Beliebt oder geliebt

Willst du beliebt sein oder dich geliebt fühlen?

Ein Unterschied, der glücklich macht

Letzte Woche hatte mein Sohn seinen ersten Schultag – begleitet von einer rührseligen Einschulungsfeier, aber auch von den Sorgen und Ängsten der Mama. Da kommen schon mal alte Erinnerungen aus der eigenen Schulzeit hoch. Einige ganz nett, andere weniger schön. Denn wer kann schon von sich sagen, dass alles während der Schulzeit toll war? Wer hat nicht schon das ein oder andere „Trauma“ hinter sich, vielleicht sogar „Mobbing“ erlebt?

Den Begriff kannte ich zu meinen Schulzeiten damals noch nicht. Aber ich lernte schnell, wie es sich anfühlt, nicht zu den hippen Kreisen oder Cliquen zu gehören, sondern eher am Rande zu stehen, „Außenseiter“ zu sein. Irgendwie war ich da hinein gerutscht, ohne es anfangs direkt zu merken. Ich hatte damals eben einfach keine Lust, mich in diesem Wahnsinn ständig behaupten oder „profilieren“ zu müssen. Ich hab lieber ein Buch gelesen, statt auf den Spielplatz zu gehen oder mit anderen Mädels Schminktipps auszutauschen. Das führte aber auch dazu, dass ich in den Pausen keine Spielkameradinnen mehr hatte und im Sport oder auf Klassenfahrten nicht mehr wusste, mit wem ich zusammen sitzen oder die Übung machen sollte. Bis heute mag ich in Seminaren oder bei anderen Anlässen keine Sätze wie „so, nun findet euch mal zu zweit zusammen“.

Beliebt sein um jeden Preis?

Doch was war meine Konsequenz daraus? Ich habe mit der Zeit gelernt, mich zu verbiegen. Nie wieder wollte ich das erleben und habe von da an alles dafür getan, um „beliebt“ zu sein. Der Preis war hoch. Ich habe mich selbst dabei verloren. Ich habe das gemacht, von dem ich meinte, dass es gut ankommt, aber nicht mehr das, was wirklich mir entsprach. Ich habe meine eigene Meinung nicht mehr gesagt und aus lauter Unsicherheit keinem mehr widersprochen. Das hat eine lange Zeit lang auch ganz gut funktioniert. Ich eckte nicht mehr an, hatte keine Feinde mehr, war auf aalglatt getrimmt und angepasst, soweit es nur ging. Ich hatte wieder Freundinnen, wurde überall eingeladen und war überall dabei. Doch glücklich war ich damit nur kurzzeitig.

Es hat lange gedauert, bis ich das merkte. Es hat mich viel Mut, viele Seminare und viele Lernerfahrungen gekostet, zu mir zu stehen, in meine Kraft zu kommen und nicht mehr so viel auf die Meinung anderer zu geben. Ich musste akzeptieren, dass man auch Feinde haben kann – ja sogar sollte. Dass nicht alles harmonisch und glatt läuft, sondern dass Konflikte zu Beziehungen dazu gehören. Dass Menschen im Leben kommen und gehen, dass man sich reibt, lernt, sich weiterentwickelt. Wer will schon verletzt werden? Und doch ist Verletzlichkeit unsere wahre Stärke. Denn es erfordert Mut, die gewohnten Verbiegungs- und Verteidigungsmechanismen fallen zu lassen und die eigene Menschlichkeit offen zu zeigen.

Bedürftig nach Anerkennung – oder im Vertrauen?

Ich weiß heute: ich kann es nie allen recht machen. Aber ich kann in Liebe handeln. Ich sehe heute den Unterschied zwischen „beliebt sein“ und „sich geliebt fühlen“. Wer sich geliebt fühlt, hat ein tiefes Vertrauen darin, dass es eine universelle Liebe gibt, die alle einschließt. Wer sich geliebt fühlt, liebt vor allem erstmal sich selbst – von innen heraus und nicht abhängig davon, welche Erfolge man vorzuweisen hat oder wie viele Likes man in Facebook hat. Wer sich geliebt fühlt, hat möglicherweise Feinde. Nicht aufgrund von Unsicherheit oder unsozialem Verhalten, sondern weil er zu sich steht, in seiner Kraft ist, präsent ist. Damit kommt nicht jeder im Umfeld klar. Denn wer sich geliebt fühlt, hat den Mut, sich zu zeigen – mit allen Ecken und Kanten, allen Schwächen und Unzulänglichkeiten.

„Liebe leben“ geschieht aus der Fülle heraus, nicht aus der Bedürftigkeit nach Anerkennung. Es bedeutet, erst zu geben, ohne herumzufeilschen oder zu erwarten, dass etwas zurückkommt. Es bedeutet, anderen Menschen ihr Glück zu gönnen und sie dabei zu unterstützen.

Ein Mensch, der sich an der Liebe orientiert, hat keine Angst vor der Zukunft. Er fürchtet sich nicht vor irgendwelchen Konsequenzen oder Ergebnissen. Er lebt im Hier und Jetzt und macht sich keinen Kopf über den Kleinkram des Lebens.

Der Weg vom Ego zum erfüllten Selbst

Wirft man einen Blick in die Positive Psychologie, so entspricht der Weg vom „Ich“ (Ego) zum „Selbst“ dem Lauf des Lebens: Wir sind zunächst darauf geeicht, uns anzupassen – auf die Anforderungen der Gesellschaft und die Anforderungen unserer Existenz. Wir werden Experten darin, allem zu genügen, aber wir verlieren dabei allmählich unser Potenzial, unsere Kreativität, unsere Flexibilität. Wenn wir dies verhindern wollen, dann gilt es, immer wieder eigene Lernerfahrungen zu machen, daran zu wachsen. Dinge selbst zu tun, zu erfahren, zu erleben, statt vor dem Fernseher oder im Internet zu hängen.

Der Begriff „Selbst-Optimierung“ ist mittlerweile in aller Munde und wird oft leider falsch verstanden. Denn es geht hier nicht darum, „optimal angepasst für die Gesellschaft“ zu sein. Es geht darum, das eigene Potenzial so zu leben, dass man Erfüllung findet – und zwar in dem, was dem eigenen Selbst entspricht  – und nicht in dem, was die Gesellschaft einem vorgibt.

Du willst ankommen? Dann gehe los!

Glücksforscher Tobias Esch beschreibt dies auch als einen Prozess, der uns von „Angst vermeiden und Stress bekämpfen“ über „Wollen, Neugier, Vergnügen und Abenteuer“ hinführt zu einem Zustand des „Angekommen seins“. Hier geht es nicht mehr um Schein, sondern um Sein. Dabei entsteht Vertrauen, Zufriedenheit, Entspannung und Ruhe. Es wird wichtiger, anderen etwas weiterzugeben. In diesem Zustand  ist man im inneren Frieden mit sich selbst und mit sich im Reinen. Bei vielen älteren Menschen – sofern sie sich eine positive Lebenseinstellung bewahrt haben – kann man beobachten, dass sie gelassener sind und sich von negativen Dingen und Menschen nicht mehr mitreißen lassen.

Meiner Meinung nach müssen wir nicht auf das Alter warten, um in diese Grundeinstellung von Gelassenheit und Vertrauen zu kommen. Im Gegenteil – ich denke, wir können uns nicht früh genug auf diesen „Weg des Bewusstseins“ machen: weg von „um jeden Preis beliebt sein wollen“, hin zu „geliebt sein“, „sich selbst lieben“ und „Liebe leben“.

Die neuen Schulkinder stehen vielleicht damit ganz am Anfang. Sie wollen beliebt sein, anerkannt und gelobt werden. Doch das Beste, was wir tun können, ist es, ihnen schon jetzt zu vermitteln, dass sie geliebt sind – einfach so, nur für ihr Sein – unabhängig davon, was sie tun oder erreichen.

Ich wünsche dir, dass du Liebe leben kannst – zu dir selbst und zu anderen!

Namasté Angela

Der Unterschied zwischen „beliebt sein“ und „sich geliebt fühlen“

Wenn du beliebt bist, dann…
  • finden alle dich toll, aber kennen dich nicht wirklich
  • hast du viele Freunde, on- und offline
  • musst du nie allein sein
  • wirst du überall eingeladen, weil du cool und hip bist
  • Bist du damit beschäftigt, den äußeren Schein zu wahren, damit keiner deine Schwächen erkennt
  • Orientierst du dich an den Zielen, die andere als erstrebenswert ansehen
  • Bist du äußerlich stark, aber innerlich unsicher
  • Machst du dein Selbstwertgefühl abhängig von der Bestätigung durch andere
  • Weißt du nicht, wem du wirklich trauen kannst
  • Lebst du im Mangel
  • Hast du ständig Angst, etwas falsch zu machen und diesen Status zu verlieren

 

Wenn du geliebt bist, dann…
  • Weißt du um dein inneres vollkommenes Potenzial
  • Hast du Feinde oder „Widersacher“, lässt dich aber davon nicht beeindrucken
  • Ruhst du in dir selbst und gönnst dir den Rückzug, den du brauchst
  • Bist du nicht „cool“, „hip“ oder „perfekt schön“, aber strahlst von innen heraus
  • Hast du keine Angst, dich so zu zeigen, wie du bist, weil du zu deinen Schwächen stehst
  • Kennst du deine Mission im Leben und gehst dafür
  • Bist du innerlich stark und strahlst dies nach außen aus
  • Liebst du dich selbst, unabhängig von der Bestätigung durch andere
  • Hast du ein Grundvertrauen darin, dass es eine universelle Liebe gibt, die uns alle einschließt
  • Lebst du in der Fülle
  • Weißt du, dass du keine Fehler machen kannst – sondern nur Lernerfahrungen

 

Jetzt loslaufen

Du möchtest dich auf den Weg machen und wünschst dir Begleitung dazu? Dann gönne dir eine Woche für dich selbst auf unseren „Happiness Yoga Ferien“ – hier werden wir in Workshops Schritt für Schritt deine Lebensaufgabe erkunden und Ressourcen aktivieren, um Schritt für Schritt in dein echtes erfülltes Sein zu finden. Mehr Infos hier…

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Work Life Balance: Ideal oder Irrtum?

Sommerferien…

…für Schulkinder ein Traum, für Eltern oft ein Albtraum. Von allen Seiten höre ich derzeit von verzweifelten Versuchen, die freie Zeit der Kinder mit der Arbeitszeit der Eltern unter einen Hut zu bringen. Da kommt es schonmal vor, dass der Papa von 6:00 bis 11:00 Frühschicht schiebt, damit die Mama dann zur Gleitzeit in ihr Büro fahren kann. Wenn am Ende noch eine Woche Urlaub für alle zusammen übrig bleibt, ist das schon ein Privileg. Auch für mich ist dieses Thema nun aktuell, da mein Sohn ab September zum Schulkind wird. Ich bin zwar in meiner Selbständigkeit relativ flexibel, aber die Projekte wollen trotzdem organisiert sein.

Work-Life-Balance als Aushängeschild für Arbeitgeber

Früher gab’s das nicht. Da haben Familien einen Betrieb gehabt, einen Laden oder einen Hof. Die Kinder haben mitgeholfen, wenn sie aus der Schule kamen oder sind „nebenbei mitgelaufen“, wie es so schön heißt. Mit der Industrialisierung kam der Umbruch: man ging in das Büro oder in die Fabrik und kam erst spät abends wieder zum „Feierabend“ nach Hause. Die Arbeit war zum Geld verdienen da, die wohlverdiente Freizeit zum Entspannen.

Hinzu kamen mit steigendem Wohlstand immer mehr Freizeitaktivitäten und der Anspruch, in der Freizeit „Spaß zu haben“ und etwas Schönes zu unternehmen. Vielen wurde bewusst, dass Arbeit nicht alles ist im Leben, und dass es wichtig ist, die verschiedenen Lebensbereiche („Life Domains“) unter einen Hut zu kriegen. Auch Unternehmen erkannten, dass eine gute Work-Life-Balance dazu beiträgt, dass die Mitarbeiter ausgeglichener sind und entsprechend produktiver arbeiten. Fortschrittliche Konzerne unterstützen dies heutzutage mit Betriebskindergärten, Teilzeitmodellen, Home Office und Entspannungs- und Sportangeboten in der Firma. So ist „Work-Life-Balance“ – oder auch die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben – für viele zum Aushängeschild geworden, auch um Nachwuchskräfte zu werben.

Ist Arbeit das richtige Leben?

Doch es gibt auch kritische Stimmen. Denn allein die Begrifflichkeit, mit der „Arbeit“ und „Leben“ überhaupt unterschieden wird, suggeriert, dass „Arbeit“ nicht das Leben ist, sondern etwas, das erledigt werden muss, zum Geld verdienen. Findet demnach das „richtige Leben“ nur in der Freizeit statt? Kein Wunder, dass wir uns die Freizeit voll stopfen, weil wir meinen, jetzt unbedingt richtig leben zu müssen. Trotzdem verbringen die meisten von uns einen Großteil des Lebens mit Arbeit. Da wäre es schade, wenn schon ab 50 die Jahre bis zur Rente gezählt werden.

Diese Trennung von Arbeit und Privatleben scheint eh bald hinfällig. Durch die Digitalisierung verschmelzen Arbeit und Freizeit immer mehr miteinander. Home Office, Telearbeit, Videokonferenzen und die zunehmende Zahl von Selbständigen, Freelancern und Teilzeitarbeitenden lösen den klassischen 9-to-5-Job ab. Dazu gehört es auch, dass wir nach Feierabend oder im Urlaub in unsere dienstlichen Mails schauen – oder umgekehrt während der Arbeit in Sozialen Medien unterwegs sind.

Da dies auch stressen kann, versuchen einige Arbeitgeber, die Erholung der Mitarbeiter*innen durch Abschalten des Servers nach Feierabend zu unterstützen. Doch die zunehmende Verschmelzung von beruflich und privat lässt sich dadurch nicht aufhalten.

Von Work-Life-Balance zu „Work Life Happiness Balance“

Um diesen Trends gerecht zu werden, entstehen neue Begriffe – von „Work Life Integration“ bis hin zu „Work Fun Balance“. Mit „Work Life Sleep Balance“ wirbt gar ein großer schwedischer Möbelhersteller für „gute Schlafkultur“ und letztlich seine Möbel.

Ich selbst plädiere für „Work Life Happiness Balance“. Ich finde es ok, wenn man die „Life Domains“ getrennt betrachtet – ohne einen davon per se als „schlecht“ oder „falsch“ zu bewerten. Vielleicht lassen sie sich räumlich nicht mehr so trennen, vielleicht auch nicht immer zeitlich. Aber inhaltlich sprechen wir hier von verschiedenen Lebensbereichen, die es gilt, in Einklang zu bringen. Man könnte es auch „Work-Life-Heart-Family-Health-Welfare-Self-Development-Balance“ nennen. Dabei ist nicht ein Bereich wichtiger als der andere oder das „richtige“ bzw. das „falsche“ Leben, sondern jeder Bereich gehört dazu.

Die Natur macht es vor: Pflanzen brauchen Wasser, Erde und Sonne. Aus eigener Erfahrung weiß ich: bekommen unsere Pflanzen im Sommer zu wenig Wasser, so kann dies nicht durch mehr Sonne ausgewogen werden. Auch im Yoga geht es darum, die sieben Energiezentren – oder auch „Chakren“ – in Ausgleich zu bringen. Dies ist die Grundlage, um wiederum Körper, Seele und Geist in Balance zu bringen. Wenn ein Bereich zu kurz kommt, dann kann dies kaum durch ein Mehr in anderen Bereichen ausgeglichen werden.

Das Leben in Balance bringen – wie geht das?

Mit anderen Worten: Wenn der Job keinen Spaß macht, wenn du gemobbt wirst, dich langweilst, etwas tun „musst“, das gegen deine Ethik verstößt, dann nützt die beste Work-Life-Balance nichts. Wenn andererseits deine Beziehung in der Krise steckt, dann wirst du das Yoga-Angebot oder den Pausenraum in der Firma auch nicht wirklich genießen können.

Um das Leben wieder in Balance zu bringen, gilt es, die verschiedenen Lebensbereiche zu benennen und anzuschauen. Wenn ich dies in meinen Coachings und Seminaren mache, dann wird meist schnell deutlich, welche Bereiche nicht im Einklang sind. Sei es der Job, die Beziehung, die Familie, die Gesundheit. Oft liegt in dem Bereich, der gerade „im Argen“ ist, das größte Entwicklungspotenzial. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch bestimmte Lebensthemen hat, die gelöst werden wollen. Dies zu erkennen, ist für viele schon eine große Erleichterung und der erste Schritt auf einem unumkehrbaren Weg Richtung Freude und Erfüllung.

Sieben Anregungen für eine gute „Work Life Happiness Balance“

Doch was kann man noch tun, um die verschiedenen Lebensbereiche unter einen Hut zu bringen, ohne in völliger Erschöpfung oder Frust zu enden? Hier ein paar Anregungen dazu:

1. Nicht den Arbeitsort, sondern die Arbeitszeit klar abgrenzen

Bei den meisten liegt das Problem am Home Office nicht darin, dass man zu Hause ist, sondern dass die Zeiten nicht klar abgegrenzt sind. Statt morgens irgendwo einzustempeln, wird die Arbeitszeit nach Vertrauen gehandhabt. Der Plausch mit Kollegen im Büro ist ok, aber beim Wäsche machen zu Hause meldet sich der „innere Kritiker“ mit Vorwürfen und Schuldgefühlen. Was bei vielen dazu führt, dass man bis spät abends oder ohne weitere Pausen durcharbeitet, um das schlechte Gewissen zu beruhigen.

Ich selbst habe oft nächtelang gearbeitet und mich wie ein „Workaholic“ gefühlt. Mittlerweile erfasse ich meine Zeiten und sehe, wann mein selbst gesetztes Stundenkontingent erreicht ist. Das Arbeitsvolumen wird dadurch nicht weniger – aber die Einstellung verändert sich und der Genussfaktor steigt. Wenn ich zwischendurch joggen gehe oder meditiere, dann ohne schlechtes Gewissen. Wenn ich abends die Zeit dran hänge, dann mit einem guten Gefühl.

2. Glücksmomente zwischenschieben statt aufschieben

Wir neigen dazu, uns erst dann etwas Schönes zu gönnen, wenn die Arbeit geschafft oder das Projekt beendet ist. Da fallen so manche Dinge hintenüber. Studien von Psychologen (Ed O’Brien und Ellen Roney, 2017) haben jedoch gezeigt, dass wir eine schöne Aktivität auch dann genießen können, wenn später noch Arbeit ansteht. Warum also nicht mal zwischendurch einen Mittagsschlaf oder einen Spaziergang machen, oder mit dem Kind auf den Spielplatz gehen? Wichtig ist dabei nur, vorher die erforderliche telefonische Erreichbarkeit abzuklären.

Pausen sind ehedem wichtig: Laut Erkenntnissen im Zeitmanagement funktioniert das Gehirn besser, wenn wir alle 25 – 50 Minuten eine Pause machen. Es braucht solche Auszeiten, um neue Informationen zu verarbeiten und von hier aus wieder in einen kreativen Prozess zu kommen.

3. Nie wieder „ich müsste noch“

Der Reifenwechsel, die Hausreparatur – klar muss das gemacht werden. Man könnte den ganzen Tag mit sowas füllen. Hier hilft manchmal nur noch die Taktik des „aktiven Ignorierens“: Erstmal auf die wesentlichen Dinge konzentrieren – und sich bei allem fragen: was davon ist wirklich wichtig?

4. Erholen – aber richtig!

Nach dem Bürotag auf die Couch, um runterzukommen? Kontraproduktiv! Laut Stressforscher Prof. Dr. Gert Kaluza ist es empfehlenswert, sich außerhalb der Arbeitswelt eine „regenerative Gegenwelt“ zu erschaffen. Wer viel im Büro sitzt, sollte sich hinterher beim Sport auspowern. Wer im Job geistig unterfordert ist, den erfüllen möglicherweise kreative oder künstlerische Tätigkeiten in der Freizeit, oder auch ehrenamtliches Engagement. Wer sich nach der Arbeit – vor allem bei körperlicher Tätigkeit – erschöpft und ausgelaugt fühlt, dem kann ein Vollbad, ein Saunagang oder einfach mal Nichtstun helfen.

5. Die Arbeit sollte Spaß machen – zumindest grundsätzlich

In der Selbstentwicklungsszene sprechen viele von „Herzensaufgabe finden“, „Berufung leben“ oder „Lebensaufgabe finden“. Das finde ich zwar erstrebenswert, aber nicht immer 100%ig und sofort realisierbar. Meiner Meinung nach muss es nicht immer „die eine Sache“ sein, die Berufung, die uns von heute auf morgen für immer glücklich macht.

Aber natürlich solltest du morgens mit einem guten Gefühl und nicht mit Magenschmerzen zur Arbeit gehen. Wenn Letzteres der Fall ist, dann ist es vielleicht an der Zeit, über Veränderung nachzudenken und ggf. den Job zu wechseln.

6. Schuldgefühle loslassen statt sie anderen zuzuschieben

Wir werden nie alles perfekt machen. Gehen wir pünktlich von der Arbeit weg, um Zeit mit Familie oder Freunden zu haben, nagt das schlechte Gewissen, weil wir dem Chef nein gesagt haben zu Überstunden. Sagen wir ja und bleiben länger im Büro, wartet möglicherweise der Partner mit versauerter Mine, weil er alleine die Kinder ins Bett bringen musste. Vor lauter eigenen Schuldgefühlen fangen wir an, dem anderen Vorwürfe zu machen oder aufzurechnen, wer wie viel macht. Dies führt zu Mangeldenken und hilft uns keinen Deut weiter. Also am besten gleich die eigenen Schuldgefühle loslassen und Nachsicht dem Umfeld gegenüber walten lassen.

7. Bestandsaufnahme machen und Lebensbereiche in Einklang bringen

Das Leben ist im Fluss. Unsere Lebensthemen verändern sich kontinuierlich und wollen gelöst werden. Das, was anfangs vielleicht als anstrengend, problematisch und leidvoll erscheint, birgt für die eigene Entwicklung oft das größte Potenzial. Ein erster Schritt in Richtung Balance ist es, Ungleichgewichte zu erkennen, Wünsche zu definieren und Veränderungen vorzunehmen. Wer sich hiermit näher befassen möchte, für den ist vielleicht der Online-Kurs „Aktiviere dein inneres Glück“ interessant. Mehr Infos findest du hier…

Oder du suchst nach Möglichkeiten, eine ausgewogene Balance zwischen Familie und Zeit für dich selbst mal im Urlaub zu finden? Dann informiere dich hier über die Happiness Yoga Ferien – mit Kinderbetreuung…

…oder trage dich direkt hier ganz unverbindlich in die Interessentenliste für die Happiness Yoga Ferien ein…

 

Ich wünsche Dir die richtige Work Life Happiness Balance in allen Lebensbereichen!

Namasté

Angela

 

Buchtipps

„Das Leben ist keine ToDo-Liste“ von Shirley Seul

„Einen Scheiß muss ich“ von Tommy Jaud

 

Videotipp

Robert Betz zum Thema „Work-Life-Balance“

Endlich Ruhe! Digital Detox im Selbstversuch

Wie lange kann man es ohne Internet und Social Media aushalten? Früher ging es schließlich auch. Heute hat man schon ein komisches Gefühl, wenn man mal ausversehen das Handy liegen lässt oder dreht sogar nochmal um, um es zu holen. Viele Menschen bekommen Entzugserscheinungen und greifen verzweifelt immer wieder zum imaginären Handy, wenn sie es nicht dabei haben. Es fehlt ja auch der ständige Dopaminkick. Wäre es wirklich so schlimm? Ich möchte es mal ausprobieren. Zugegebenermaßen, mein Plan ist nicht allzu spektakulär: Ich habe mir den Urlaub dafür ausgesucht, um mal abzuschalten. „Digital Detox“, wie es so schön heißt. Und davon auch nur drei Tage.

Abschalten – doch wie?

Doch auch das will geplant sein. Was, wenn genau jetzt ein wichtiger Kunde mit dem Traumauftrag anruft? Eine Teilnehmerin sich nach einem Seminar erkundigen will? Oder mit meiner Mutter, Vater, Geschwistern oder sonstiger Verwandtschaft irgendetwas ist?

Ich wäge ab, dass die Wahrscheinlichkeit auf den Traumauftrag, den Lottogewinn oder den plötzlichen Herzinfarkt eines Verwandten zwischen Freitag- und Montagvormittag relativ gering ist. Genauso wie alle anderen Anfragen bis Montag warten können. Für meine WhatsApp-Freunde ändere ich meinen Status in „bin grad offline“. Für sonstige Eventualitäten beschließe ich, einmal am Abend kurz mein Handy vom Flugmodus in den normalen Modus zu wechseln – ohne Paketdaten. Nun aber wirklich ab in den Flugmodus! Am liebsten würde ich ganz abschalten – aber das geht nicht, weil ich es ja im Urlaub zum Fotografieren brauche. Der normale Fotoapparat liegt zu Hause.

Am ersten Tag vermisse ich nichts – ich ertappe mich nur hier und da, auf einem Ausflug ständig nach Instagram-tauglichen Fotomotiven zu suchen. Ganz schön stressig. Abends, als ich im Bett liege und den Tag Revue passieren lasse, werde ich irgendwie traurig. Nicht, weil mir Facebook fehlt oder ich mir den Kopf zerbreche, was ich alles gerade auf Instagram und co. verpasse. Sondern im Gegenteil: Mir wird schmerzlich bewusst, wie überflüssig das alles ist. Hat diese ganze Selbstdarstellung und Selbstprofilierung noch mit uns selbst als Mensch zu tun? Wer soll das alles lesen? Müssen wir wirklich so viel Zeit mit Facebook, Instagram, Xing, Twitter, Flickr, Youtube und co. verbringen? Und vor allem: macht uns das glücklich? Psychologen wissen, dass das Gegenteil der Fall ist: Wir vergleichen uns mit den tollen Erlebnissen der anderen und kommen dabei zwangsweise zu kurz. Denn wer ist schon im Dauerurlaub, geht immer auf tolle Konzerte oder ist ständig frisch verliebt? Den schnöden Alltag der Leute, das kämpfen, scheitern, die Leere, die Langeweile kriegen wir nicht mit.

Nicht nur das: die digitalen Medien kosten uns Zeit, rauben uns die Konzentrationsfähigkeit und vermutlich auch einige Gehirnzellen. Viele Menschen können zudem immer schlechter schlafen, weil sie gerade in den Abendstunden noch mit digitalen Medien beschäftigt sind. Eine Studie, die von Microsoft unter Kanadiern durchgeführt wurde, bestätigt Beängstigendes:

  • Menschen verbringen täglich 11 Stunden mit digitalen Medien
  • Sie werfen im Schnitt 253 Blicke täglich auf das Handy
  • 44% haben Schwierigkeiten, sich auf eine Sache zu konzentrieren.
  • Insgesamt sinkt die Aufmerksamkeitsspanne: Menschen können 8 Sekunden bei der Sache bleiben – ein Goldfisch 9 Sekunden.

In Deutschland ist es noch nicht ganz so schlimm, aber auch hier verbringen Menschen zweieinhalb bis drei Stunden täglich mit Social Media, gerade jüngere Leute.

Ist „Digital Detox“ ein Ausweg?

Da liegt es nahe, einfach mal das Smart Phone abzuschalten und zu „fasten“. Macht das Sinn? Experten sagen, dass es jedoch nicht reicht, einmalig länger abzuschalten und danach so weiterzumachen wie vorher. Viel wichtiger sei es, sich regelmäßige Auszeiten zu nehmen, mal ohne Handy spazieren zu gehen oder bei Verabredungen nicht auf das Gerät zu starren, sondern sich dem Gegenüber zu widmen. Sie betonen aber auch: Social Media an sich müssen nicht unglücklich machen. Sondern es kommt darauf an, wie man sie nutzt – man kann sie einsetzen, um Hetze zu betreiben oder einen Spendenaufruf zu tätigen, um zu verblöden oder sich weiterzubilden.

Ich finde es klasse, dass ich dank Facebook Kontakte mit Menschen in aller Welt pflegen kann, die ich kennengelernt habe. Doch ich merke, dass die Relationen nicht mehr stimmen: Muss ich wissen, wo entfernte Bekannte gerade im Urlaub sind und welche Cocktails sie dort schlürfen? Welchen Sandburgenbau-Wettbewerb die Kinder gewonnen haben, ob die Katze getanzt oder der Hund gesungen hat? Während ich andererseits nicht mal die Zeit finde, meine besten Freundinnen „live“ zu sehen? Da stimmt doch was nicht. Am zweiten Detox-Tag nehme ich mir vor, ganz bald meine Freundin zu besuchen, die ich lange nicht gesehen habe.

Achtsamkeit und digitale Welt – passt das zusammen?

Zum Glück findet jeder Wahnsinn auch irgendwann einen Gegentrend. So entstehen Trends, dass moderne Menschen nicht nur vegan, ökologisch, biologisch und fair leben wollen, sondern auch „low digital“. Da wird zum Beispiel vor Meetings in einigen Unternehmen eine Minute in Stille inne gehalten und bewusst geatmet. Da wird empfohlen, statt ein Selfie zu machen, lieber in die Ruhe zu kommen, in sich hinein zu fühlen, wie es einem geht und wo man gerade steht.

Atem, Yoga, Achtsamkeit – alles nichts Neues und dennoch aktueller denn je. All diese Methoden helfen uns dabei, „low digital“ umzusetzen. Zumindest hat man beim Yoga einen Anlass, abzuschalten. Besser noch, wenn es dabei nicht bleibt. Im Café, beim Treffen mit Freunden oder beim Spielen mit dem Kind könnte man es ebenfalls ausprobieren. Übrigens: es gibt bereits Apps, die „low digital“ unterstützen. Da sieht man dann abends, wie oft man online war. Verrückte Welt, aber vielleicht hilft es ja.

Am dritten Digital Detox Tag nehme ich vor, „low digital“ mehr in meinen Alltag zu integrieren. Auch wenn es nicht so leicht fällt wie ich dachte. Nicht weil ich selbst nicht klar komme. Sondern weil die anderen ja auch mit Smart Phone leben –  und das dann eben auch von mir erwarten. Dazu ist das Smart Phone schon so sehr Bestandteil des Alltags geworden – von der Einkaufsliste über den Wecker, Kalender, Taschenlampe, Notizbuch, Rechner bis hin zu Google Maps.

Wie konsequent soll es sein?

Das wurde mir in meinem drei-tägigen Urlaubs-Detox sehr bewusst: Eine Fahrradtour mit unseren Freunden und den Kindern stellte sich als um einiges länger heraus als geplant, so dass letztere irgendwann streikten. Na gut, Detoxbruch Nr. 1: Ich schalte den Flugmodus aus, rufe meinen Partner an, der eh als „Besenwagen“ eingeplant war und bitte ihn, die Kinder mit dem Auto abzuholen. Doch er findet uns nicht, während wir irgendwo bei Hitze in einem abgelegenen Feld zwischen Molkerei und Tulpenfeld sitzen. Hmmpf, es hilft ja alles nichts –  Detoxbruch Nr. 2. Ich schalte die Paketdaten an, sende ihm per WhatsApp unseren Standort, und innerhalb von wenigen Minuten ist er da und sammelt drei erschöpfte, aber glückliche Kinder ein. Ein Hoch auf das Smart Phone! Und ein Hoch auf die Möglichkeit, es auch mal auszuschalten.

Digital Detox – mein persönliches Fazit

Abgesehen von diesem kleinen geschummelten „Notfall“ habe ich aber auch viele schöne Dinge erlebt und erfahren: Mehr entspannte Phasen, mehr Ideen und Kreativität, gute Gespräche mit den Freunden und der Familie (sofern diese auch mal ihr Smart Phone weggelegt haben), in Ruhe ein Buch lesen, den Kindern beim Sandburgen bauen zuschauen (ohne ein Bild zu posten!) und einfach nur auf die Wellen schauen. Der Urlaub ist schnell vorbei. Bereits auf der Rückfahrt erlaube ich mir, wieder einzuschalten und die ca. 100 neuen WhatsApp Nachrichten zu überfliegen. Nichts Wichtiges – vieles aus Gruppen, kaum etwas Persönliches. Ein lieber Freund hatte sich Sorgen gemacht – weil er vergeblich versucht hatte, mich auf verschiedenen Kanälen zu erreichen. Irgendwie schön zu wissen.

Wenn du diesen Blog auf deinem Smart Phone oder Tablet bis hierhin gelesen hast – egal wo du gerade bist – dann atme einmal tief durch, halte inne und lass vor deinem inneren Auge die Menschen erscheinen, die dir wirklich wichtig sind. Denn wenn du mal traurig, angeschlagen, deprimiert oder in Not bist, dann werden nicht deine Facebook-oder Insta-Follower für dich da sein – sondern die Menschen, mit denen du echte, wertvolle und erfüllende Zeit verbracht hast.

Namasté Angela

 

7 Tipps für „Low Digital“ – das empfehlen Experten

  1. Eingewöhnung: mal ein bis drei Tage ganz verzichten – es ist einen Versuch wert
  2. Handyfreie Zonen einrichten: Raus mit dem geliebten Knochen – vor allem aus dem Schlafzimmer! Denn allein der kurze Smart Phone Check kurz vor dem Einschlafen kann einem den letzten Schlaf rauben.
  3. Handyfreie Zeiten einplanen – beim Essen mit der Familie oder Freunden, bei Verabredungen, beim Spaziergang im Wald – da geht’s sicherlich auch mal ohne.
  4. Im Ungewissen bleiben – wie hieß noch gerade der Schauspieler, der damals…? Kaum hat man in geselliger Runde eine solche Frage gestellt, werden die Handys gezückt, Siri, Google und co. befragt. Warum nicht mal etwas herumraten und sich freuen, wenn es einem auch so irgendwann einfällt?
  5. Live statt Video- wie oft werden wir bei Treffen mit Freunden gedrängt, uns mal eben kurz die letzten Urlaubsbilder oder das neueste lustige Video anzuschauen. Ist das wirklich nötig, wenn man sich eh selten sieht und sich vielleicht viel wichtigere Themen zu erzählen hat?
  6. Benachrichtigungen ausschalten – mindestens auf stumm schalten, besser noch die Anzeige von neuen Nachrichten ausschalten – so sinkt mit der Zeit die Versuchung, ständig zu schauen, was es Neues gibt. Ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber garantiert stressfreier.
  7. Zurück zu analog – nimm die Taschenlampe, Stift und Papier, einen Wecker oder gar einen Stadtplan – und wenn du mal deine AirBNB-Unterkunft oder die Blabla-Car nicht findest, dann frage einfach jemanden nach dem Weg ;-).

 

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Pech gehabt? Glück gehabt! Es ist nicht so wie es aussieht…

Warum die kleinen Ärgernisse des Lebens auch etwas Gutes haben

Endlich Urlaub! Eine Woche Holland liegt vor uns, zusammen mit lieben Freunden, den Kindern, Sand, Strand und hoffentlich Sonne. Gerade sind wir kurz vor der Autobahnauffahrt, da fällt meinem Partner etwas ein: „Mist, wir haben den Schraubenschlüssel für die Fahrräder vergessen.“ Sowas Dummes, wo wir eh schon spät dran sind. Aber ohne den Schlüssel können wir die Fahrräder nicht benutzen. Schließlich haben wir sie mühselig auf den wackeligen Ständer gehievt. Dazu bekomme ich eh schon bei jedem Blick in den Rückspiegel einen Panikanfall, weil ich mich frage, ob dieses Konstrukt wirklich so hält. Wir drehen also um, ab nach Hause, den Schraubenschlüssel holen. Dort wartet eine Überraschung: Hier liegt nicht nur der Schraubenschlüssel, sondern auch mein Rucksack – darin Laptop, Portemonnaie, alle Ausweise und alles, was sonst noch so wichtig ist. Eben habe ich mich noch geärgert, jetzt bin ich erleichtert: Wenn wir nicht nochmal umgedreht wären, hätte ich das Wichtigste vergessen. Und dies vermutlich erst 3 Stunden später am Zielort gemerkt.

Oft genug ärgern wir uns über die kleinen Nachlässigkeiten und Geschehnisse im Alltag. Und ja, manche Dinge sind einfach nur ärgerlich. Doch die meisten von uns haben es auch schonmal erlebt, dass „unangenehme“ Ereignisse sich im Nachhinein als Glücksfall herausstellen. Nicht nur im Kleinen, sondern auch im Großen.

Nichts ist unbedeutend – solange es dir selbst etwas bedeutet

Schaut man sich die inspirierenden und erfolgreichen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte an, so haben sie meist eines gemeinsam: Sie haben sich von den Rückschlägen des Lebens nicht entmutigen lassen. So hat zum Beispiel Steve Jobs – der Begründer von Apple – damals sein Studium hingeschmissen, sehr zum Missfallen seiner Eltern. Er hat daraufhin nur noch Dinge gemacht, auf die er Lust hatte. Unter anderem Kalligraphie – schönes Schreiben. Nicht unbedingt ein Fach, das Erfolg, Wohlstand und Karriere versprach. Doch genau diese Kenntnisse haben laut Steve Jobs bei der Entwicklung des Mac den Unterschied gemacht. Nur so kam er auf die Idee, verschiedene Schriftarten zu integrieren. Eine Besonderheit, die damals einzigartig war. So war sein „Scheitern“ die Grundlage für einen Riesen-Markterfolg. Und doch wurde ihm das erst lange später bewusst. Seine Erkenntnis daraus:

„Ihr könnt keinen Zusammenhang herstellen, indem ihr vorausschaut. Ihr könnt diesen nur herstellen, indem ihr zurückschaut. Ihr müsst also darauf vertrauen, dass sich die Punkte in der Zukunft irgendwie verbinden.“ Steve Jobs

Die Erkenntnis ist nicht ganz neu. Auch Buddha wusste bereits, dass so manche leidvolle Ereignisse im nachhinein betrachtet ein Segen sein können:

„Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.“ Buddha

Unschöne Erlebnisse oder gar „Leid“ – wer hat das schon gerne? Aber es passiert nunmal – und dann kann es uns helfen, eine andere Sichtweise darauf einzunehmen. Und genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen den Menschen, die an Herausforderungen zerbrechen oder irgendwann entnervt aufgeben, und denen, die auch langfristig zufrieden und erfolgreich sind. Letztere erkennen, dass alle Dinge im Leben zwei Seiten haben, und dass nicht eine Sache nur gut oder nur schlecht ist.

Ich mach mir die Welt so wie sie mir gefällt?

Psychologen nennen das „günstige Erklärungsstile“. Damit ist gemeint, dass zufriedene Menschen die Ursachen für Misserfolge nicht nur bei sich selbst suchen, sondern diese auch als Gesetzmäßigkeit des Lebens sehen. Sie erkennen, dass jeder vermeintliche Rückschlag irgendwo einen tieferen Sinn hat und nur vorübergehend ist, also auch wieder bessere Zeiten kommen. Sie geben sich nicht selbst die Schuld an allem Geschehen und hadern nicht unnötig lange damit.

Umgekehrt glauben sie jedoch im positiven Sinne an eine Art „Selbstwirksamkeit. Das heißt, sie sehen zwar einen tieferen Sinn in Schicksalsschlägen, glauben aber auch daran, dass sie selbst einen positiven Einfluss auf ihr Schicksal haben und diesem nicht hilflos ausgeliefert sind. Das klingt erstmal paradox: Ist nun alles Schicksal oder können wir das, was uns passiert, selbst beeinflussen? Meine Erfahrung zeigt:

Wir können es nicht immer beeinflussen, was uns passiert. Aber wir können entscheiden, wie wir darüber denken und wie wir damit umgehen.

Diese Grundeinstellung kann sowohl im Job als auch in Beziehungen mit anderen Menschen sehr hilfreich sein. So haben Forscher in den USA bei Versicherungsvertretern anhand von Fragebögen untersucht, warum einige erfolgreicher waren als andere. Sie haben festgestellt: Diejenigen, die sich von Absagen nicht entmutigen ließen, verkauften 20% mehr Versicherungen.

Weitere Studien zeigen: wer in Gesprächen das Gefühl hat, von seinem Gegenüber gemocht zu werden, neigt dazu, in einer angenehmeren Tonlage zu sprechen und freundlicher zu agieren. Dies wirkt sich wiederum positiv auf den Gesprächspartner aus, womit die gegenseitige Sympathie sich verstärkt.

Positiv denken oder schön reden?

Sicherlich ist mit „positiv denken“ nicht gemeint, alles Schlimme schön zu reden oder Probleme zu verdrängen. Aber die Psychologie belegt: Je stärker wir daran glauben, dass die Welt – und auch die Zukunft – Gutes für uns bereit hält, umso weniger lassen wir uns von Problemen entmutigen. Das führt dazu, dass wir unsere Ziele nicht so schnell aufgeben und diese somit besser erreichen.

Wird alles gut? Alles wird gut!

Eine solche optimistische Lebenseinstellung hätte mir persönlich sicherlich geholfen, als ich vor vielen Jahren meinen Job verlor und ziemlich verzweifelt war. Ich konnte lange nicht daran glauben, dass es für irgendetwas gut sein sollte. Erst später habe ich erkannt, dass dieses Ereignis mir dazu verholfen hat, mich auf den Weg zu machen – und dass ohne diese Entscheidung viele erstaunliche und schöne Dinge in meinem Leben nicht passiert wären. Dass ich mich ohne dieses Ereignis vielleicht nicht so sehr aus meiner Komfortzone heraus bewegt hätte.

Doch wie kann man bei solchen Ereignissen gelassener bleiben, nicht daran verzweifeln und trotzdem optimistisch in die Zukunft blicken? Gehirnforscher sagen: Einiges, was unsere Grundeinstellung ausmacht, ist genetisch bedingt oder durch die Erfahrungen, die wir als Kind gemacht haben. Doch es ist nicht hoffnungslos. Denn eine positive Lebenseinstellung lässt sich auch trainieren. Hier findest du einige Tipps, wie du mit den kleinen und großen Ärgernissen und Rückschlägen des Lebens besser umgehen kannst.

Ich wünsche dir das Vertrauen, die Dinge so nehmen zu können wie sie sind und dass du an Fehlschlägen wachsen kannst, statt daran zu verzweifeln.

Namasté Angela

 

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Sechs Tipps, um die Ärgernisse und Rückschläge des Lebens gelassener zu nehmen

  1. Versetze dich 10 Jahre in die Zukunft und frage dich, inwiefern dieses Ereignis dich dann noch betreffen wird.
  2. Frage dich, ob in diesem Erlebnis – so ärgerlich es auch gerade ist – irgendein Geschenk oder eine Botschaft für dich enthalten ist.
  3. Überlege dir 3 Beispiele aus deinem Leben, bei denen ein ärgerliches Ereignis oder Erlebnis sich im Nachhinein als gut herausgestellt hat.
  4. Bei kleinen Ärgernissen: denke nicht zu viel drüber nach, analysiere nicht unnötig viel, sondern hake es mit einem Lachen und einer wegwerfenden Handbewegung ab.
  5. Bei größeren Misserfolgen oder Scheitern: schau dir ehrlich an, welchen Anteil du selbst daran gehabt haben könntest und schreibe dir die „Lessons learned“ – dein Fazit – für das nächste Mal auf. Dann lass los und vergib dir selbst. Mach dir bewusst: du bist auch nur ein Mensch und du hast dein Bestes getan.
  6. Wenn das Leben dich mal so richtig ungerecht behandelt und du das Gefühl hast, immer wieder kämpfen zu müssen: Bade in Selbstmitleid und jammere! Manchmal ist es nun mal ungerecht und gibt es nichts zu beschönigen. Lege für dich einen bestimmten Zeitraum fest, in dem dies bewusst tust. Danach richte dich neu aus und schau nach vorne.

Mach dir bewusst: wer nicht den Mut hat, zu scheitern, wird immer in seiner Komfortzone bleiben und keine Risiken eingehen. Glücklich und erfolgreich sind die Menschen, die den Mut haben, zu springen, auch ohne dass sie das Netz sehen.

Du bist derzeit in einer schwierigen Situation und möchtest dich neu ausrichten, nach vorne schauen, deinen Lebensmut, deine Träume neu entdecken? Dann lass dich begleiten – mit dem Online-Kurs „Aktiviere dein inneres Glück und leuchte!“

Zitate

„Ihr könnt keinen Zusammenhang herstellen, indem ihr vorausschaut. Ihr könnt diesen nur herstellen, indem ihr zurückschaut. Ihr müsst also darauf vertrauen, dass sich die Punkte in der Zukunft irgendwie verbinden.“ Steve Jobs

„Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.“ Buddha

„Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.“ Buddha

FLOW: Arbeiten, ohne zu Arbeiten

Fünf Tipps für mehr Flow im Leben

Kennst du diese Tage, an denen man überhaupt nicht in die Gänge kommt? Ich zur Genüge. Ich ärgere mich an solchen Tagen immer, dass die Zeit so nutzlos dahin fließt, ohne dass ich etwas Produktives geschafft habe. Wenn es dann noch draußen sommerlich heiß ist, man die Zeit auch gut und gerne im Freibad oder am See verbringen könnte und gleich das Kind abgeholt werden will – da ist der Frust vorprogrammiert.

Manchmal geht es mir aber auch so, dass ich – wenn ich erstmal mit etwas angefangen habe – unendlich viele Stunden damit verbringen kann, etwas fertig zu kriegen. Ich vergesse dabei sogar, zu essen oder mir etwas zu trinken zu holen – und das will was heißen. Ich gehe dann voll in meiner Aufgabe auf. Ich schau nicht auf die Uhr, weil ich hoffe, dass endlich Feierabend ist, sondern weil ich hoffe, dass noch genügend Zeit bleibt, um weiter zu machen, bevor ich das Kind abholen oder abends ins Bett muss.

Sinn und Potenzialentfaltung bei der Arbeit – wie ist das möglich?

Diesen letzteren beschriebenen Zustand nennen Wissenschaftler den „Flow-Zustand.“ Seitdem die meisten von uns nicht mehr schweißtreibende und harte Arbeit am Fließband machen müssen, rückt immer mehr die Frage in den Vordergrund: wie können wir so arbeiten, dass wir einerseits unser Potenzial voll einsetzen (so hätten es gerne die Chefs), wir andererseits aber auch mit Spaß und Leichtigkeit dabei sind? So wünschen es sich zumindest die meisten Berufstätigen.

Ein Forscher, der sich mit diesem Phänomen besonders einen Namen gemacht hat – wenn auch einen unaussprechlichen –  ist der ungarische Wissenschaftler Mihaly Csikszentmihalyi. Er hat bei Künstlern beobachtet, dass diese in ihrem kreativen Schaffen wie in einer Art „Trance“ den Pinsel geschwungen oder ein Lied komponiert haben. Er machte außerdem Erhebungen mit Spitzensportlern und stellte fest, dass diese vor allem im Flow-Zustand zu Höchstleistungen fähig waren.

Csikszentmihalyi beschreibt Flow auch als „Entrücktsein vom aktuellen Tagesgeschehen“, „das völlige Aufgehen in der momentanen Tätigkeit“ oder „das Verweilen in einem Zustand des glücklichen Unendlichkeitsgefühls.“

Kinder im Dauerflow

Kindern scheint das sehr viel näher zu liegen als Erwachsenen. Im Gegensatz zu mir fällt es meinem Kind überhaupt nicht schwer, in den Flow-Zustand zu kommen. Er nimmt sich ein Spielzeug, Bauklötze oder Playmobil und kann sich so intensiv damit beschäftigen, dass er es auch beim 10. Mal nicht hört, wenn ich ihn dazu auffordere, sich anzuziehen oder die Zähne zu putzen.

Auch wenn mir dann manchmal fast der Geduldsfaden reißt, kann ich es ihm nicht verübeln, dass er in seine Welt eintaucht. Zumal Kinder in diesem Zustand unendlich kreativ sind und mehr lernen, als sie es je durch Belehrungen von außen tun. Sie brauchen in solchen Momenten nicht mal eine positive Rückmeldung – die Aufgabe an sich ist Belohnung genug. Wenn ich meinen Sohn lobe, was er Tolles gebaut hat, will er das nicht hören.

Der Psychologe Siegbert A. Warwitz hat festgestellt, dass bei spielenden Kindern der Urzustand des Flow zu finden ist. Er nennt dies auch „glückseligen Zustand des Bei-sich-Seins.“ Wenn Kinder zum Beispiel Rollenspiele machen, dann spielen sie nicht Captain Sharky, sondern sie sind es. Sie gehen voll in der Figur auf, die sie gerade spielen.

Voraussetzungen für Flow

Doch kann auch ein normaler Erwachsener in diesen Zustand kommen, wenn er nicht Künstler oder Sportler ist? Wie können wir es erreichen, dass Arbeit nicht mehr als Arbeit erscheint, sondern als sinnvoller Ausdruck des eigenen Potenzials? Laut Csikszentmihalyi braucht es folgende Voraussetzungen, um in den Flow-Zustand zu kommen:

⇒ Das richtige Maß an Herausforderung

Mir geht es oft so: wenn die Aufgabe langweilig ist, kann ich mich nicht aufraffen, sie zu beginnen. Wenn mir umgekehrt etwas zu schwierig, komplex oder zu viel erscheint, dann gerate ich in eine Art „Schockstarre“ und es geht auch nichts mehr.

Wichtig ist es, eine gewisse Herausforderung zu haben, aber keine Überforderung. Die Stressforschung bestätigt: „Guter Stress“ – auch „Eustress“ genannt –macht produktiv und kreativ. Zu viel oder zu wenig Stress macht krank.

⇒ Ein Ziel vor Augen haben

Diese alte Geschichte macht deutlich, worum es geht:
Ein Passant traf auf seinem Wege drei verschiedene Arbeiter. Er fragte den ersten, was er denn da tue, als dieser mürrisch einen Stein bearbeitete. „Das siehst du doch. Ich maure“ sagt er dem Passanten. Der zweite tat das Gleiche, schien aber etwas motivierter zu sein. Auf die Frage des Passanten hin antwortete er „ich arbeite an einem Fenster.“ Der dritte Arbeiter bearbeitete mit einer solchen Hingabe den Stein, dass er kaum ansprechbar war. Seine Antwort auf die Frage des Passanten: „Ich baue eine Kathedrale.“

Das Gefühl, für etwas Größeres zu arbeiten, beflügelt uns. Selbst wenn die Tätigkeit an sich nicht spannend ist. Die Sichtweise entscheidet.

⇒ Vollkommene Konzentration und direkt sichtbares Handlungsergebnis

Wenn mein Sohn einen Turm baut, dann stürzt der zusammen oder bleibt stehen. Er sieht sofort, ob er „erfolgreich“ gebaut hat oder nicht. In unserem Arbeits- und Privatleben ist es leider nicht immer so direkt ersichtlich, ob ein Projekt klappt, eine Beziehung hält oder eine Strategie aufgeht. Wichtig ist, dass das Gehirn optimal gefordert ist. Und dass man schnell merkt, ob die Tätigkeit zum Erfolg führt. Ein Fliesenleger sieht schnell, ob es passt, ein Lehrer hingegen braucht viel Geduld und Feingefühl, um kleine Erfolge zu erzielen.

⇒ Die Zeit vergessen

Wer auf der Arbeit nichts zu tun hat, für den zieht sich die Zeit wie Kaugummi. Wer im Flow ist, vergisst die Zeit. Nachteulen wir ich merken dann gegen 2:00 nachts, dass sie doch mal langsam ins Bett gehen sollten.

⇒ Glücksgefühl aus sich heraus

Im „Flow-Zustand“ ist auch die Tätigkeit an sich schon Belohnung genug. Wer in einem Chor singt, zieht sein Glücksgefühl nicht nur aus dem großen Auftritt, sondern auch aus den zahlreichen Proben, in denen jeder kleine Erfolg, jede gelungene Partitur schon zählt.

Auch hier machen Kinder es vor: Wenn mein Sohn ein richtig tolles Schiff aus Magnetspielzeug gebaut hat, dann zerstört er es meist sofort wieder, um neu anzufangen. Das Tun macht ihn glücklich.

Mehr Flow im Alltag – so geht’s

Was bedeutet das für uns? Wir wollen doch schließlich produktiv sein und nicht das, was wir erschaffen, gleich wieder kaputt machen, oder? Chirurgen haben nur eine Chance, es richtig zu machen, sonst kommen sie in Teufels Küche. Auch Baufirmen können ein Haus nicht immer wieder abreißen, bis es ihnen gefällt. Doch wenn wir unsere vielen kleinen Tätigkeiten im Berufs- und Privatleben mal genauer betrachten, können wir trotzdem Voraussetzungen schaffen, um öfters in den Flow-Zustand zu kommen. Und somit mehr Erfüllung, Produktivität, Kreativität und sogar Spaß bei dem zu empfinden, was wir tun.

Flowtipp 1: Lass den Perfektionismus los

Oft lähmt uns das Gefühl, es unbedingt richtig machen zu wollen. Perfektionismus ist ein Grund dafür, dass wir vieles entweder gar nicht anfangen oder es nicht zum Ende bringen. Wie oft höre ich Menschen sagen, „Ich muss vorher noch die oder die Ausbildung machen, bevor ich loslegen kann.“ Auch Fehler dürfen sein und gehören dazu. Edison hat es Tausende Male immer wieder neu versucht mit der Glühbirne. Vertriebler müssen sich zahlreiche „Neins“ einholen, um irgendwann mal ein „Ja“ zu bekommen. Lass den Gedanken los, dass alles sofort perfekt sein muss. Fange einfach an – der Rest kommt von selbst.

Flowtipp 2: Sieh das Große Ganze

Um in den Flow zu kommen, ist es hilfreich, ein Ziel vor Augen zu haben, das Größere Ganze. Im beruflichen Zusammenhang bedeutet das: Sieh das Ziel des Unternehmens, des Projektes oder des Produktes an und führ dir vor Augen, inwiefern dieses Produkt oder diese Organisation etwas für das Wohl der Menschen tut. So ziemlich jede Aufgabe – vom Manager bis zur Putzfrau – hat ihre Bedeutung, sonst gäbe es sie nicht.

Solltest du in deiner Tätigkeit auch bei genauerer Betrachtung absolut nichts finden, was der Menschheit dient, dann wechsele deinen Job. Gleiches gilt auch, wenn du dich ständig über- oder unterfordert fühlst mit den Aufgaben, die dir zugetragen werden.

Flowtipp 3: Schalte Ablenkungen aus

Es fällt uns immer schwerer, uns länger auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Ständig tingeln neue Nachrichten ein, WhatsApp-, Telegram-, Mails, Facebook etc. Wie oft sind wir versucht, mal eben zwischendurch drauf zu schauen. Und schon brauchen wir wieder richtig lange, um zurück in die jeweilige Aufgabe zu finden. Also: Benachrichtigungen ausschalten, das Handy auf stumm oder weit weg gelegt, die Bürotür zu und Eintauchen in die wirklich wichtige Aufgabe. Es ist bei dir im Büro nicht machbar? Dann finde Wege – vielleicht durch Home Office oder ein Schild an der Tür.

Flowtipp 4: Lerne zu spielen und zu lachen

Jeder von uns konnte spielen. Doch mit der Zeit haben wir es verlernt. Erwecke deinen Spieltrieb wieder. Mache etwas Albernes, spiele mit Kindern, tue etwas, was du sonst nie tun würdest. Humor ist dabei das A und O, denn damit geht alles leichter. Suche dir eine Lachyoga-Gruppe. Hier gibt es einen Raum, in dem du ungestört und ungehemmt spielen kannst. Hier ist albern sein erlaubt, loslassen, lachen und lustig sein.

Wenn wir etwas verkrampft tun oder wollen, entsteht kein Flow. Wenn wir jedoch üben, spielerisch an Dinge heran gehen, dann meistern wir auch Herausforderungen leichter.

Flowtipp 5: Erschaffe dir Flow-Momente

„Flow“ ist in deinem Beruf nicht machbar, aber du kannst derzeit nicht kündigen? Dann schaue privat nach Möglichkeiten und Aktivitäten, die dich in den Flow bringen. Singe in einem Chor, mache einen Malkurs, schreibe Gedichte oder koche etwas nach einem besonderen Rezept. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich Flow-Erlebnisse – und somit auch Glücksmomente – zu erschaffen. Mehr Ideen und Tipps dazu findest du auch im vorherigen Blog „Das Ei das auf den Teppich fiel„.

Ich wünsche dir viel Leichtigkeit und FLOW!

Namasté

Angela

P.S: du weißt nicht so recht, welche Ziele du dir setzen sollst oder bist noch unklar über deine Ausrichtung, den Sinn, deine Visionen? Dann lerne das SMILE-Programm kennen und lass dich begleiten – mach jetzt den kostenlosen Happiness Check…

Zitate

„Indem wir uns mit jedem Detail unseres Lebens befassen, egal ob gut oder schlecht, finden wir Glück, nicht indem wir direkt danach suchen.“ Mihály Csíkszentmihályi

„Glück entsteht auf der Grenze zwischen Langeweile und Angst, wenn also die Herausforderung genauso groß ist wie die Fähigkeit, mit ihr umzugehen.“ Mihaly Csikszentmihalyi

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Friedrich Schiller

Buchtipp

Mihaly Csikszentmihalyi: Flow. Das Geheimnis des Glücks

Das Ei, das auf den Teppich fiel – oder: Glücksmomente sind überall

Unser Glücksexperiment und was dabei Erstaunliches passierte

Heute war kein schöner Tag. Nix Schlimmes, aber auch nichts Besonderes, halt so die üblichen Pflichten: Kind zum Kindergarten, Büroarbeit, Versicherungskram regeln. Spaß? Genießen? Besondere Erlebnisse? Nicht wirklich. Jetzt ist es Abend und ich habe das Gefühl, der Tag war irgendwie vergeudet. Von wegen „Carpe Diem – genieße den Tag“. Wenn das so einfach wäre. Ich hadere noch ein bisschen, nehme dann mein Handy und schreibe in die WhatsApp-Gruppe: „Ich bin dankbar, dass ich ein Dach über dem Kopf habe.“ Schon bessert sich meine etwas gedrückte Stimmung. Andere leben auf der Straße – oder wären froh, wenn sie ein Kind in den Kindergarten bringen könnten – oder einen Job hätten, in dem sie Bürokram machen könnten. Mir wird wieder bewusst, wie gut es mir geht. Und ich gehe zufrieden ins Bett.

„Die WhatsApp-Gruppe“ – das ist eine „Glücksmomente-Challenge“, die ich mal ins Leben gerufen habe. Dabei geht es darum, jeden Tag etwas in die Gruppe zu schreiben, worüber man sich gefreut hat oder wofür man dankbar ist. Ein kleiner Gruppen-Selbstversuch, für den ich auf einem Workshop ein paar freiwillige Mitmacher*innen gewinnen konnte. Die Idee ist aus folgender Erkenntnis heraus entstanden:

Dankbarkeit macht glücklich

Es geht uns so gut wie selten zuvor, aber wir jammern trotzdem. Kein Wunder: in der Steinzeit mussten wir ständig auf der Hut sein vor den Gefahren des Lebens, sonst wären wir schon ausgestorben. Im Angesicht des Säbelzahntigers gibt es nun mal keine Muße, den Sonnenaufgang zu bewundern. Heute leben wir einigermaßen sicher, aber wir können schöne Momente trotzdem nicht genießen.

Um das zu ändern, haben sich Dankbarkeitsübungen bewährt. Zahlreiche Studien aus der Glücksforschung belegen die Wirkung von Dankbarkeit: Menschen, die zum Beispiel jeden Tag drei Dinge aufschrieben, für die sie dankbar waren, haben schon nach kurzer Zeit positive Veränderungen erlebt. Sie waren nicht nur insgesamt zufriedener, sondern es ging ihnen auch gesundheitlich besser. Sie hatten ein höheres Energielevel, erreichten ihre Ziele schneller und es erhöhte sich ihr Bedürfnis, auch anderen zu helfen.
Das wollte ich doch mal ausprobieren mit unserer Gruppe. Und zwar, indem wir nicht nur Glücksmomente oder Dinge aufschreiben, für die wir dankbar sind, sondern diese auch noch per WhatsApp mit anderen teilen – 40 Tage lang. Ich war gespannt, wie es laufen würde – und es übertraf meine Erwartungen. Hier einige Erkenntnisse daraus:

Glücksmomente erleben, ohne glücklich zu sein

Viele Menschen denken, dass sie dann glücklich sein werden, wenn alle äußeren Umstände perfekt sind. Sie vertagen ihr Glück auf später: wenn ich in Rente bin, wenn ich erstmal die Beförderung habe, wenn ich genügend Geld habe, dann… Doch durch diese Denkweise nehmen wir uns die Freude über das, was bereits ist und vergessen das Hier und Jetzt.

Natürlich ist es auch wichtig, an morgen zu denken, zum Zahnarzt zu gehen oder Versicherungskram zu regeln. Wenn wir jeden Tag nur noch in die Sauna gehen, Urlaub machen oder Freunde treffen würden, ohne uns um unsere Existenz zu kümmern, wären wir bald pleite und planlos. „Carpe Diem“ muss nicht heißen, es immer krachen zu lassen oder nur zu faulenzen. Es bedeutet vielmehr, auch im Alltag die kleinen Glücksmomente zu erkennen.

Zum Beispiel:

  • Den Vögeln zuhören, die morgens früh ihr Konzert singen, bevor man zur Arbeit fährt.
  • den Duft nach Sommerregen auf der Straße riechen
  • Menschen beobachten, die einem Bettler Geld geben und sich daran freuen
  • Nach einem langen Arbeitstag zufrieden ins Bett fallen

Unser Experiment hat aber auch deutlich gemacht, dass wir nicht immer auf die „glücklichen Zufälle“ warten müssen. Wir können uns täglich bewusst Glücksmomente kreieren, indem wir uns eine bestimmte Sache vornehmen. Zum Beispiel Gartenarbeit, frühmorgens schwimmen gehen, sich mit langjährigen Freundinnen treffen, tanzen gehen oder mal einen anderen Weg von der Arbeit nach Hause nehmen.
Glück vermehrt sich, wenn man es teilt

Was mich besonders geflasht hat war die Erkenntnis, dass wir uns nochmal doppelt und dreifach freuen konnten, als wir die Glücksmomente der anderen gelesen haben. Zusätzlich haben wir wiederum von den anderen Inspirationen bekommen. Jeden Tag sind wir daran erinnert worden, inne zu halten, den Tag zu reflektieren und einen Grund für Dankbarkeit zu finden. Und wir haben festgestellt: egal was gerade ist – wir können wir immer noch dankbar sein, ein Dach über dem Kopf und genug zu Essen zu haben.

Aus „Pechmomenten“ Glücksmomente machen

Es ging sogar darüber hinaus. Denn wir haben gemerkt, dass sogar aus „Pechmomenten“ oder trotz trauriger Ereignisse Glücksmomenten entstehen konnten. Hier einige Beispiele:

  • Ich hab ein spontanes Treffen abgesagt weil ich mich als „Lückenbüßer“ gefühlt habe – und ich fühl mich gut damit 😉
  • Es tut so gut Freude zu haben mit denen ich auch kurze Zeit nach der Nachricht, dass meine Oma verstorben ist, noch lachen und Spaß haben kann
  • Ich habe den Mut gehabt, zu mir zu stehen und damit einen Konflikt in Kauf zu nehmen
  • Heute hat mein Kater auf den Teppich gebrochen und ich war so froh, dass es ganz frisch war und ich es ohne Flecken wegnehmen konnte. 😀🐈🍀
  • Mir war nicht besonders, aber ich habe ein Lied gehört und habe ich bisschen getanzt. Danach fühlte ich mich glücklich und wohl.
  • Mein Glücksmoment war, als mir ein rohes Ei auf den Teppichboden gefallen war und es sich ganz leicht und ohne Flecken wieder entfernen ließ. 😀

Wer entscheidet also darüber, wie wir mit einem Ungeschick, einem ärgerlichen oder gar traurigen Ereignis umgehen? Das Experiment zeigt: nur wir selbst! Wir können immer wieder inne halten und entscheiden, wie wir etwas bewerten. Sollen wir uns den Tag vermiesen lassen oder das Positive sehen? Positiv denken heißt dabei nicht, Probleme zu verdrängen – sondern eher eine andere Perspektive einzunehmen und den Silberstreif am Horizont zu sehen.

Glück = Glück + Glücksmomente

Das Leben ist sicherlich mehr als eine Aneinanderreihung von Glücksmomenten. Für ein zufriedenes Leben braucht es laut Glücksforschung erfüllte Beziehungen, das Gefühl, einen Sinn zu sehen und in Dankbarkeit zu sein über das, was ist. Der Fokus auf die kleinen Glücksmomente erhöht jedoch die Dankbarkeit und richtet die Aufmerksamkeit auf die Sahnehäubchen des Lebens. Die bewusste Wahrnehmung der schönen Momente trainiert unser Gehirn darauf, diese immer leichter zu erkennen und auch bewusst zu erschaffen.

Außerdem lernen wir automatisch, auch in den unangenehmen Dingen des Lebens das Gute zu sehen oder zumindest nicht daran zu verzweifeln. Wir können uns immer mehr freuen an den Glücksmomenten anderer und entwickeln selbst den Wunsch, anderen etwas Gutes zu tun. Wenn immer mehr Menschen dies bewusst tun, dann tun sie nicht nur etwas Gutes für sich, sondern auch für die Welt.

Namasté Angela

 

Glückstipps

Der Klassiker: das  „Glückstagebuch„: Besorge dir ein schönes Heft oder einen Block und schreibe jeden Tag auf: 3 Dinge, die gut gelaufen sind, die du erfolgreich gemeistert hast oder für die du dankbar bist. Ich bin mir sicher – dein Leben wird sich verändern.

18 Glücksmomente – Nachmachen ausdrücklich erwünscht!

Nimm dir jeden Tag eine Sache vor, die dir einen Glücksmoment beschert. Hier ein paar Ideen dafür aus unserer Challenge:

  1. Frühmorgens schwimmen gehen
  2. Meditation
  3. In der Mittagspause ein Eis essen
  4. Zeit mit Kindern verbringen (eigene Kinder, Enkel, Patenkinder…)
  5. Gartenarbeit
  6. In die Sauna gehen
  7. Sport machen
  8. Sich auf eine Wiese legen, in den Himmel schauen und die Sonne genießen
  9. Sich mit alten Freundinnen oder Freunden treffen
  10. Kabarett anschauen
  11. Jemanden in den Arm nehmen
  12. Torte essen
  13. Tanzen gehen
  14. Bastelabend mit der Familie / Freunden
  15. Bewusst den Vögeln lauschen
  16. Ein besonderes Rezept raussuchen und lecker kochen
  17. Einen fremden Menschen ansprechen und mit ihm zusammen 1 Minute Lachen
  18. Sich blamieren und dabei Spaß haben

 

Zitate

„Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.“ Wilhelm Busch

„Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.“ Erasmus von Rotterdam

„Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten.“ Pearl S. Buck

Fels in der Brandung des Lebens – warum Meditation glücklich macht

Boh, ist das langweilig! Ferse, Spann, Ballen, Zehen – gaanz langsam schreite ich durch die Gehmeditation. Lieber würde ich jetzt joggen gehen oder mich mit jemandem angeregt unterhalten. Aber ich soll eben lahm gehen, hier im „Vipassana Meditation Center“ in Nepal. Ich müsste nachher mal mein T-Shirt durchwaschen, fällt mir da ein. Und bald gibt es endlich Frühstück! Meine Gedanken schweifen ab. Ich zwinge mich, bei der Wahrnehmung meiner Fersen zu bleiben, bei jedem einzelnen Muskel, der sich anspannt, wieder entspannt, bei jedem Druckpunkt, der meinen Fuß nacheinander mit der Erde verbindet. Dann spüre ich die aufgehende Morgensonne auf meinen Wangen, dazu den sanften Wind. In der Ferne ertönt der Gong des nahen japanischen Tempels, exotische Vögel beginnen ihr Lied zu singen. Am Wegesrand sehe ich eine Blume, die in einem solch tiefen Rot blüht, wie ich es noch nie zuvor gesehen habe. Ein Schmetterling tanzt um sie herum. Was für eine unendliche Fülle an Sinneseindrücken!

Später, in der Sitzmeditation, geht es nur noch um die Innenwelt. Der Raum ist abgedunkelt, man soll sich anderthalb Stunden lang nicht bewegen, die Füße schlafen ein. Die Schmerzen wandern von einer Stelle im Körper zur nächsten. Manchmal sind sie kaum noch aushaltbar. Wenn ich dann trotzdem ausharre, beginnt die Energie in meinem Körper zu fließen. Wow! Solche Momente gehören zu den schönsten in diesen 10 Tagen, dich ich mir hier auferlegt habe. Die längsten 10 Tage meines Lebens – und doch auch mit die prägendsten.

Meditation – Trend nicht nur in der Wirtschaftswelt

Meditation: das ist heute keine weltferne Eso-Masche mehr, sondern in aller Munde. In der Wirtschaftswelt redet man von „Achtsamkeit“ und so manch ein gestandener Manager meditiert vor wichtigen Meetings, um gelassen und mit innerer Kraft in die Verhandlung gehen zu können. Entspannung, MBSR und Meditation werden nicht nur in zahlreichen Frauenmagazinen als Weg zur Gelassenheit empfohlen, sondern auch in ZEIT, FAZ und Wirtschaftswoche. Dies birgt jedoch die Gefahr, dass Menschen sich gedrängt fühlen, diesem Trend zu folgen. Um fit für den Erfolg oder leistungsfähiger zu werden oder um noch besser zu funktionieren.

Innere Einkehr – neue Perspektiven

Doch es geht um das Gegenteil. Nämlich darum, einfach mal zu sein statt zu tun und zu machen. Ziel ist es, inne zu halten, zur Ruhe zu kommen, den eigenen – meist negativen – Gedankenkreislauf zu durchbrechen. Bei der Meditation üben wir, im Hier und Jetzt zu sein, die Perspektive zu wechseln und Zugang zur eigenen Intuition, göttlichen Essenz oder inneren Weisheit zu finden. Durch Meditation stärken wir unsere innere Kraft und machen unsere Lebenszufriedenheit und Gefühle unabhängig von den Stürmen des Lebens. Sie hilft uns, aus der Opferrolle auszusteigen und zu erkennen, in welchen Bereichen des Lebens wir uns viel zu viele Sorgen und Gedanken machen. Wir werden uns bewusst, dass wir dem alltäglichen Stress und unseren Problemen nicht hilflos ausgeliefert sind. Viele Probleme verlieren an Bedrohlichkeit, wenn wir unsere Einstellung dazu verändern. Durch Meditation können wir dies Schritt für Schritt tun – in Richtung mehr Lebensfreude, Gelassenheit und Zufriedenheit. Dabei wiederum können bessere Konzentrationsfähigkeit, Stressresistenz und somit auch mehr Erfolg im Leben durchaus eine Folge von regelmäßiger Meditationspraxis sein.

Meditation verändert Gehirnstrukturen

Auch für Skeptiker oder diejenigen, die sich gerne selbst als „Verstandesmensch“ bezeichnen, gibt es mittlerweile genügend Argumente und Studien, die die positive Wirkung von Meditation belegen. Forscher weltweit haben herausgefunden, dass bei der Meditation der Blutdruck sinkt, der Herzschlag sich verlangsamt, die Atmung sich vertieft und Muskelanspannungen reduziert werden. Hirnforscher haben festgestellt, dass sich durch regelmäßige Meditation die Aktivität des Gehirns messbar verändert. Und zwar genau in den Hirnregionen, wo es um Gefühle geht, und auch um körperliche Empfindungen. Der Hirnbereich, in dem Sinneseindrücke gebündelt werden (Thalamus) und die gesamte Aufmerksamkeit sich sammelt, wird gestärkt. Der Fokus richtet sich auf positive Dinge und die Hirnregion, in der Angst und Stress entstehen (Amygdala), wird gedämpft. Auch konkrete körperliche Beschwerden lassen sich nachweislich durch Meditation reduzieren, so zum Beispiel Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Herzstolpern oder Durchblutungsstörungen.

Meditation gegen Kriminalität?

Einige Studien beschreiben darüber hinaus noch den sogenannten „Maharishi-Effekt“: demnach sei in den Städten in den USA, in denen mindestens 1% der Bevölkerung regelmäßig Meditation ausübten, die Kriminalität signifikant zurückgegangen. So könnte Meditation auch ein Weg sein, um zu mehr Frieden, Harmonie und Mitgefühl auf dieser Welt beizutragen. Die Belegbarkeit dieser These wird jedoch von einigen Seiten angezweifelt.

Unabhängig von wissenschaftlichen Ergebnissen und Belegen erlebe ich, was in unseren Kursen und Seminaren passiert, in denen Menschen inne halten, meditieren, atmen, entspannen oder Yoga praktizieren. Der Gruppenzusammenhalt steigt, es entstehen Mitgefühl, Liebe und Verständnis für die Mitmenschen. Statt Stress, Misstrauen oder Konkurrenz breitet sich eine Atmosphäre von Gelassenheit und Zufriedenheit aus. Da jeder einzelne ein sehr viel stärkeres Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse – aber auch die Bedürfnisse der anderen – entwickelt, finden die meisten eine gute und gesunde Ausgewogenheit zwischen „für sich selbst sorgen“ und für andere da sein. Nicht nur im Seminar selbst, sondern auch später im Alltag.

5 Tipps, um Meditation in den Alltag zu integrieren

Doch wie lässt sich Meditation dauerhaft und sinnvoll in den Alltag integrieren? Ich selbst kam damals mit den besten Vorsätzen aus dem Meditationszentrum heraus: Jeden Tag zweimal anderthalb Stunden, das hatte ich mir vorgenommen. Zwei Wochen lang habe ich das durchgehalten. Dann kamen wieder Lebensphasen, in denen ich völlig vom Alltag verschluckt wurde, gar nicht meditierte oder nur selten. Nach jahrelangem Experimentieren habe ich nun Wege gefunden, die mir helfen, dran zu bleiben. Diese Erfahrungen möchte ich hier mit dir teilen.

1. Weniger ist mehr

Jeden Tag anderthalb Stunden in tiefe Meditation versinken? Das schaffen vielleicht Mönche im Himalaya, aber für einen normalen berufstätigen Menschen ziemlich unrealistisch. Macht aber überhaupt nichts. Der Wissenschaftler John Kabat Zinn hat festgestellt, dass auch kurzes, regelmäßiges Meditieren positive Effekte zeigt. Nimm dir also lieber eine kürzere Zeitdauer vor und versuche, dies regelmäßig zu machen, statt nach wenigen Tagen entnervt aufzugeben, weil du keine anderthalb Stunden schaffst. 15 Minuten täglich reichen schon aus.

2. Sei nicht zu streng mit dir selbst – aber bleibe dran

Geißele dich nicht selbst, wenn es mal an einem Tag nicht klappt. Es wäre schade, wenn Schuldgefühle die bereits erzielten Fortschritte wieder zunichte machten. Mache dann einfach am nächsten Tag wieder weiter! Wichtiger ist, dass du dauerhaft dran bleibst, auch wenn du immer wieder neu anfängst.

3. Fange leicht an und probiere aus

Du musst nicht gleich die schwierigsten Meditationstechniken beherrschen, um loszulegen. Absolute Gedankenlosigkeit mag für einige das Ziel sein, sollte aber nicht krampfhaft angestrebt werden. Beginne sanft, vielleicht mit einem täglichem „Body Scan“ oder Yoga Nidra, oder auch einer geführten Phantasiereise. Wenn du dann das Gefühl hast, dabei schon ruhiger zu werden, kannst du weitere Techniken ausprobieren.

4. Nutze die 40-Tage-Formel

Laut Yoga-Tradition braucht der Mensch 40 Tage, bis sich eine neue Denk- oder Handlungsweise als Gewohnheit etabliert hat. Laut Gehirnforschung braucht es 30 Tage, bis sich neue neuronale Verbindungen im Gehirn bilden. Wenn du verschiedene Arten von Meditation ausprobieren möchtest, dann bleibe mindestens 40 Tage am Stück bei einer Technik. Führe dabei Tagebuch über das, was in deinem Leben so passiert. Dann kannst du die Wirkung verschiedener Techniken noch besser reflektieren.

5. Sei ohne Erwartungen

Wie bei vielen anderen Dingen ist es bei der Meditation auch: Je mehr wir mit einer bestimmten Vorerwartung oder Vorbewertung herangehen, umso weniger erfüllt sich dies. Erwarte weder Erleuchtung noch Wunderheilung von irgendeiner Art der Meditation. Denn genau das ist auch das Prinzip: Löse dich von allen Vorstellungen, wie die Dinge sein sollten und akzeptiere das, was gerade ist. Je mehr du dich der Erwartungslosigkeit hingibst, umso mehr wirst du positiv überrascht werden.

Ich wünsche dir viel Spaß dabei!

Namasté Angela

 

Glücksaufgabe

Mache dir eine Notiz in deinem Kalender, in 40 Tagen. Wähle eine Meditationstechnik für dich aus, die du in diesen 40 Tagen anwenden möchtest. Besorge dir ein Tagebuch und schreibe jeden Tag deine Erfahrungen auf.

Meditationen für dich

Hier findest du Entspannungsreisen, Meditationen, Yoga Nidra und vieles mehr. Such dir einfach eine raus und lege los!

 

Buchtipps

Meditation löst Lebensprobleme von Safi Nidiaye

Jetzt! Die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle

 

Bekannte Entspannungs- und Meditationstechniken

Body Scan

Eine sehr einfache und effektive Möglichkeit, den Grübelkreislauf der Gedanken zu unterbrechen, inne zu halten und in die Entspannung zu kommen. Dieser wird eingesetzt als Vorbereitung auf autogenes Training sowie zur Entspannung nach einer Yoga-Stunde oder auch Fitness-Stunde. Hierbei geht man den Körper gedanklich durch und entspannt nach und nach jeden Körperteil. Hier findest du einen angeleiteten Body Scan…

Yoga Nidra

Yoga Nidra bedeutet „yogischer Schlaf“. Dies ist eine Yoga-Technik aus der tantrischen Tradition, die durch tiefe Entspannung und bewussten Schlaf den Zugang zu tiefen Bewusstseinsschichten ermöglicht. Yoga Nidra ist eine systematische Methode, um vollkommene mentale, emotionale und physische Entspannung herbeizuführen. Diese geführte Reise durch den Körper lenkt das Bewusstsein auf alle Körperteile. Die Teilnehmer scannen dabei ihren Körper vom Kopf bis zu den Zehen und entspannen dabei jeden einzelnen Teil ihres Körpers. Optional führt der Gruppenleiter sie danach durch verschiedene Visualisierungen und Empfindungen, z.B. heiß/ kalt, leicht / schwer, Atemräume (Nase, Brustraum, Bauch), Orte der Entspannung (Meer, Wald, Landschaft). Weiterhin gibt es die Möglichkeit, am Anfang einen Wunsch oder Intention (Sankalpa) einzugeben und die Aufmerksamkeit am Anfang und Ende darauf zu lenken. Hier findest du eine Yoga Nidra Kurzentspannung…

Phantasiereise

Fantasie-, Märchen- oder Traumreisen sind imaginative Verfahren. In der Psychotherapie werden sie zum Aufspüren von innerer Kraft und Weisheit eingesetzt. Als Entspannungsverfahren wirken sie therapeutisch. Sie werden als Geschichten von einem Sprecher erzählt. Ein tiefer Ruhe- und Erholungszustand wird durch eine entspannte Körperposition, die Zuwendung durch den Sprecher sowie die Hinwendung auf die meist als angenehm erlebten Bilder in der eigenen Fantasie erzielt. Durch eine herabgesetzte Muskelspannung kommt es zu einer körperlich-seelischen Entspannung. Der Zuhörer stellt sich innere Bilder zu den Texten vor, in die möglichst viele angenehme Sinneseindrücke eingebaut sind. Hier geht es zur Phantasiereise „Die Oase“…

Vipassana-Meditation

Vipassana ist eine der ältesten Meditationstechniken Indiens und bedeutet soviel wie „die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind“. Es geht hier darum, den Geist von trüben Gedanken und „Unreinheiten“ zu befreien. Dies geschieht durch Selbstbeobachtung. Man beobachtet den Atem, körperliche Empfindungen und die Gedanken. Alles was gerade da ist – Gedanken, Sorgen, Schmerzen – wird als reine Empfindung angesehen und von einer Bewertung (gut oder schlecht) abgekoppelt.

Zen-Meditation

Zen ist eine wichtige Richtung im Buddhismus. Der Begriff „Zen“ leitet sich vom Sanskrit ab und bedeutet „Meditation“ oder „Versenkung“. Man versucht dabei, im gegenwärtigen Augenblick präsent zu sein, sei es bei der Zen-Meditation in der Konzentration auf die Haltung und Atmung oder auch bei allen anderen Tätigkeiten des Alltags. Um den Gedankenkreislauf zu stoppen, arbeitet man hier mit „Tricks“, wie z.B. von 1 bis 10 zählen, den Atem beobachten, sich mit Rätseln („Koans“) befassen. Das sind unlösbare Aufgaben oder paradoxe Aussagen, die der Lehrer dem Schüler in die Meditation mitgibt.

MBSR – Mindfulness Based Stress Reduction

Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR) ist ein von dem Molekularbiologen Jon Kabat-Zinn in den späten 1970er Jahren in den USA entwickeltes Programm zur Stressbewältigung durch gezielte Lenkung von Aufmerksamkeit und durch Entwicklung, Einübung und Stabilisierung erweiterter Achtsamkeit. Hier geht es um eine Kombination von Yoga, Sitz- und Gehmeditation. Bei allen Übungen steht das nicht-wertende Annehmen dessen im Vordergrund, was gerade im Augenblick wahrnehmbar ist. Das können Körperempfindungen (z. B. Druck, Kribbeln), Gefühle (angenehm / unangenehm), Emotionen (z. B. Angst, Trauer), Stimmungen, Sinneswahrnehmungen oder Gedanken sein. Diese Methode findet sowohl in der Wirtschaftswelt immer größere Verbreitung, wird aber auch im klinischen Bereich (zum Beispiel mit chronisch Kranken) eingesetzt.

Dynamische Meditationen

Der spirituelle Lehrer Osho hat verschiedene Meditationen entwickelt, die mit Bewegung verbunden sind: zum Beispiel schütteln, tanzen, springen, aber auch Wut oder Albernheit herauslassen. Verschiedene Gefühle wie Weinen und Lachen finden hier ebenso ihren Ausdruck.

Besonders effektiv ist vor allem die Lachmeditation, die auch im Lachyoga nach Dr. Madan Kataria eingesetzt wird. Hier lässt man ca. 10 – 30 Minuten lang das Lachen frei sprudeln. Dies kann alleine praktiziert werden, ist aber einfacher in einer Gruppe, weil hier der gegenseitige Ansteckungseffekt genutzt werden kann. Hier findest du eine „Lachaufnahme„, die dich dabei unterstützen kann, in das freie Lachen hinein zu kommen.

Zitate

„Bei der Meditation geht es nicht um den Versuch, irgendwo hinzugelangen. Es geht darum, dass wir uns selbst erlauben, genau dort zu sein, wo wir sind, und genau so zu sein, wie wir sind, und desgleichen der Welt zu erlauben, genau so zu sein, wie sie in diesem Augenblick ist.“ Jon Kabat-Zinn

„Das Gegenstück zum äußeren Lärm ist der innere Lärm des Denkens. Das Gegenstück zur äußeren Stille ist innere Stille jenseits der Gedanken.“ Eckhart Tolle

„Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen.“ Jon Kabat-Zinn

„Meditation ist das Reinigen des Geistes und Herzens vom Egoismus; durch diese Reinigung entsteht das richtige Denken, das allein den Menschen vom Leid befreien kann.“ Jiddu Krishnamurti

„Existenz ist nur im gegenwärtigen Moment. Der Verstand ist niemals im gegenwärtigen Moment.“ Osho

 

Veränderung: Die einzige Konstante im Leben

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Du möchtest Veränderung in dein Leben holen? Dann lass dich mit diesem Kurs dabei begleiten!

Veränderung war immer Teil meines Lebens. Ich bin mindestens 20 Mal umgezogen, habe an 12 verschiedenen Orten gelebt, davon vier im Ausland, und in mindestens 10 verschiedenen Jobs gearbeitet. Auch meine „Lebensabschnittsgefährten“ haben öfters gewechselt. Das habe ich mir nicht ausgesucht. Ich mag zwar Freiheit und Abenteuer, aber oft habe ich mich nach mehr Beständigkeit und Sicherheit gesehnt.

Nicht festklammern, sondern loslassen – nur wie?

Doch immer wenn ich das Gefühl hatte, jetzt kann ich mich mal zurücklehnen, hat das Leben mich wieder aus meiner Komfortzone heraus geschubst – manchmal auch ziemlich hart, anhand von Jobverlust oder ungewollten Trennungen. Je mehr ich mich an etwas festgeklammert habe, umso schneller ist es zwischen meinen Händen in Scherben zerfallen. Mein Nicht-Loslassen-Wollen hat mich dazu gezwungen, loszulassen.

Weißt du, wie in Indien die Affen gefangen werden? Die Jäger legen eine Banane in eine Kokosnuss, deren Öffnung gerade so groß ist, dass die Pfote hindurch passt. Der Affe umfasst seine Beute, macht die Pfote zur Faust und kommt nicht mehr heraus, weil er krampfhaft daran festhält. Der Jäger hat dann ein leichtes Spiel.

Genauso habe ich damals versucht, alles festzuhalten – den Job, den Partner, die Sicherheit – in der Hoffnung auf mehr Beständigkeit in meinem Leben. Doch vergeblich. Bis ich von einem Trainer einen entscheidenden Satz hörte, der mein Leben veränderte:

„Veränderung ist die einzige Konstante im Leben“

Mir wurde klar: Es geht darum, die Veränderung anzunehmen. Die Wellen des Lebens gehören dazu, und wir können uns nicht dagegen wehren. Es kann sogar Spaß machen, darauf zu reiten. Wenn wir lernen, Veränderungen als Teil des Lebens anzunehmen, gehen wir darin nicht mehr unter. Wie bei einem Surfer: Er paddelt in das Meer, nutzt die Kraft der Wellen und hat jede Menge Spaß dabei. Wenn es ihn umhaut, stellt er sich wieder drauf und surft weiter.

Als ich mit diesem Bild meine Sichtweise änderte, passierte etwas Erstaunliches: mein Leben wurde beständiger. Die Abstände zwischen Job-, Stadt-, und Partnerwechsel wurden größer. Und irgendwann hatte ich das Gefühl, angekommen zu sein. Wenn Veränderung ansteht, dann geht es sanft und ohne Drama. Schließlich bin ich mittlerweile darin geübt, immer wieder meine Komfortzone zu erweitern.

Viele von den Menschen, die ich früher beneidet habe – weil sie die „sichere Variante“ des Lebens gewählt haben, mit Hochzeit, Hausbau, festem Job – sind mittlerweile getrennt oder haben aufgrund von Umstrukturierungen mindestens einmal ihren Job verloren. Andere wiederum sagen mir, dass sie nichts lieber tun würden, als aus ihrem Hamsterrad auszusteigen. Veränderung geht an keinem vorbei. Doch wie viel oder wenig davon ist gut?

Macht Veränderung glücklich?

Veränderungsbereitschaft ist Typsache. Manche sind schnell überfordert. Sie brauchen die äußere Sicherheit. Auf der anderen Seite sprechen Psychologen von den „Sensation Seekers“, die immer wieder den Kick brauchen, um nicht in Langeweile unterzugehen. Sie werden dann zu Freeclimbern, Base Jumpern oder Höhlentauchern. Aber auch diejenigen, die Beziehungen oder Jobs beenden, sobald sich Routine einstellt oder ihnen etwas nicht passt, zählen als „Sensation Seekers“.

Dann gibt es die Menschen, die jahrelang ein scheinbar „normales“, geradliniges Leben geführt haben. Bis die Sinnkrise oder ein Schicksalsschlag sie dazu bringt, den Sprung aus der Sicherheit zu wagen und sich komplett neu zu orientieren. Sie verfolgen mutig ihren Lebenstraum: Der Bänker, der zum Yogalehrer wird, die Ärztin, die nach Nepal auswandert, um in einem Entwicklungshilfeprojekt zu arbeiten oder der Anwalt, der auf LKW-Fahrer umsattelt. Befragt man diese Menschen, so ist das Fazit bei den meisten: Sie haben zwar weniger Status und Geld als vorher, sind aber glücklicher. Doch ob ein solcher Schritt realisierbar scheint, hängt auch von der Lebensphase ab.

Wann macht Veränderung Sinn?

Forscher des Max-Planck-Instituts haben festgestellt, dass Menschen bis 30 eher bereit sind für Veränderung. Es hängt noch nicht so viel dran, wie Kinder, eigenes Haus oder Karriere. Danach ist vielen das Risiko zu hoch. Erst ab Mitte 60 steigt wieder die Veränderungsbereitschaft. Man tritt in eine neue Lebensphase ein, die Kinder sind aus dem Haus, es geht wieder leichter.

Grundsätzlich ist das Bedürfnis nach Sicherheit tief in uns verankert. Unser Gehirn ist darauf programmiert, effizient zu arbeiten und möglichst viele Prozesse automatisch ablaufen zu lassen. Selbst im Ruhezustand verbrauchen unsere 80 Milliarden Nervenzellen im Gehirn viel Energie. Routinierte Abläufe reduzieren den Stress und verschaffen uns ein ruhiges Gefühl. Was dazu führt, dass wir oft lieber den Status Quo beibehalten als etwas zu ändern, auch wenn dieser nicht mehr angenehm ist.

Neue Erlebnisse? Glückstraining für’s Gehirn!

Trotzdem lohnt sich der Schritt aus der Komfortzone: In einer Studie wurden Menschen befragt, die mit großen Veränderungen im Leben rangen. Sechs Monate nach der Entscheidung waren diejenigen glücklicher, die sich für die große Veränderung entschieden hatten. Aber es geht auch im Kleinen. Alles, was das Gehirn aus der Routine herausreißt, mag sich zunächst ungewohnt anfühlen. Laut Forschung aktivieren jedoch gerade neue, positive Erfahrungen das Gehirn und überfluten das Belohnungszentrum mit Glückshormonen.

Schon kleine Erlebnisse reichen dafür aus. Probiere es mal aus: ein neues Musikstück hören, mal irgendwo hingehen, wo du sonst nie landen würdest: Nähkurs, Doppelkopfabend, Salsa-Tanzkurs oder Infoabend zum Thema Renaissance. Vielleicht mal wahllos in einen Zug oder eine S-Bahn steigen, irgendwo aussteigen, wo du noch nie warst und dort in die Eckkneipe gehen. In ein Land reisen, wo du noch nie warst.

Wenn also ein kompletter „Reset“ im Leben nicht ansteht, dann kannst du auch im Kleinen dafür sorgen, dass das Gehirn aktiv bleibt und dich mit Glücksgefühlen versorgt. Das ist wie eine Art „Training“: Wenn du innerlich flexibel bist und eine positive Grundeinstellung hast, dann bist du gut aufgestellt, wenn mal eine „große“ Veränderung im Leben ansteht. Egal, ob diese durch äußere Umstände erzwungen wird, oder du dich selbst dafür entscheidest.

Happiness Gedanken

  • Wir können nichts halten, indem wir uns daran festklammern
  • Sobald wir die Veränderung als Teil des Lebens akzeptieren, geht alles leichter
  • Wir können unser Gehirn auf Veränderung programmieren, indem wir im Alltag neue Erfahrungen suchen
  • Wenn wir im Kleinen neue Erfahrungen erleben, sind wir für große Veränderungen besser gewappnet.
  • Die Surfer machen es vor: auf den Wellen reiten, genießen, und wenn es uns umhaut, einfach wieder aufstehen

Happiness Tipp

Suche dir eine ungewöhnliche Aktivität, etwas, was du noch nie oder selten gemacht hast. Tue dies in einem Bewusstsein von kindlicher Neugier, Freude und Offenheit. Fühle hinein, wie es dir dabei geht und hab Spaß daran!

Coaching-Programm: Der Glücks-Charakter-Booster

Trainiere die Eigenschaften, die dich glücklich machen!

Zitate

»Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.« Chinesisches Sprichwort

»Es sind nicht die äußeren Umstände, die das Leben verändern, sondern die inneren Veränderungen, die sich im Leben äußern.«, Wilma Thomalla, Deutsche Publizistin

»Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.« Charles Darwin, Englischer Naturforscher

Buchtipp

„Mut. Lebe wild und gefährlich“ von Osho – hier direkt bei Amazon bestellen…

 

Die Freude der Wahl? Leichter Entscheidungen treffen

Neulich im Urlaub habe ich versucht, für meine Freundin, mich und die Kinder etwas im Café zu bestellen: „Drei Crêpes“ – „mit Nutella, Apfelmus oder Zimt?“ fragt die nette Spanierin hinter der Theke. „Nutella“. „Mit Sahne oder ohne?“ „Drei mit Sahne, einen ohne.“ „Mit Eis?“ „ähm, ja, mit Eis“. Der Kakao wird einfacher, dachte ich mir. „Mit Sahne oder ohne?“ „Mit“. „Welche Art von Schokolade – weiß, braun, Bitterschokolade,…?“ Sie hält mir eine Karte hin mit etwa 6 verschiedenen Kakaosorten. Als wir endlich am Tisch sitzen und dazu noch zwei Cappuccino organisiert haben – der für meine Freundin sollte laktosefrei sein, aber das habe ich im Eifer des Gefechts verpasst – war ich urlaubsreif, obwohl wir uns gerade in selbigem befanden. Ich fühle mich bei sowas immer wie in einem Assessment Center, in dem man hoch konzentriert zuhören und Fragen wie aus der Pistole geschossen beantworten muss. So viele Wahlmöglichkeiten können ganz schön anstrengend sein.

Dabei müssten wir doch dankbar sein. Selten in der Geschichte der Menschheit haben wir mehr Freiheiten gehabt – ob es um unsere Beziehungsform geht, den Beruf, die Länder, die wir bereisen, den Namen, den wir annehmen oder das Geschlecht. Diese Freiheit ist ein großes Privileg und nicht in allen Teilen dieser Welt selbstverständlich.

Dafür ist auch dagegen

Doch je mehr Möglichkeiten wir in unserem Leben haben, umso mehr Entscheidungen müssen wir treffen. Jede Entscheidung für etwas ist auch eine Entscheidung gegen etwas. Mit jeder Entscheidung können wir jemanden vor den Kopf stoßen oder auf uns selbst achten, etwas Schönes erleben oder auch mal scheitern. Mit jeder Entscheidung verpassen wir auch irgendwo etwas. Und das wurde uns nie so krass vor Augen geführt wie in Zeiten der Selbstdarstellung über Facebook und co. Heißt es nicht, man soll möglichst viel aus dem Leben rausholen, das JETZT erleben, Abenteuer suchen, nichts auf morgen verschieben, immer etwas Tolles unternehmen? Oder sollte man sich doch lieber mal Zeit für sich gönnen und auf der Couch bleiben? Mir persönlich sind Entscheidungen immer schwer gefallen. Im Restaurant bin ich die letzte, die bestellt, bei der Urlaubsplanung wälze ich vorher wochenlang Angebote.

Wie ist es erst mit den großen Lebensentscheidungen? Was ist der richtige Beruf, der Partner, Wohnort, Freundeskreis? Mit bestimmten Entscheidungen legen wir eine Richtung fest, das ist nunmal so. Manchmal bekomme ich von Freunden zu hören „früher war alles unbeschwerter, jetzt habe ich so viel Verantwortung.“ Jeder jenseits der 40 weiß: irgendwann hat man nicht mehr alle Möglichkeiten. Man kann nicht mehr Arzt, Astronautin oder Pilot werden. Man hat Familie gegründet oder nicht. Wir können bei vielen Dingen nicht die Zeit zurück drehen und es nochmal anders probieren. Wir haben in jedem Moment immer nur die eine oder andere Möglichkeit. Jeder, mit dem ich spreche, sagt auch: „Bestimmte Entscheidungen im Leben hätte ich im nachhinein anders getroffen.“ Und doch wissen wir nicht, ob es besser geworden wäre.

Was kann uns helfen, Entscheidungen mit einem guten Gefühl zu treffen? Psychologen raten dazu, diese nicht allzu lange hinaus zu zögern. Wir fühlen uns erleichtert, sobald eine Entscheidung getroffen ist. Laut Studien sind Menschen, die einmal einen beherzten Entschluss treffen, zufriedener als die, die etwas ewig vor sich herschieben. Letztendlich sei es sogar unerheblich, ob es die „richtige“ Wahl war oder nicht, denn wir haben die glückliche Gabe, uns mit den Dingen zu arrangieren und das Positive daran zu sehen.

Wichtig sei auch ein vernünftiger Realitätssinn bezüglich unserer Erwartungen. Oft führen ja die Entscheidungen, die wir so nebenbei – ohne große Erwartungen – treffen, zu den schönsten Erlebnissen. Wie viele grauselige Silvesterpartys habe ich schon erlebt, weil ich unbedingt genau an diesem Abend das Allerbeste erleben wollten, während das spontane „Versacken“ mit Freunden an einem ganz normalen Abend unter der Woche viel mehr Spaß gemacht hat. Wer mit jeder Wahl immer das absolute Optimum herausholen will, so sagen Psychologen, wird nie zufrieden sein.

Auch hier liegt die Krux: Wir machen uns viele Gedanken, weil alles optimiert werden soll. Wir wollen das Beste draus machen, möglichst viele schöne Dinge erleben. Je mehr Möglichkeiten sich uns auftun, umso mehr wird uns bewusst, was wir verpassen. Das macht Entscheidungen nicht einfacher. Ich habe mir früher oft darüber den Kopf zerbrochen. Mittlerweile helfen mir folgende Gedanken dabei, Entscheidungen leichter zu treffen:

1. Keine Entscheidung ist endgültig

Natürlich steht uns irgendwann nicht mehr alles offen. Trotzdem müssen wir nicht den Rest unseres Lebens in derselben eingefahrenen Bahn bleiben. Wir können den Partner wechseln, umziehen oder auch beruflich mit 60 nochmal neu anfangen. Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele von Menschen, die dies erfolgreich gemacht haben – manche von sich aus, andere durch einen Schicksalsschlag bedingt. Für einige war es vielleicht schwer, andere sind dabei zu Hochform aufgelaufen.

2. Es nicht allen Recht machen wollen

Bei fast jeder Entscheidung sind andere Menschen involviert – oft müssen wir den einen oder anderen dabei vor den Kopf stoßen. Mädelsabend oder Zeit mit dem Partner, mit dem Kind spielen oder mit der besten Freundin telefonieren? Wir werden es nie allen Recht machen können. Setze bewusst Prioritäten, kommuniziere diese deutlich und lass das schlechte Gewissen außen vor. Bei jeder Entscheidung sind bestimmte Grundwerte involviert. Loyalität oder Mut? Ehrlichkeit oder Diplomatie? Schreibe dir deine wichtigsten Werte auf und frage dich bei jeder Entscheidung, um welchen Wert es geht und welcher dir wichtig ist.

3. Wie würde ein Vorbild jetzt entscheiden?

Denke an jemanden, den du bewunderst – den du privat kennst oder auch eine inspirierende Persönlichkeit – und überlege dir, wie in einer solchen Situation der- oder diejenige jetzt handeln würde. Das kann helfen, die Perspektive zu verändern.

4. Sich die Zeit nehmen, die es braucht

Manchmal höre ich von Menschen die Aussage: „Ich weiß, ich muss das jetzt endlich entscheiden, aber ich kann einfach nicht.“ Dann lass es. Manchmal darf man sich auch die Zeit nehmen, die eine Entscheidung braucht, um sie überzeugt zu treffen. Wenn der richtige Zeitpunkt da ist, dann wirst du es merken – sofern dies nicht eine Ausrede ist, um sich ganz vor der Entscheidung zu drücken.

5. Auf den Bauch hören, aber mit Bedacht

Oft heißt es ja, dass eine „Bauchentscheidung“ die richtige sei, dass wir auf unsere Intuition hören sollten. Dies ist hilfreich, solange wir nicht bestimmte impulsive Emotionen als „Intuition“ deuten. Manchmal ist es vielleicht Wut (nie wieder lass ich mich unterbuttern), Trotz (jetzt zeige ich es denen aber mal) oder Zögerlichkeit (mein Gefühl sagt, es soll nicht sein…), die uns treibt, Dinge vorschnell zu tun oder bleiben zu lassen. Hier hilft es, kurz inne zu halten und sich anzuschauen, welches Grundgefühl hinter dem Impuls steckt, so zu entscheiden.

6. Höhere Ebene sehen – Zustand der Achtsamkeit

Ich bin davon überzeugt, dass wir Zugang zu einer höheren Weisheit haben, einem Wissen darüber, was zu tun ist. An dieses Wissen gelangen wir jedoch nicht, wenn der Gedankenkreislauf schon im Gange ist. Viel wichtiger ist der Zustand, aus dem heraus wir entscheiden. Wenn wir Gedanken, Emotionen, Alltagssorgen loslassen können, sehen wir das große Ganze. Dann können wir unsere innere Weisheit, unsere Seele befragen. Dieser Zustand entsteht aus der Stille heraus – zum Beispiel durch Entspannung, Atemübungen oder Meditation. Hier richtet sich der Fokus auf das Essentielle, auf das, was wirklich wichtig ist im Leben. Mir selbst haben bestimmte Meditationen bei so einigen Entscheidungsfragen geholfen, eine Richtung zu finden.

Freier Wille oder vorgegebener Weg?

Vielleicht gibt es ja auch eine vorgegebene Bestimmung, eine Aufgabe, eine Richtung im Leben. Was nicht bedeuten muss, dass wir dem „Schicksal“ willenlos ausgeliefert sind. Vielleicht eher, dass das „Ziel“ auf verschiedenen Wegen erreicht werden kann. Welchen Weg wir nehmen, das können wir selbst entscheiden. Vielleicht ist es mal die staubige Landstraße, mal der saftige grüne Waldpfad oder auch die anstrengende Wanderung auf den Berg. Wenn es diese vorgegebene Richtung gibt, dann können wir darauf vertrauen, dass jeder Weg – jede Entscheidung – uns so oder so dahin bringt. Diesen Gedanken finde ich sehr beruhigend.

Namasté, Angela

Zitate

„Entscheide dich immer für das Unbekannte, auch wenn es riskant ist, und du wirst ständig wachsen“ Osho

„Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird.“ Charles de Gaulle

„Zu mancher richtigen Entscheidung kam es nur, weil der Weg zur falschen gerade nicht frei war.“ Hans Krailsheimer

„Richtig und falsch beziehen sich nicht auf das Ergebnis deiner Handlung, sondern darauf, in welchem Zustand du bist, wenn du etwas tust – meditativ oder nicht, wach und achtsam oder wie ein Schlafwandler.“ Osho

Meditationstipp

Die Seelenmeditation hilft, Gedanken und Gefühle loszulassen und Zugang zur Seele zu finden.

Glücksaufgabe

Schreibe deine 6 wichtigsten Werte auf und schaue sie dir jedes Mal, bevor du eine Entscheidung triffst, an. Versuche dann zu benennen, welcher Wert jeweils die Grundlage für deine Entscheidung ist. (Beispiele: Freiheit, Spaß, Gesundheit, Gerechtigkeit, Frieden, Loyalität, Liebe, Sinn, Reichtum, Erfolg, Gelassenheit, Verbindung, Freundschaft, Dankbarkeit, Klarheit etc…)

Glücksgedanken

  • Viele Wahlmöglichkeiten zu haben ist unser großes Privileg
  • Jede Entscheidung für etwas ist auch eine Entscheidung gegen etwas
  • Entscheidungen schnell und beherzt zu treffen macht zufrieden
  • Manchmal braucht eine Entscheidung aber auch Zeit
  • Intuition nicht mit impulsiven Emotionen verwechseln
  • Der Zustand, in dem eine Entscheidung getroffen wird, ist entscheidend: statt Pro-Contra-Listen lieber in die Stille kommen und nach innen lauschen
  • Stell dir vor, es gibt keine falschen Entscheidungen – nur welche, bei denen du einen anderen Weg zum Ziel nimmst.

Motion creates Emotion: die innere Einstellung über den Körper verändern

Früher war ich oft in einem Grübelkreislauf gefangen: Mit Sorgen über die Vergangenheit, die Zukunft, über die Ungerechtigkeiten des Lebens allgemein und mir selbst gegenüber. Ich wusste letztendlich, dass ich oft sehr pessimistisch war und es mir in der Opferrolle bequem gemacht hatte –  aber ich hatte keine Ahnung, wie ich das ändern konnte. Ich wollte ja fröhlich und optimistisch sein, aber es ging irgendwie nicht.

Dann traf ich die wichtigste Entscheidung meines Lebens: mein Glück in die Hand zu nehmen. Der erste Schritt war der Besuch eines Seminars zum Thema Persönlichkeitsentwicklung. Erwartungsvoll kam ich dort an – und rechnete mit einer Art „Selbsthilfegruppe“, bei der im Stuhlkreis jeder über seine Probleme lamentieren würde und wir diese dann ausführlich psychologisch analysieren würden. Doch es kam anders. Fetzige Musik wurde aufgedreht und es wurde erstmal ordentlich abgetanzt. Und das jeden Morgen – noch vor dem Frühstück! „Habe ich hier so viel Geld bezahlt, um zu einem Tanzworkshop zu gehen?“ sagte ich ironisch zu meiner Zimmergenossin. War mir als Morgenmuffel doch so gar nicht danach, schon morgens einfach nur abzutanzen und die gute Laune der anderen zu ertragen.

Mit finsterer Miene ergab ich mich meinem Schicksal. Am dritten Tag dachte ich mir schließlich: Na gut, wenn die das so wollen, dann werde ich jetzt halt ganz übertrieben so tun, als ob ich Spaß habe. Und siehe da: ich hatte tatsächlich einen Riesenspaß! Und was noch viel erstaunlicher war: all meine Emotionen kamen endlich wieder ins Fließen. Es flossen die Tränen, aber es kam auch eine unbändige, begeisterte Freude auf, so wie ich sie lange nicht mehr erlebt hatte. Ich war in einem Zustand, in dem mentale Arbeit überhaupt erst möglich wurde. In diesem Moment wurde mir klar: Der Körper ist der beste Schlüssel, um an unsere – auch unbewussten – Emotionen heran zu kommen und wirkliche Veränderungen anzustoßen.

Diese Erkenntnis war für mich der Beginn eines Weges, der durch Nachdenken oder Willenskraft allein nicht möglich gewesen wäre. Heute setze ich selbst in meinen Seminaren immer wieder Körperarbeit ein, ob es nun Lachyoga, Yoga, Atemübungen, Berührungselemente, dynamische Meditationen oder Tanzsequenzen sind. Doch warum ist das so hilfreich?

Bewegung macht gute Laune

Hast du auch ab und zu solche Tage, an denen du dir vorgenommen hast, Sport zu machen, aber dich nur schwer aufraffen kannst? Je nachdem, wie dein „Schweinehund“ drauf ist, bleibst du dann auf der Couch sitzen oder überwindest dich mit Mühe. In letzterem Fall wirst du vielleicht hinterher merken, dass deine Stimmung besser ist, du dich voller Energie fühlst und du froh bist, doch Sport gemacht zu haben. Noch nie habe ich am Ende meines Yoga-Kurses gehört, „ach, wäre ich bloß nicht gekommen“, aber oft „ich bin froh, dass ich mich aufgerafft habe.“

Dass Bewegung sogar gegen Depressionen hilft, zeigt eine Studie, die mit Depressiven durchgeführt wurde (Babyak, 2000). Während die eine Gruppe Anti-Depressiva einnahm, trieb die andere Gruppe drei Mal die Woche Sport. Nach 10-20 Tagen zeigten diejenigen, die die Anti-Depressiva genommen hatten, die ersten Verbesserungen. Aber die „Sportgruppe“ holte auf: nach einem Monat zeigte sich bei den Probanden eine ebenso positive Entwicklung. Nach vier Monaten waren beide Gruppen gleichauf. Noch spannender: 6 Monate nach Beendigung der Maßnahmen wurden 38% aus der „Anti-Depressiva-Gruppe“ wieder rückfällig. Von denjenigen, die Sport getrieben hatten, waren es nur 8%. Wissenschaftler bestätigen: Sport hilft, Ängste zu senken und Stress zu reduzieren. Das Immunsystem wird gestärkt und wir werden kreativer. Es lohnt sich, den Schweinehund zu überwinden, die Yogamatte rauszuholen oder einen auch einfach einen Spaziergang im Wald zu machen.

Die Körperhaltung wirkt sich auf die Gefühlslage aus

Kennst du die Empfehlung, eine Minute zu lächeln, wenn du dich über irgendetwas ärgerst? Wer es schon mal ausprobiert hat, weiß: das ist am Anfang ziemlich albern, aber irgendwann kommt man gar nicht umhin, zumindest ein wenig über sich selbst zu schmunzeln. Woran liegt das? Allein die körperliche Aktivität des Lächelns sorgt dafür, dass bestimmte Signale an das Gehirn gesendet werden, die eine Stimmungsänderung erzeugen. Das funktioniert sogar, wenn die Körperhaltung nicht willentlich oder absichtlich erzeugt wurde. In der sogenannten „Lächelstudie“ wurden beispielsweise Probanden gebeten, einen Stift quer in den Mund zu nehmen – ihre Stimmung war hinterher nachweislich besser als bei der Vergleichsgruppe. Weiterhin fand man heraus, dass Menschen, die regelmäßig eine Zeit lang eine aufrechte Körperhaltung einnahmen, mehr Selbstbewusstsein ausstrahlten und dies am Ende auch hatten.

Diese Beispiele zeigen: nicht nur der Körper ist ein „Spiegel der Seele“, indem er unsere Gefühlslage ausdrückt. Sondern unsere Körperhaltung hat umgekehrt einen direkten Effekt auf unsere Stimmung und auf die Seele. Im Yoga weiß man es schon lange: hier wird auf eine stabile, aufrechte und selbstbewusste Körperhaltung Wert gelegt, bevor man überhaupt mit den ersten Positionen anfängt. Alle Übungen haben hier seelische Effekte: die Arme nach oben und zur Seite ausstrecken stärkt die „Aura“ und somit die Resilienz gegen negative Ereignisse oder Menschen. Andere Übungen dienen der Herzöffnung (z.B. Kamel oder Fisch) oder der Erhöhung der Stand- und Durchsetzungsfähigkeit (wie der „Krieger“). Im Lachyoga geht man noch weiter und nutzt die Wirkung des absichtlichen Lachens. Denn ein positiver Effekt für die Emotionen tritt auch dann ein, wenn das Lachen anfänglich nur motorisch aktiviert wurde. Im Körper werden die Glückshormone angekurbelt und somit wird die Stimmung direkt und merklich erhöht.

Veränderung geht leichter über den Körper als durch Willenskraft

Das Schöne dabei: Du kannst ab jetzt damit aufhören, alles zu analysieren oder dir einen Kopf zu machen, wie du selbstbewusster, stärker, besser gelaunt oder mutiger wirst. Klar ist hier manchmal auch eine grundsätzliche Veränderung der Denkweise erforderlich. Aber durch gezielte Körperübungen kannst du bewusst die gewünschten Gefühle erzeugen und verstärken. Wenn du dies regelmäßig machst, dann ändern sich nicht nur kurzfristig deine Gefühle, sondern auch langfristig die innere Einstellung – hin zu mehr Freude, Selbstbewusstsein, innerer Kraft und positiver Ausstrahlung.

Der Autor Norbekov beschreibt es in seinem Buch „Eselsweisheiten“. Wir haben drei Bereiche in uns: das Gedankenzentrum, das emotionale Zentrum und das Zentrum zur Steuerung der Muskeln. Ihm zufolge ist es viel einfacher, eine bestimmte Muskelaktivität auszuführen als sich willentlich in eine bessere Stimmung versetzen zu wollen, so nach dem Motto „reiß dich mal zusammen.“

Auch beim Trend des sogenannten „Power Posing“ geht es darum, sich durch bestimmte Haltungen in eine kraftvollere und selbstbewusstere Haltung zu versetzen. Die amerikanische Sozialpsychologin Amy Cuddy hat festgestellt, dass bestimmte Haltungen (so die „Siegerhaltung“ mit den Armen nach oben geöffnet) uns bereits angeboren sind. Auch Blinde reißen die Arme nach oben, wenn sie in einem Wettbewerb gewonnen haben. Weiterhin hat sie erkannt, dass der jeweilige Hormonspiegel eine Rolle dafür spielt, ob jemand eine Führungspersönlichkeit ist oder sich eher unterbuttern lässt. Um selbstbewusster aufzutreten, empfiehlt sie zum Beispiel folgende Haltungen:

  • Cowboy- oder Wonderwoman-Haltung: Stelle dich breitbeinig hin, die Hände in die Hüfte gestemmt.
  • Siegerhaltung: Hüftbreit hinstellen, die Arme nach oben gestreckt.
  • Entspannt am Schreibtisch: Füße auf den Tisch legen, die Arme hinter dem Kopf verschränkt.

Die Parallelen zum Yoga und auch zum Lachyoga sind unverkennbar.

Training für den Körper ist auch Training für die Seele

Wenn es tatsächlich stimmt, dass die Körperhaltung eine solch entscheidende Wirkung auf den seelischen Zustand hat, dann ist es umso trauriger zu sehen, wie viele Menschen täglich Raubbau an ihrem Körper und an ihrer Seele betreiben. Durch Mangel an Bewegung oder ständiges sich selbst klein machen, indem sie über dem Schreibtisch oder am Smartphone eine gekrümmte Haltung einnehmen. Die Folgen sind nicht nur Haltungsschäden, sondern nachweislich auch die Zunahme der Depressionsrate. Veränderung könnte einfacher sein als man oft denkt.

Doch hier kommt dann wieder die Willenskraft ins Spiel: nur wer wirklich die Bereitschaft und den Wunsch hat, etwas im Leben zu verändern, wird bereit sein, „sich zu bewegen“. Es braucht 30 – 40 Tage, bis sich neue Verknüpfungen im Gehirn gebildet haben. Je öfters wir bestimmte Emotionen auslösen, umso leichter werden sie mit der Zeit ausgelöst. Wie wir diese Emotionen auslösen – ob durch förderliche Gedanken oder durch Muskelaktivität – das ist dem Gehirn egal. So können wir unser Gehirn darauf trainieren, Freude, Power und Selbstbewusstsein zu empfinden – und dies auch auszustrahlen.

Lange habe ich gebraucht, um das zu verstehen. Doch der beste Zugangsweg, um an sich selbst und an der eigenen inneren Einstellung zu arbeiten, ist tatsächlich: kräftig abtanzen oder ablachen! Und das macht dann auch noch jede Menge Spaß.

Happiness Gedanken für die Woche

  • Die Körperhaltung spiegelt nicht nur unsere Gefühle wider, sondern beeinflusst auch umgekehrt die Stimmung
  • Durch gezielte Körperhaltungen und Übungen können wir uns in einen bestimmten emotionalen Zustand versetzen
  • Langfristig können wir dadurch in unserem Gehirn Veränderungen bewirken und uns in eine positive Grundhaltung – zum Beispiel Freude, Selbstbewusstsein oder Charisma – versetzen.

Happiness Tipps für die Woche

  • Gehe spazieren oder mache Sport – mindestens 3 Mal die Woche
  • Versuche in Situationen, in denen du dich über jemanden ärgerst, eine Minute zu lächeln
  • Stelle dich täglich 2 Minuten lang in die „Siegerpose“ – Arme hoch, Beine etwas auseinander – und lächeln!

Weitere Tipps und Anregungen

Wo ist unsere Zeit geblieben?

Neulich saß ich an einem Sonntagmorgen gemütlich mit Mann und Sohn am Frühstückstisch. Das kommt selten vor, da ich oft an Wochenenden unterwegs bin –  umso mehr genieße ich den freien Morgen. Wir unterhalten uns und überlegen, was wir heute so unternehmen könnten. „Ich schau mal, wie das Wetter ist“, sagt mein Partner und holt sein Smartphone hervor. „Ok“ sage ich, „dann hole ich mir solange noch einen Kaffee.“ Der Weg zur Küche führt durch den Flur. Dort liegt mein Smartphone. Ach, ich schau mal eben, wie spät es ist, denke ich, und schon sehe ich dieses trügerische Zeichen auf dem Telefon: eine neue WhatsApp! Dopamin befeuert mein Hirn. Es könnte etwas Wichtiges sein, denke ich, vielleicht wegen des Kurses morgen? Ich nehme mein Smartphone mit zum Tisch und schaue drauf. Der Kaffee ist plötzlich vergessen. „Darf ich einen Film gucken?“ fragt mein Sohn, sobald er dieses Gerät sieht. „Bitte, nur ganz kurz!“ PAFF, voll ertappt! Warum sitzen wir plötzlich alle mit dem Smartphone da? Warum dreht sich alles nun nur noch um dieses kleine Gerät?

War früher alles besser?

Ich würde in solchen Momenten am liebsten die Zeit anhalten und zurück drehen. Zurück zu den Zeiten, in denen ich in der S-Bahn und auf Reisen noch ein Buch gelesen habe. In denen ich Kindern (damals noch als Babysitterin) auf dem Spielplatz einfach nur beim Spielen zugeschaut habe – ja, mich vielleicht sogar ein bisschen gelangweilt habe. Aber mit voller Aufmerksamkeit da war, und nicht bei Facebook, WhatsApp oder Instagram. Zurück zu der Zeit, wo ich mit meiner ersten Liebe verliebt am Strand gesessen habe – ohne sofort zu überlegen, welches Bild wir jetzt posten, um allen zu zeigen, wie glücklich wir sind. Zeiten, in denen mein Sohn nicht sagen würde „Mama, gib das mal eben in Google ein“, sondern wir gemeinsam erwartungsvoll einen Duden aufschlagen würden, so wie mein Opa es früher mit uns gemacht hat. Oder wir sogar zusammen in die Stadtbibliothek fahren, um etwas über ein Thema herauszufinden. Eine Zeit, in der ich mit Freunden in der Kneipe zusammen gesessen habe, ohne gleich Videos und Bilder vom Haustier, den Kindern, dem letzten Urlaub oder der letzten Mahlzeit aufgedrückt zu bekommen. Oder ich selbst reflexartig mein Smartphone zücke, um Bilder von meinem Sohn oder sonstigen Erlebnissen zu zeigen.

Zeit – jeder will sie, keiner hat sie

Aber wir können die Zeit nicht zurück drehen. Und das ist letztlich auch gut so. Wir alle kennen die Vorteile der neuen Technologien. Vieles ist praktischer und bequemer geworden, das ganze Wissen der Welt steht uns innerhalb von Sekunden zur Verfügung. Doch eines hat sich durch die Digitalisierung nicht geändert, so zumindest der Eindruck: Wir haben nicht mehr Zeit gewonnen. Wie kann das sein? Und wo soll das noch hinführen? Warum haben wir alle das Gefühl, dass wir nur noch der Zeit hinterher hetzen?

Offenbar reißt die Beschleunigung fast jeden von uns mit, der nicht zurückgezogen in der Almhütte oder im brasilianischen Urwald lebt. Das Wissen der Menschheit hat sich innerhalb von kürzester Zeit vervielfacht, das Tempo auch. Wir Menschen passen uns daran an, kaum einer kann sich dem entziehen, selbst wenn er möchte. Studien zeigen, dass Menschen, die nicht ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt oder gefordert sind, über kurz oder lang in Langeweile und Resignation verfallen. Menschen, die erst unter Zeitdruck eine Aufgabe lösen mussten, langweilen sich, wenn sie später dafür mehr Zeit haben. Nicht ohne Grund entwickeln Menschen, die dauerhaft unter dem Label „Hartz IV“ aussortiert werden und sich nicht gebraucht fühlen, Lethargie bis hin zur Depression. Es liegt in unserer Natur, dass wir gefordert sein wollen, uns weiter entwickeln und wachsen wollen.

Ich glaube sogar, dass es der Sinn unseres Lebens ist, die eigene Lebensaufgabe zu entdecken und diese umzusetzen. Mit anderen Worten: unser vollkommenes Potenzial zu leben. Doch geht das nicht auch, ohne dass wir uns ständig gehetzt und getrieben fühlen angesichts all der Aufgaben, Nachrichten und Verpflichtungen, die auf uns einprasseln? Wie können wir es hinkriegen, mal runterzufahren und uns auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren?

Vielleicht können und wollen wir auf unsere technologischen Errungenschaften nicht verzichten. Aber wir können beginnen,  damit bewusster umzugehen. Denn wie sollen wir unseren Kindern das Spielen mit dem Smart Phone untersagen, wenn wir selbst es ständig vormachen? Übrigens: Im Silicon Valley achten die meisten Eltern sehr streng darauf, dass ihr Nachwuchs möglichst wenig Zeit mit Smartphones, Tablets und Computern verbringt. Das sollte einem zu denken geben.

Gefragt oder gelangweilt?

Neben dem „digitalen Wahnsinn“ gibt es natürlich noch weitere Ursachen dafür, dass viele von uns sich so gestresst und getrieben fühlen: nicht nein sagen können, Leistungsdruck, Perfektionismus oder die Befürchtung, nicht mehr mitzukommen oder nicht gemocht zu werden. Hinzu kommen Angst vor Langeweile oder Leere. Kennst du das Phänomen, dass Termine sich wundersamerweise sofort wieder auffüllen, sobald einer frei wird? Die  Leere lässt sich heutzutage so leicht stopfen und verdrängen – egal ob durch Freizeitstress, Smartphone, TV oder Tablet. Auch viel arbeiten ist eine effektive Möglichkeit, sich selbst und der Begegnung mit dem Inneren aus dem Weg zu gehen.

Mir selbst wurde das schmerzlich bewusst, als ein Freund zu mir sagte „du hast ja anscheinend nie Zeit.“ Ja, da ist was dran. Von meinem Ausbilder – Dieter Hörner – habe ich damals den Gedanken mitgenommen: „Zeit ist Existenz.“ Das führt zu der Frage: Welche Existenz gestehen wir uns selbst, unserem Leben zu? Wenn wir dieser Frage nachgehen, dann geht es nicht mehr um Zeitmanagement oder Zeitersparnis durch irgendwelche technischen Innovationen. Dann geht es um die Frage: Was ist wirklich wichtig im Leben?

Jeder von uns könnte morgen einen Unfall haben und monatelang im Krankenhaus liegen. Die Erde würde sich weiter drehen. Keiner von uns ist unersetzbar, auch wenn wir das manchmal denken. Keiner von uns weiß, wie lange er oder sie noch lebt. Alle reden davon, man müsse die Zeit optimal nutzen, den Tag genießen, aus jedem Augenblick das Beste rausholen. Aber setzt uns das nicht auch wieder unter Druck? Muss Zeit immer effektiv genutzt werden, oder darf sie auch mal so dahin plätschern?

Was ist wirklich wichtig?

Ich denke, dass die größte Herausforderung „unserer Zeit“ darin liegt, uns noch konsequenter auf unsere eigenen Werte und Prioritäten zu besinnen. Wenn wir selbst Klarheit darüber haben, was uns wichtig ist im Leben, dann finden wir auch den Mut, dafür einzustehen. Dann geht es nicht mehr darum, was die anderen von uns denken oder ob jeder uns mag, sondern darum, dass wir selbst glücklich sind. Und das heißt auch, mit dem Unperfekten glücklich zu sein. Einfach nur zu SEIN, ohne ständig etwas tun oder darstellen zu müssen. Die eigenen Prioritäten zu kennen und zu diesen zu stehen, ohne es allen recht machen zu wollen.

Wie wir das umsetzen, liegt in unserer Hand. Wir selbst können uns dafür entscheiden, einfach mal mit dem Kind – oder auch alleine – in die Bibliothek zu gehen. Wir selbst können beim Essen oder beim Treff mit Freunden das Smartphone ausgeschaltet lassen. Mal wieder ein Buch aus Papier lesen oder eine Postkarte an jemanden schreiben. Und beim Frühstückstisch am Sonntagmorgen mal nicht auf das Smartphone, sondern einfach aus dem Fenster schauen, wie das Wetter ist.

Fragen für die Woche

  • Was ist dir wirklich wichtig im Leben?
  • Was möchtest du mal eine Zeit lang bleiben lassen, was dir unnötig Zeit raubt?
  • Womit möchtest du wieder mehr Zeit verbringen?

Glücksanregungen für die Woche

  • Lasse mal einen Tag lang dein Smartphone aus
  • Schreibe einen Brief oder eine Postkarte an einen Menschen, bei dem du dich länger nicht gemeldet hast

Tipps

Buchtipp: „Das Leben ist keine ToDo-Liste“ von Shirley Seul

Filmtipp: arte-Reportage „Speed. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, anzusehen auf youtube …

Podcast-Tipp: Veit Lindau mit dem Vortrag „Mensch 4.0“, auf youtube…

Zitate

„Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.“ Peter Ustinov

„Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwenden Sie sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen in die Falle locken. Lassen Sie nicht zu, dass die Meinungen anderer Ihre innere Stimme ersticken. Am wichtigsten ist es, dass Sie den Mut haben, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen. Alles andere ist nebensächlich.“ Steve Jobs

Glücklich machen macht glücklich

„Mitgefühl und Liebe sind keine bloßen Luxusgüter. Als die Quelle von innerem und äußerem Frieden sind sie grundlegend für das Überleben unserer Spezies.“ Dalai Lama

In meinem Leben gab es eine Zeit, in der ich sehr unglücklich war – mein Job war futsch, die Beziehung kaputt. Ich steckte im Negativ-Kreislauf und fühlte mich als Opfer äußerer Umstände. Der Leidensdruck war so groß, dass er mich aus meiner Komfortzone heraus katapultierte. Etwas musste sich ändern. So beschloss ich, länger nach Indien zu reisen, um in einem Hilfsprojekt mitzuarbeiten. Gelandet bin ich bei einem französischen Arzt, der Kranke behandelte – in den Slums, auf der Straße. Dort sah ich Lebensumstände, die ich mir vorher nicht mal ansatzweise vorstellen konnte. Menschen, die auf Bahnsteigen lebten, Kinder, die im Müll und Dreck spielten, Frauen, deren Brandwunden sich über den ganzen Körper zogen. Das Erstaunliche aber war: Egal, wie miserabel es diesen Menschen ging – sie hatten immer ein Lächeln und einen „Namasté“-Gruß als Dankeschön für uns übrig.

Wie konnten diese Menschen noch lächeln? Und wie konnte ich es mir je anmaßen, mich als Opfer gefühlt zu haben? Ich hatte ein Dach über dem Kopf, sauberes Wasser, eine Ausbildung, alle Möglichkeiten. In dem Moment schämte ich mich fast dafür, dass ich zu Hause vor lauter Selbstmitleid zerflossen war. Aber noch erstaunlicher war die Erkenntnis: Ich war hier so glücklich wie selten zuvor! Ja, es flashte mich geradezu, mal wirklich etwas für andere tun zu können, statt um mich selbst und mein eigenes Leid zu kreisen. Mir wurde bewusst, wie unglaublich gut es uns in Deutschland geht – besser als dem größten Teil der Menschheit. Ich stellte fest, dass die freiwilligen Helfer, die hier in dem Projekt ihre Urlaubszeit opferten, allesamt mindestens genauso viel zurück bekamen wie sie gaben. Und ich sah, dass materieller Wohlstand, so wie wir ihn in Deutschland genießen, nicht zwangsweise glückliche Menschen hervorbringt. Während die Inder stets Zeit hatten für einen Plausch beim Chai, zusammen saßen, dabei scherzten und viel lachten, sind in Deutschland Depression und Einsamkeit zu einem ernsthaften Problem geworden.

Weltglückstag: Gemeinschaft statt Wachstumswahn

Bis vor wenigen Jahren herrschte in den Industrieländern noch die gängige Meinung, dass Wirtschaftswachstum das einzige anzustrebende Ziel sei. Und tatsächlich sind laut „World Happiness Report“ die Menschen in wohlhabenden Ländern wie Finnland oder Dänemark glücklicher als in „Krisenländern“ wie Griechenland oder Venezuela. Ein gewisses Grundmaß an Wohlstand und Einkommen ist sicherlich erforderlich, um zufrieden zu leben. Trotzdem setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass bedingungsloses Wachstum um jeden Preis kein Garant für Wohlstand ist.

Mit dem „Weltglückstag„, den es seit 2013 gibt, haben die Vereinten Nationen anerkannt, dass Glück ein „grundlegendes Ziel für die Menschen“ ist. Sie betonen, dass „Fortschritt“ nicht nur Wachstum bedeuten sollte – sondern auch die Erhöhung von Glück und Wohlbefinden für die Menschen. Sie berufen sich dabei auf die drei Säulen „Soziales“, „Wirtschaft“ und „Umwelt“, die gleichsam wichtig sind. Auch bei den „17 Zielen für nachhaltige Entwicklung“ (2015 von den UN beschlossen) geht es nicht nur um Reduzierung der Armut, sondern auch um Wohlbefinden und Gesundheit, Frieden, Gerechtigkeit, Bildung und Nachhaltigkeit. Das kleine Land Bhutan macht es vor. Schon seit den 70er Jahren hat hier das „Bruttonationalglück“ vor dem Bruttosozialprodukt Priorität. Bereits die Schulkinder erlernen hier „Glückskompetenzen“ wie Achtsamkeit, Empathie, Konfliktmanagement und Meditation. Was können wir also in unserem Umfeld tun, um Glück und Freude zu verbreiten und auch zu leben?

Drei Glückstipps zum Weltglückstag

  1. Gutes tun: Nutze an diesem Tag jede Gelegenheit, um andere Menschen glücklich zu machen. Studien belegen, dass „Gutes tun“ einer der besten Wege ist, selbst zufrieden zu sein. Daher ruft der Weltglückstag Menschen dazu auf, an diesem Tag ganz bewusst Mitgefühl, Empathie und Hilfsbereitschaft zu leben.
  2. Beziehungen kultivieren: Nimm Kontakt auf zu einem lieben Menschen, den du besonders magst oder den du länger nicht gesehen hast. Schreibe ihm eine Karte oder sag ihm etwas Nettes. Glückliche und erfüllte Beziehungen sind der Glücksfaktor schlechthin. Damit sind sowohl Familie und enge Freunde gemeint als auch Arbeitskollegen, Freizeitgefährten oder die Gemeinschaft in einer Gruppe oder einem Verein.
  3. Dankbarkeit leben: Halte inne, atme und denke an mindestens drei Dinge, für die du dankbar bist. Dankbarkeit ist eine Lebenseinstellung, die vielleicht altmodisch klingt, aber definitiv glücklich macht.

All das sollte natürlich nicht nur am Weltglückstag geschehen, sondern jeden Tag neu. Probier es aus und berichte gerne hier! Aus meiner Erfahrung in Indien kann ich nur bestätigen: für andere etwas tun macht glücklich. Gemeinschaft mit Gleichgesinnten macht glücklich. Und Dankbarkeit macht glücklich. Unter anderem dafür, dass wir hier in einem wohlhabenden und freien Land wie Deutschland leben. Das können wir uns regelmäßig bewusst machen – auch ohne nach Indien gereist zu sein.

Namasté,

Angela

„Wir leben von dem, was wir bekommen, aber wir gestalten unser Leben durch das, was wir geben.“ Winston Churchill

Trainiere dein Glück!

Du möchtest dein inneres Glück aktivieren, dein Mindset langfristig auf glücklich sein programmieren und dies nachhaltig im Alltag umsetzen? Dann ist vielleicht dieser Online-Kurs „Aktiviere dein inneres Glück und leuchte“ das Richtige für dich. Mehr Infos hier…

 Glücksgedanken für die Woche

  • Anderen Menschen etwas Gutes zu tun macht glücklicher als ständig selbst etwas zu fordern
  • Gemeinschaft und Mitmenschlichkeit sind als Glücksfaktor entscheidender als alle anderen äußeren Lebensumstände
  • Wir können unendlich dankbar sein, wie gut es uns geht und dass wir in Frieden, Wohlstand und Freiheit leben

Mögliche Aktionen zum glücklich machen

Jeder kann dazu beitragen, das Glück und Wohlbefinden auf dieser Welt zu erhöhen.  Hier ein paar Anregungen dazu:

  • Ein nettes Wort an die Kassiererin im Supermarkt richten
  • Sich Zeit nehmen für einen kurzen Plausch mit dem Nachbarn
  • Eine Freundin oder Freund anrufen, die du länger nicht gesehen hast
  • Einen älteren Menschen auf der Straße einfach ansprechen
  • Mit einem Obdachlosen oder Bettler ins Gespräch kommen, ihm zuhören
  • Ein paar herzliche Worte mit der Erzieherin / Lehrerin / Schwiegermutter wechseln
  • Eine Umarmungsaktion (Free Hugs) starten
  • Deinen Partner/in lange umarmen
  • Einen bestimmten Menschen einen ganzen Tag lang besonders zuvorkommend behandeln.
  • Jemandem ein Kompliment machen

Ich würde mich freuen, wenn du hinterher davon berichtest, was du gemacht hast und wie es war – hinterlasse gerne einen Kommentar :-)

 

Weg mit den Deppen, Miesmachern und Energieräubern dieser Welt!?

Was wir von „unliebsamen Menschen“ lernen können – und wie wir sie am besten loswerden

Wer hat nicht schonmal ähnliches erlebt: den intriganten Kollegen, die ständig jammernde Freundin, den spießigen Nachbarn, der immer schief guckt, die missbilligende Schwiegermutter oder den cholerischen Chef, der einem tagtäglich das Leben schwer macht. Wie gerne würden wir doch all diese Idioten einfach in den Wind schießen! Allen „tschüss“ sagen und nie wieder Menschen um uns haben, die uns verletzen, nerven, runterziehen, jammern, uns an der Erfüllung unserer Träume hindern oder mit ihren spießigen Alltagsgeschichten langweilen.

Da wo Licht ist, ist auch Schatten

Wünschst du dir nicht auch lieber, nur Menschen um dich herum zu haben, die dich unterstützen, mit dir einer Meinung sind, dich toll finden oder zutiefst bewundern? Ja, schön wäre es bestimmt. Aber würdest du auf diese Weise langfristig wachsen, dich weiterentwickeln, dich wirklich mit deinen Themen und allen Facetten deines Selbst auseinandersetzen? Ich bin davon überzeugt, dass diese „schwierigen Menschen“ unsere besten Lehrer sind. Sie werfen uns auf uns selbst zurück, sie konfrontieren uns mit unseren eigenen negativen Gefühlen und Seiten, mit Wut, Hass, Angst oder Kleinkariertheit. Damit beschäftigt man sich erstmal nicht so gerne. Denn glücklich sein heißt doch schließlich, möglichst in Frieden und Harmonie zu leben, oder?

Doch je mehr wir anfangen zu leuchten, umso mehr Schatten können sich zeigen. Wenn wir bereit sind, diese anzuschauen, dann verlieren sie ihre Bedrohlichkeit. Dann werden wir „immun“ gegen bestimmte „Knöpfchen“, die andere bei uns drücken können – und langfristig auch authentischer und weniger verletzbar.

Abgrenzen ja, verbannen nein

Natürlich ist es wichtig, gute Freunde und Freundinnen oder einen Partner/in im Umfeld zu haben, die uns bedingungslos lieben und unterstützen. In Studien hat man herausgefunden, dass ein liebendes Umfeld und ein guter Freundeskreis die Quintessenz für ein langes und zufriedenes Leben sind. Aber „Miesmacher“, „Idioten“ und „Deppen“ werden uns immer begegnen – sie werden uns mobben, an uns zweifeln, uns kritisieren oder uns erzählen, dass unsere Idee eh nichts bringt. Wir können versuchen, uns von solchen Menschen fernzuhalten. Doch dann wird uns möglicherweise wieder ein anderer Mensch begegnen, mit dem wir Ähnliches erleben. Solange wir der Meinung sind, dass unser Glück von diesen Menschen abhängt, geben wir ihnen die Macht. Und bringen uns selbst in die Opferrolle.

Wie kann man aber nun mit diesen „Deppen“ oder „Energieräubern“ umgehen? Man muss sich doch abgrenzen, für sich sorgen, sich nicht runterziehen lassen, oder? Ja, genau darum geht es: für dich selbst sorgen! Nicht, indem du „um des Friedens willen“ jedem Menschen alles durchgehen lässt oder es gut findest, wie dieser sich verhält. Sondern indem du loslässt und dich um deine eigenen Angelegenheiten kümmerst. Dann wirst du vielleicht feststellen: Es geht gar nicht um diesen Menschen. Es geht um die Botschaft, die dieser Mensch für dich hat, um den Spiegel, den er dir vorhält.

Das Schöne dabei: Du brauchst dich gar nicht mehr weiter um die Mistkäfer und Fieslinge in deinem Leben zu kümmern, solange du dich um dich selbst kümmerst. Das ist nicht gemeint im egoistischen Sinne von „dein Ding durchziehen“ oder „ich hab Recht und der andere ist schuld“, sondern im Sinne von „deine Ressourcen stärken und für dich selbst sorgen.“ Und zwar so, dass du für dein Umfeld – nämlich die lieben Menschen um dich herum, die es wirklich gut mir dir meinen – erträglich bist und bleibst. Hier findest du Anregungen für den Fall, dass mal wieder Menschen dir das Leben schwer machen oder dich runterziehen wollen.

1. Schau dir die Schatten an

Schaue dir genau an, was dieser Mensch in dir auslöst und ob andere Menschen davor schon ähnliche Gefühle bei dir ausgelöst haben – vielleicht Hilflosigkeit, Wut oder Ohnmacht. Vielleicht ist da ein „wunder Punkt“, vor dem du bisher die Augen verschlossen hast. Vielleicht eine Schwäche, die du an dir nicht magst, oder ungeliebte Gefühle. Wenn du dich im Nachhinein über deine Reaktion ärgerst oder dich schuldig fühlst, dann vergib dir selbst dafür. Damit nimmst du dir die Last von den Schultern. Du entwickelst ein Bewusstsein für deine eigenen „wunden Punkte“ und wirst weniger verletzbar, wenn ähnliche Situationen mit diesem oder anderen Menschen wieder auftauchen.

2. Erhöhe dein Energiefeld

Wir können uns selbst stark machen, um mit negativen Energien und Menschen klar zu kommen – auf kommunikativer und auch auf energetischer Ebene. Oft bekomme ich von Menschen zu hören „das ist ein Energieräuber“, oder „die negative Energie hier im Raum halte ich nicht aus“. Doch es gibt Übungen, mit denen wir dafür sorgen können, dass wir nicht mehr so durchlässig dafür sind. Menschen mit einem starken Energiefeld – im Yoga würde man sagen, mit einer „starken Aura“ – lassen sich von negativen Energien und Menschen nicht so leicht runterziehen. Mit bestimmten Übungen lässt sich die Aura stärken. Siehe zum Beispiel diese Aura-Atemübung…

3. Lass los!

Loslassen, sich nicht mehr weiter damit befassen, sich den wirklich wichtigen Dingen zuwenden – das ist die Grundformel für Glück und Gelassenheit. Doch leichter gesagt als getan. Wie sollen wir etwas loslassen, wenn wir immer wieder mit bestimmten Menschen oder Konflikten konfrontiert werden? Wie sollen wir trübe Gedanken einfach so aus unserem Geist verbannen? Mit Willenskraft ist das schwierig. Aber es geht mit Humor, Lachen und Bewegung. Im Lachyoga gibt es einige Übungen, um Sorgen, Stress oder unerwünschte Gefühle loszulassen. Hier können wir das mit Spaß und Leichtigkeit tun und neue, positive Assoziationen im Unterbewusstsein verankern. Zum Beispiel können wir uns mit der „Zahnseide für’s Gehirn“ von trüben Gedanken befreien.

Vergeben heißt nicht gutheißen

Wir können also nicht immer alle „unliebsamen Menschen“ loswerden. Aber wir können die Verstrickungen loslassen, mit denen sie uns konfrontieren. Dann verhält es sich wie mit einem Luftballon, aus dem die Luft entweicht – die Spannung geht raus, die bisher gebundene Energie wird frei und kann für wichtigere Dinge eingesetzt werden. Einem Menschen „vergeben“ heißt nicht gutheißen, was er tut. Sondern anerkennen, dass jeder in jedem Moment so gut handelt wie er gerade kann. Jeder Mensch will letztlich glücklich sein – und versucht es auf seine eigene Art und Weise.

Zitat

„Es gibt keine schlechten Menschen – es gibt nur unbewusste Menschen.“ Robert Betz

 

Glücksgedanken für die Woche

  • Lass dich nicht runterziehen von den Deppen dieser Welt
  • Wenn Menschen dir das Leben schwer machen: Schau dir die Botschaft an, lass los und stärke dich selbst
  • Du kannst nicht immer alle „unliebsamen Menschen“ aus deinem Leben verbannen – aber du kannst deine eigenen Themen lösen und deine Energie wieder freisetzen

Von innen nach außen – wir erleben, was wir denken

Kennt ihr solche Tage, an denen man gerade eine blöde Nachricht oder gar eine „Hiobsbotschaft“ erhalten hat? Vielleicht nur eine Kleinigkeit, aber trotzdem ärgerlich: der Bußgeldbescheid, die Steuernachzahlung, die fällige Reparatur des Autos. Ich erhielt zum Beispiel neulich bei meiner Zahnärztin die Nachricht, dass aufgrund eines „Problemzahns“ demnächst eine nicht unerhebliche Summe auf mich zukommen wird. Klar, es ist „nur“ Geld. Aber irgendwie fällt es mir nach dieser Nachricht trotzdem schwer, weiter gut gelaunt durch den Tag zu gehen. Draußen macht sich zum ersten Mal der Frühling bemerkbar, die Sonne scheint, die Vögel jubilieren wie noch nie in diesem Frühjahr.

Doch mein Geist ist getrübt, und nichts vermag mich in diesem Moment aufzuheitern. Wo ich doch eigentlich wissen müsste, wie es geht, in gute Laune zu kommen. Früher hätte ich mir dafür noch zusätzlich Vorwürfe gemacht. Mittlerweile weiß ich, dass es manchmal einfach Momente gibt, in denen man sich die schlechte Laune erlauben sollte. Ich registriere es also, beobachte mich selbst dabei und denke mir: Okay, mal wieder eine Bestätigung dafür, wie sehr die innere Einstellung darüber entscheidet, wie man die Welt sieht und erlebt.

Unser Umfeld als Spiegel des inneren Zustands

In der Yogatradition geht man schon lange davon aus, dass der Zustand des Geistes darüber entscheidet, wie wir die Außenwelt wahrnehmen. Mit „Geist“ bezeichnet man hier das Feld in uns, auf dem sich Wahrnehmung, Erinnerungen, Gefühle, Empfindungen, Gedanken und Phantasien abspielen. Ziel von Yoga und Meditation ist es dementsprechend, den Geist in einen Zustand zu bringen, in dem wir alle vorgeprägten Bewertungen und Gedankenmuster loslassen können.

Aus heutiger Sicht wissen wir zudem: von den Millionen von Bits an Informationen, die pro Sekunde auf uns einprasseln, nimmt unser Gehirn nur 0,0004% bewusst auf. Doch wie wählt unser Gehirn die Informationen aus? Entsprechend unserer unbewussten Fragestellungen. Auch hier bestätigt sich also: Wir erleben die Welt so, wie wir darüber denken. Die alten Yogis liegen wohl richtig: Offenbar macht es keinen Sinn, ständig an den Rahmenbedingungen herum zu schrauben, solange wir nicht beginnen, an unserer inneren Denkweise – dem Geist – etwas zu verändern.

Der Fokus ist entscheidend

Denn wenn wir den Fokus auf Liebe, Freude und Dankbarkeit richten, dann verändert sich nicht nur unsere Sichtweise, sondern auch das, was wir erleben. Unser Gehirn und dessen Synapsenverbindungen sind in ständiger Veränderung und Anpassung. Doch damit neue Verdrahtungen entstehen können, sind besondere Eiweißmoleküle erforderlich. Diese werden dann freigesetzt, wenn wir Begeisterung erleben oder emotional berührt sind. Also über das Erleben, das Tun, das Gefühl. Auch hier können wir uns der traditionellen Techniken aus dem Yoga bedienen, um den Fokus immer mehr auf Freude, Liebe, Dankbarkeit und Glück zu richten.

Drei Tipps, um die Synapsen im Gehirn neu zu verdrahten

1. Meditation praktizieren

Komm in die Stille, nimm die düsteren Gedankenwolken (z.B. „Hiobsbotschaften“) wahr, aber lasse sie vorüberziehen. Meditation bringt dich in einen Bewusstseinszustand, in dem du negative wie positive Dinge annehmen kannst, ohne dass sie dich zu sehr runterziehen. In Studien hat man zudem festgestellt, dass Menschen, die regelmäßig meditieren, ein besseres Wohlbefinden, geringere Ängste und ein stärkeres Immunsystem haben.

2. Begeisterung leben

Es sind die „Glücksmomente“, die unsere Begeisterung entfachen, unsere Emotionen wecken und für neue Verdrahtungen im Gehirn sorgen. Also die vielen kleinen wunderbaren Momente, die wir kultivieren und erleben können, auch unabhängig von den äußeren Umständen. Die Erfahrung zeigt: je mehr wir sie wahrnehmen, umso mehr davon erleben wir auch.

Wann warst du das letzte Mal albern, begeistert, übermütig, verrückt, voller Freude? Wirkliche Begeisterung haben viele von uns verlernt. Wir haben gelernt, uns zu beherrschen und vernünftig zu sein. Um wieder mehr Begeisterung zu leben, hilft auch ein so tun als ob, oder einfach zu sein wie die Kinder. Eine weitere gute Möglichkeit, Begeisterung regelrecht zu trainieren, ist die Teilnahme am Lachyoga. Hier findest du offene und neugierige Menschen, die es sich gegenseitig und gemeinsam erlauben, mal ausgelassen zu sein. Der geniale Spielplatz für Erwachsene!

3. Herzensaufgabe entdecken

In jedem von uns brennt eine kleine Flamme, unser Potenzial, unser Beitrag für die Welt, den wir zum Ausdruck bringen wollen. Wenn wir uns dessen bewusst werden und erkennen, wo wir hingehören, dann ist dies mit einer tiefen emotionalen Erfahrung verbunden. Wenn wir dann weiter unserer „inneren Sehnsucht“ folgen, dann richtet unser Gehirn den Fokus automatisch auf alle Erfahrungen, die uns auf diesem Wege weiter bringen. Für Jammern und Grübeln bleibt dann kein Platz mehr.

Annehmen, was ist

Natürlich: Hiobsbotschaften wird es immer mal geben. Genauso wie „Arschengel“ oder Menschen, die einem das Leben schwer machen. Oder auch Wut, Ärger, Trauer und Verzweiflung. Solange wir dagegen ankämpfen oder uns selbst Vorwürfe machen, wird es nur noch schlimmer. Wenn wir allen Gedanken und Gefühlen erlauben, da zu sein, verlieren sie ihre Bedrohlichkeit, und unser Grundvertrauen wächst. Wir können einen Sinn darin sehen und die Ressourcen aktivieren, die wir brauchen, um die Verdrahtungen im Gehirn neu auszurichten – auf Liebe, Freude und Dankbarkeit.

Dabei wünsche ich dir viel Erfolg!

Namasté, Angela

 

P.S: Du möchtest intensiver in das Thema hinein gehen, noch mehr Anregungen und konkrete Übungen an die Hand bekommen, um deinen Geist, die innere Einstellung zu verändern? Dann ist vielleicht der Online-Kurs „Aktiviere dein inneres Glück und leuchte!“ interessant für dich. Einstieg jederzeit möglich!

 

Glücksgedanken für die Woche

  • Der Zustand unseres Geistes entscheidet darüber, wie wir die Welt erleben
  • Das Gehirn nimmt von den vielen Sinneseindrücken das bewusst wahr, was unseren Gedankenmustern entspricht
  • Veränderung geschieht von innen nach außen
  • Die Verdrahtungen im Gehirn können jederzeit neu verknüpft und auf Freude programmiert werden: durch Meditation, sich in die Welt einbringen und das Entfachen von Begeisterung.

 

Zitat

„Im höchsten Zustand der Erkenntnis basiert das Wissen eines Menschen nicht länger auf Erinnerungen oder Schlussfolgerungen. Sein Wissen ist spontan und unmittelbar und von außerordentlicher Qualität und Intensität.“ Aus dem Yoga Sutra des Patanjali

Wertschätzung beginnt bei dir selbst

Drei Anregungen, um mehr Wertschätzung in dein Leben zu holen

Hast du auch manchmal das Gefühl, du reibst dich auf, gibst das Beste, was du kannst, und keiner dankt es dir?

Immer wieder höre ich diese und ähnliche Beispiele: da lässt man sich überreden, Überstunden zu machen und muss hinterher um den freien Tag betteln. Da hält man dem Partner den Rücken frei und macht einen Ausflug mit dem Kind, um einen Tag später zu hören, „du bist ja so oft weg.“

Irgendwie hat man überall das Gefühl, man macht es einfach nicht gut genug.

Hilfe, der Alltag frisst uns auf!

Dabei ist es ja nicht so, dass wir zu faul sind für irgendwas oder den Allerwertesten nicht hoch kriegen.

Im Gegenteil: Wir hasten im Eiltempo durchs Leben. Wir kommen von der Arbeit nach Hause, dort warten zahlreiche Freizeitaktivitäten auf uns, die ja auch sein sollen. Zumal wir in den Social Media ständig lesen und sehen, was andere Tolles erleben.

Zu diesem Drang, die Freizeit möglichst schön und aufregend zu gestalten, kommen die üblichen Berge von Erledigungen, die im Alltag auf uns warten: am Haus, in der Wohnung, in der Schule des Kindes oder bei den pflegebedürftigen Eltern. Wir verbleiben mit dem Gefühl, nie alles schaffen zu können.

Dabei ist eines ziemlich sicher: Wenn wir irgendwann mal von dieser Welt gehen, dann werden wir garantiert einige unerledigte Aufgaben zurück lassen. Und wenn das eh so ist, dann sollten wir uns zumindest nicht ständig als unzureichend oder nicht gut genug verurteilen.

Lieber sollten wir uns darauf ausrichten, mit uns selbst im Reinen zu sein – so wie wir sind, mit allen Schwächen und Unzulänglichkeiten.

Doch wie kann das gehen? Hier findest du drei Anregungen dazu:

1. Sei nachsichtig mit dir selbst

Perfekt sein liegt nicht in unserer Natur. Die Evolution ist dadurch geprägt, dass wir uns immer wieder an die Gegebenheiten angepasst haben – ein „Endzustand“ ist nie erreicht und wird es vielleicht auch nicht. Jede Unperfektheit führt dazu, dass wir uns weiterentwickeln, als Mensch und als Spezies.

Aber unser ständiges Gefühl, nicht gut genug zu sein, kommt nicht von ungefähr. Schon von klein auf wurde uns eingebläut, dass Fehler schlecht sind – Fehlerlosigkeit ist das erstrebenswerte Ziel, ob in der Schularbeit, im Job oder bei „Germany’s Next Top Model.“

Fehler stärken die Kreativität

Unsere Kreativität verkümmert jedoch, wenn wir aus Angst vor Fehlern nichts Neues wagen. Falsch interpretierter Perfektionismus führt dazu, dass wir für den letzten Feinschliff an einer Sache unendlich viel Energie verpulvern.

Statt alles perfekt machen zu wollen und sich über Fehler zu ärgern, macht es mehr Sinn, sich auf die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren, die eigenen Fähigkeiten zu kennen und diese für das Große Ganze einzubringen. Willibald Ruch, Professor für Persönlichkeitspsychologie an der Universität Zürich hat festgestellt, dass ein glückliches Leben mit bestimmten Charaktereigenschaften zu tun hat, die sich ganz konkret trainieren lassen – zum Beispiel Dankbarkeit, Neugier, Hoffnung, Begeisterung, Mut und Humor (siehe auch den Blogartikel „5 Charaktereigenschaften glücklicher Menschen“).

2. Gib dir selbst Wertschätzung, dann bekommst du sie auch von anderen

Selbstwertschätzung ist eine Form von Selbstliebe. Alles beginnt bei uns selbst. Jemand, der sich selbst nicht mag, würde Menschen verachten, die ihn plötzlich mögen. Eine Frau, die zutiefst davon überzeugt ist, dass sie nicht attraktiv ist, wird kein Kompliment ernst nehmen. Sie wird denken, es wurde ihr aus Mitleid gemacht, oder um irgendetwas zu erreichen.

Wir fokussieren uns auf die Dinge, die wir über uns denken und suchen unbewusst nach Bestätigung. Jahrelang haben wir uns vielleicht Glaubenssätze über uns selbst angeeignet, mit denen wir uns selbst herabsetzen, wie „du bist nicht gut genug“, „du kannst es nicht schaffen“ o.ä. Diese sitzen tief.

Wie sprichst du mit dir selbst?

Wie können wir also hier unser Denken verändern? Alles beginnt mit der inneren Kommunikation: Horche mal bewusst in dich hinein, wie du über dich selbst, über das Leben und über andere denkst und sprichst. Starte in kleinen Schritten, mit kleinen Handlungen, die deine Selbstwertschätzung stärken.

Schreibe regelmäßig auf, worauf du stolz bist, was dir an dem Tag gelungen ist. Mach eine Bestandsaufnahme von deinen Fähigkeiten, deinen Talenten und öffne dich für Gelegenheiten, in denen du sie einsetzen kannst. Jede Fähigkeit, jede einzigartige Eigenschaft ist auch ein guter Anlass, um Dankbarkeit zu üben – für dein Leben und für dein Sein (siehe auch den Blogartikel „Dankbarkeit“).

3. Schau deine Schatten an und integriere sie

Nachsichtig mit dir selbst sein, dir Fehler erlauben und nach vorne schauen ist wichtig. Doch manchmal gilt es auch, sich nochmal die eigenen „Schatten“ anzuschauen. Denn da wo du ins Leuchten kommst, entsteht Schatten. Das kann dir auf verschiedene Weisen begegnen. Vielleicht läuft immer etwas schief. Vielleicht machen andere Menschen dir gerade das Leben schwer. Vielleicht sind es bestimmte Denk- und Handlungsweisen von dir, die dir immer wieder zum Verhängnis werden.

Zum Beispiel, dass du mit deiner spontanen Art immer wieder andere vor den Kopf stößt, dass deine mangelnde Disziplin dir um die Ohren fliegt oder deine Offenheit dich plötzlich verletzbar macht.

Die Schatten sind deine Wegweiser

Egal wer oder was dir das Leben schwer macht, es spricht für dich, wenn solche Schatten auftauchen. Dann kannst du sie dir nochmal anschauen und dich damit auseinander setzen. Dies ist immer ein Spiegel, der dich auf dich selbst zurück wirft. Weglaufen bringt nichts, denn der Schatten wird dir folgen. Du kannst unangenehme Menschen aus deinem Leben verbannen, doch dann werden andere Menschen kommen und dir wieder das Leben schwer machen. Dagegen ankämpfen hilft auch nicht, denn es würde die gesamte Energie binden, die man besser für andere Dinge einsetzen kann.

Was also tun? Schau dir das Thema an, um das es geht, vergib dir selbst alle Unzulänglichkeiten und Fehler. Jeder „dunkle“ Aspekt an dir oder in deinem Leben hat auch eine positive Absicht. Wenn wir zum Beispiel Angst vor etwas haben, dann kann dies ein Schutz für uns sein oder auch eine Aufforderung, genau hier weiterzugehen. Den Unterschied wirst du erkennen. Wenn es dir an Geduld mangelt, kannst du andererseits vielleicht Dinge schnell und zielstrebig umsetzen.

Sobald wir uns diese „Schatten“ einmal angeschaut haben und wissen, dass sie ihren Sinn haben, verlieren sie ihre Macht über uns. Wir sind nicht mehr so leicht angreifbar durch bestimmte Ereignisse oder andere Menschen. Wir kennen unsere Schwächen und brauchen keine Energie mehr, um diese zu leugnen oder zu verbergen. Das setzt jede Menge Kraft frei.

Wertschätzung verstärkt sich, wenn man sie gibt

Menschen, die sich selbst wertschätzen, haben eine komplett andere Ausstrahlung. Dort, wo sie sind, beginnt es zu strahlen und zu leuchten, die Wertschätzung fliegt ihnen nur so zu. Dies bleibt jedoch keine Einbahnstraße. Auch andere Menschen fühlen sich in ihrer Umgebung gesehen und gewertschätzt.

Es fällt dir noch schwer, dich selbst zu wertschätzen oder gar zu lieben? Dann beginne einfach bei anderen! Überlege dir, welche Art von Wertschätzung diese Menschen jetzt gebrauchen könnten, wenn du sie selbst wärst. Beginne mit einem „Fake it till you make it“. Auch das wirkt.

Und plötzlich können Männer flirten…

Schüchterne Männer wurden zum Beispiel zu „Flirtkönigen“, nachdem sie sich ein paar Mal von Frauen begehrt gefühlt hatten, obwohl diese „nur“ Schauspielerinnen waren. Egal ob du bei dir selbst beginnst oder bei anderen. Die Folge ist immer ein doppelter Glückseffekt: wer anderen dazu verhelfen kann, stolz und zufrieden zu sein, wird auch auf sich selbst stolz und zufrieden sein.

Namasté, Angela

 

Zitat

„Der Glaube, dass wir im Schnellverfahren zur Erfüllung gelangen, ohne die eigenen persönlichen Stärken und Fähigkeiten zu trainieren, ist albern. Er führt zu einer Heerschar von Menschen, die in der Blüte ihres Lebens deprimiert sind und spirituell aushungern.“ Martin Seligman

Übung

Wähle jeden Tag eine bestimmte Person aus deinem Umfeld aus, der du an diesem Tag besonders viel Wertschätzung entgegen bringst – gedanklich und in deiner Art und Weise, ganz sanft-subtil. Schreibe dir abends auf, was du erlebt uns erkannt hast. Ziehe Resümee nach einer Woche, was sich verändert hat in deinen menschlichen Beziehungen.

 

Glücksgedanken

  • Es liegt nicht in unserer Natur, perfekt zu sein – sei nachsichtig mit dir selbst
  • Wenn du dich selbst wertschätzt, dann erhältst du auch Wertschätzung von außen
  • Schau deine Schatten an und integriere sie – umso weniger wirst du angreifbar
  • Wenn es dir schwer fällt, bei dir selbst anzufangen, fange bei anderen an
  • Fake it till you make it – auch „gespielte“ Wertschätzung wirkt bei anderen – probier es aus!

Lebst du schon dein IKIGAI? Wie sich die Lebensaufgabe mit der Welt vereinbaren lässt

Als ich zum ersten Mal von IKIGAI hörte, dachte ich, es wäre entweder eine Sushi-Spezialität oder ein japanischer Wissenschaftler. Als ich dann nochmal genauer nachgeforscht habe, durfte ich feststellen, dass IKIGAI ein ziemlich geniales Konzept ist, um unsere „Mission“ oder „Lebensaufgabe“ in dieser Welt einzuordnen. Und zwar so, dass sie nicht nur real umsetzbar wird, sondern auch dazu beiträgt, in dem, was wir tun, Erfüllung zu finden. Denn die Frage, was wir den ganzen Tag tun und wie wir unsere Lebenszeit verbringen, betrifft jeden von uns. Egal, ob jemand in einer Festanstellung oder auf Hartz IV ist, „brotlose Kunst“ betreibt oder einen Haufen Geld in einem Job verdient, der in seinen Augen völlig sinnentleert ist.

IKIGAI beschreibt einen Idealzustand, die Schnittmenge von dem, was du gerne tust, gut kannst, in die Welt einbringst und wovon du gleichzeitig leben kannst. Wenn du bereits in diesem Idealzustand bist, wunderbar. Wenn dieser dir hingegen eher schwer erreichbar scheint, ist das kein Grund zur Verzewiflung. Denn allein das Hinschauen mit der Frage „wo stehe ich, wo kann ich noch etwas verändern?“ kann dir helfen, bewusst dein Tun und dein Sein in eine Richtung zu steuern, die deinem Herzen entspricht. Das muss nicht heißen, dass du alles, was du jetzt beruflich tust, über Bord werfen musst – manchmal helfen kleine Veränderungen, um sich dem persönlichen „IKIGAI“ zu nähern. Doch was genau bedeutet nun IKIGAI?

IKIGAI – das, was das Leben lebenswert macht

Wörtlich übersetzt bedeutet IKIGAI „lebens (=IKI) wert (=GAI)“. Damit ist zum einen gemeint, dass man den Sinn seines Lebens findet, aber auch dass man erfüllt, stressfrei und vor allem glücklich lebt. Vorbild ist dabei die Insel Okinawa, die dafür bekannt ist, dass die Menschen dort besonders glücklich sind und sehr lange leben. Die „Insel der Hunderjährigen“ wird Okinawa auch genannt, und unzählige Wissenschaftler haben sich bereits mit der Frage befasst, was das Geheimnis dieses Phänomens ist. Zu den wichtigsten Rahmenbedingungen der Bewohner gehören unter anderem Entschleunigung, viel Bewegung in der Natur, gelebte Gemeinschaft und gesunde Ernährung.

Bei IKIGAI geht es aber nicht nur um die Rahmenbedingungen – sondern auch um die innere Motivation, den Sinn, die Frage nach der Mission auf dieser Welt. Aber auch um die Frage, inwieweit dies mit der Realität vereinbar ist. Denn was nützt es uns, wenn wir dem Herzen folgen, das tun, was uns Spaß macht, aber am Ende die Miete nicht bezahlen können? IKIGAI setzt an vier verschiedenen Ebenen an.

Vier Fragen, die dir helfen, dein IKIGAI zu finden

1. Was liebst du zu tun?

Wofür brennt dein Herz? Wofür würdest du jeden Morgen begeistert aus dem Bett springen? Was hast du möglicherweise schon als Kind gerne gemacht? Wobei vergisst du die Zeit, wenn du es tust, kommst so richtig in den „Flow?“ Im vorhergehenden Blog „Finde Dein Warum“ findest du Anregungen, wie du das herausfinden kannst.

2. Was braucht die Welt?

Was ist deine „Mission“? Hast du eine Idee, wofür du auf dieser Welt bist? Welchen Beitrag kannst oder möchtest du für die Welt leisten? Oder auch: was möchtest du erschaffen? Für wen kannst du durch dein Sein einen Unterschied machen? Inwiefern wird die Welt ein anderer Ort sein, weil du hier gewesen bist? Denn das, was du tust, sollte nicht nur mit deinem Herzen in Einklang sein, sondern auch mit der Welt.

3. Worin bist du gut oder talentiert?

Was sind deine Fähigkeiten? Welche Erfahrungen und Kompetenzen bringst du mit? Was ist dein erlernter Beruf oder eine Tätigkeit, in der du richtig gut bist? In welchem Feld kannst du der oder die Beste sein oder bist es bereits?

4. Womit kannst du Geld verdienen?

Womit verdienst du derzeit dein Geld? Gibt es ein Hobby, das du so zum Beruf machen kannst, dass du Geld damit verdienst? Gibt es andere Möglichkeiten, das Geld verdienen mit den anderen Bereichen in Einklang zu bringen? Viele Menschen vernachlässigen den finanziellen Bereich, wenn es um die Frage nach der Mission oder Lebensaufgabe geht. So mancher hat schon überstürzt seinen Job gekündigt, um der „Lebensaufgabe“ zu folgen, um dann ernüchtert festzustellen, dass die Aufgabe das Leben nicht ermöglicht. Umgekehrt sitzen in unseren Bürotürmen unzählige fremdbestimmte Menschen, die zwar einen Haufen Geld verdienen, aber sich abends im Bett fragen „wofür mache ich das hier?“.

Wie IKIGAI erreichen?

Was können wir also tun, um unser IKIGAI zu erreichen? Zunächst wohl erstmal eines der wichtigsten Prinzipien des IKIGAI beherzigen: Fließen lassen, kein Stress, kein übertriebener Aktionismus, um unbedingt etwas erreichen zu wollen. In die Ruhe kommen, und dann Schritt für Schritt die verschiedenen Bereiche anschauen und reflektieren. Dankbar sein für das, was bereits da ist und gleichzeitig offen für Veränderungen sein.

Denn letztendlich ist es mit dem IKIGAI genauso wie mit der Suche nach dem Glück: Es ist kein einmal erreichter statischer Endzustand, der dann so bleibt. Das Bild des IKIGAI beinhaltet auch einen Prozess, ein ständiges und fließendes Anpassen – etwas verändern – wieder anpassen. Dieser Prozess wird vermutlich lebenslang sein. Es gilt also, diesen mit Spaß und Gelassenheit zu genießen, ganz entspannt im Fluss mitzufließen und ab und zu mal die Richtung zu korrigieren. Die Hundertjährigen von Okinawa haben viel Zeit dafür. Doch selbst wenn wir nicht hundert Jahre alt werden – die entsprechende Gelassenheit können wir uns trotzdem von ihnen abschauen.

Namasté, Angela

P.S: Möchtest du dich noch intensiver mit deinem IKIGAI, deiner Mission, deinem „Warum“ beschäftigen und dich auf den Weg machen? Dann sei dabei beim Online Coaching Programm „SMILE“

 

Zitate

„Nicht alle von uns können große Dinge tun. Aber wir können kleine Dinge mit großer Liebe tun.“ Mutter Teresa

 „Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen, sondern mit Terminkalendern angetrieben.“ John Steinbeck

  „Viele würden gern ein einfacheres Leben führen, wenn der Weg dahin nicht so kompliziert wäre.“ Justus Jonas der Ältere

 

Glücksgedanken

  • Das, wofür dein Herz brennt, sollte im Einklang mit der Welt sein
  • Begib dich den Fluss des Lebens, lass dich treiben und korrigiere die Richtung, wenn erforderlich
  • Finde dein persönliches „IKIGAI“ – aber mach dir keinen Stress beim Suchen
  • Nimm dir Zeit für jeden bewussten Schritt
  • Suche die Stille in der Natur und Gemeinschaft bei den Menschen, die dir wirklich wichtig sind

 

Humor

Fragt ein Beamter den anderen: „Was hältst du davon, wenn wir uns ein Aquarium kaufen?“ „Ach nein, Fische sind mir zu hektisch.“

Finde dein Warum – das innere Feuer entfachen

Wie ich im vergangenen Jahr meine neue Ausrichtung neu fokussiert habe: 5 Tipps, wie du dich ausrichten und die Basis für deine Ziele und Träume schaffen kannst

Manchmal kann man sich dem Wind der Veränderung einfach nicht entziehen –  auch wenn man am liebsten in der alten Komfortzone verharren würde. Bei mir war es Anfang 2018 soweit: Obwohl ich seit über 12 Jahren begeistert Seminare gebe, merkte ich, dass Veränderung her musste. Ich war schon länger auf der Suche nach einer Möglichkeit, all die vielseitigen Themen, die ich anbot – von Lachyoga, Stress-Management, Persönlichkeitstraining bis hin zum Yoga – zu fokussieren.

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. In meiner Arbeit mit Menschen, die aus der Krise wieder in die Lebensfreude hinein finden wollen oder auch selbst als Trainer aktiv werden wollen, habe ich immer wieder eins festgestellt: Entscheidend ist nicht die Frage: ist alles perfekt? Bin ich gut genug? Mache ich alles richtig? Sondern entscheidend ist die Frage: was treibt mich an? Wofür lohnt es sich, jeden Morgen aufzustehen? Was bringt meine Augen zum Leuchten? Wofür brenne ich?

Ich stellte fest: diejenigen meiner Teilnehmer, die mit innerer Motivation an die Sache heran gingen, verwirklichten mit vollem Herzen ihre Träume und blieben dran. Sie waren offen und ließen sich auf das Abenteuer mit sich selbst ein, trotz aller Widerstände und Hürden. Diejenigen, die nur ihre äußere Hülle aufpolieren wollten, entzogen sich, sobald wirkliche Veränderung anstand. Dies konnte ich immer wieder beobachten, egal ob es dabei um private Träume oder berufliche Projekte ging.

So habe auch ich mir in regelmäßigen Abständen die Frage nach meiner inneren Ausrichtung, dem „Warum“, gestellt. Dies wieder ganz besonders und intensiv im letzten Jahr 2018. Daraus wurde ein Abenteuer, das ich mit dir teilen möchte – so, dass du an diesem Weg teilhaben und auch selbst davon profitieren kannst. Diese 5 Schritte haben mir persönlich dabei geholfen:

1. Schritt: Eine Entscheidung treffen

Am Anfang steht immer die Entscheidung, sich zu verändern. Vielleicht aus Leidensdruck, vielleicht aus dem Wunsch heraus, sich weiterzuentwickeln. Mit dieser Entscheidung übernehmen wir die volle Verantwortung für unser Glück. Keine Ausreden mehr, kein „die äußeren Umstände ermöglichen es nicht“. „Selbstwirksamkeit“, so nennt man in der Resilienzforschung die Fähigkeit, etwas selbst zu gestalten und das Wissen darüber, dass dies für uns möglich ist.

Wenn du also irgendeinen Wunsch, ein Projekt oder einen Traum hast: triff zuerst die klare Entscheidung, es durchzuziehen! Die äußeren Umständen werden von da an nicht mehr gegen dich arbeiten, sondern dich unterstützen.

2. Schritt: Infos sammeln

Das, wofür du brennst, kommt von innen, aus dem Herzen heraus. Doch um diese innere Motivation wirklich freizuschaufeln und im Außen zum Ausdruck zu bringen, hilft es, sich Inspirationen zu holen.

In meinem Fall sah das so aus, dass ich alle Informationen aufgesaugt habe, die ich nur kriegen konnte – zu den Themen persönliches Wachstum, Glück, Gehirnforschung, Resilienz, Lebensfreude, Yoga, aber auch zu Marketing und Unternehmertum. Nie war es einfacher als in der heutigen Zeit: ich habe mir Youtube-Videos reingezogen, Off- und Online-Kurse besucht, an Webinaren teilgenommen und so viele Bücher gelesen, wie es mit Kind und Familie nur irgend vereinbar war. Dabei habe ich meine wichtigsten Anregungen für den weiteren Weg erhalten.

Ein wichtiger Meilenstein war dabei ein Interview von Coach Veit Lindau mit dem Chef der Hotelkette Upstalsboom, Bodo Janssen. Letzterer sagte darin den Satz „ich möchte Menschen glücklich sehen“. Und plötzlich war mein Warum klar: Ich möchte dazu beitragen, dass Menschen glücklich sind, dass sie wieder in ihre Freude kommen. Denn egal ob es um Lachyoga geht oder um andere Themen: das ist letztlich das, was ich in meinen Seminaren vermitteln kann – wie Menschen Lebensfreude erfahren, wieder unbeschwert sein können. 

Wenn du also für irgendein Thema, irgendeine Sache brennst, die vielleicht noch nicht so recht Form annehmen will: sammle Infos zu allem, was dich interessiert, und irgendwann wird sich etwas herauskristallisieren.

3. Schritt: sacken lassen und nach innen lauschen

Es ist gut, in Aktion zu kommen und loszulegen auf dem Weg. Aber es ist genauso wichtig, immer wieder in sich hinein zu horchen, ob die Richtung stimmt. Das geht am besten in der Stille. Dafür muss man nicht in den Himalaya gehen und sich monatelang meditativ zurück ziehen, sondern es reichen 11 Minuten am Tag, um zu meditieren und die Seele zu befragen. Die inspirierendsten Top-Manager und Führungskräfte der Wirtschaftswelt meditieren regelmäßig. Die Forschung bestätigt, dass regelmäßige Meditation die Gehirnstrukturen verändert – hin zu einer gelassenen und zufriedenen Lebenseinstellung.

Mir selbst hat dabei am besten die Seelenmeditation geholfen. Sie dient dazu, Gedanken abzuschalten, in die Essenz der Seele zu schauen und Antworten auf aktuelle Fragen zu bekommen. Wann immer ich in die Stille gegangen bin, ist Vertrauen entstanden – in mich selbst und in meine Projekte. Oft sind auch viele neuen Ideen entstanden – und schließlich mein Projekt „Happiness.Community“.

4. Auf das Ziel fokussieren

Wenn du das „Warum“ gefunden hast, dann kannst du alle Energie darauf ausrichten. Das heißt nicht, dass du alles andere an den Nagel hängen musst. Im Gegenteil, ein solches „inneres Feuer“ kann dir auch wieder Kraft für alles andere geben und die „Alltagsroutine“ in neuem Licht erscheinen lassen. Allerdings: das heißt noch nicht, dass sofort alles perfekt läuft.

Bei mir ist es ein ständiger und fortlaufender Prozess des Lernens, Wachsens und der ständigen Kurskorrektur. Ich tue viel – aber ich weiß, wofür ich es tue: Weil mein Herz dafür brennt und meine Seele mir gut zuredet. Weil ich Menschen dazu inspirieren möchte, ihren Weg zu gehen und ihre Träume zu leben. Nicht ganz uneigennützig: denn wenn ich das bewirken kann, dann macht es mich selbst glücklich. 

5. Loslaufen

Wenn also die Basis stimmt, dann kann der Weg beginnen. Und der wird garantiert nicht langweilig. Aber er wird Spaß machen. Der Rest wird eine Mischung sein aus inne halten, den Kurs überprüfen, genügend Pausen machen, sich neu fokussieren und darauf vertrauen, dass die richtigen Wegbegleiter und Anregungen zur richtigen Zeit da sein werden. 

Ich wünsche auch dir viel Freude und Klarheit auf deinem Weg! 

Namasté – Angela

 

Ausblick

Wenn du derzeit den Wunsch hast, etwas zu verändern, deine innere Sehnsucht zu entdecken oder eine Basis für deinen weiteren Weg zu schaffen, dann komm in das SMILE-Programm und mach jetzt den Happiness Check…

 

Happiness Gedanken

  • Egal ob es um ein berufliches Projekt geht oder um persönliche Wünsche und Träume – die innere Motivation ist entscheidend
  • Wenn dein inneres Feuer entfacht ist, kann es dich auch für andere Lebensbereiche motivieren
  • Lass dich inspirieren, sammle Infos, lerne und wachse kontinuierlich
  • Gehe in die Stille und lausche in dich hinein, wo es lang geht
  • Fokussiere dich und laufe los!

Neues Jahr, neuer Anfang? Warum gute Vorsätze nicht funktionieren…

… und wie wir Ziele trotzdem richtig formulieren

Kennst du diese Menschen, die sich voller Elan in eine neue Sache stürzen, begeistert davon erzählen, und dann… ja, und dann? So erzählte mir zum Beispiel neulich ein Freund, er habe sich im Fitnessstudio angemeldet und will jetzt endlich Diät machen – diesmal mit einer neuen teuren Methode, mit der es ganz bestimmt klappen wird. Als ich dann ein paar Wochen später vorsichtig nachfrage, gibt es triftige Gründe, warum das nicht machbar war. „Meine Fitnesstrainerin war so gar nicht auf meiner Wellenlänge“, heißt es dann. Oder „jetzt war gerade so viel im Job los, dass es einfach nicht passte.“ Um ehrlich zu sein, das könnte auch ich sein – oder jeder andere. Doch warum ist es oft so, dass wir gute Vorsätze einfach nicht durchhalten?

Das Jahr ist neu – wir aber nicht

Dabei heißt es doch immer so schön „ein neues Jahr ist wie ein neuer Anfang“, …, „ein unbeschriebenes Blatt“ etc. Der Jahreswechsel ist sicherlich ein guter Zeitpunkt, um das alte Jahr Revue passieren zu lassen und sich zu überlegen, wo es im neuen Jahr hingehen soll. Doch wir Menschen sind nun mal kein unbeschriebenes Blatt. Wir werden nicht von heute auf morgen jemand anders. Wir haben uns über viele Jahre hinweg bestimmte Denkweisen angeeignet, die wiederum unser Verhalten prägen. „Neuroplastizität“ nennt man das in der Gehirnforschung. Je nachdem, welche Erfahrungen wir also im Laufe des Lebens gemacht haben, ordnet das Gehirn die Erlebnisse ein. Wenn wir unsere Denkweise verändern wollen, dann geht das nicht allein über den bewussten Verstand. Denn die alten Denkmuster laufen unbewusst mit und torpedieren die besten Ziele und Vorsätze. Wenn der Abnehm- und Fitnessplan bereits vorher ein paar Mal gescheitert ist, dann kann ein unbewusstes „ich schaff’s ja eh nicht“ zum Hindernis werden. Gleiches gilt auch für die Umsetzung beruflicher Ideen und Projekte. Und auch die Partnersuche wird schwierig, wenn ich mir unbewusst einrede, ich sei nicht liebenswert.

Ziele setzen – aber richtig!

Doch was ist die Konsequenz daraus? Am besten gar keine Ziele setzen, da es ja eh nicht klappt? Im Gegenteil: Wenn wir unser Leben so gestalten wollen, dass wir glücklich und zufrieden sind, ist es wichtig, sich mit den eigenen Zielen und Träumen zu beschäftigen. Wenn wir dies nicht tun, dann kann es passieren, dass wir vom Leben herumgeschubst werden oder das Leben anderer leben. Es lohnt sich, die Zeit zu investieren und zu überlegen, was in diesem neuen Jahr – oder auch in 5 Jahren – ansteht.

Die Glücksforschung bestätigt: Stagnation macht nicht glücklich. Studenten, die für das „Nichtstun“ sogar gut bezahlt wurden, haben dies in einer Studie gerade mal wenige Stunden, kaum aber länger als zwei Tage durchgehalten. Seit Beginn der Evolution sind wir offenbar von Natur aus dazu bestimmt, unser Potenzial zu entwickeln, uns zu verändern, uns weiterzuentwickeln. Unser Gehirn ist so angelegt, dass es uns belohnt, wenn wir neue Herausforderungen gemeistert haben – chemische Substanzen sorgen dafür, dass wir Erfolge genießen können – wir sind stolz auf das, das wir erreicht haben.

Fünf Tipps für die Formulierung von Zielen

1. Der Weg ist das Ziel

Doch nicht allein das Erreichte macht uns glücklich. „Wenn ich erstmal das Projekt umgesetzt habe / den richtigen Partner gefunden habe, dann wird alles gut“, so heißt es oft. Doch das ist ein Denken aus dem Mangel heraus. Genauso wichtig wie das Ziel ist der Weg dahin. Das Ankommen an einem Ziel ist dann etwas Besonderes, wenn wir den Weg dahin bewusst gegangen sind und genossen haben. Als ich bei einem Auslandsaufenthalt in Peru den berühmten Machu Picchu besucht habe, bin ich vorher fünf Tage lang auf dem „Inka Trail“ gewandert – mit Übernachtung in Zelten, zum Teil sehr anstrengenden Etappen, aber auch vielen tollen Momenten. Als wir am letzten Tag erstmals in der Ferne den Machu Picchu im Lichte des Sonnenaufgangs erblickten, war dies eine unvergessliche Erfahrung. Die Bustouristen, die später bequem dorthin kutschiert wurden, haben dies sicherlich nicht so intensiv erlebt.

2. Finde ein Ziel, das dir wirklich etwas bedeutet

Der Hauptgrund, warum „gute Vorsätze“ nicht funktionieren: Es fehlt die innere Begeisterung. Denn was steckt wirklich hinter dem Wunsch, abzunehmen, fit zu sein oder Karriere zu machen? Ist das wirklich dein eigener Herzenswunsch, deine tiefste Sehnsucht? Oft werden „äußere Ziele“ bedeutungslos, wenn wir in uns hinein horchen und uns fragen, was uns wirklich in Begeisterung versetzt. Vielleicht ist es etwas, das du schon als Kind gerne gemacht und aus den Augen verloren hast. Was treibt dich an? Möchtest du Menschen helfen, etwas in der Welt verändern, Neues kreieren? Wichtig ist es dabei, ehrlich zu hinterfragen, ob es auch dein eigenes Ziel ist, oder ob du nur meinst, dass dies von anderen, deinen Eltern, deinem Partner, der Gesellschaft, erwartet wird.

3. Erkenne deine Stärken und bringe sie ein

Spätestens ab Beginn der Schulzeit an werden wir darauf geeicht, Fehler zu entdecken und auszumerzen. Dabei verlieren wir den Blick für unsere Stärken und Fähigkeiten und somit auch unser Selbstvertrauen. Martin Seligman, Begründer der positiven Psychologie, hat in Versuchen gezeigt, dass die konsequente Fokussierung auf Stärken uns kontinuierlich wachsen lässt und das Selbstwertgefühl stärkt. Wenn wir uns jeden Tag unserer Stärken bewusst sind, dann bestätigen wir uns selbst in jedem kleinen Erfolg. Wir ändern mit der Zeit unsere Sichtweise und werden zu Höchstleistungen fähig, die wir vorher nie für möglich gehalten hätten.

4. Hab Spaß!

Oft denken wir, es muss anstrengend und leidensvoll sein, um ein Ziel wirklich zu erreichen. „Ohne Fleiß kein Preis“, „man muss hart arbeiten, um erfolgreich zu sein“ oder ähnliche Glaubenssätze sind verbreitet. Doch viel wichtiger ist der Spaß an der Sache. Die Wanderung zum Machu Picchu kann zwar anstrengend sein, aber sie sollte auch Spaß machen. Das erleichtert nicht nur den Weg, sondern führt laut wissenschaftlichen Erkenntnissen auch zu besseren Ergebnissen. An etwas dran zu bleiben ist gut und wichtig. Aber es bringt uns nichts, wenn wir so verbissen ein Ziel verfolgen, dass uns der Spaß vergeht.

5. Verankere dein Ziel im Unterbewusstsein

Dies ist der wichtigste Schritt, wenn wir am Anfang der Reise stehen: Es reicht nicht aus, sich mit dem Verstand oder allein mit Willenskraft etwas „vorzunehmen“. Die Herausforderung ist es, das Unterbewusstsein langfristig und nachhaltig so zu „programmieren“, dass die oben beschriebenen alten Denk- und Verhaltensmuster überlistet werden. 30 Tage braucht es, bis sich eine neue Gewohnheit oder Denkweise im Gehirn eingeprägt hat. Doch letztlich sollte Veränderung dauerhaft geschehen. Hier ein paar Techniken, die dich dabei unterstützen können:

  • Verknüpfung mit körperlichen Aktivitäten – kombiniere die neu formulierten Ziele oder Gedanken mit bestimmten Gesten, einer Übung oder einer Handbewegung
  • Schreiben – schreibe die Ziele auf, am besten immer wieder neu
  • Visualisierung – das Gehirn kann nicht unterscheiden, ob wir etwas wirklich erleben oder es uns nur vorstellen. Visualisiere regelmäßig dein Ziel – dann nimmt das Unterbewusstsein dieses irgendwann als Realität an. Die Verknüpfungen ändern sich, Sabotage-Mechanismen werden mit der Zeit ausgeschaltet.
  • aktiviere deine Ressourcen – jedes Ziel ist mit einem bestimmten Gefühl oder einer bestimmten Qualität verbunden – wie Mut, Vertrauen, Freude, Liebe etc. Aktiviere diese „Ressourcen“, indem du sie täglich liest, laut aussprichst, mit einer Handbewegung kombinierst oder darüber meditierst. Unter Videos findest du eine passende Übung, um Qualitäten zu bestärken…

Aus eigener Erfahrung weiß ich: hat man einmal ein Ziel formuliert und sich auf den Weg gemacht, gibt es kein Zurück. Es ist ein Abenteuer, ein kontinuierliches Lernen und Wachsen, eine Achterbahn der Gefühle zwischen Aufstieg und Tal. Es wird nie langweilig. Aber mit der richtigen Sichtweise macht es eine Menge Spaß!

Egal, ob du gerade am Anfang eines neuen Projektes stehst oder mitten auf dem Weg bist: ich wünsche dir viel Spaß dabei!

Happiness Gedanken für die Woche

  • Es liegt in unserer Natur, unser Potenzial zu entfalten und uns weiterzuentwickeln
  • Es reicht nicht aus, Veränderungen nur über den Verstand zu bewirken
  • Wenn wir den Weg genießen, dann ist das Ziel leichter erreichbar
  • Es zählt die innere Motivation, nicht der äußere Zwang
  • Wenn du deine Fähigkeiten erkennst und einsetzt, läufst du zu Höchstform auf
  • Hab Spaß bei allem, was du tust!

Übungen und Meditationen zur Verankerung von Zielen

Übung „Qualitäten bestärken“ auf Video hier…

Meditation „Berggipfel“ – geh deinen Weg mit Spaß und genieße die Aussicht oben!

Brauchen wir Religion, um glücklich zu sein?

Die Kirche – Fluch oder Segen?

Warst du Weihnachten in der Kirche? Ich ja. Nach langer Pause. Die Kirche war überfüllt, mit Glück haben wir noch den letzten Sitzplatz ergattert. Das erlebt man wohl in der Tat nur noch an Weihnachten so. Früher fand ich das blöd. Wie heuchlerisch, nur an Weihnachten in die Kirche zu gehen und das ganze Jahr nicht! Heute mache ich es genauso – ohne schlechtes Gewissen. Denn mittlerweile habe ich verstanden, dass man überall das finden kann, was Menschen früher in der Kirche gesucht haben: inne halten, Gedanken stoppen, Gemeinschaft mit Gleichgesinnten erleben, gemeinsam singen und inspirierende Worte von jemandem hören, der sich mit einem Thema beschäftigt und uns an das erinnert, was wirklich wichtig ist im Leben.

Als evangelische Pastorentochter war mein Verhältnis zur Kirche schon immer zwiegespalten. Es ging damit los, dass wir nie richtig Weihnachten feiern konnten. Mein Vater hetzte von einem Gottesdienst zum nächsten, wir Kinder waren eingespannt mit Singen, Flöten, Zettel verteilen und warten, bis der Sturm vorüber war. Essen und Bescherung wurden dann zwischen 18:00 Uhr-Gottesdienst und Mitternachtsandacht eingequetscht. Doch es war auch immer irgendwie schön und veranlasst mich heute dazu, Mann und Kind in die Kirche zu schleppen, um wenigstens einmal zum Abschluss „Oh du Fröhliche“ zu singen.

Andere Dinge fand ich damals weniger schön. Zum Beispiel die Diskussionen, in die ich – ob ich wollte oder nicht – verwickelt wurde. Das Hauptargument war meist: „Ach, mit der Kirche hab ich abgeschlossen. Die Kirche hat damals so viel Unrecht getan, Kreuzzüge gemacht und kann es auch heute nicht lassen, uns und Menschen in aller Welt zu missionieren…“ So oder ähnlich waren die Sätze, die ich zu hören bekam – wie wenn man sich mir gegenüber dafür rechtfertigen müsste, warum man sich nicht mit dem Thema Kirche, Religion oder Gott beschäftigen will. Aber genau das ist ja der Knackpunkt dabei: viele schmeißen „die Religion“ und „die Kirche“ mit allem anderen in einen Topf.

Es sind die Menschen, die Gutes oder Schlechtes tun

Ich selbst habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen: Es ist nicht „die Kirche“, die Schlimmes getan hat oder tut. Es sind immer Menschen –Menschen, die fehlbar sind, die Gutes tun, die Schreckliches tun. Und das ist nicht nur in der Kirche so, sondern überall, im Kleinen wie im Großen. Ob in der Wirtschaft, der Politik, im Job oder im örtlichen Kegelverein: Es gibt immer Menschen, die unterschiedliche Ansichten haben und Menschen, die ihre Meinung durchsetzen oder Macht ausüben wollen. Es gibt immer Menschen, die andere kontrollieren wollen – meist aus eigener Angst heraus. Und genau dort entstehen die Konflikte dieser Welt – dort wo Menschen nicht miteinander reden, sondern meinen, dass nur sie die richtige Ansicht über etwas haben. Schon immer wurden Religionen missbraucht, um Grausamkeiten zu begehen oder Unrecht zu tun. Kein Wunder, dass Menschen misstrauisch geworden sind.

Ob es nun Jesus gab oder nicht – ob er nur irgendein Prophet war oder wirklich der Sohn Gottes. Er hat uns einiges vorgemacht in Sachen Frieden. Er hat sich mit denen an den Tisch gesetzt, die anderer Meinung waren. Er hat sich nie als „großer Guru“ aufgespielt, sondern war zutiefst demütig und hat anderen die Füße gewaschen. Er hat uns vorgelebt, wie man Frieden schafft – durch Liebe, Hingabe, Mitgefühl und Toleranz. Andere Menschen in unserer Geschichte – wie ein Nelson Mandela, Mahatma Gandhi oder der Dalai Lama – haben uns ähnliches vorgelebt oder tun es heute noch.

Alltagsengel sind überall

Aber auch im täglichen Leben gibt es Menschen, die durch ihr Handeln einen Unterschied machen. Nicht durch große Taten, sondern indem sie Liebe, Frieden und Toleranz im Kleinen leben – in der Familie, auf der Straße, im Job. Da ist der junge Student, der im Zug die beiden Flüchtlinge nicht misstrauisch beäugt, sondern ein Gespräch beginnt. Da ist die Altenpflegerin, die durch eine liebevolle Geste die einsame Dame zum Strahlen bringt. Der Läufer, der Spenden für Kinder sammelt. Viele von uns haben ein tiefes inneres Bedürfnis, Gutes zu tun. Irgendeine innere Kraft motiviert uns, an das Gute zu glauben und dafür einzustehen. Wo kommt diese Kraft her? Egal ob wir es Gott, heiliger Geist oder biochemische Reaktionen im Gehirn nennen. Diese innere Motivation ist da – zumindest bei vielen von uns. Vielleicht gibt es einige Menschen, die diese Kraft nicht mehr spüren können – oder sie aus lauter Verzweiflung ins Gegenteil umgedreht haben. Vielleicht ist es unsere Aufgabe, diese Menschen zu berühren – mit Worten, mit Taten, mit Toleranz. Dann leben wir das, was Jesus vorgelebt hat – dann leben wir das, was man „Liebe“ nennt.

Glaube macht glücklich

Auch in der Glücksforschung gibt es viele Hinweise darauf, dass Menschen glücklicher sind, die an einen „höheren Sinn“ glauben. Sie sind allgemein zufriedener, sie leben länger und gehen konstruktiver mit Krankheiten und Schicksalsschlägen um. Befragungen zeigen, dass Menschen, die eine Religion ausüben – zum Beispiel regelmäßig in die Kirche gehen – zufriedener mit ihrem Leben sind als andere.

Vielleicht muss es nicht die Religion im klassischen Sinne sein. Denn Gemeinschaft, Geborgenheit, gegenseitige Unterstützung und den Glauben an einen höheren Sinn können wir auch außerhalb der „Kirche“ finden. Aber auf jeden Fall lohnt es sich, danach zu suchen. Jesus hat es uns gezeigt: Gott ist nicht (nur) in der Kirche – sondern überall dort, wo Liebe gelebt wird.

Glücksgedanken für die Woche

  • Verwechsle niemals eine Sache mit den Menschen, die sie repräsentieren
  • Finde die Werte, die für DICH wichtig sind, und lass dich nicht durch andere Menschen davon abbringen, sie zu leben
  • Es lohnt sich, die Frage nach dem „höheren Sinn“ zu stellen – sie lässt uns vieles besser ertragen und bringt unser Leben zum Leuchten
  • Das Göttliche entsteht nicht durch große Taten – sondern durch die kleinen Handlungen, in denen Liebe zum Ausdruck kommt.

Zitat

„Wenn ihr meint, Gott eher in der Kirche zu finden als im Stall, liegt das an euch und nicht an Gott.“ Meister Eckart

Stress? Gut so!

Stress-Management beginnt im Kopf

Vorweihnachtszeit: „Komm in die Stille“, „halte inne“, „besinne dich auf Freunde und Familie – auf das Wesentliche…“, so sollte man es doch nun eigentlich in dieser Zeit tun, fernab von Konsumrausch und Einkaufsstress, oder? Runterfahren und entspannen, mal alle „Pflichten“ beiseite lassen – das wär doch mal schön, jetzt um die besinnliche Zeit, oder? Ist bei den meisten aber keine Realität. Die sieht anders aus: Termine häufen sich, der Kalender ist voll: Weihnachtsfeiern, Plätzchen backen, Adventskalender organisieren und am besten noch in diesem Jahr alle Freunde treffen. Bei vielen bleibt am Ende jeden Tages eine lange Liste im Kopf, was man alles nicht geschafft hat.

Stress ist individuell unterschiedlich

Oft habe ich mir deswegen ein schlechtes Gewissen gemacht und gedacht, ich mache irgendwas falsch. Aber das macht die Situation ja auch nicht besser. Viel interessanter ist dann eine andere Frage: Wie viel von dem Stress kommt wirklich durch äußere Verpflichtungen, und wie viel davon mache ich mir selbst? Was davon empfinde ich überhaupt als Stress? Wie viel Stress wir haben und wie viel gut für uns ist, kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Stressforscher haben festgestellt, dass das gleiche „Stresserlebnis“ von jedem unterschiedlich wahrgenommen wird. Der eine regt sich auf und kommt nicht mehr runter, wenn er im Stau steht. Der nächste sieht’s gelassen und macht sich einen guten Podcast an. Ändern lässt es sich eh nicht. Die einen fühlen sich absolut überfordert, wenn sie mehr als einen Termin pro Tag haben. Bei anderen platzt der Terminkalender aus allen Nähten, und sie schweben trotzdem fröhlich von einem Termin zum nächsten. Eine gewisse Dosis „Eustress“ – also guter Stress – ist sogar wichtig, damit wir gut, in Freude und konzentriert handeln können. Wer auf Dauer unter seinen Fähigkeiten agiert, endet unmotiviert und antriebslos.

Echter Stress oder hausgemacht?

Stress ist also grundsätzlich schon gut – er wird nur dann schädlich, wenn wir uns selbst unter Stress setzen – durch die Anforderungen, die wir an uns selbst stellen. Das tun wir meist nicht bewusst, sondern weil wir bestimmte Muster in uns haben, die uns antreiben. In der Stressforschung spricht man von den „5 Stressverstärkern“:

1. Perfektionismus: Am besten soll es das selbstgebastelte Geschenk, mit perfekter Karte dazu und originell dekorierter Verpackung sein. Auch beruflich verwenden Menschen viel Zeit auf das letzte Ausfeilen einer Präsentation oder Aufgabe. Laut Pareto brauchen wir für die letzten 20% der Aufgabe nochmal 80% der Arbeitszeit. Hier ist die Frage: lohnt sich auch mal der Mut zur Lücke? Bzw. reicht als Geschenk vielleicht doch mal eine gekaufte Pralinenschachtel oder die Flasche Wein?

2. Wunsch nach Anerkennung: Die beste Freundin zieht um, der Kollege kommt mit der neuen Software nicht klar, die Freundinnen wollen genau jetzt mal wieder tanzen gehen. Da kann man doch nicht nein sagen, oder? Man könnte ja was verpassen – oder wird nachher gar nicht mehr gefragt, wenn man einmal nein sagt. Was, wenn jemand die Freundschaft kündigt, weil das Geschenk voll daneben war? Mal ehrlich: würde das passieren? Und wenn ja, wäre das echte Freundschaft? Hier könnte man sich auch fragen: warum brauche ich die äußere Anerkennung so sehr? Was kann ich tun, um mir selbst die Anerkennung zu schenken, die ich mir wünsche?

3. Stark sein wollen: Kennst du auch die Menschen, die kategorisch „nein“ sagen, wenn man ihnen ihre Hilfe anbietet? Oder gehörst du vielleicht selbst zu denjenigen, die alles am liebsten selbst wuppen wollen? Da hilft die Frage: was kann ich delegieren? Wo kann ich mir Unterstützung suchen? Oft ist dies keine Einbahnstraße, sondern es können ganz neue Ideen und Verbindungen entstehen, die für alle Seiten gewinnbringend sind.

4. Übertriebene Vorsicht: alles, was wir tun, kann schief gehen. Wenn wir dabei ständig Angst vor Fehlern oder negativen Konsequenzen haben, ist der Stress vorprogrammiert. Wir können nicht immer alles kontrollieren. Aber wir können unser Vertrauen stärken, dass es schon irgendwie gut gehen wird. Und dabei Schritt für Schritt mutiger werden. Um etwas zu bewegen, braucht es nunmal Mut. Der kommt nicht von heute auf morgen, aber er lässt sich trainieren. Jeden Tag einen kleinen Schritt weiter aus der Komfortzone.

5. Bequemlichkeit: klingt paradox, aber auch Bequemlichkeit kann Stress verursachen. Wenn wir die Steuererklärung ewig aufschieben, steht irgendwann die Nachtschicht an – oder der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Ohne regelmäßiges Zähne putzen droht irgendwann die langwierige und zeitaufwändige Zahnbehandlung. Frage: Wann ist es also hilfreich, doch lieber kleine Dinge schnell zu erledigen?

Du findest dich in dem einen oder anderen Beispiel wieder? Kein Stress! Denn das Bewusstsein darüber ist oft schon ein erster Schritt zur Veränderung. Bis dahin gilt: lieber stressige Zeiten annehmen und genießen, statt sich verrückt zu machen.

Nicht der Stress selbst ist schädlich, sondern unser Glaube darüber

Eine Erkenntnis aus der Forschung bestätigt dies auf frappierende Weise: 30.000 Menschen wurden über mehrere Jahre hinweg befragt, wie viel Stress sie in letzter Zeit hatten. Weiterhin wurden sie gefragt, ob sie glauben, dass Stress gesundheitsschädlich sei. Jahre später wurden die Sterberaten der Befragten erhoben. Das Ergebnis: diejenigen, die viel Stress hatten und glaubten, dass Stress gesundheitsschädlich ist, hatten das höchste Sterberisiko. Diejenigen, die zwar viel Stress hatten, diesen aber nicht für gesundheitsschädlich hielten, hatten das niedrigste Sterberisiko – sogar niedriger als diejenigen, die nur wenig Stress hatten. Das heißt: nicht der Stress selbst schadet uns, sondern die Überzeugung, dass Stress schädlich ist, wird zum tödlichen Verhängnis. Es wäre also kontraproduktiv, Stress zu verteufeln. Wichtiger ist es, die positiven Aspekte zu sehen. Wie kann das gehen?

Wir können stressige Phasen im Leben nutzen, um die innere Kraft zu aktivieren und zu Höchstform aufzulaufen. Wir können dabei unsere Widerstandsfähigkeit trainieren und somit die „Resilienz“ stärken. Wir können uns bewusst machen, dass nach stressigen Zeiten auch wieder ruhigere Zeiten kommen. Denn natürlich braucht es diese Phasen auch, um wieder neue Energie aufzuladen.

15 Minuten täglich für mehr Zufriedenheit und Gelassenheit

Bis dahin können wir auch durch stressige Zeiten mit Achtsamkeit und wachem Bewusstsein gehen – dies erfordert weder großen Zeitaufwand noch große geistige Anstrengungen. Mit 15 Minuten am Tag ist schon viel erreicht. 15 Minuten nur für dich selbst – zum meditieren, still sitzen, eine Runde um den Block laufen, lächeln, lachen oder 3 Dinge aufschreiben, für die du dankbar bist. Wenn wir uns diese Zeit für uns selbst nehmen, dann macht das schon einen Unterschied. Egal ob wir am Ende mit oder ohne Geschenk dastehen. Und wenn du es nicht alleine machen möchtest, dann komm zu unserer Happy Break. Die smarte Pause, 2 Mal die Woche kostenlos und unverbindlich. Siehe hier…

Glücksgedanken für die Woche

  • Jeder empfindet Stress unterschiedlich
  • Wenn wir Stress als positiv ansehen, kann er uns nicht schaden
  • Schon kleine Momente des inne haltens reichen aus, um stressige Phasen zu überstehen
  • Viel von unserem Stress ist hausgemacht – durch die eigenen Ansprüche an uns selbst

Fragen an dich selbst

  • Wo könntest du auch mal Fünfe gerade sein lassen?
  • Wo tust du die Dinge, um Anerkennung von außen zu bekommen statt von dir selbst?
  • In welchen Bereichen könntest du dir von anderen Unterstützung holen oder mit ihnen zusammen arbeiten?
  • Wo wäre es auch mal gut, mutig zu sein?
  • Wenn du eine Sache vor dir herschiebst: ist es wirklich, weil du nicht dazu kommst, oder vielleicht weil es dir irgendwie unangenehm ist oder du keine Lust dazu hast?

Zitate

„Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“ Lothar Seiwert

„An sich ist nichts weder gut noch böse, das Denken macht es erst dazu.“ Shakespeare

 

Audio

Meditation „Oase“ – nimm dir ein paar Minuten Zeit, um abzuschalten und deine Gedanken aufzufrischen – hier zum kostenlosen Download…

Video

Stärke deine innere Kraft und lasse äußere Ärgernisse weniger an dich heran – hier gehts zur entsprechenden Übung…