umso besser wieder aufladen. Es ist, wie wenn wir ein Glas spülen, in dem sich noch abgestandenes Wasser befindet. Wir müssen erst das alte Wasser auskippen, um das Glas spülen und es mit neuem, frischen Wasser füllen zu können.

Bewegung tut somit nicht nur dem Körper gut, sondern auch dem Geist. Durch bestimmte Körperhaltungen, Yoga oder Lachyoga kannst du deine Stimmung ins Positive beeinflussen und dich sofort in eine bessere Energie bringen. Zum Beispiel mit der Lachyoga-Übung „Power Poses.“

 

4. Lächeln

Ein weiterer Booster für bessere Stimmung und Ausrichtung auf die schönen Dinge im Leben ist Lächeln. Studien aus dem Body Feedback zeigen, dass allein das Hochziehen der Mundwinkel zu einer Lächelbewegung schon unsere Stimmung ins Positive beeinflusst.

Eine Minute Lächeln morgens vor dem Spiegel lässt uns ganz anders in den Tag hineingehen. Du möchtest es ausprobieren? Dann hol dir hier die kostenlose Meditation für Lächeln und positive Energie…

 

5. Lachen

Beim Lachen werden Glückshormone ausgeschüttet, der Stress wird gesenkt, das Immunsystem gestärkt (Fakten zum Lachen, siehe auch…). Nur wenige Minuten herzhaftes Lachen sorgen dafür, dass wir in eine ganz andere Energie kommen und uns wie euphorisiert fühlen. Das Schöne beim Lachen: Wir trainieren einerseits den Körper (Zwerchfell, Bauchmuskulatur), schwingen uns aber auch mental auf eine bessere Energie ein. Menschen, die regelmäßig lachen, werden gelassener und nehmen auch stressigen Alltagskleinkram nicht so ernst (was uns wiederum hilft, die innere Einstellung zu verändern). Du hast keinen Anlass zum Lachen? Dann probier es mal mit Lachyoga! Hier findest du Angebote und Möglichkeiten dazu…

 

Diese 5 Tipps sind nur eine kleine Auswahl an Strategien, mit denen wir in höhere, bessere und positivere Energie hineinkommen können. Nicht für jeden passt die gleiche Methode, sondern es ist wichtig herauszufinden, was für dich passt. Auch geht es nicht darum, alles gleichzeitig zu machen oder viel Zeit zu investieren, sondern für dich selbst eine Möglichkeit zu finden, mit der du effektiv und mit wenig Zeitaufwand deine Energie erhöhen kannst.

Du möchtest dabei Begleitung? Dann komm in das SMILE-Programm und mache jetzt den Happiness Check…

Angela Mecking

Zeit zum Energie aufladen – die acht Gebote des Genießens

Keine Zeit?

Gibt es bei dir auch so Momente im Leben, in denen du nur noch funktionierst und versuchst, alles erledigt zu kriegen? Und du trotzdem abends das Gefühl hast, nichts geschafft zu haben? Ich muss gestehen, ich ertappe mich regelmäßig dabei. Ich versuche dann, meine Tage wieder bewusster zu planen und mir weniger vorzunehmen. Das klappt mal gut, mal nicht so gut.

In meinem Umfeld bekomme ich mit, dass es vielen so geht: vor lauter Stress kommen wir nicht mehr dazu, die Dinge zu tun, die uns mit neuer Energie aufladen, die uns entspannen und gut tun. Wenn wir jedoch anfangen, auf Sport, Yoga, Meditation oder Ruhephasen zu verzichten, dann haben wir im ersten Moment vielleicht etwas Zeit gespart. Doch was haben wir von dieser gewonnenen Zeit, wenn uns irgendwann die Puste ausgeht? Wir immer öfters schlapp, müde oder unkonzentriert sind? All die Aufgaben, die sich türmen – beruflich wie privat – sind damit weder schneller noch besser erledigt. Und Spaß macht es schon gar nicht mehr.

Schärfe deine Axt

Wenn ich mich dabei erwische, mal wieder lustlos im Internet zu surfen und nichts auf die Reihe zu kriegen, dann weiß ich: Es ist mal wieder Zeit, meine Axt zu schärfen. Dieses Bild finde ich sehr passend – es basiert auf der „Geschichte vom Holzfäller“, in der genau dieses Paradox beschrieben wird: Es geht dabei um einen ehrgeizigen Holzfäller, der sich wahnsinnig anstrengt, um möglichst viele Bäume zu fällen und jeden Tag noch mehr Arbeit zu schaffen (gesamte Geschichte, siehe unten). Es klappt aber nur dürftig, so sehr er sich auch anstrengt. Als ihn der Vorarbeiter nach ein paar Tagen fragt, ob er denn schon seine Axt geschärft habe, entgegnet der Holzfäller: „Nein, dazu hatte ich keine Zeit“.

Wofür nimmst du dir keine Zeit – obwohl du vielleicht weißt, dass es dir gut tun und dir Energie geben würde? Wo kommt bei dir die Erholung, wo das Genießen zu kurz? Mit anderen Worten: Wo und wie kannst du deine Axt wieder schärfen?

Warum sind Pausen so wichtig?

Im Leistungssport hat man längst erkannt, dass die Regenerationszeiten genauso wichtig sind wie die Trainingszeiten selbst. Wer für einen Marathon trainiert, sollte nicht kurz vorher jeden Tag die Strecke laufen, sondern Zeit für den Energieaufbau einplanen.

Auch im Arbeitsalltag weiß man längst, dass Pausen die Leistung erhöhen. Gerade mehrere Pausen über den Tag verteilt wirken sich positiv auf die Wachheit und Konzentrationsfähigkeit aus. Dabei ist es jedoch wichtig, diese Pausen bewusst zu genießen. Also lieber einen „Power Nap“, einen Spaziergang oder eine kleine Entspannungseinheit einlegen statt mit dem Pausenbrot am Monitor zu hängen und wahllos im Internet zu surfen.

Kreativitätsforscher (z.B. Ernst Pöppel, Münchner Institut für Medizinische Psychologie) halten Momente der „geistigen Ruhe“ für die wichtigsten Phasen, in denen Kreativität überhaupt entstehen kann. Nicht ohne Grund kommen gute Ideen uns eher in der Badewanne als im Konferenzraum (siehe auch Blogartikel „Flow“).

In der Hirnforschung hat man festgestellt, dass im Leerlauf-Modus – also wenn das Gehirn gerade keine bestimmte Aufgabe zu erledigen hat – nochmal ganz andere Hirnregionen aktiv sind als im Arbeitszustand. Man geht davon aus, dass in solchen Momenten alles Gelernte nochmal sortiert und verarbeitet wird – genauso wie es ja auch im Schlaf geschieht.

Glücksmomente und Genuss

Wann immer du also denkst, keine Zeit für Erholung, Sport oder Meditation zu haben, halte kurz inne  und erinnere dich daran, dass eine Pause deine Produktivität und Kreativität sogar erhöht. Mit dem Wissen fällt es dann schon viel leichter, Entspannung oder „kreativen Leerlauf“ zuzulassen – zumindest mir.

Dazu gehört auch, bewusster die kleinen und schönen Dinge im Leben – die „Glücksmomente“ (siehe Blogartikel dazu…) – zu genießen, statt genervt durch den Alltag zu hetzen. Hierbei helfen Dankbarkeit, Wertschätzung, Achtsamkeit, und – Lachen!

Es gibt sogar eine Therapieform, die auf „Genusstraining“ ausgerichtet ist: „Euthyme Therapie.“ Darunter versteht man alles, was uns und unserer Seele gut tut. Es geht dabei um die Förderung von Freude, Ausgeglichenheit, Wohlbefinden und Genuss – also letztlich um die Stärkung von Ressourcen. Auch das Erleben über unsere fünf Sinne – Schmecken, Riechen, Tasten, Sehen und Hören – ist dabei wichtig. Basierend auf den Erkenntnissen jahrelanger Arbeit mit dieser Therapieform haben Rainer Lutz und Eva Koppenhöfer die „Acht Gebote des Genießens“ entwickelt. Vielleicht inspirieren sie auch dich, dir bewusst Gutes zu tun und deine Energien regelmäßig wieder aufzuladen.

Acht Gebote des Genießens

1. Gönne dir Genuss

Viele Menschen erlauben es sich nicht, einfach etwas zu genießen. Sie haben dabei Schuldgefühle („ich müsste ja eigentlich noch“, „die Arbeit türmt sich“) oder ein schlechtes Gewissen. Doch der Spruch „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ hat uns lang genug das Leben schwer gemacht. Warte nicht, bis alles erledigt ist, sondern genieße jetzt!

2. Nimm dir Zeit zum Genießen

Lass die Gedanken los, was noch alles zu erledigen ist – jeder kleinste Augenblick ohne Zeitdruck ist Gold wert.

3. Genieße bewusst

Richte deine Aufmerksamkeit auf das, was du JETZT – in diesem Augenblick – tust und sei achtsam und voll dabei. Tu nur eine Sache zur Zeit statt viele Dinge gleichzeitig.

4. Schule deine Sinne für Genuss

Fühle, schmecke, höre, rieche – je bewusster du dein Umfeld in solchen „Genussmomenten“ wahrnimmst, umso mehr setzt du Anker für gute Gefühle und Erfahrungen.

5. Genieße auf deine eigene Art

Die einen lieben Bergsteigen – die anderen können am Meer abschalten. Finde heraus, was dir gut tut und suche Gelegenheit dafür.

6. Genieße lieber wenig, aber richtig

Immer mehr Konsum führt nicht dazu, dass wir mehr genießen, sondern kehrt sich irgendwann ins Gegenteil um. Ein Glas Wein lässt sich gut genießen, die ganze Flasche bringt nen dicken Kopf. „Qualität statt Quantität“ ist hier wohl eher das passende Motto.

7. Planen schafft Vorfreude

Überlasse die Glücksmomente nicht (nur) dem Zufall, sondern plane Momente des Genießens in deinen Kalender ein. Verabrede dich mit dir selbst, um ein Buch zu lesen, einen Ausflug zu machen oder in die Sauna zu gehen. Hinzu kommt hier der Effekt, dass allein die Vorfreude auf etwas schon bewirkt, dass unser Körper Glückshormone ausschüttet.

8. Genieße die kleinen Dinge des Alltags

Warte nicht auf den nächsten Urlaub oder gar die Rente, um das Leben zu genießen. Nutze jede Gelegenheit, um zu lachen, dir etwas Gutes zu tun, dich an kleinen Glücksmomenten zu freuen. Dadurch wirst du dein Umfeld positiver erleben und wahrnehmen – und somit auch selbst eine positivere Lebenseinstellung und Ausstrahlung bekommen.

Klar, all das ist leichter gesagt als getan. Aber es gibt viele Möglichkeiten, dies umzusetzen und bewusst die kleinen Glücksmomente zu genießen. Zum Beispiel mit Yoga, Lachyoga, einem Glückstagebuch oder der gegenseitigen Unterstützung mit Gleichgesinnten.

Ich wünsche dir Gelassenheit, Genießen und unbändigen Spaß bei allem, was du tust!

Namasté Angela

 

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Buchtipps

Das Leben ist keine To-Do-Liste von Shirley Seul

Eva Koppenhöfer: Kleine Schule des Geniessens

Jorge Bucay „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“

Die Geschichte vom Holzfäller

Es war einmal ein Holzfäller, der bei einer Holzgesellschaft um Arbeit vorsprach. Das Gehalt war in Ordnung, die Arbeitsbedingungen verlockend, also wollte der Holzfäller einen guten Eindruck hinterlassen. Am ersten Tag meldete er sich beim Vorarbeiter, der ihm eine Axt gab und ihm einen bestimmten Bereich im Wald zuwies. Begeistert machte sich der Holzfäller an die Arbeit. An einem einzigen Tag fällte er achtzehn Bäume. »Herzlichen Glückwunsch«, sagte der Vorarbeiter. »Weiter so.« Angestachelt von den Worten des Vorarbeiters, beschloss der Holzfäller, am nächsten Tag das Ergebnis seiner Arbeit noch zu übertreffen. Also legte er sich in dieser Nacht früh ins Bett.

Am nächsten Morgen stand er vor allen anderen auf und ging in den Wald. Trotz aller Anstrengung gelang es ihm aber nicht, mehr als fünfzehn Bäume zu fällen. »Ich muss müde sein«, dachte er. Und beschloss, an diesem Tag gleich nach Sonnenuntergang schlafen zu gehen. Im Morgengrauen erwachte er mit dem festen Entschluss, heute seine Marke von achtzehn Bäumen zu übertreffen. Er schaffte noch nicht einmal die Hälfte.

Am nächsten Tag waren es nur sieben Bäume, und am übernächsten fünf, seinen letzten Tag verbrachte er fast vollständig damit, einen zweiten Baum zu fällen. In Sorge darüber, was wohl der Vorarbeiter dazu sagen würde, trat der Holzfäller vor ihn hin, erzählte, was passiert war, und schwor Stein und Bein, dass er geschuftet hatte bis zum Umfallen.

Der Vorarbeiter fragte ihn: »Wann hast du denn deine Axt das letzte Mal geschärft?« »Die Axt schärfen? Dazu hatte ich keine Zeit, ich war zu sehr damit beschäftigt, Bäume zu fällen.«

Aus dem Buch von Jorge Bucay „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“

Mut: Der Lebensbooster für Glück und Erfolg

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„Nenn mich nicht feige!“

Das war immer wieder der Moment, in dem Marty Mc Flys Augen zu blitzen anfingen, und er entgegen jeder Vernunft beschloss, in den Kampf zu gehen, statt sich zurück zu ziehen. Diese Momente ziehen sich wie ein roter Faden durch den spannenden Zeitreise-Klassiker „Zurück in die Zukunft“, den ich neulich nochmal mit meinem Sohn zusammen angeschaut habe. Während mein Sohn sich bei den wilden Action-Szenen schlapp lachte, fand ich es eher interessant, wie sich nur kleine Veränderungen in der Vergangenheit auf die Situation in der Zukunft auswirkten. Und ich fand es lustig zu sehen, wie man sich damals das Jahr 2015 vorgestellt hat, was ja jetzt schon wieder Vergangenheit ist. Natürlich war Marty Mc Fly im Laufe der Film-Trilogie am Ende immer der mutige Held, der sich von keinem noch so ansgteinflößenden oder bulligen Prügler einschüchtern ließ.

Warum lieben wir nur all diese Filme so sehr, in denen ein mutiger Held allen Widrigkeiten trotzt, sich nicht unterkriegen lässt und niemals aufgibt, so aussichtslos eine Situation auch erscheinen mag? Die gesamte Filmindustrie lebt von der Inszenierung solcher Heldenreisen, bei denen diese vor allem eines gemeinsam haben: Mut und Tapferkeit. Sie erleben Abenteuer, das Ungewöhnliche, das Unerwartete. Manchmal frage ich mich, ob viele Menschen vielleicht genau deshalb so fasziniert davon sind, weil es in ihrem eigenen Leben so wenig davon gibt.

Besitzstand wahren oder Potenzial nutzen?

Statt dessen hängen die meisten in ihrem Lebensalltag und in altbewährten Mustern fest. Sie haben sich bestimmte Routinen angeeignet, die Leidenschaft ist eingefroren. Sie wagen nichts Neues und verbringen die meiste Zeit mit Dingen, die ihnen keinen Spaß machen. Laut Hirnforscher Gerald Hüther hat dies fatale Folgen: Viele Menschen werden immer mehr zu Ressourcennutzern und Besitzstandswahrern – sie machen Dienst nach Vorschrift und lassen ihr eigenes Potenzial ungenutzt verkümmern. Das Schlimme daran: sie merken es nicht mal.

Laut Palliativpflegerin Bronnie Ware bedauern viele Menschen erst am Ende ihres Lebens, dass sie nicht den Mut hatten, ihr eigenes Leben zu leben. In ihrem Buch „Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ erzählt sie von Patienten, die jahrelang in Beziehungen festhingen, die ihnen nicht gut taten – von Menschen, die ein Leben lang in ihren Gewohnheiten und im Hamsterrad feststeckten, statt sich für Freiheit und Glück zu entscheiden. „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein“ ist eine der fünf Hauptaussagen, die sie oft zu hören bekam.

Wer mutig ist, lebt vielleicht aufregender – aber auch zufriedener, erfolgreicher und intensiver. Mut unterstützt uns dabei, uns ständig weiterzuentwickeln und unser volles Potenzial zu leben. Mut hilft uns, aus Lebenssituationen auszusteigen, die uns nicht mehr gut tun – oder die uns einfach langweilen. Am Anfang einer jeden gesellschaftlichen Veränderung oder politischen Revolution standen mutige Menschen mit einer Vision. Mut hat dafür gesorgt, dass wir nicht mehr in der Steinzeit leben – dass wir keine Mauer mehr hier stehen haben, dass es kein Sklaventum mehr gibt und dass Frauen wählen dürfen. Mut ist das Elixier, das unsere Gesellschaft voran bringt – und das die Welt verbessern kann. Also lasst uns mutig sein!

Was uns daran hindert, mutig zu sein

Doch warum fällt es uns so schwer, ausgetretene Pfade zu verlassen? Warum sind wir nicht so mutig wie die Helden in den Filmen, sondern verfolgen deren Abenteuer lieber warm und sicher von der Couch aus? Mut und Tapferkeit sind offenbar Eigenschaften, die wir zwar bei den Filmhelden bewundern, aber selbst viel zu wenig leben. Warum? Laut Glücksphilosoph Frank Kinslow ist die Angst vor dem Scheitern eines der größten Hindernisse, das unserem Mut im Wege steht. Wir denken, dass alles perfekt sein muss, dass wir nicht scheitern dürfen. Dies führt dazu, dass jedes tatsächliche Scheitern unser Selbstbewusstsein noch weiter herunter zieht – wir fühlen uns immer schlechter und probieren es irgendwann gar nicht mehr. Kinslow uns ermutigt dazu, Scheitern als natürlichen und zugehörigen Teil des Lebens zu akzeptieren, statt es wegzudrängen und immer nach dem Perfekten zu streben.

Klar, es ist erstmal einfacher und bequemer, nichts zu verändern. Denn dann können wir auch nicht scheitern. Wenn wir Neues wagen, ausbrechen, mutig sind, dann müssen wir eben auch mit der Möglichkeit des Scheiterns rechnen. Also doch lieber alles bei den alten Gewohnheiten lassen? Oder jetzt erst recht aufstehen, die Waffe zücken und zur Heldin oder zum Helden werden?

Die Facetten von Mut

Keine Sorge: Wir müssen nicht mit dem Lichtschwert durch die Galaxien wirbeln, um mutig zu sein – und auch nicht mit abenteuerlichen Zeitmaschinen durch die Epochen rasen und machtsüchtige Egomanen daran hindern, die Herrschaft zu übernehmen. Im Gegenteil: Mut bedeutet manchmal auch den „Mut zur guten Resignation und zum klugen Rückzug“, wie Claudia Croos-Müller es in ihrem Buch „Kraft“ beschreibt. Wer „kopflos die Flucht nach vorne“ erzwingt, erntet ihr zufolge eher Chaos und Scherben als Ruhm. Manchmal kann also sogar das, was eigentlich als „Scheitern“ gilt, der mutigere und vor allem schlauere Weg sein.

Doch was genau ist dann Mut? Laut Psychologen Martin Seligman („Der Glücks-Faktor“) bedeutet Mut, dass jemand absolut für seine Ziele geht, auch wenn er dabei heftige Widrigkeiten überwinden muss. Er definiert Mut als eine von sechs „Tugenden“, die übergreifend als Kerneigenschaften des guten Miteinanders angesehen werden (siehe auch Blogartikel „Fünf Charaktereigenschaften glücklicher Menschen„). Seligman unterscheidet drei Aspekte von Mut:

1. Tapferkeit und Zivilcourage

Auch ich habe noch nie mit einem Lichtschwert kämpfen müssen – außer mit dem Spielzeugschwert meines Sohnes. Aber tapfer finde ich mich, wenn ich eine dicke Spinne an der Wand sehe und nicht schreie. Wenn ich dann auch noch meinen Flucht- und Ekelreflex überwinde, sie mit einem Glas fange und brav irgendwo hinaus trage (man will ja Vorbild sein für das Kind). Da bin ich sowas von tapfer, denn ich habe meiner Furcht getrotzt. Oder wenn ich trotz meiner Flugangst in den Flieger steige, um das nächste Urlaubs-Retreat zu geben.
Tapfer ist es auch, wenn alle Leute gegen Flüchtlinge / Ausländer / Corona-Maßnahmen wettern und man diesen etwas entgegen setzt (moralische Tapferkeit), oder wenn Menschen lieber ins Gefängnis gehen, statt ihre Überzeugungen oder Werte zu verraten (seelische Tapferkeit). Das nennt man dann „Zivilcourage“. Leider gibt es für diese Art von Mut eher weniger Beispiele und Geschichten als für die mit Waffen kämpfenden Helden.

2. Durchhaltekraft und Fleiß

Durchhaltevermögen – das hört sich erstmal nicht so sexy an, sondern eher altmodisch oder gar verbissen. Viele Menschen halten in Jobs durch, an denen sie schon lange keine Freude mehr haben, ja, sie beißen sich geradezu daran fest, aus Angst vor Veränderung. So, wie wenn man einen richtig schlechten Film im Kino sieht, aber bis zum Ende bleibt, weil man ja dafür bezahlt hat.

Doch mit Durchhaltekraft ist hier etwas anderes gemeint. Im positiven Sinne unterstützt sie uns, wenn wir dabei flexibel, realistisch und vor allem nicht zu perfektionistisch sind. Statt an Altem festzuhalten, ist es viel wichtiger, klug zu entscheiden, wann es sich lohnt zu kämpfen und wann der Rückzug angemessen ist.

3. Integrität und Echtheit

Hier geht es um Zuverlässigkeit, auch anderen gegenüber. Und authentisch zu sein, in Worten wie in Taten. Das beinhaltet mehr, als nur ehrlich oder zuverlässig zu sein. Es bedeutet auch, dass die Worte, die wir sprechen, mit unseren Handlungen im Einklang sind. Ich habe schon viele Menschen erlebt, die großmundig erzählen, was sie alles Tolles planen – es aber am Ende nie in die Realität gebracht haben. Inneres und Äußeres stehen bei ihnen offenbar nicht im Einklang, sie sind mit sich selbst im Unreinen. „Nur wenn du zu dir selbst treu bist, kannst du andere nicht betrügen.“ sagt Seligman.

Das Mutzentrum im Gehirn

Auch Gehirnforscher haben das Phänomen „Mut“ schon untersucht – zum Beispiel das Weizman Institute of Science in Israel. Man hat dafür Probanden in den Hirnscanner geschickt, die entscheiden sollten, wie nah eine Schlange an ihren Kopf kommen darf – wohlgemerkt, es waren Menschen, die Angst vor Schlangen hatten. Die Angst, die sie dabei empfanden, zeigte sich dabei vor allem im rechten Temporallappen (Amygdala) und löste auch körperliche Reaktionen aus.

Noch spannender war es aber zu sehen, was im sogenannten „Brodmann-Areal 25“ („subgenual Anterior Cingulate Cortex“) passierte. Dieser Bereich im Gehirn wurde dann umso aktiver, wenn die Probanden zwar Angst hatten, sich aber trotzdem dafür entschieden, die Angst zu überwinden. Die Aktivität in diesem Gehirnbereich führte sogar dazu, dass die körperliche Angstreaktion sank. Dies scheint also eine Art „Mutzentrum“ im Gehirn zu sein, das uns sogar belohnt und wieder gelassener werden lässt, wenn wir mutig sind und etwas tun, vor dem wir uns eigentlich fürchten.

Das Glück ist mit den Mutigen

Und wie gesagt: das muss nicht der Kampf mit dem Lichtschwert sein. Mut kann auch einfach mal bedeuten, in einer Gruppe eine andere Meinung zu vertreten als die anderen und dazu zu stehen. Nicht mitzumachen, wenn alle über jemanden lästern. Mut kann ein lässiger Rückzug sein, statt in einem Streit unbedingt Recht haben zu wollen.

Ich selbst weiß aus eigener Erfahrung: immer wenn ich mutig war, bin ich dafür um ein Vielfaches belohnt worden. Egal ob ich mit dem Rucksack durch Indien gereist bin, mich vor anderen mit Lachyoga „zum Affen gemacht“ habe, alleine im Wald übernachtet oder einen sicheren Job mit guten Karrierechancen ausgeschlagen habe. Ich habe dabei immer faszinierende und schöne Begegnungen erlebt, jede Menge Spaß gehabt, Adrenalin pur gespürt und kann über vieles im nachinein lachen. Ja, ich bin auch gescheitert, hatte stressige Situationen, Ärger, Angst und Rückschläge. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich am Ende meines Lebens keines von den fünf Dingen bereuen werde, die Bronnie Ware in ihrem Buch beschreibt.

Drei Tipps, um deinen Mut zu trainieren

Ob jemand mutig ist, hat auch mit der erblichen Veranlagung zu tun – man sagt, um die 30-50%. Dennoch lässt sich die Eigenschaft „Mut“ – wie alle anderen Charaktereigenschaften auch – trainieren und verändern. Hier einige Anregungen dazu:

1. Üben, üben, üben

Baue bewusst kleine Handlungen in deinen Alltag ein, die dich ein ganz bisschen Überwindung kosten: der Freundin ehrlich sagen, dass ihr das Kleid nicht steht, an der Bushaltestelle jemanden ansprechen, auf einer Geburtstagsfeier eine kleine Rede halten (z.B. ein Loblied auf die Gastgeberin) oder laut lachen in der Öffentlichkeit (Lachyoga hilft, dies in der Gruppe zu tun und mit noch mehr Spaß). Je mehr wir merken, dass nichts Schlimmes dabei passiert, umso mehr können wir Spaß daran finden und umso weniger Angst haben wir dabei.

2. Meditation

Um den „Mutmuskel“ im Gehirn zu trainieren, gibt es auch noch eine andere Möglichkeit: man hat nämlich festgestellt, dass Meditation ebenfalls die Aktivität in diesem Gehirnbereich verstärkt (siehe auch Blogartikel „Meditation„).

3. Körperübung „loslassen – Mut fassen“

Stelle dich locker hin und strecke beide Arme nach vorne aus. Atme durch die spitzen Lippen ein und ziehe dabei die Hände zum Herzen heran. Atme soweit wie möglich ein. Halte kurz die Luft und atme dann mit lockeren Lippen aus, schnaube und pruste dabei, so dass die Lippen flattern. Wiederhole dies noch zweimal. Beim dritten Mal atme lachend aus.

Ich wünsche dir Kraft und Mut, um deinen Weg so zu gehen, dass du am Ende sagen kannst „Ich bereue nichts – denn ich habe gelebt.“

Namasté Angela

Tipps

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Zitate

„Wenn Du immer wieder das tust, was Du immer schon getan hast, dann wirst Du immer wieder das bekommen, was Du immer schon bekommen hast. Wenn Du etwas Anderes haben willst, musst Du etwas Anderes tun!“ Paul Watzlawick

„Lieber X Mal scheitern und wieder aufstehen als im Lebenstrott zu erstarren und am Ende gar nicht mehr aufstehen können“ Angela

Pessimisten überleben – Optimisten leben

Was Pessimismus uns bringt – und warum trotzdem Optimismus angebracht ist

Yoga-Angebot im Beach Hotel auf Zypern – das schaue ich mir doch gerne mal an, nachdem ich selbst eine Woche lang Yoga unterrichtet habe. Ich komme morgens um viertel vor acht in den Raum, und es läuft „So much Magnificence“ von Deva Premal – mein absolutes Lieblings-Mantra, besetzt mit vielen schönen Erinnerungen. Die nächste Teilnehmerin, die in den Raum kommt, sieht das offenbar nicht so: „Boh, ist das laut“ ist das einzige, was ihr dazu einfällt. Dies ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie unterschiedlich Menschen die Welt sehen. Bestimmte Ereignisse oder Situationen bringen die einen zur Entzückung, die anderen an den Rand der Verzweiflung. Irgendwie ist es ja auch legitim, die Musik zu laut, das Event zu voll oder die Kinder zu wild zu finden – und dies auch zu äußern. Man weiß schließlich nicht, welche Vorgeschichte ein Mensch hat oder welche schlechten Erfahrungen er irgendwo gemacht hat.

Aber es gibt eben auch diese typischen „Jammerer“, die an allem etwas auszusetzen haben. Das sind die Eltern in der Schule, die sich aufregen, wenn die Hausaufgaben unklar sind – statt ihr Kind einfach mal selbst zu fragen. Das sind die Büro-Kollegen, denen das Essen in der Kantine nicht passt, der Chef zu cholerisch oder die Kollegin zu neugierig ist. Dann gibt es die, denen das Wetter entweder zu heiß, zu kalt oder zu regnerisch ist – oder auch die „Zweck-Pessimisten“, die lieber erstmal mit dem Schlimmsten rechnen, damit es dann nur noch halb so schlimm ist. Aber wollen wir wirklich „halb so schlimm“ leben? Oder in Dankbarkeit, Fülle und Freude?

Pessimismus als Überlebenschance?

Generell scheinen wir einen Hang zum Negativen zu haben. Nicht ohne Grund werden wir in den Medien zugeballert mit schlechten Nachrichten. Autounfälle, Eifersuchtsdramen oder Erdbeben erregen nunmal mehr Aufmerksamkeit als der normale Alltag oder ein sicher angekommenes Flugzeug. Hier schließt sich der Kreislauf – denn diese Nachrichten führen wiederum dazu, dass wir immer mehr davon überzeugt sind, wie schlimm die Welt ist. Auch im Privaten neigen wir zum Pessimismus. Eine verletzende Bemerkung des Partners halten wir ihm wochenlang, ja monatelang vor, während ein Kompliment sehr schnell wieder verpufft. Einmal die U-Bahn verpasst am Morgen, und die Laune ist dahin für den Rest des Tages – wenn hingegen alles glatt läuft, nehmen wir es für selbstverständlich. Unsere Gesundheit wissen wir oft erst zu schätzen wenn wir mal krank sind.

All das hat einen guten Grund: ohne diese „negativity bias“ (=“Hang zum Negativen“) gäbe es uns vermutlich nicht mehr. Der Evolution sei Dank. Wir sind darauf geeicht, auf Bedrohungen und Unannehmlichkeiten schneller zu reagieren als auf angenehme Erfahrungen oder Erlebnisse. Wenn in früheren Zeiten der Säbelzahntiger unsere Spezies angriff, konnte auch nur eine Sekunde Zögern uns das Leben kosten. Kein Wunder also, dass unser Gehirn darauf geeicht ist, auf Bedrohungen und Gefahren schneller zu reagieren als auf die angenehmen Dinge des Lebens.

Abkürzung im Gehirn bei akutem Stress

Auch ohne ständige Bedrohung durch Säbelzahntiger und co. ist uns dieser „Stress-Reaktions-Mechanismus“ erhalten geblieben. Auch heute noch wird bei bedrohlichen Situationen sofort das gesamte Körpersystem in Alarmbereitschaft versetzt. Normalerweise nehmen wir eine Situation mit unseren Sinnen wahr. Diese Sinneseindrücke werden im Gehirn verarbeitet, bewertet, eingeordnet, und es werden entsprechende Gefühle oder Reaktionen ausgelöst.

Bei einer akuten Gefahr hingegen wird direkt die Amygdala eingeschaltet, die für die klassische Kampf- oder Fluchtreaktion zuständig ist. Sie lässt uns sofort reagieren, wenn ein Auto auf uns zurast, etwas von oben herunterfällt oder ein Hund uns angreift. Dieser Mechanismus hat uns also geholfen, als Spezies zu überleben – und das ist gut so. Aber es führt eben auch dazu, dass wir Glücksmomente übersehen oder die schönen Dinge des Lebens nicht zu schätzen wissen. Das lässt sich ändern – auch ohne unser „natürliches Alarmsystem“ auszuschalten.

Optimisten leben länger

So sehr Zweck-Pessimismus manchmal hilft, so sehr lohnt es sich, Optimist zu sein. Also daran zu glauben, dass gute Dinge passieren werden und dass man selbst etwas ändern oder bestimmte Ziele erreichen kann. Man weiß mittlerweile, dass Optimisten zufriedener leben, besser mit Schwierigkeiten umgehen können und es ihnen leichter fällt, gute Beziehungen zu führen. Eine neue, gerade erst beendete Langzeitstudie (Lewina Lee, Boston University School of Medicine, August 2019) hat gezeigt, dass Optimisten sogar länger leben als Pessimisten. Diejenigen, die sich als besonders optimistisch zeigten, hatten laut dieser Studie eine 50% größere Wahrscheinlichkeit, das Alter von 85 zu erreichen als diejenigen, die sehr pessimistisch waren.

Doch was macht es aus, ob jemand optimistisch oder pessimistisch ist? Sicherlich ist dies zum Teil genetisch bedingt. Aber Optimismus lässt sich auch erlernen und trainieren – zum Beispiel durch kognitive Therapie oder Meditation. Mein ganz persönlicher Tipp dazu: werde Zweck-Optimist! Denn wenn es Zweck-Pessimisten gibt, warum sollen wir dann nicht auch Zweck-Optimisten sein können?

Drei Eigenschaften, die Zweck-Optimisten auszeichnen

 

1. Sie tun so, als ob sie Optimisten sind

„Fake it until you make it“ ist nicht nur beim Lachyoga das Motto, sondern es gilt für verschiedenste Emotionen, die wir erleben. Schauspieler, die ständig tragische Rollen spielen, können darüber depressiv werden – selbst wenn es nur gespielt ist. Unser Gehirn ist drauf ausgerichtet, Emotionen, die wir oft empfinden, immer leichter zu empfinden. Das gilt für Freude wie auch für Wut oder Ärger. Das Schöne dabei: Wir sind nicht unser Gefühl, sondern wir können bewusst und absichtlich bestimmte Gefühle in uns erzeugen. Warum also nicht bewusst Freude erzeugen?

2. Sie haben den Fokus verändert

Die Welt ist schlecht. Und die Welt ist gut. Energie folgt der Aufmerksamkeit. Wir können viel Energie dafür verwenden, um uns über irgendetwas zu ärgern. Oder wir können uns auf die Dinge fokussieren, die uns Freude und Wohlbefinden bringen. Wir müssen nicht die Augen verschließen vor den Problemen dieser Welt. Aber wir können in unserem kleinen Umfeld die schönen Dinge erkennen und diese in Dankbarkeit annehmen.

3. Sie trainieren regelmäßig Optimismus

Wenn wir Muskelaufbau betreiben wollen, gehen wir regelmäßig ins Fitness-Studio. Genauso sollten wir Optimismus regelmäßig, am besten täglich trainieren, um nicht wieder in alte pessimistische Gewohnheiten zurück zu fallen.

So kannst du Optimismus trainieren…

…und falls du schon Optimist bist – dann sieh es einfach als Präventionsmaßnahme für schlechte Zeiten:

  • Humor und Lachen – lache viel, nimm dich selbst nicht immer allzu ernst, sei albern und bring dein inneres Kind wieder zum Ausdruck – Kinder lachen 400 Mal am Tag, Erwachsene 15 Mal und Tote gar nicht. Lachyoga hilft uns dabei, auch unabhängig von den äußeren Umständen viel zu lachen.
  • Körperhaltung und Bewegung – Bewegung ist eine natürliche Pille gegen Depressionen und schlechte Stimmung. Das wissen die meisten aus eigener Erfahrung, und es ist mittlerweile belegt durch verschiedene Studien. Auch durch bestimmte Körperhaltungen können wir unsere Gemütsverfassung positiv beeinflussen – zum Beispiel mal zwischendurch einatmend die Arme nach oben strecken, sich weit machen, präsent sein und dann mit einem erleichterten Seufzer wieder ausatmen. Übungen dazu findest du auf meinem youtube-Channel…
  • Innere Kommunikation – wie sprichst du mit dir selbst? Wie oft entfährt einem mal ein „Ich Idiot“, „bin ich blöd!“ oder „ich krieg’s einfach nicht hin“. Probiere es mal andersherum: Überlege dir eine passende Affirmation, zum Beispiel „ich bin klasse, großartig, wunderbar“, stelle dich jeden Morgen vor den Spiegel und sprich sie aus. Du kannst dafür auch die besondere „Glücks-Meditation“ nutzen, die du hier auf Soundcloud findest…

Ich wünsche dir viel Anlass zum Optimismus und viele glückliche Momente!

Namasté Angela

P.S: Du möchtest tiefer einsteigen und deine innere Einstellung Schritt für Schritt auf glücklich sein programmieren? Dann mach jetzt den Hapinness Check und  komm in das Online Coaching Programm „SMILE – für Resilienz und Lebensfreude“

Einmal mehr aufstehen als hinfallen – sieben Tipps für die Stärkung der Resilienz

Ich habe eine Freundin, da scheint es einfach im Leben zu flutschen. Sie macht Karriere, hat ihren Partner fürs Leben gefunden, mit dem sie tolle Kinder hat und lebt in einem Land, in dem immer die Sonne scheint. Eine andere Freundin von mir hat es immer irgendwie schwer. Viele ihrer Wünsche – zum Beispiel eine eigene Familie – haben sich nicht erfüllt, im Job hat sie Mobbing erlebt, in der Beziehung Stalking, bis hin zu einer lebensbedrohlichen Krankheit, mit der sie jahrelang zu kämpfen hatte. So manches Mal habe ich mich gefragt, ob ich nicht an ihrer Stelle schon verzweifelt aufgegeben hätte. Doch sie hat sich nicht beirren lassen und immer wieder die positiven Aspekte gesehen. Sie ist optimistisch geblieben, hat sich durchgebissen und durchgekämpft – und es hat sich gelohnt. Heute hat sie einen lieben Menschen an ihrer Seite, macht den Job den sie liebt, und es geht ihr besser als je zuvor. Auf dem Weg dahin hat ihr vor allem eins geholfen: Resilienz.

So gibt es einige Menschen, die bei einer kleinen Lebenskrise schon zusammen brechen, andere wiederum, die eine Krise nach der anderen wuppen und dabei noch optimistisch bleiben. Selbst traumatische Erlebnisse oder Erfahrungen aus der Kindheit scheinen die einen umzuhauen, die anderen nicht wirklich zu beeinträchtigen. Auch das ist Resilienz.

Widerstand kann hilfreich sein

In der Stressforschung ist der Begriff „Resilienz“ mittlerweile unverzichtbar. Er kommt von lateinisch „resilire“, was so viel wie „zurückspringen“ oder „abprallen“ bedeutet. Gemeint ist damit die „psychische Widerstandsfähigkeit“ eines Menschen. Dies basiert auch auf der Erkenntnis, dass es nicht das Ziel sein kann, dass im Leben immer alles stressfrei oder perfekt funktioniert. Auch geht es nicht darum, sich in Watte einzupacken, das Leben vor sich hindümpeln zu lassen oder Probleme zu vermeiden. Viel wichtiger ist es, auch bei schwierigen und negativen Ereignissen gute Laune zu behalten und sich nicht umhauen zu lassen. Wissenschaftler haben sich schon viel mit der Frage beschäftigt, was die „Resilienz“ von Menschen stärkt und wie sie gefördert werden kann.

Eine wichtige Erkenntnis dazu hatte die US-amerikanische Psychologin Emmy Werner. Sie führte eine Langzeitstudie mit Kindern aus schwierigen Verhältnissen auf Hawaii durch. Viele von ihnen waren schon früh mit Gewalt, Missbrauch, Drogen oder Kriminalität konfrontiert worden. Die meisten schafften es nicht, aus diesem Kreislauf heraus zu kommen. Aber ein Drittel dieser Kinder schaffte es doch. Der Unterschied: Sie hatten von Anfang an eine Bezugsperson, der sie sich anvertrauen konnten. Eine solche Bezugsperson scheint wichtig für die Entwicklung von Resilienz. Das muss nicht ein Elternteil sein, sondern es kann auch ein Lehrer, eine Tante oder ein Freund der Familie sein, der dem Kind Geborgenheit gibt, seine Fortschritte anerkennt und es unabhängig von Leistungen oder Erwartungen liebt und unterstützt.

Die sieben Säulen der Resilienz

Mittlerweile sind Psychologen ausführlich der Frage nachgegangen, welche Faktoren für eine gute Resilienz entscheidend sind und wie diese beeinflusst werden können. Folgende „Sieben Säulen der Resilienz“ haben sie dabei als besonders entscheidend benannt.

  1. Selbstwirksamkeit

Diejenigen, die daran glauben, dass sie selbst für ihr Glück verantwortlich sind und bewusst etwas dafür tun können, lassen sich auch nicht so leicht von den Krisen des Lebens unterkriegen und fühlen sich weniger hilflos den äußeren Umständen ausgesetzt.

  1. Positive Lebenseinstellung

Oft ist es gar nicht die Sache selbst, die uns umhaut, sondern unsere Denkweise darüber. Menschen, die auch in negativen Ereignissen einen Sinn sehen und ihren Optimismus nicht verlieren, leben zufriedener. Siehe auch den Blogartikel…PECH GEHABT? GLÜCK GEHABT! ES IST NICHT SO WIE ES AUSSIEHT…

  1. Soziale Kontakte

Tiefe, innige Beziehungen sind die wichtigste Voraussetzung, um auch in Krisen psychisch stabil zu bleiben und sich geborgen zu fühlen.

  1. Mit Veränderung umgehen können

Viele Menschen wollen krampfhaft das beibehalten, was gerade ist und verzweifeln daran, wenn sich die Dinge im Leben verändern. Wer jedoch flexibel auf Veränderungen reagiert und immer noch das Beste daraus machen kann, lebt freier und unbeschwerter.

  1. Ziele setzen

Menschen, die Ziele und Träume haben und diese Schritt für Schritt umsetzen, sehen auch negative Ereignisse nur als kleine Rückschläge auf ihrem Weg. Sie lassen sich nicht davon abbringen, ihre Ziele zu verfolgen und ihre Träume zu leben.

  1. Mut zum Risiko

Viele bereuen es eher, bestimmte Dinge nicht getan oder ausprobiert zu haben, als etwas getan zu haben, was gescheitert ist. Das bestätigen auch die Gespräche, die z.B. die Australierin Bronnie Ware als Palliativschwester mit Sterbenden geführt hat (siehe Buchtipp…). Wer nichts riskiert, kann vielleicht nicht scheitern – aber auch nichts Neues erschließen.

  1. Lösungsorientiertheit

Das Leben besteht aus Herausforderungen und „Problemen“, daran gibt es keinen Zweifel. Es läuft nicht immer alles glatt. Doch es gibt unterschiedliche Arten, mit Problemen umzugehen. Wer nach Lösungen sucht, statt Probleme zu wälzen, ist nicht nur im Job erfolgreicher, sondern auch im Leben zufriedener.

Ist Resilienz Glückssache?

Schon die frühe Kindheit kann darüber entscheiden, wie resilient jemand im Leben wird und wie gut er mit Schicksalsschlägen umgehen kann. Das heißt aber nicht, dass für Erwachsene alles zu spät ist. Denn egal, was früher war –  jeder kann auch im späteren Alter noch etwas für seine Resilienz tun. Alle Eigenschaften, die Resilienz ausmachen, können trainiert und weiterentwickelt werden. Hier findest du ein paar Strategien, die dir dabei helfen können.

 

Sieben Tipps für die Stärkung der Resilienz

 

  1. Übernimm Verantwortung

Entscheide dich bewusst dafür, dein Leben in die Hand zu nehmen und für das zu gehen, was dir selbst wirklich wichtig ist – nicht anderen. Mach dir bewusst: Du bist zu 100% verantwortlich für alles in deinem Leben!

  1. Nimm’s mit Humor

Viele Dinge nehmen wir sehr ernst und machen uns einen Riesenkopf darüber. Sobald wir lernen, über uns selbst und unsere kleinen Missgeschicke zu lachen, geht alles mit mehr Leichtigkeit. Humor hilft uns, optimistisch zu bleiben und die Perspektive zu wechseln. Um Humor zu trainieren, hilft Lachen. Und wenn kein Grund zum Lachen da ist, dann können wir immer noch ohne Grund lachen – mit Lachyoga!

  1. Pflege Freundschaften

Es geht nicht darum, Hunderte von Menschen oberflächlich zu kennen oder sich in den Social Media toll darzustellen. Viel wichtiger sind die wirklich wahren Freunde, die auch zu uns stehen, wenn es uns mal schlecht geht oder wir an etwas scheitern.

Sorge schon in guten Zeiten dafür, dass jemand für dich da ist, der dich auch in schlechten Zeiten auffängt. Gute innige Beziehungen und Freundschaften sind das wichtigste Elixier, um glücklich und zufrieden zu sein. Siehe auch den Blogartikel „Das Hamsterrad des Glücks – nur 10% sind entscheidend“…

  1. Sei offen für Veränderung

Wenn du nicht Spielball des Lebens sein möchtest, sondern dein Glück selbst gestalten willst, dann nimm rechtzeitig Veränderungen vor – bevor das Leben es tut. Nimm ab und zu eine „Standortbestimmung“ vor, schau dir die verschiedenen Lebensbereiche an und frage dich: was möchtest du verändern, was loslassen, was gilt es zu akzeptieren? Frei nach dem Motto „Love it, leave it or change it.“

  1. Setze dir Ziele und finde deine Vision

Formuliere für dich deine Vision, wie du – z.B. in 5 oder 7 Jahren – leben möchtest. Was machst du beruflich, welche Menschen umgeben dich, wie und wo lebst du? Erlaube dir, zu träumen und überlasse den Rest dem Universum. Setze dir gleichzeitig aber auch realistische Zwischenziele, z.B. indem du aufschreibst, was du in einem Jahr umgesetzt haben möchtest. Denn nur wenn du weißt, wie du leben willst, kannst du dir auch dein Leben so gestalten, wie du es dir wünschst.

  1. Suche das Risiko

Es muss nicht gleich der Bungee Jump oder die Alpenüberquerung sein – manchmal ist es auch schon eine gute Übung, mal anders zu reagieren, mal „nein“ zu sagen oder dich absichtlich zu blamieren. Wenn wir im Kleinen das Risiko trainieren, können wir auch die „großen Risiken“ besser bewältigen.

  1. Finde Lösungen, statt Probleme zu wälzen

Wenn mal etwas nicht so läuft, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen: ständig nachsinnen, was passiert ist und was hätte anders laufen können. Oder nach vorne zu schauen und Lösungen zu finden für das, was jetzt ansteht.

Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit und viel Kraft, um die Herausforderungen des Lebens mit Leichtigkeit und guter Laune zu meistern!

Namasté, Angela

 

Übrigens: Der Online-Kurs „Aktiviere dein inneres Glück und leuchte“ begleitet dich dabei, eine solche Standortbestimmung aufzunehmen und dich neu auszurichten auf das, was du wirklich möchtest.

 

 

Zitate

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“ Aristoteles

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Gelassenheitsgebet, verfasst von dem US-amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr

 

Buchtipps

Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft, Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden

Stress? Gut so!

Stress-Management beginnt im Kopf

Vorweihnachtszeit: „Komm in die Stille“, „halte inne“, „besinne dich auf Freunde und Familie – auf das Wesentliche…“, so sollte man es doch nun eigentlich in dieser Zeit tun, fernab von Konsumrausch und Einkaufsstress, oder? Runterfahren und entspannen, mal alle „Pflichten“ beiseite lassen – das wär doch mal schön, jetzt um die besinnliche Zeit, oder? Ist bei den meisten aber keine Realität. Die sieht anders aus: Termine häufen sich, der Kalender ist voll: Weihnachtsfeiern, Plätzchen backen, Adventskalender organisieren und am besten noch in diesem Jahr alle Freunde treffen. Bei vielen bleibt am Ende jeden Tages eine lange Liste im Kopf, was man alles nicht geschafft hat.

Stress ist individuell unterschiedlich

Oft habe ich mir deswegen ein schlechtes Gewissen gemacht und gedacht, ich mache irgendwas falsch. Aber das macht die Situation ja auch nicht besser. Viel interessanter ist dann eine andere Frage: Wie viel von dem Stress kommt wirklich durch äußere Verpflichtungen, und wie viel davon mache ich mir selbst? Was davon empfinde ich überhaupt als Stress? Wie viel Stress wir haben und wie viel gut für uns ist, kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Stressforscher haben festgestellt, dass das gleiche „Stresserlebnis“ von jedem unterschiedlich wahrgenommen wird. Der eine regt sich auf und kommt nicht mehr runter, wenn er im Stau steht. Der nächste sieht’s gelassen und macht sich einen guten Podcast an. Ändern lässt es sich eh nicht. Die einen fühlen sich absolut überfordert, wenn sie mehr als einen Termin pro Tag haben. Bei anderen platzt der Terminkalender aus allen Nähten, und sie schweben trotzdem fröhlich von einem Termin zum nächsten. Eine gewisse Dosis „Eustress“ – also guter Stress – ist sogar wichtig, damit wir gut, in Freude und konzentriert handeln können. Wer auf Dauer unter seinen Fähigkeiten agiert, endet unmotiviert und antriebslos.

Echter Stress oder hausgemacht?

Stress ist also grundsätzlich schon gut – er wird nur dann schädlich, wenn wir uns selbst unter Stress setzen – durch die Anforderungen, die wir an uns selbst stellen. Das tun wir meist nicht bewusst, sondern weil wir bestimmte Muster in uns haben, die uns antreiben. In der Stressforschung spricht man von den „5 Stressverstärkern“:

1. Perfektionismus: Am besten soll es das selbstgebastelte Geschenk, mit perfekter Karte dazu und originell dekorierter Verpackung sein. Auch beruflich verwenden Menschen viel Zeit auf das letzte Ausfeilen einer Präsentation oder Aufgabe. Laut Pareto brauchen wir für die letzten 20% der Aufgabe nochmal 80% der Arbeitszeit. Hier ist die Frage: lohnt sich auch mal der Mut zur Lücke? Bzw. reicht als Geschenk vielleicht doch mal eine gekaufte Pralinenschachtel oder die Flasche Wein?

2. Wunsch nach Anerkennung: Die beste Freundin zieht um, der Kollege kommt mit der neuen Software nicht klar, die Freundinnen wollen genau jetzt mal wieder tanzen gehen. Da kann man doch nicht nein sagen, oder? Man könnte ja was verpassen – oder wird nachher gar nicht mehr gefragt, wenn man einmal nein sagt. Was, wenn jemand die Freundschaft kündigt, weil das Geschenk voll daneben war? Mal ehrlich: würde das passieren? Und wenn ja, wäre das echte Freundschaft? Hier könnte man sich auch fragen: warum brauche ich die äußere Anerkennung so sehr? Was kann ich tun, um mir selbst die Anerkennung zu schenken, die ich mir wünsche?

3. Stark sein wollen: Kennst du auch die Menschen, die kategorisch „nein“ sagen, wenn man ihnen ihre Hilfe anbietet? Oder gehörst du vielleicht selbst zu denjenigen, die alles am liebsten selbst wuppen wollen? Da hilft die Frage: was kann ich delegieren? Wo kann ich mir Unterstützung suchen? Oft ist dies keine Einbahnstraße, sondern es können ganz neue Ideen und Verbindungen entstehen, die für alle Seiten gewinnbringend sind.

4. Übertriebene Vorsicht: alles, was wir tun, kann schief gehen. Wenn wir dabei ständig Angst vor Fehlern oder negativen Konsequenzen haben, ist der Stress vorprogrammiert. Wir können nicht immer alles kontrollieren. Aber wir können unser Vertrauen stärken, dass es schon irgendwie gut gehen wird. Und dabei Schritt für Schritt mutiger werden. Um etwas zu bewegen, braucht es nunmal Mut. Der kommt nicht von heute auf morgen, aber er lässt sich trainieren. Jeden Tag einen kleinen Schritt weiter aus der Komfortzone.

5. Bequemlichkeit: klingt paradox, aber auch Bequemlichkeit kann Stress verursachen. Wenn wir die Steuererklärung ewig aufschieben, steht irgendwann die Nachtschicht an – oder der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Ohne regelmäßiges Zähne putzen droht irgendwann die langwierige und zeitaufwändige Zahnbehandlung. Frage: Wann ist es also hilfreich, doch lieber kleine Dinge schnell zu erledigen?

Du findest dich in dem einen oder anderen Beispiel wieder? Kein Stress! Denn das Bewusstsein darüber ist oft schon ein erster Schritt zur Veränderung. Bis dahin gilt: lieber stressige Zeiten annehmen und genießen, statt sich verrückt zu machen.

Nicht der Stress selbst ist schädlich, sondern unser Glaube darüber

Eine Erkenntnis aus der Forschung bestätigt dies auf frappierende Weise: 30.000 Menschen wurden über mehrere Jahre hinweg befragt, wie viel Stress sie in letzter Zeit hatten. Weiterhin wurden sie gefragt, ob sie glauben, dass Stress gesundheitsschädlich sei. Jahre später wurden die Sterberaten der Befragten erhoben. Das Ergebnis: diejenigen, die viel Stress hatten und glaubten, dass Stress gesundheitsschädlich ist, hatten das höchste Sterberisiko. Diejenigen, die zwar viel Stress hatten, diesen aber nicht für gesundheitsschädlich hielten, hatten das niedrigste Sterberisiko – sogar niedriger als diejenigen, die nur wenig Stress hatten. Das heißt: nicht der Stress selbst schadet uns, sondern die Überzeugung, dass Stress schädlich ist, wird zum tödlichen Verhängnis. Es wäre also kontraproduktiv, Stress zu verteufeln. Wichtiger ist es, die positiven Aspekte zu sehen. Wie kann das gehen?

Wir können stressige Phasen im Leben nutzen, um die innere Kraft zu aktivieren und zu Höchstform aufzulaufen. Wir können dabei unsere Widerstandsfähigkeit trainieren und somit die „Resilienz“ stärken. Wir können uns bewusst machen, dass nach stressigen Zeiten auch wieder ruhigere Zeiten kommen. Denn natürlich braucht es diese Phasen auch, um wieder neue Energie aufzuladen.

15 Minuten täglich für mehr Zufriedenheit und Gelassenheit

Bis dahin können wir auch durch stressige Zeiten mit Achtsamkeit und wachem Bewusstsein gehen – dies erfordert weder großen Zeitaufwand noch große geistige Anstrengungen. Mit 15 Minuten am Tag ist schon viel erreicht. 15 Minuten nur für dich selbst – zum meditieren, still sitzen, eine Runde um den Block laufen, lächeln, lachen oder 3 Dinge aufschreiben, für die du dankbar bist. Wenn wir uns diese Zeit für uns selbst nehmen, dann macht das schon einen Unterschied. Egal ob wir am Ende mit oder ohne Geschenk dastehen. Und wenn du es nicht alleine machen möchtest, dann komm zu unserer Happy Break. Die smarte Pause, 2 Mal die Woche kostenlos und unverbindlich. Siehe hier…

Glücksgedanken für die Woche

  • Jeder empfindet Stress unterschiedlich
  • Wenn wir Stress als positiv ansehen, kann er uns nicht schaden
  • Schon kleine Momente des inne haltens reichen aus, um stressige Phasen zu überstehen
  • Viel von unserem Stress ist hausgemacht – durch die eigenen Ansprüche an uns selbst

Fragen an dich selbst

  • Wo könntest du auch mal Fünfe gerade sein lassen?
  • Wo tust du die Dinge, um Anerkennung von außen zu bekommen statt von dir selbst?
  • In welchen Bereichen könntest du dir von anderen Unterstützung holen oder mit ihnen zusammen arbeiten?
  • Wo wäre es auch mal gut, mutig zu sein?
  • Wenn du eine Sache vor dir herschiebst: ist es wirklich, weil du nicht dazu kommst, oder vielleicht weil es dir irgendwie unangenehm ist oder du keine Lust dazu hast?

Zitate

„Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“ Lothar Seiwert

„An sich ist nichts weder gut noch böse, das Denken macht es erst dazu.“ Shakespeare

 

Audio

Meditation „Oase“ – nimm dir ein paar Minuten Zeit, um abzuschalten und deine Gedanken aufzufrischen – hier zum kostenlosen Download…

Video

Stärke deine innere Kraft und lasse äußere Ärgernisse weniger an dich heran – hier gehts zur entsprechenden Übung…

Wer bin ich? Wer sind die anderen?

Von Missgunst zu Mitgefühl: 3 Fragen über andere, mit denen du viel über dich selbst lernst

Als Kind habe ich mich manchmal gefragt „warum bin ich eigentlich ich und nicht jemand anders?“ Was genau macht es aus, dass ich ich bin? Und wie wäre es , wenn ich jemand anders wäre? Sind wir vielleicht gar nicht alle „ich“, sondern auch jemand anders? Würde sich dann unsere Einstellung verändern?

Um ehrlich zu sein: ich ertappe mich schon manchmal dabei, dass ich neidisch bin – zum Beispiel wenn eine Freundin eine tolle Beförderung erhält oder ein guter Freund gerade glücklich verliebt ist und mir stundenlang davon vorschwärmt. Jedesmal habe ich dabei Schuldgefühle. Bin ich so egoistisch, dass ich es anderen nicht gönnen kann, wenn sie glücklich sind? Ist es einfacher für mich, wenn es anderen schlecht geht? Denn dann bin ich gerne für sie da, höre zu, gebe Tipps und Unterstützung – und bin irgendwie gleichzeitig froh, dass nicht ich selbst gerade den Liebeskummer, den Stress im Job oder die Sorgen mit dem Kind habe. Wenn es hingegen bei anderen fluppt und bei mir nicht, dann werden mir die eigenen Unzulänglichkeiten und Unzufriedenheiten des Lebens direkt vor Augen geführt – und das kann manchmal weh tun.

Macht lästern glücklich?

Geht es nur mir so? Ich denke nicht. Denn warum schauen sich Menschen Sendungen über Messie-Haushalte, „sozial schwache“ Familien und andere Peinlichkeiten an? Warum kommen Sensations- und Schreckens-Nachrichten besser an als Berichte über schöne Ereignisse oder glückliche Menschen? Irgendwie scheint es menschlich: wir wollen uns besser fühlen, indem wir zu anderen schauen, denen es schlechter geht oder die noch unzulänglicher sind als wir.

Interessanterweise ist die „Neugier = Offenheit für Neues“ laut Glücksforschung durchaus eine wichtige Voraussetzung für Zufriedenheit. Klatsch und Tratsch entspringen auch der Neugier. Lästern gibt Menschen das Gefühl von Verbindung, es hilft ihnen, etwas einzuordnen und zu vergleichen. Nicht ohne Grund ist Lästern eine der Lieblingsbeschäftigungen in den Büros und Cafés unserer Stadt. Jeder ist froh, wenn nicht über ihn selbst gelästert wird, wenn ein anderes „Opfer“ gefunden wurde. Bei Paaren hat man sogar festgestellt, dass es sie näher zusammen bringt, wenn sie gemeinsam lästern – zum Beispiel über die Nachbarn, die jeden Freitag das ganze Haus wienern oder Freunde, bei denen sie gerade zum Essen eingeladen waren. Jeder weiß innerlich, dass es „sich nicht gehört“, über andere zu lästern – wir haben Schuldgefühle und tun es trotzdem.

So wie ich in den Wald hinein rufe…

Doch die moralischen Vorbehalte sind nur ein Aspekt. Wenn wir ständig und exzessiv über andere lästern, dann schaden wir letztlich uns selbst. Das, was wir aussenden, fällt auf uns zurück, so besagt es das Gesetz der Resonanz. Wenn wir jemandem schaden – ob mit Worten oder Taten – dann entsteht ein Ungleichgewicht, das irgendwo anders wieder Ausgleich sucht – vielleicht an anderer Stelle als erwartet. Umgekehrt: Wenn jemand mir Unrecht zufügt, dann brauche ich nicht für „Rache“ zu sorgen, sondern kann davon ausgehen, dass sich das schon selbst erledigt. So hart das klingt, so oft habe ich dies schon in meinem Umfeld miterlebt. Gesetz von Ursache und Wirkung, so nennen es die Gurus in Indien. Es lohnt sich also, auf die eigenen Worte und Handlungen zu achten – weniger aus moralischen Gründen, sondern vor allem aus reinem Eigeninteresse.

Doch wie kommen wir aus dem Teufelskreislauf von Lästern – Neid – Schuldgefühlen – sich schlecht fühlen – Neid – sich noch schlechter fühlen – heraus? Mit den folgenden drei Fragen können wir der Sache auf den Grund gehen und dabei viele Erkenntnisse über uns selbst gewinnen:

1. Was ist das Thema dahinter?

Wenn wir uns über bestimmte Menschen aufregen oder sie kritisieren wollen, dann sollten wir uns ehrlich bewusst machen, dass dies auch immer etwas mit uns selbst zu tun hat. Dann können wir genauer hinschauen und Aufschluss über die eigenen Lebensthemen erhalten. Vielleicht lebt dieser Mensch genau die Freiheit, die wir uns eigentlich wünschen. Vielleicht nimmt er sich Dinge heraus, die wir uns nie erlauben würden, aber insgeheim ersehnen. Vielleicht repräsentiert dieser Mensch eine „schlechte“ Eigenschaft, von der wir meinten, dass wir sie uns endlich abgewöhnt haben und merken, dass es doch noch nicht so ist. Wenn wir das Thema dahinter betrachten und uns selbst damit ehrlich auseinander setzen, dann werden wir mit der Zeit merken, dass uns genau dieses Thema irgendwann nicht mehr so sehr „triggert“.

2. Was ist der Wunsch dahinter?

Wenn wir neidisch sind oder jemandem sein Glück gerade nicht gönnen können, dann hilft die Frage, ob wir wirklich mit demjenigen tauschen wollten. Die meisten kommen dann zu dem Schluss, dass dieser Mensch vielleicht ein viel größeres Päckchen zu tragen hat als sie selbst – dass auch dort nicht alles so rosig ist wie es nach außen aussieht. Wichtig ist dann auch: inne halten und sich anschauen, worauf genau man neidisch ist. Oft gibt das Aufschluss über die eigenen Ziele und Wünsche: in welchen Lebensbereichen ist man selbst noch so unzufrieden, dass man den anderen beneidet? Was sollte endlich verändert werden, um in dem Lebensbereich zufriedener zu sein? Wenn es uns selbst gut geht, können wir auch anderen ihr Glück gönnen und uns mit ihnen freuen. Dann entsteht Verbindung und Empathie. Dann ist Glück kein Egotrip mehr, sondern Grundvoraussetzung für ein großzügiges und unterstützendes Miteinander unter Menschen.

3. Wer ist der Mensch dahinter?

Und schließlich kann man einfach mal experimentieren mit dem Gedanken: bin ich wirklich ich? Könnte ich nicht auch jemand anders sein? Und sich im Gespräch mit anderen vorstellen, dass man der / die andere ist – sich überlegen, was man selbst jetzt tun würde in der Situation, wie man handeln würde oder ob man glücklich wäre. Dann entsteht Empathie, dann entsteht eine wirkliche Verbindung – von Herzen her.

Happiness Gedanken für die Woche

  • Neid und Konkurrenz können hilfreiche Indikatoren für die eigenen Ziele und Wünsche sein
  • Neugier ist ein Glücksfaktor – Lästern fällt auf uns selbst zurück
  • Menschen, über die wir uns ärgern oder die wir kritisieren, sind unsere effektivsten Coaches

Zitate

„Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist.“ Indianer in Nordamerika.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut – Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. “ Antoine de St. Exupéry

Audio: Die Maitri-Meditation für Mitgefühl und Wohlbefinden

Video: Herzlachen

Happiness.Community

Hier gibt es Anregungen und Austausch für mehr Lebensqualität, Lebensfreude, Glück und Gelassenheit. Sei dabei und sorge dafür, dass es dir und deinem Umfeld gut geht. Denn so können wir einen Unterschied machen.

Seiten

Angela in den Medien

O-Töne

„Ihr Workshop war eine Sternstunde für unser Team!“ Doreen Wächtler, Hamburger Rieger, Dezember 2018

„Es hat allen Beteiligten viel Freude gemacht!“ Dr. Brigitte Saviano, Caritasverband für den Rhein-Erft-Kreis e.V., November 2018

„Ich möchte mich noch einmal herzlich für Ihren Workshop mit uns bedanken. Er ist sehr gut angekommen sowohl bei uns als Organisatoren als auch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.“ Das „sehr gut, sehr gut, Ja!“ hat uns am darauffolgenden Samstag und Sonntag weiter begleitet und ein Dankeschön an Sie ist „verewigt“ auf einem Danke-Plakat.“ Stefanie Schmitt, Pädagogischer Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz, November 2018.

„Danke für Ihren tollen Einsatz auf dem Personalmanagementkongress“ Dr. Katharina Schiederig, Leiterin der Bundesgeschäftsstelle Bundesverband der Personalmanager, Juni 2018.

„Ich bedanke mich noch einmal recht herzlich für das Lachyoga-Seminar in Friedrichshain. Bei mir zeigt es Wirkung! Ich lächle zumindest viel bewusster und öfter.“ Karin Raphael, Koordination Sozialraum AG, Berlin, September 2016.

„Super, sollte jeder mal machen. Die Dozentin ist einwandfrei. Sehr empfehlenswert.“ An diesem Seminar hat mir besonders gut gefallen „… Die Trainerin“, „…dass ich die ganze Zeit in freundliche, lächelnde Gesichter geschaut habe, „…Die praktischen Übungen der Seminarleiterin“, „…alles“, „…Atmosphäre, Offenheit der Dozentin, Zeitraum, Thema, Vermittlung“ – aus dem Feedback der Freien Universität Berlin, Weiterbildungszentrum, Juli 2015.

„Hallo liebe Frau Mecking, schon längst wollte ich Ihnen zurückmelden, dass ich ausgesprochen positive Resonanzen auf Ihren Workshop erhalten habe, herzlichen Dank noch mal!“ B. Schweitzer, Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V., Mai 2013
„Besonders gut hat mir das Lachyoga gefallen. Zuerst habe ich gedacht, ich kann nicht lachen, aber dann konnte ich gar nicht mehr aufhören. Manche Übungen mache ich zuhause. Das Lachen ist für mich eine gute Entspannungsform…“ Regina Volter, Leitende Pflegefachkraft CBT-Wohnhaus Edith Stein, Caritas Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH, September 2012.

„Vielen Dank für das inspirierende Lachjoga am vergangenen Freitag. Es hat allen Beteiligten sehr gefallen.“ Robin Berndt, Sales Executive im Holiday Inn Berlin City East, September 2012.

„Vielen Dank, dass Sie zum Gelingen unseres Tages beigetragen haben. Ich konnte die Teilnehmer aus Ihrem Workshop selbst bei geschlossener Türe noch bis zum Tresen des Tagungsbüros lachen hören!!!“ Dorothee Bäuerle, CBT – Caritas- Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH, September 2012.

„Angenehme Verknüpfung von Theorie und Praxis, anschaulich und kompetent, sympathische Dozentin.“ Aus dem Feedback der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Berlin, März 2012.

„Gute praktische Hinweise, freundliche Atmosphäre, aktive Arbeit, Raum für persönliche Belange, lustige Gruppendynamik.“ Aus dem Feedback der Freien Universität Berlin, Weiterbildungszentrum, Februar 2012.

„It was great to meet you and participate in your „laugh presentation.“ It was certainly one of the highlights and you stimulated quite a lot of valuable discussion, not to mention energy and levity in what was a long and sometimes exhausting conference.“ Ron Rentel, Consumer Eyes, New York, 2009.